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Erfahrungen mit Schwefellinsen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Hessen-Sibirier » So Apr 02, 2017 12:23

Kriege dieses Jahr einen Teil meines Maises an einen sehr Wildschwein gefährdeten Standort.
Der PS Berater hat neulich bei einer Info-Veranstaltung zur Verwendung von Schwefellinsen geraten.
Diese werden wie Schneckenkorn vor allem an den Feldrändern mit dem Schneckenkornstreuer ausgestreut
und sollen die Wildschweine vergrämen.
Erfahrungen damit liegen hier ummadum aber leider noch nicht vor.
Daher meine Frage:
Hat jemand die Linsen schon mal eingesetzt und wenn ja, war das im Sinne der Wildschwein-Verärgerung auch erfolgreich ?
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon locomotion » Mo Apr 03, 2017 6:39

Haben Schwefellinsen zum ersten Mal vor ca 3 Woche auf total zerstörtem Grünland gestreut, anschließend eingeschleppt und danach darüber gestreut, bisher null Wirkung, die Schweinchen kommen regelmäßig wieder.
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon AEgro » Mo Apr 03, 2017 8:54

Hallo Hessen-Sibirer,
hab Schwefellinsen schon im Getreide ganzflächig gestreut. 30 kg/ha. Zur Düngung.
Beim Ausbringen mit den Schneckenkornstreuer brennen dir Augen und Nase vom Schwefelstaub.
Spätestens am nächsten Morgen nach Tau, riechst du mitten in einem 5-ha Schlag nichts mehr vom Schwefel.
Vielleicht riechens die Säue etwas länger, die haben feinere Nasen. Aber lange wird die Wirkung kaum anhalten.
Schaden tut der Schwefel aber auch nicht, du kannst dich aber nicht auf die Wildwirkung verlassen.
Ich setze bei mir auf dem Hof und im Garten " Wildgranix " gegen Nachbars Hund und Katzen ein.
https://www.wildgranix.de/
Ein paar Tage wirkt es, dan tritt ein Gewöhnungseffekt ein, dann muss man wieder eine Zeit lang aussetzen , dann wirkts wieder ein paar Tage.
Auf gut Deutsch : Funktioniert bei Hund und Katz unzuverlässig.
Noch dazu, schweineteuer- vor allen wenn du größere Ackerflächen schützen willst.
Ein Jagdpächter hat früher bei uns im Gebiet bei der Maisaussaat Männerhaare ( Männerhaare stinken, Fauenhaare duften :D ), die er bei allen Frisören der Gegend eingesammelt hat, rund um die Äcker verteilt. und je nach Witterung mehrmals wiederholt.
Bei meinen Schlägen hats damals (einige Jahre lang) gut funktioniert. Im Herbst, wenn der Mais reift hat nichts gebracht.
Andere Jagdpächter stellten Schwämmchen mit künstlichem Menschenschweiss ( gibts bei Kiefer Jagdbedarf ) auf. Obwohl das wochenlang stinkt wie die Pest, hatte diese Methode nur geringe Wirkung.
Ausser Elektrozaun wirkt bei uns in der Gegen kein Vergrämungsmittel sicher.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Hessen-Sibirier » Mo Apr 03, 2017 9:36

Mmm, erst mal Vielen Dank für die Antworten.
Sehr erfolgversprechend hört sich das nicht wirklich an. Und das Thema mit der elementaren Schwefeldüngung halte ich für etwas überspannt.
Schwefel kriegt man sicher mit ASS billiger auf die Kulturen.
Einzäunen haben wir die ganzen Jahre schon immer gemacht. Problem ist nur wenn die Frischlinge durch den Zaun gehen, was die eigentlich immer schaffen,
dann tobt Mama Wutz hinterdrein und der Zaun liegt auf 30m um. Stellt man den dann wieder auf hat man die Bagage eingestallt. :mrgreen:
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Homer S » Di Apr 23, 2019 6:23

Hallo,

gibt's im Mais inzwischen mehr Erfahrungen???
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Di Apr 23, 2019 17:32

