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Erfahrungen Futterrübsen?

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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15 Beiträge • Seite 1 von 1
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Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Ferengi » Di Jun 18, 2019 10:57

Moin hat hier jemand Erfahrungen mit Futterrübsen gemacht (nicht mit Futterrüben verwechseln!)?
Kann man die im Herbst drillen und im kommenden Frühjahr silieren?
Werden die gern gefressen?

Wie siehts mit Erträgen aus?
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Marian » Do Jun 20, 2019 18:57

Ich hab letztes Jahr nach Silomais im August für meinen Schwiegervater und genauer genommen seine Mutterschafe auf 15ha Winterrübsen angebaut. Waren mir vorher auch nicht geläufig. Hab mitm 4 balkigen Köckerling mit Meißelschar 15cm gelockert und 12kg mit aufgebautem Pneumatik Streuer ausgebracht.
Saatstärke würde ich 15kg empfehlen. Es entwickelt sich ein guter Bestand, vor Winter deutlich weniger als bei Futterraps, im zeitigen Frühjahr schiebt das Zeug aber extrem an. Ich müsste sehen, habe glaube ich Bilder vom mulchen vor der Gülleausbringung zu Mais wo es nicht abgehütet war. Mitte April voll Blüte und zwischen. 150-170cm Höhe. Silierung soll gut gelingen und gutes Futter bringen. Ich schätze dann Ernte um den Monatswechsel März/April. Die Masse die das Zeug im Frühjahr bildet ist enorm.
Und nebenbei. Die Bodengare nach Rübsen ist Sahne.


Freundliche Grüße
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Ferengi » Do Jun 20, 2019 19:07

So früh wird das geerntet?
Also noch deutlich vor dem Grünroggen?
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Marian » Fr Jun 21, 2019 12:06

Ich kann es nicht genau sagen.
Ich schließe jetzt vom Pflanzenbestand aus das es sich in dem Zeitraum dreht. Mitte April aber sicherlich.
Später schossern die Rübsen und verholzen und blühen.
Das will ja dann kein Vieh mehr fressen. Von silierung ganz zu schweigen.
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Ferengi » Fr Jun 21, 2019 13:00

Danke.

Ich hab mal einen Sack (25 KG) bestellt.
Werd dann mal versuchen so spät wie möglich (Anfang- Mitte Oktober?) zu drillen.
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon AEgro » Fr Jun 21, 2019 21:41

Winterrübsen bringen im Frühjahr sehr frühes Futter, allerdings ist Winterfutterraps ( Ich kenne Akela ) einige Tage früher, aber genau so lange nutzbar,
bis er zum Schossen kommt.
Der Akela wird nach meinen Erinnerungen von Rindern/Milchkühen auch lieber gefressen.
Beide Arten sind allerdings sehr strukturarm.
Das kann ohne Ausgleich an Struktur und Energie bei Kühen leicht zu Acidose führen.
Silieren geht zwar bei beiden Arten leicht, neigt aber infolge des Strukturmangels und wg. des hohen Wassergehalts zu sehr saurer Silage.
Zum Silieren würde ich auf jeden Fall Welsches Weidelgras oder Grünroggen bevorzugen.
Das bringt auch höhere Trockenmasseerträge, wenn auch 2-3 Wochen nach Raps/Rübsen.
Mein Vater baute 1976/77 Perko- Winterrübsen als Zwischenfruchtfutter an, weil kein anderes Saatgut nach der Katastrophendürre von 1976 an, weil kein
anderes Saatgut zu bekommen war.
Bis Anfang der 80-er baute er als frühes Frischfutter Perko und Akela an, und versuchte sich auch 2-3 mal an der Silage bei Futterüberschüssen.
Ich kann mich noch sehr gut an der sauren Gestank erinnern, wenn ich die Silage von der prov. Feldmiete aufladen musste.
Das war immer Zwischen(saft)futter im Sommer, wenn bei der Rotkleefütterung nach dem 2. Schnitt eine Unterbrechung der Grünfutterversorgung gab.
Gruß AEgro
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon AEgro » Fr Jun 21, 2019 21:51

Mir fällt zu der Silage noch ein, daß unter die Silagemiete als unterste Schicht Häckselstroh verteilt wurde um den Sickersaft etwas zu binden und als Sauberkeitsschicht.
Nach den Rübsen/ dem Raps folgte Silomais nach Stallmistgabe und Pflugfurche.
Teilweise auch Erbsen-Hafer.Wickengemenge, dünn ausgesät, mit Rotklee oder Luzerneunterssat.
Ebenfalls nach Pflugfurche.
Gruß AEgro
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Ferengi » Fr Jun 21, 2019 21:55

Struktur ist bei mir nicht das Problem, da ich eh viel Heu verfütter.
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Marian » Fr Jan 31, 2020 12:45

Moin.

