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Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon Eizo » Mi Mär 25, 2026 21:48

Hallo,
ich möchte mir eine neue Walze anschaffen. Breite 8,2m.
Hatte vorher eine normale Cambridwalze.
Nun stellt sich die Frage ob eine Prismenwalze besser wäre.
Ich nutze die Walze hauptsächlich zum Anwalzen nach der Saat (steinige Böden) und vor der Saat (die neue sollte daher ein Crossboard haben), kein Einsatz im Grünland.
Da das Patent von Güttler mittlerweilen ausgelaufen ist, finde man auch die Prismenwalze als Nachbau bei vielen Herstellern.
Ein Kollege meinte aber dass beim Walzen die Prismen die Steine teils wieder mit hochnehmen und aufstellen.
Ist das so ? Klar ist schon das nach einer Cambridwalze es ebener ist, Prismen haben auch viele Vorteile.
Die bisherigen Antworten, in der Suche, habe ich gelesen. Vielleicht gibt es neue Erfahrungen?
Eizo
 
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon Wimsener » Mi Mär 25, 2026 22:22

Hallo Eizo,
Unsere Maschinengemeinschaft hat vor zwei Jahren Ihre ca 15 Jahre alte Güttler Master genau durch die gleiche Walze ersetzt, wieder 8,2m ohne Crossboard.
Maschine walzt jedes Jahr 250 bis 300 Ha nach der Saat, Aber auch schon Begrünung bei Frost niederwalzen.
Wir sind auch Steinreich! :lol: Aber noch keiner hat sich über aufgestellte Steine beschwert. Weder Plattsteine noch Felsbrocken ( rundlich ) - alles Kalkgestein.
Die Maschine ist Top- kostet aber auch ihren Preis :roll:
Wimsener
 
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon GeDe » Mi Mär 25, 2026 23:38

Ich habe schon einiges mit einer 8m Cambridgewalze gewalzt und auch seit ein paar Jahren mit einer eigenen Güttler Major 640. Wir haben Kalkstein in allen Formen, Größen und Mengen. Daß sich aber Steine irgendwie aufstellen, hab ich noch nie gesehen.
Ich weiß jetzt nicht wie die anderen Prismenringe geformt sind. Bei Güttler sind die Räume zwischen den Spitzen rund, wodurch Boden besser heraus geschoben wird -oder werden soll.
Außerdem hab ich am ersten Tag zu schätzen gelernt, daß die ganze Walze in einer Flucht gebaut ist. Die dadurch bauartbedingten "großen" Abstände zwischen Seiten- und Mittelteil liegen in der Reifenspur des Schleppers und stören nicht.
Nach der Prismenwalze sieht man bei trockenem Boden kaum einen Unterschied in der Struktur. Die Cambridgewalze bügelt vor allem ein schon sehr feines Saatbett richtig platt, was beim nächsten Regen verschlämmt und verkrustet. Sowas möchte ich nichtmehr haben, seit ich es anderst kenne.
GeDe
 
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon agrarflächendesigner » Do Mär 26, 2026 8:30

Habe seit 3 oder 4 jahren eine Güttler Mayor 770.
Ich komme aus dem Jura, d.h. teilweise viele kleine Steine, "scherben", ab und an aber auch Platten und größere klopper, keine Felsen.
Bisher hatte ich nie erlebt, dass es Steine "aufstellt". Die Ringe haben ja unterschiedliche Durchmesser, dadurch sollte es nicht möglich sein, dass sich ein Stein verklemmt und mit hochgezogen wird.

Wie meine vorredner schon schreiben, das schöne ist die Oberfläche, die im verglich zur klassischen Cambridge etwas strukturierter ist und nicht so zum verschlämmen neigt. Ich habe auch schon vor Regen gewalzt um explizit damit verschlämmung vorzubeugen.
Bin von der Walze nach wie vor überzeugt. Durch die Anhängung in den Unterlenkern ist diese extrem wendig, radiert nicht.
Würde ich mir sofort wieder kaufen.
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon Bernhard B. » Do Mär 26, 2026 8:46

kann ich nur empfehlen. Ich habe eine 3m Duplex als Frontwalze sowie die Mayor 640. Beide Maschinen top. Wer einmal das Walzbild einer Prismenwalze zu schätzen gelernt hat, will nichts anderes mehr und amüsiert sich über die glattgebügelten Cambridge und Co Felder :wink:

Was bei der Mayor top ist, die einachsige Walzenanordnung. Dadurch kein radieren bei Kurvenfahrt. Unterlenkeranhängung - man zieht in einem Zug eine 180 Grad Wendung durch und setzt parallel neben der letzten Fahrspur ein. Oftmals sind es die Detaillösungen, welche ein Produkt vom Mitbewerber unterscheiden. Bei der Güttler kann man durchaus sagen, oft kopiert, aber viele haben das System nicht kapiert. :klug:
Für jedes Problem gibt´s auch die passende Lösung - man muß sie nur finden!
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon 240236 » Do Mär 26, 2026 9:42

