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Energiepflanzen vs Nahrung ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Energiepflanzen vs Nahrung ?

Beitragvon Rohana » Di Mär 11, 2008 17:22

Interessanter Artikel auf Spiegel

Würd gern mal eure Meinung bzw Erfahrungen dazu hören.
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Beitragvon brainfart » Di Mär 11, 2008 18:30

So Sachen wie Bioethanol und RME (Biodiesel) sind der größte Schwachsinn. Bei Biotreibstoffen werden unter Energie- und Düngemitteleinsatz Weizen, Raps etc. erzeugt und geerntet. 80% und mehr der produzierten Biomasse wird energetisch nicht gescheit genutzt, und aus vielleicht 10-20% der produzierten Biomasse wird dann der Energieträger erzeugt. Bei Ethanol, welcher bekanntlich durch Gärung hergestellt wird, wird 50% der mühsam gewonnenen Biomasse bei der Gärung als CO2 freigesetzt und ist damit verloren. Voll der Schuß in den Ofen. Biodiesel ist nicht ganz so schlimm. Riesige Monokulturen, dann erntet man die Samen (den Rest schmeißt man weg) und gewinnt eine geringe Menge von Pflanzenöl, aus dem man dann Treibstoff macht.

All das sind Sackgassen. Rein vom energetischen Standpunkt betrachtet, ohne mal den ganzen Pestizid- und Düngemeitteleinsatz und gesellschaftlichen Komponenten miteinzubeziehen.
Die Ethanol als Treibstoff-Variante wurde von irgendwelchen Lobbies durchgedrückt, mit sinnvoller Umweltpolitik hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Man könnte fast meinen, da steckt die Erdölindustrie dahinter, um zu beweisen, wie unentbehrlich sie doch ist.

Es gibt nur eine sinnvolle Alternative, und das sind BTL-Treibstoffe. Dabei werden 100% erzeugte Biomasse genutzt und in dieselähnliche Treibstoffe umgewandelt. Treibstoff aus Holzabfällen, Stroh und sonstigem organischen Material. Zur Serienreife gebracht unter anderm von deutschen Firmen, aber wir subventionieren ja lieber weiter jeden Arbeitsplatz in der Steinkohle mit einem sechsstelligen Betrag pro Jahr anstatt da mal Geld reinzubuttern und dann international damit Kohle zu machen.
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Beitragvon forenkobold » Di Mär 11, 2008 18:52

brainfart.. wo hast Du denn Dein Unwissen erlangt?

Bei Biotreibstoffen werden unter Energie- und Düngemitteleinsatz Weizen, Raps etc. erzeugt und geerntet.


Nun.. man kann auch aufs Düngen verzichten und von Hand säen und ernten...Und dann auf dem Rücken zur Ethanolfabrik tragen.

Dann hat man vielleicht 15 dt Weizen vom Hektar.. entspricht dem Energiewert von 600 Liter Heizöl.

Man kann aber auch maschinell Weizen säen, pflegen und ernten (60 Liter Diesel/ha). Und ihn düngen (180 kg N = 360 Liter Öl, mit anderen Düngern und Pflanzenschutzmiteln liegen wir dann bei 500 Litern..)
Dafür erntet amn dann 90dt/Hektar entspricht 3600 Liter Heizöl.

abzüglich der eingesetzten knapp 600 Litern bleibt ein Nettooutput von 3000 Litern.



Bei Ethanol, welcher bekanntlich durch Gärung hergestellt wird, wird 50% der mühsam gewonnenen Biomasse bei der Gärung als CO2 freigesetzt und ist damit verloren.


Gibts da einen seriösen Beleg für diese Behauptung?

Biodiesel ist nicht ganz so schlimm. Riesige Monokulturen,


Solch ein Quatsch... Nirgendwo wird Raps in Monokultur angebaut. das würde keine 3 Jahre gut gehen.


dann erntet mann die Samen (den Rest schmeißt man weg)


Nochmal Quatsch. Der Rest ist ein wertvolles Futtermittel. Dieses wird bei Polemik von Deinesgleichen schlichtweg unterschlagen. Bei Soja wirds übrigens genau umgekehrt gemacht. Da wird die Produktion als Futtermittel angeprangert und die Ölgwinnung unterschlagen.
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Beitragvon brainfart » Di Mär 11, 2008 19:10

> Nun.. man kann auch aufs Düngen verzichten und von Hand säen und
> ernten...Und dann auf dem Rücken zur Ethanolfabrik tragen.

Und Du wirfst mir Polemik vor?!

> Dafür erntet amn dann 90dt/Hektar entspricht 3600 Liter Heizöl.
> abzüglich der eingesetzten knapp 600 Litern bleibt ein Nettooutput von
> 3000 Litern.