Hab das auch ausprobiert. Ergebnis war, Wildschaden war etwas da, aber nicht soviel wie die Jahre davor. Ob es wirklich die Schwefellinsen waren, kann man deshalb auch nicht so allgemeingültig sagen. Habe da schon fast alles gehört, von funktioniert super, bis funktioniert gar nicht. Am besten einfach mal ausprobieren. Soll auch Mittel mit Chili-Extrakt geben: https://www.agrarheute.com/tier/rind/pr ... and-534838 Habe da aber noch von keinen praktischen Ergebnissen gehört.
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon HL1937 » Di Apr 23, 2019 18:51

Gibts auf Wiesen ein sicheres Vergrämungsmittel gegen freilaufende Köter?
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon SHierling » Di Apr 23, 2019 20:05

HL1937 hat geschrieben:Gibts auf Wiesen ein sicheres Vergrämungsmittel gegen freilaufende Köter?

Besitzer abschrecken.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon AEgro » Di Apr 23, 2019 20:45

Gegen Köter auf der Wiese
https://www.baywa.de/de/tierhaltung/sta ... gLcK_D_BwE
Musst du aber regelmäßig erneuern.
Dann wirds teuer.
Haben das im Hausgarten schon gegen Nachbars Tölen erfolgreich eingesetz.
Ansonsten Gülle.
Wenn der Hund stinkt, wenn er aus der Wiese kommt, dart er das nächste Mal nicht von der Leine.
Auch der Spazierweg wird unatraktiver.
Geht natürlich nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Gru? AEgro
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Stoapfälzer » Di Apr 23, 2019 21:06

HL1937 hat geschrieben:Gibts auf Wiesen ein sicheres Vergrämungsmittel gegen freilaufende Köter?

Fischsud ansetzten und dann ausbringen musst hier im Forum mal die Suche benutzen.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Hessen-Sibirier » Di Apr 23, 2019 21:31

SHierling hat geschrieben:Besitzer abschrecken.

Besitzer abschrecken geht am besten mit 1 Packung Haferflocken, 1 Glas Rote-Beete Saft und Palmin.
Daraus etwa 30 ei-grosse Kugeln formen und auffällig am Wegrand auslegen......! Hilft! :mrgreen:
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon T5060 » Di Apr 23, 2019 22:34

Die Wildsau wird nicht vor dem Wildzaun oder den Schwefellinsen hocken und warten bis sie verhungert ist.
Das einzige was hilft ist abknallen und das sollte für den Bauern das wichtigste Kriterium sein bei der Wahl des Jagdpächters.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Christian » Mi Apr 24, 2019 17:27

Ich setze bei der ersten Gabe auf Grünland ASS ein, auf einem rundum bewaldeten Bergplateau liegen mehrere Wiesen nebeneinander, meine in der Mitte. Mit großem Abstand die wenigsten Schäden entstehen auf meiner Wiese, an der Grenze sind die Wühlspuren richtig scharf abgegrenzt. Da das Grünland da oben alles ziemlich gleich bewirtschaftet wird, kann es meiner Meinung nach eigentlich nur am Schwefel liegen.
Bei der ersten Gabe im Frühjahr kam sogar der Jagdpächter der Nachbarjagd und fragte was ich anders mache als die anderen.
Auch auf den sonstigen Grünlandlächen habe ich nur sehr wenige Wildschweinschäden.

Sollte es wirklich am Schwefel liegen wird sich das natürlich ändern wenn die Kollegen ebenfalls Schwefellinsen oder schwefelhaltige Dünger einsetzen.
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Re: Erfahrungen mit Schwefellinsen

Beitragvon Neo-LW » Mi Apr 24, 2019 18:35

Moin,

also 'Wildschwein-Verängerung' kommt häufig vor.

Passiert regelmäßig, wenn in den Kirrungen nicht genug Mais liegt.
Dann sind die Sauen ärgerlich.

'Schwarzwild-Vergrämung' ist was für Leute, die an Wasseradern glauben.

Ich kenne nur ein wirksames Mittel: .300 Win.

Wo ist der Acker ?

Meine Kühltruhe ist leer.


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