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Erfahrungen Fendt 5220 und 5250 Mähdrescher

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Erfahrungen Fendt 5220 und 5250 Mähdrescher

Beitragvon DX 4.30 » So Sep 25, 2016 10:39

Hallo,

ich interessiere mich für einen gebrauchten Fendt 5220 /5250 ohne E also noch die erste Serie von Bj. 99-04, die modifizierten MF Drescher.

Kann jemand der sich mit den Dreschern auskennt ein paar Sachen sagen:

Reparaturanfälligkeit, Ersatzteilversorgung, Druschleistung, Verluste, Kraftstoffverbrauch,...

Die sind ja technisch schon gut ausgestattet, gibt es Probleme mit der Elektrik?

Auf 3m Außenbreite bekommt man die wohl nicht, obwohl es 5 Schüttler sind oder?

Dankeschön!

Gruß
DX 4.30
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Re: Erfahrungen Fendt 5220 und 5250 Mähdrescher

Beitragvon langer711 » Mo Sep 26, 2016 13:35

ich hatte den in Rot, eigentlich fast das Gleiche in Grün ;)

Powerflow-Bänder machen bei guter Wartung groß keine Probleme, aber die Wartung kostet schon Zeit!
Dafür kannst Du Das Getreide als Fahrer eigentlich vergessen, sobald es abgeschnitten und auf die Bänder gekippt ist.
Auch bei Lager absolut feine Sache.

Im Raps dagegen problematisch: sehr hoher Raps schiebt sich gern über die Einzugswalze hinweg bis vor die Vorderräder.
Abhilfe schafft hier entweder kurzer Raps oder die zusätzliche Einzugsschnecke oben im Schneidwerk (hydraulisch angetrieben).
Druschleistung und Verluste sind zu loben, wenn ein Rotationsabscheider hinter der Wendetrommel ist.

Elektrisch machte die rote Kiste nie Probleme, der Aufbau der Anlage ist auch recht einfach, falls mal was ist.
Über der Batterie ist der Sicherungskasten, wenn Dich da gefühlte 300 Relais begrüßen, ist die Anlage noch einfacher, als wenn Du die überarbeitete Kiste hast, wo nur max 20 Relais sind.
Hier wurden alle Relais durch Elektronik ersetzt, die es nur am Stück gibt, nennt sich Jobrechner, für etwa 1500 Teuros.
Aber nochmal: elektrisch lief das Ding fast 20 Jahre sorglos.

Hächslerlager machten einige Male Probleme, einmal die Lagerung von der Schneidwerkskupplung.
Lager Powerflowbänder kannst Du einplanen... kosten nicht viel, aber halt Arbeit.

Anlasser der Reversierung und dessen Kette beim rechten Rad...
Die kleine Kette ist alle 2-3 Jahre fällig, der Anlasser ist der Gleiche wie am Motor, kommt irgendwann, kann man sich schonmal bereit legen.

Siebkastenlagerung jährlich überprüfen !
Wenn die Gummis durch sind, brechen die Stahlteile, und dann gibts (teures) Gemüse!

Entleerungsschnecke einmal anschauen.
Da gibts zwar aussen eine Abscherschraube, aber die hält oft mehr aus, als der Übergang von der Antriebswelle auf die Schnecke.
Dort reißt gern mal die Schweißnaht weg (Im Korntank Fahrtrichtung rechts direkt an der Außenwand)
Schuld ist die Drehmomentspitze beim Einschalten der Leerung durch die Magnetkupplung, die kann halt nur an oder aus, aber eben nicht langsam!

Abhilfe: Wenn das Auslaufrohr voll ist, besser nur im Standgas einschalten, dann passiert eigentlich nix.

Befüllschnecke, das untere Lager ruhig mal einmal zerlegen den ganzen Kopf und alles in Ordnung bringen, sprich reinigen, fetten, wieder zusammen.

bei den Elevatoren ist ein Winkelgetriebe für den separaten Nachdrescher (Überkehr).
Da hat sich mal der Antrieb gelockert, also ruhig mal prüfen, ob alle Ketten und Riemenscheiben fest sitzen.