Prima. Und jetzt mach die Rechnung nochmal: wieviel Biomasse kann ein Hektar maximal pro Jahr erzeugen? Und dann rechne aus, wieviel BTL-Treibstoff man damit herstellen kann. Vergleiche die Zahl mit Deinen 3000 Litern. Ergebnis?

>> wird 50% der mühsam gewonnenen Biomasse bei der Gärung als CO2
>> freigesetzt und ist damit verloren.
> Gibts da einen seriösen Beleg für diese Behauptung?

Biologieunterricht 9. Klasse.

Glucose (Traubenzucker) ---Hefeenzyme---> Ethanol + Kohlenstoffdioxid
C6H12O6 ---Hefeenzyme---> 2 C2H5OH + 2 CO2 DH = -105kJ/mol

http://www.google.de/search?q=alkoholische+g%C3%A4rung

Ok, mein Fehler. Es werden "nur" mindestens 33% des im Zucker enthaltenen Kohlenstoffs als CO2 freigesetzt, nicht 50%. In der Realität werden es wohl so um die 40% sein.

> Nirgendwo wird Raps in Monokultur angebaut. das würde keine 3 Jahre
> gut gehen.

Muß ich mich wohl verguckt haben, als ich das letzte mal Felder mit Ölpflanzen gesehen hab, die sich über mehrere Kilometer erstreckt haben.
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Beitragvon forenkobold » Di Mär 11, 2008 19:52

Ich habe ja nicht abgeleugnet, dass BTL effektiver ist. Die Entwicklung ist noch jung, Werke mit entsprechenden Kapazitäten noch nicht vorhanden.
Biodiesel war damals die schnellste Möglichkeit, auf Alternativtreibstoffe zu gehen, die in den meisten vorhandenen Motoren problemlos funktionieren.
Hätte man es bleiben lassen sollen bloß weil man die Hypothek hatte, nach 20 jahren ein besseres Verfahren zu haben und bei ausschließlich fossilen Brennstoffen bleiben?

Wenn Du jetzt an selbigen Feldern vorbeifährst, wirst Du Weizen sehen, der sich über besagte Kilometer erstreckt. Und der Raps steht da, wo letztes Jahr Kiometerweit Gerste stand.
Hat was mit Flurstücksgrößen in manchen Bundesländern zu tun. Und mit Energieeinsparung durch effektive Schlaggrößen....
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Beitragvon Meck-Pommer » Di Mär 11, 2008 20:33

Ich bin bei Weitem kein "Öko", aber das Umsteigen auf regenerative Energien ist langfristig der einzige Weg. Biodiesel ist zwar lange nicht das Optimum, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Gruß, Jochen
"Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg, denn dort geht sie 50 Jahre später unter." (Otto von Bismarck)
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Beitragvon Guido85 » Di Mär 11, 2008 22:43

Mal ganz ehrlich: Wir können mit dem Zeugs aber nicht annähernd unseren eigenen Energiebedarf decken! Und ob es Sinn macht Biogasanlagen zu fördern in dem Mindestabnahmepreise festgesetzt werden, da können wir uns jetzt lange drüber streiten. Ich denke das damit gerade die Vieh haltenden Betriebe benachteiligt sind, Ackerbaubetriebe sollten Momentan eigentlich mehr Erlöse durch die Feldfrüchte erzielen und damit klar kommen.
Vor allem stecken wir überteuerte Subventionen in einen Bio-Energie-Markt der nur einen geringer Teil unserer Energie decken kann.

Eben kam bei Plusminus ein schöner Beitrag über unsere Energieversorgung, RWI? Essen hat untersucht, in wie Weit wir abhängig und wie hoch der wirtschaftliche Nutzen unseren so hoch gelobten Alternativen Energiequellen sind, das ist schon erschreckend. Wir sollten meiner Meinung nach nochmal über den Atom-Ausstieg nachdenken, dafür bekomme ich jetzt zwar haue von allen aber das musste ich mal los werden.

Zum Thema Bio-Sprit kann ich nur sagen, dass ich es grundsätzlich positiv finde. Gerade um in den Treibstoffmarkt mal bisschen Konkurrenz für die alteingesessen Treibstoffe zu bringen, aber bei den aktuellen Preisen fahr ich mit Diesel günstiger und letztendlich zwingt uns als Landwirte die eigene Wirtschaftlichkeit zum Diesel. Über P-Öl braucht man wohl keinen gedanken mehr verschwenden!

Gruß

Guido
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Beitragvon brainfart » Di Mär 11, 2008 23:08

> Wir können mit dem Zeugs aber nicht annähernd unseren eigenen
> Energiebedarf decken!