Was mich an der Güttler ein wenig stört, ist die extrem hohe Stützlast in Verbindung mit dem Greenmaster. Da braucht man am Hang mit einem 100 PS Schlepper nicht mehr anfangen
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon GeDe » Do Mär 26, 2026 10:05

Wir haben eine 2,60m Cambridgwalze am Dreipunkt. Mangels Flächenleistung, habe ich dann einige Male eine 8,?m breite Walze ausgeliehen. Die Äcker waren danach immer so derart fest, daß man das bei der folgenden Stoppelbearbeitung gemerkt hat. Weil mir das so nicht gepasst hat, hab ich wieder meine eigene kleine Walze genommen.
Nebenher auf drängen eines Händlers eine Güttler mit 7,70m ausgeliehen. Trotz daß es eigentlich grenzwertig war zu diesem Zeitpunkt zu walzen, waren die Böden bei der nächsten Stoppelbearbeitung deutlich leichter zu bearbeiten. Das war dann vollends der Auslöser Güttler zu kaufen.
Ein persönliches Gespräch mit dem Herrn Güttler kann einen aber auch dazu bringen seine Ackerbaumethoden zu überdenken. Das ist zwar ein Unternehmer, der verkaufen und Geld verdienen will/muss, aber er hat fachlich eine Ahnung und erzählt keinen Blödsinn wie manch andere...
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon gaugruzi » Do Mär 26, 2026 22:45

Eizo hat geschrieben:Hallo,
ich möchte mir eine neue Walze anschaffen. Breite 8,2m.
Hatte vorher eine normale Cambridwalze.
Nun stellt sich die Frage ob eine Prismenwalze besser wäre.
Ich nutze die Walze hauptsächlich zum Anwalzen nach der Saat (steinige Böden) und vor der Saat (die neue sollte daher ein Crossboard haben), kein Einsatz im Grünland.
Da das Patent von Güttler mittlerweilen ausgelaufen ist, finde man auch die Prismenwalze als Nachbau bei vielen Herstellern.
Ein Kollege meinte aber dass beim Walzen die Prismen die Steine teils wieder mit hochnehmen und aufstellen.
Ist das so ? Klar ist schon das nach einer Cambridwalze es ebener ist, Prismen haben auch viele Vorteile.
Die bisherigen Antworten, in der Suche, habe ich gelesen. Vielleicht gibt es neue Erfahrungen?


Kann Dir leider nicht weiter helfen. Habe eine Frage zu der Arbeitsbreite mit 8,20 : Wann ist diese bei welcher Arbeitsbreite Sämaschine angebracht bzw. mit welcher AB säst Du ?

Ich säe mit 3M und habe eine 6,30 Heva Walze mit Cambridge Ringen. Habe noch keine Prismenwalze bei uns im Einsatz gesehen und habe deswegen dazu keine Meinung. Habe lediglich an meiner Pöttinger Sämaschinenkombination Lion 3001 die Güttler Walze mit SYNTHETIK ULTRA Ringen dring. War ein Gebrauchtkauf und bin bis jetzt sehr zufrieden.
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon Ger_hil » Fr Mär 27, 2026 7:17

gaugruzi hat geschrieben:
Eizo hat geschrieben:Hallo,
ich möchte mir eine neue Walze anschaffen. Breite 8,2m.
Hatte vorher eine normale Cambridwalze.
Nun stellt sich die Frage ob eine Prismenwalze besser wäre.
Ich nutze die Walze hauptsächlich zum Anwalzen nach der Saat (steinige Böden) und vor der Saat (die neue sollte daher ein Crossboard haben), kein Einsatz im Grünland.
Da das Patent von Güttler mittlerweilen ausgelaufen ist, finde man auch die Prismenwalze als Nachbau bei vielen Herstellern.
Ein Kollege meinte aber dass beim Walzen die Prismen die Steine teils wieder mit hochnehmen und aufstellen.
Ist das so ? Klar ist schon das nach einer Cambridwalze es ebener ist, Prismen haben auch viele Vorteile.
Die bisherigen Antworten, in der Suche, habe ich gelesen. Vielleicht gibt es neue Erfahrungen?


Kann Dir leider nicht weiter helfen. Habe eine Frage zu der Arbeitsbreite mit 8,20 : Wann ist diese bei welcher Arbeitsbreite Sämaschine angebracht bzw. mit welcher AB säst Du ?