Also, kurze Rückmeldung.
Ich habe nach Triticale und Weizen Ende Juli direkt auf die Stoppel Gärsubstrat ausgebracht und mit dem Gänsefuß etwa 10cm eingegrubbert. Mit dem aufgebauten Lehner Streuer habe ich 12kg einer Mischung aus Winterrüpsen, Sommer- und Winterfutterraps ausgebracht.
Den herrlichen Bestand haben wir am 24sten Oktober gemäht, am 25sten geschwadet und am Tag darauf mit dem Ladewagen eingeholt und mit Hafer Bohnen Alexklee siliert. Die Silage füttere ich seit 2 Monaten. Schmackhaftigkeit für die Bullen ist enorm und anhand der Analyse weiß ich zu berichten das die Silage 20% Rohprotein hat. Das liegt aber sicher an Hafer und Bohne.
Der Futterwert der Rüpsen ist auf jeden Fall hoch und durch den milden Winter steht auf den geernteten Flächen schon wieder ein etwa gut 10cm höher und geschlossener Bestand.

Eine tolle Kultur die ich definitiv in mein Stamm Portfolio aufnehme.

Grüße
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Ferengi » Fr Jan 31, 2020 13:07

Ich hab sie wohl zu spät gedrillt.
Mitte Oktober war anscheinend zu spät.
Eher macht aber wegen der Trockenheit keinen Sinn.
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Panic » Fr Jan 31, 2020 13:58

Habe ich in den letzten beiden Jahren in Mischung mit Winterfutterraps als Greening ausgebracht. In diesem Jahr nach Grubberstrich mit dem Streuer. Ein Teil direkt in die Stoppel. Beide Bestände super, besser als im letzten Jahr. Aktuell vom Schäfer beweidet.
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Kajumm » Mo Feb 03, 2020 4:20

Hi Marian. Ich habe zu Versuchszwecken ca 8 ha nach Mais als Mulchsaat 12kg/ha probiert. Bestand sieht schön dicht aus. Frage dazu:Wie düngst du die Kultur an? Und wie verhält sich die Pflanze wenn ich mit Walze (Wiesenwalze oder Cambridgewalze) die zum Teil hochstehenden alten Maisstoppeln plätten würde? Wollte es gerne als Grünfutter nutzen. Viele Grüße
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Marian » Mo Feb 03, 2020 10:41

Düngung im Frühjahr erfolgt keine. Hatte nicht erwähnt das ich für. Schwiegervater am zweiten Betrieb wieder 20ha Rüpsen in reinsaat angebaut habe nach Silomais. Auch Grubbersaat mit Lehner Schleuderstreuer. Von Mulchsaat kann man bei den paar Stoppeln ja kaum reden.
Vor Saat Stallmist. Das ist alles.
Stoppeln besser vorab mulchen oder nach der Saat walzen. Die Rüpsen sind ja Saftfutter mit dicken Stängeln. Ich denke wenn du jetzt walzt und die Pflanze damit verletzt wird sie absterben und gammelig und verpilzen.
Das würde ich definitiv lassen.

Nur am Rande. Ich habe Mal nach Mulcher flach gegrubbert und mit KE Kombi Grünroggen gedrillt nach Silomais und mit Schwadzusammenlegung gemäht und siliert. Wenn gemulcht wird hast du keinerlei Stoppeln im Futter.

Grüße
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Kajumm » Mo Feb 03, 2020 12:40

das ist schon richtig. Das Walzen im Herbst ließ die Witterung leider nicht zu.. Die Stoppeln sind gemulcht, jedoch die vorher platt Gefahrenen zum Teil mit der Saat wieder aufgerichtet. Aber danke für die Info. Laut meiner DBE brauchen die als erste Hauptfrucht 150 kg N und 350 kg Kali. Sind auf zwei Flächen verteilt. Ein Bestand sieht sehr üppig aus, ich denke durch gute Nachlieferung aus dem letzten Jahr. Durch die Trockenheit im letzten Jahr, sind die Reserven garantiert nicht aufgebraucht, zumal der Mais eher bescheiden war.. Da wurde Ackergras vor Mais ungebrochen. Der andere Bestand etwas gelblich und nicht ganz so üppig.
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Re: Erfahrungen Futterrübsen?

Beitragvon Kajumm » Mo Mär 16, 2020 14:35

Hallo. Mal eine Frage an die Erfahrenen:
Die Bestände entwickeln sich ganz ordentlich. Jedoch, find ich viel Stängel und relativ wenig Blattmasse und bin daher etwas skeptisch bzgl der Futteraufnahme. Zudem bilden sich scheinbar Knospen. Ist das nicht alles etwas seltsam? Laut Beschreibung, kann die Frischfutter Ernte Anfang April beginnen. Wir haben gerade mal Mitte März und ich hab Befürchtungen ob man das Zeug überhaupt noch verfüttern kann..
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