Im Siebkasten jährlich die Gummis prüfen.


Überm Gebläse sammelte sich immer Kaff, den musste man durch so ne 60 mm Öffnung täglich da raus holen, sonst knallt irgendwann der Siebkasten.

Schüttlerlager sollen ewig halten, sagte man seinerzeit.
Wird aber nix... gelegentlich kommen die trotzdem...
Normalerweise muss dazu ne komplett neue Schüttlerwelle her, aber es gibt mittlerweile auch Reparatursätze, die man selbst montieren kann.
Blöd nur, wenn man in der Mitte eins kaputt hat, man muss sich von der Seite da ran arbeiten.

Die Kisten gab es mit offenen Schüttlern und Rücktransport-Boden und mit geschlossenen Schüttlern, die bis zum Vorbereitungsboden unten zu waren.
Bei offenen Schüttlern deutlich weniger Probleme mit Schüttlerlagern.
Und wenn, dann hatte sich vorher Material im Schüttler aufgebaut (Mehr Gewicht = höhere Belastung)
Hier also einfach öfters mal kontrollieren, besonders bei feuchterem Erntegut, hohem Unkraut-Besatz etc.

Unter 3 Meter kriegst den nicht, aber 5 Schüttler unter 3,50 sind die Regel.
6 Schüttler und 8 Schüttler unter 3,50 ist fast nicht machbar...

Unterm Motor sammelt sich gern Dreck, bitte aufmerksam sauber halten.
Haupt Riemenscheibe direkt am Motor oben.
Da ist ne Mitnehmerscheibe drin, die an der Motor-Schwungscheibe geschraubt wird.
Diese wurde mehrfach geändert bei den Roten, hier mal nachhaken, wie das bei den Grünen ist.
Im Zweifel einmal neu im Winter.
Beim Einbau mit Meßßuhr arbeiten, alte Stellen markieren, leicht verdreht gibt Unwucht und das hält der Stellmotor vom Dreschwerkspanner nicht aus.

Ist ein Sisu Motor verbaut ?
Wenn Ja bitte die Ölwannenschrauben sorgfältig kontrollieren, die sind gern locker.
Zwischen Turbolader und Ansaugbrücke ist ein kurzer Schlauch für die Luftführung, der platzt gern!


Das soll erst reichen

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Re: Erfahrungen Fendt 5220 und 5250 Mähdrescher

Beitragvon DX 4.30 » Mo Sep 26, 2016 18:42

Hallo Langer,


besten Dank für die Antworten, beim Fendt ist ein Deutz-Motor BF6M1013FC verbaut, läuft denke ich problemlos.
Die Fendt haben allerdings eine "Obenentleerung" für den Korntank da werde ich mal genauer schauen, du hast mir schon eine ganze Menge Punkte genannt die geprüft werden sollen.

Danke und Gruß

DX 4.30
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Re: Erfahrungen Fendt 5220 und 5250 Mähdrescher

Beitragvon langer711 » Mi Sep 28, 2016 8:03

Zur Obenentleerung kann ich nix sagen.
Ist aber auch keine Raketenwissenschaft und wird funktionieren.
Hat neben der Entladehöhe den Vorteil, die linke Klappe "am Stück" gestalten zu können, da hat man Platz, wenn man mal dran muss.

Zu den Deutz Motoren:
Ich hatte Kontakt zu einigen Praktikern, die mehrere MF (30-40 und später die Cerea) hatten.
Deren Aussage vor etwa 6 Jahren: "Fendt hat Deutz drauf, und die machen Probleme - einige haben deshalb auf Sisu umgerüstet."

Ich persönlich würde auf diese Aussage aber nicht viel Wert legen.
Vor allem ist der Deutz genügsamer! :wink:
Ok... momentan nicht ganz so wichtig, aber wir haben auch schon Diesel für 1,70 Euro gekauft. :shock:

Wie bei jedem Drescher sollte man Kühler und Luftfilter sorgsam sauber halten.
Und bei der Arbeit die Temperatur beobachten kann auch nicht schaden.
Hat ein Motor Öl, Luft und Kühlung, sollte er auch was aushalten.


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