Ich säe mit 3M und habe eine 6,30 Heva Walze mit Cambridge Ringen. Habe noch keine Prismenwalze bei uns im Einsatz gesehen und habe deswegen dazu keine Meinung. Habe lediglich an meiner Pöttinger Sämaschinenkombination Lion 3001 die Güttler Walze mit SYNTHETIK ULTRA Ringen dring. War ein Gebrauchtkauf und bin bis jetzt sehr zufrieden.


Was genau hat die Breite der Walze mit der sämaschine zu tun ?
Wenn würde ich mich da eher an deren Fahrgassen orientieren, bei 24m würde 8,2m gut passen, jede dritte Fahrt wäre genau in einer Fahrgasse
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon Schwabenjung26 » Fr Mär 27, 2026 8:22

Wir hatten 2023 eine neue Mayor in 6,40m als Gemeinschaftsmaschine gekauft, war die Günstigste damals im vergleich mit He-Va, Düvelsdorf, Rolmako.
Zur Wahrheit gehört aber auch dass pro Lager immer ein unbearbeiteter Streifen bleibt. Bei der 6,40m hast Du insgesamt 4 unbearbeitete Streifen, die zwei mittigen liegen in der Fahrspur, die Äußeren nicht.
Das stört mich bspw. schon wenn mal Zwischenfrucht umgelegt werden soll. Der Verwendungszweck ist bei mir allerdings sehr selten, daher nicht so dramatisch.
Die Ringe sind wohl unkaputtbar.
Bei meinem Kollegen lag dieses Jahr an einem Freitag-Vormittag eine ganze Welle samt Ringen auf dem Acker, woran das gelegen hat keine Ahnung. Am nächsten Tag fuhr die aber wieder.
Älbler, zwecks Überblick
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon agrarflächendesigner » Fr Mär 27, 2026 11:19

Ich fahre die Mayor770 bei 21m Fahrgassen, passt ganz gut.
Es gibt aber immer wieder Berichte über Schäden bei Güttler. Ich hab bevor ich meine neu gekauft hab eine gebrauchte bei mir in der Nähe besichtigt. Am Telefon meinte der Verkäufer super Zustand, wurde nur eine Kleinigkeit mal geschweißt.
Angekommen hab ich dann gesehen, dass die an allen Ecken und Enden zusammgebraten.
Obs an der Konstruktion, Verarbeitung oder dem Vorbesitzer lag kann ich nicht beurteilen.
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon gaugruzi » Fr Mär 27, 2026 20:53

Schwabenjung26 hat geschrieben:Zur Wahrheit gehört aber auch dass pro Lager immer ein unbearbeiteter Streifen bleibt. Bei der 6,40m hast Du insgesamt 4 unbearbeitete Streifen, die zwei mittigen liegen in der Fahrspur, die Äußeren nicht.
Das stört mich bspw. schon wenn mal Zwischenfrucht umgelegt werden soll. Der Verwendungszweck ist bei mir allerdings sehr selten,


Du meinst mit der Ausage ... dass pro Lager immer ... die Güttler Mayor oder ein anderes Modell ?

Wegen Walzenbreite / Arbeitsbreite: ich finde es beim Walzen schön wenn man immer 2 Streifen aus lassen kann und schön im "S" fahren kann und dann auf der "Rückwärtsfahrt die unbearbeiten Streifen auch wieder schön im "S" walzen kann. habe keine Erfahrung mit breiteren Walzen aber bei AB 8 Meter wird es schwierig ohne GPS
Die Heva Walze mit 6,30 läuft bei uns in der Gemeinschaft wo es Spritzbreiten mit 12 / 15 und 21 Meter gibt.
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon Stoapfälzer » Sa Mär 28, 2026 21:23

Ackerwalzenkauf ist bei mir auch ein Thema und ihr habt mich jetzt auf Prismenwalzen aufmerksam gemacht.
Was ist den von so einer zu halten im Vergleich zur Güttler? Vor allen was den Durchmesser und Gewicht pro Meter angeht?
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/lupus-prismenwalze-5-0-m-ringe-490-530-mm-hydr-1-zyl-neu/3364094722-276-23206
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon County654 » So Mär 29, 2026 7:45

Aus meiner Sicht muß eine Walze Gewicht haben und ein Crossboard!

Auf steinfreien Sandböden mag das anders aussehen :?
Für mich wär das gezeigte Teil nicht passend.
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Erfahrungen mit Prismenwalze/ System Güttler

Beitragvon 240236 » So Mär 29, 2026 7:54

Genau, dieser gezeigten Walze fehlt Gewicht und nochmal Gewicht. Zum Wiesen walzen nach dem Greenmaster ist die Güttler schon fast zu leicht
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