Doch. Mit BTL könnten wir einen beträchtlichen Teil unseres Energiebedarfs decken. Hoffentlich geht die Produktion bald los.

> Biodiesel war damals die schnellste Möglichkeit, auf Alternativtreibstoffe zu
> gehen, die in den meisten vorhandenen Motoren problemlos funktionieren.

Korrekt.

> Hätte man es bleiben lassen sollen bloß weil man die Hypothek hatte, nach
> 20 jahren ein besseres Verfahren zu haben und bei ausschließlich fossilen
> Brennstoffen bleiben?

Nein, ganz und gar nicht. Trotzdem sollte mehr Geld in Alternativen wie BTL gesteckt werden.

Mir gehts hauptsächlich um den Mist, den die Amis da praktizieren wollen. Bioethanol als Treibstoff ist der absolute Schwachsinn, vom energetischen Standpunkt aus gesehen. Daß die amerikanische Agrarlobby und sicherlich auch manche deutsche Landwirte das ganz anders sehen kann ich schon verstehen, es geht schließlich um ihren Geldbeutel.
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Beitragvon Komatsu » Di Mär 11, 2008 23:20

Algen binden auch CO2...... dann ernten wir die Algen und machen Biogas davon ....... alles natürliche Kreisläufe, die nur für den zur katastrophe werden, der nicht weiter denken kann. Die Erde ist keine Scheibe.
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Beitragvon Robiwahn » Mi Mär 12, 2008 13:05

Guido85 hat geschrieben:... RWI? Essen hat untersucht, in wie Weit wir abhängig ...

Wir sollten meiner Meinung nach nochmal über den Atom-Ausstieg nachdenken, ...


Moin

Wenn ich deine Worte so interpretiere, das wir von Energielieferanten abhängig sind, dann mal kurz diese Zahlen:

Uran wird zu 100% eingeführt,
Erdöl zu 97%,
Erdgas zu 83%
und Steinkohle zu 61%

Gerade die Einfuhrquote von Uran spricht meiner Meinung nach nicht dafür, den Atom-Ausstieg wieder aufzulösen.
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Beitragvon Guido85 » Mi Mär 12, 2008 19:03

@robiwahn
Es wäre nur gut wenn ich mir den Strom in ein paar Jahren noch leisten könnte und da sehe ich mit dem Bio-Schrott schwarz. Uran wird sicherlich komplett eingeführt, ist aber eine günstigere Energiequelle. Wir hätten anstatt den Bio-Energie-Wahnsinn zu fördern lieber etwas mehr Geld in die Forschung über die Verwendung der Abfälle stecken sollen. Aber alle wollten Bio-Strom und haben vergessen das wir, wenn wir fertig sind mit der Abschaffung von Atomkraft und Kohleenergie (ist ja der neue Trend der Grünen), wir nochmehr Energie aus unseren Nachbarländern importieren müssen und auf welche Energie die setzen brauch ich euch nicht zu sagen oder?

@brainfart
Wenn wir es schaffen aus Abfall Energie zu gewinnen wäre das super, aber das ist halt noch nicht in Serie, wie man so schön sagt. Ich habe meine Aussage auf Photovoltaik, Biogas, usw. bezogen, die einfach nur Mrd.-Gräber sind ohne Sinn und Verstand.

Gruß

Guido
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Beitragvon brainfart » Mi Mär 12, 2008 19:48

Hast du eine Ahnung, was für ein Milliardengrab die Atomenergie ist?
Und wie lange die Abfälle der Atomindustrie lagern müssen, bis die einigermaßen gefahrlos geworden sind? Hier geht es um hunderttausende von Jahren. Vor hunderttausend Jahren gabs Neanderthaler, und vor einer halben Million Jahren oder so sind unsere Vorfahren aus Afrika ausgewandert.
Brain, du bist echt... wäh, lol.
[Rohana]

Solange Du Menschen, Schweine und Kühe nicht unterscheiden kannst, halt Dich einfach raus.
[SHierling]

Dem ham`s wirklich ins Hirn geschissn. Der heißt nicht nur so...
[Oberpfälzer]

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Beitragvon Meck-Pommer » Mi Mär 12, 2008 21:30

Ich bin ja auch für den Atomstrom, "wir" haben uns aber leider leider leider dagegen entschieden.
"Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg, denn dort geht sie 50 Jahre später unter." (Otto von Bismarck)
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Beitragvon Guido85 » Mi Mär 12, 2008 22:51

@brainfart
Mir sind deutsche sichere Atomkraftwerke lieber als Tschechische direkt hinter der Grenze, aber "ihr" wollt es ja nicht anders! Wir bekommen genau so einen mit ob die hinter der grenze oder im Inland hochgehen, nur haben wir Deutschen immernoch die sichersten AKWs in der Welt. Zwar macht uns der Atomausstieg beliebt bei unseren Nachbarn, weil wir deren Exporte ankurbeln, aber uns kostet der Sch... nur unnötiges Geld!
Nimm mir das nicht übel, aber ich finde es ziemlich lächerlich den Atomausstieg gut zu heißen, weil es kein Ausstieg ist. Der Strom in unseren Leitungen ist und bleibt zum größten Teil Atomstrom! Wenn ihr aussteigen wollt dann kappt die Leitungen die aus Deutschland rausführen und die die reinführen. Mal sehen wo die Lichter anbleiben und wo sie ausgehen!

