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Erfahrungen Jagdhundrasse alpenländische Dachsbracke

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Erfahrungen Jagdhundrasse alpenländische Dachsbracke

Beitragvon Hawk0178 » Mo Jun 11, 2018 19:43

Hallo zusammen,

vom Tierheim haben wir einen kleinen Problemhund an Land gezogen, auf den wir so nicht vorbereitet waren. Ausgangslage war: "Das ist ein Mischling!". Mittlerweile wissen wir durch die Tierärztin, dass es sich offenkundig um eine alpenländische Dachsbracke handeln muss - also klassisch ein Jagdhund mit starkem Jagd- und Fährtentrieb. Ich habe über 25 Jahre Erfahrung mit Gebrauchshunden (dt. Schäferhunde), aber sowas habe ich noch nie erlebt ... :roll:

Über die Details könnte ich hier Romane schreiben. Prinzipiell ist das Tier extrem intelligent und trickst mich und meine bessere Hälfte immer wieder aus (Flucht aus dem Garten usw.)
Mittlerweile ist die emotionale Bindung zum Herrchen schon besser geworden, und auch die täglichen Revierbegehungen (mein Wald, aber ich bin kein Jäger) funktionieren immer besser.
Dennoch meine ich, unser Hund braucht noch spezielle Fährtenspiele oder Denkaufgaben, die den Anspruch eines normalen Gebrauchthundes übersteigen würden. Von den "Hundeschulen" in der Umgebung kommt mir da kein brauchbares Feedback.

Ich will bewusst nicht unseren eigenen Jäger damit belästigen, allein schon nicht um ihn darauf aufmerksam zu machen dass unsere "Bestie" am Ende noch ein Rehkitz oder ein anderes Tier reißen könnte. Somit hier mein Appell an alle, die vlt. Erfahrungen mit dieser Art Jagdhund haben. Wäre super, wenn ich jemand finde mit dem ich vlt. mal telefonieren kann.

Also Ihr seit am Zug. Vielen Dank schon mal!
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Re: Erfahrungen Jagdhundrasse alpenländische Dachsbracke

Beitragvon Fassi » Mo Jun 11, 2018 20:48

Jop, der braucht mehr geistige wie körperliche Auslastung. Und zusätzlich sind Bracken ziemlich sensibel. Also nicht wirklich mit Schäferhunden zu vergleichen, da brauchst du etwas mehr Gefühl in der Ausbildung. Dazu kommt, dass Bracken von der ursprünglichen "Verwendung" recht selbstständig arbeiten und das auch immer wieder versuchen werden, sie dazu gezüchtet wurden. Quasi ähnlich wie Terrier oder Dackel. Sie sind absolute "Hochspezialisten", nicht umsonst werden viele Bracken zur Nachsuchenarbeit eingesetzt und die alpenländische Dachsbracke ist auch als Schweißhundrasse anerkannt.

Zur spezifischen Auslastung hast du nur zwei Möglichkeiten, entweder einen Jagdverein in der Nähe ansprechen und den Hund zur jagdlichen Fährtenarbeit ausbilden. Oder, in meinen Augen weitaus sinnvoller, sprich die örtlichen Gruppen von THW, Rotkreuz usw an, ob es eine Rettungshundestaffel gibt und mach mit den Hund Mantrailing ( https://de.wikipedia.org/wiki/Mantrailing?wprov=sfla1 ). Anders werden vermutlich weder du noch der Hund auf Dauer glücklich.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Erfahrungen Jagdhundrasse alpenländische Dachsbracke

Beitragvon Hawk0178 » So Feb 18, 2024 14:57

Hallo zusammen,

den Hund gibt es heute noch, und ich bin im großen und ganzen auch zufrieden mit dem Erreichten Ergebnis der Erziehung. Für einige wenige Einsätze wurde ein Erziehungshalsband Dogtrace professional 1000 gekauft, dass seit Mitte 2018 nur noch rumliegt. Falls einer von Euch (Jäger, Schutzhundausbilder) Interesse hat, kann er sich gerne bei mir melden.
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