Gruß

Guido
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Beitragvon meyer wie mueller » Fr Mär 14, 2008 15:53

Hallo,

für mich stehen die Nahrungsmittelproduktion und die Erzeugung von nachwachsenden Energieträgern absolut nicht im Wiederspruch.

Es handelt sich dabei um ein ganz normales Marktgeschehen. Das Produkt, das den besseren Erlös für den Produzenten bringt, wird eben hergestellt.
Angeblich kommt es durch den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zu einer Verknappung von Nahrungsmitteln. Diese Aussage ist eine Verdummung der Bevölkerung.
Lange Zeit hatte der Bauer keine andere Wahl, als Nahrungsmittelgrundstoffe anzubauen und war abhängig von den Großabnehmern, die den Preis diktierten. Er musste seine Waren (politisch gewollt; Brot und Spiele!) zu Spottpreisen loswerden. Wenn Brotweizen billiger ist der Strom oder die Wärme, die man aus dem Verbrennen erzeugt, spricht das für sich. Mit der Verhinderung einer alternativen Verwertung wurde der Nahrungsmittelpreis auf dem Rücken der Bauern subventioniert.
Diese Situation ist genauso parodox, wie wenn man zum Beispiel die Verwendung von Gas im Haushalt verbieten würde, nur damit es zu einem Überangebot kommt und dann die Stromerzeugung aus Gas billiger wird.

Wenn es jetzt durch dem Anbau von Energiepflanzen zu einem moderaten Preisanstieg bei landwirtschaftlichen Grundprodukten kommt, ist dies nur ein Schritt hin zu einem fairen Preis für die Bauern.
Leider werden Emotionen gegen die Bauern geschürt, die angeblich ihren Kragen nicht voll genug kriegen. Da wird argumentiert, dass die Brötchen teurer werden müssen - statt 30ct jetzt 40 ct pro Stück - weil der Getreidepreis um 50% gestiegen ist. Für wie viel Cent steckt denn Getreide in so einem Brötchen?
Wenn Brotgetreide ums Doppelte teurer würde, würde sich das nur mit weniger als 1 Cent pro Brötchen bemerkbar machen!

Genauso gut könnte man nach Blödzeitungsmanier argumentieren: "Deutsche Hauskatzen fressen den Negerlein das Frühstück weg!"
Mit dem Wert des Katzenfutters könnte man allen armen Negerlein tägich eine Handvoll Hirse geben! Also muss man die Haustierhaltung verbieten!

Wenn endlich Nahrungsmittel so viel Wert sind wie Energie, bekommt der Bauer endlich einen gerechten Preis für seine Erzeugnisse. Zu einer Nahrungsmittelverknappung wegen den Biogasanlagen wird es sicher nicht kommen, denn wenn es sich wieder lohnt, Nahrungsmittelgrundprodukte anzubauen, werden diese auch produziert.

Zum zweiten Aspekt:
- Die nachwachsenden Energien werden wohl nie ausreichen, den gesamten Energieverbrauch abzudecken, werden aber ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Energieerzeugung sein. Der Mix der verschiedenen Energieträger wird wohl entscheidend sein.
Auch ich werde mich in Zukunft nicht allein auf das Heizöl verlassen können (selbst wenn ich es mir noch leisten könnte). Wahrscheinlich werde ich einen Teil der Heizenergie über Sonnenkollektoren erzeugen, dann mit Holz zuheizen, vielleicht noch mit Solarzellen den Strom für Erdwärmenutzung erzeugen und den Biomüll und Gartenbafälle an eine Biogasanlage abgeben. Und das Heizöl werd ich vielleicht besser als Diesel zum Autofahren verwenden.
Dass bei nachwachsenden Rohstoffen noch ungenutzes Potential da ist, sieht jeder, der mit offenen Augen übers Land fährt. Überall sieht man jetzt Brennholzstapel, Holz das man zu Zeiten billigen Erdöls nicht geerntet hat. (nur ein Beispiel)
Gruß
meyer wie mueller
 
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