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Erfahrungen rund um Leibrente und Mietkauf bei landw. Immobi

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Erfahrungen rund um Leibrente und Mietkauf bei landw. Immobi

Beitragvon mistori » Mo Jan 03, 2011 22:21

Hallo,

nach eifigem Suchen im Internet bin ich nun in dieses Forum gelangt und konnte mich jetzt doch mal überwinden euch um Rat zu fragen.

Mein Mann und ich hatten in den letzte Jahren einen Hof gepachtet. Der Besitzer hielt dort ursprünglich Schweine und betrieb Ackerbau, hatte dann aber keine Lust mehr auf die Tierhaltung und verpachtete alles an uns. Wir betrieben dort eine kleine Pferdezucht (nicht hauptberuflich). Mit viel Mühe, Schweiß und vor allem auch viel Geld bauten wir alles Pferdegerecht um. Unser Herz hing sehr an diesem Hof und der Abschied war sehr schwer, aber er rückte immer Näher. Die Söhne waren beide recht scharf auf den Hof (auch wenn keinerleih Interesse an Landwirtschaft vorhanden war aber der Wert des Hofes war beiden durchaus bewusst) und der Besitzer sich dazu entschied ihn an seine Söhne (bzw einen Sohn) weiter zu geben. Anfangs hofften wir, dass er uns die Möglichkeit einer Übernahme geben würde, wenn er sieht wie fleißig wir sind und das wir vor allem etwas aus dem Hof machen, aber seine Kinder sind halt doch seine Kinder und ich verstehe schon auch, dass er die Hoffnung nicht aufgeben möchte, dass seine Kinder den Hof doch noch schätzen lernen anstatt in direkt zu verscherbeln wenn der Vater mal nicht mehr ist.
Jetzt sitzen wir wieder genau da wo wir vor einigen Jahren angefangen haben. In einer netten Wohnung in einer Kleinstadt... und sind sehr unzufrieden und unglücklich mit der Situation alles wieder verlohren zu haben.
Wir haben weder gut geerbt noch so extreme Verdienste, dass wir uns eine landwirtschaftliche Immobilie irgenwie durch einen normalen Kauf erwerben können. Bei einem Kaufpreis ab 400.000 Euro wie die Preise hier in Bayern für einen gaaanz kleinen Hof (renovierungsbedürftig mit vielleicht 1-2 ha Land) so üblich sind würden uns wohl schon die Zinsen den Hals brechen bzw. die monatliche Rate würde so viel verschlingen, das kein Geld mehr für eine Umsetzung unserer Ziele übrig bleiben würde. Wir möchten uns aber nicht damit abfinden, das wir niemals an einen eigenen Hof kommen können, da uns das nötige Grundkapital fehlt um eine Immobilie auf normalem Wege zu kaufen.
Wir sind bereit für unere Ziele und Träume zu arbeiten, aber einen Hof zu pachten kommt für uns nicht mehr in Frage, da wir nicht alle Kosten und Mühen nochmal umsonst tragen möchten.
Ich denke unsere einzige Chance wäre ev. eine Hofübernahme auf Leibrentenbasis oder ein Mitkauf (gibt es so etwas überhaupt noch?).
Gibt es hier jemanden der bereits Erfahrung mit so etwas hat? Wir würden uns sehr über Erfahrungsberichte (von beiden Seiten) freuen.
Vielleicht ist es auch reine Träumerei oder Unrealistisch zu glauben, dass es vielleicht irgendwo eine/n Landwirt /in gibt, die/ der alleine auf ihrem/ seinem Hof lebt und ihn nicht mehr alleine bewirtschaften kann und keine Nachkommen hat. Ob sich so jemand damit anfreunden oder vielleicht auch erfreuen kann eine junge (ertsmal fremde) Familie um sich zu haben und die Zügel der Hofführung aus der Hand legen kann? Mit ansehen und ertragen kann, dass auf dem Hof vieles geändert wird und alles vielleicht ein bischen anders gehandhabt wird...?
Ich habe mal in der Altenpflege gearbeitet und in meiner Jugend meine Oma bis ans Ende ihrer Tage zuhause mit gepflegt, ich kann also schon ganz gut einschätzen was auf mich zu kommen würde wenn ich jemadn anderem lebenslange Versorgung und Pflege zusichere... und gegen ein lebenslanges Zuhause für unsere Familie wäre mir dies alle mal Wert. Und unseren zwei kleinen Kindern schadet eine Oma/Opa im Haus bestimmt nichts.
Ebenfalls bewusst ist uns, das man so ohne weiteres nicht einfach davon leben kann. Das möchten wir aber auch nicht. Wir suchen keinen Hof um davon leben zu können, sondern eher um uns ein schönes Zuahsue schaffen zu können an dem wir unserem Hobby der Pferdezucht nebenberuflich nachkommen können (zusätzlich interesiert uns auch noch Zucht und Haltung von Alpakas, aber das ist ja jetzt eher nebensächlich).

Wir sind schon sehr gespannt auf eure Meinungen, Tips und Erfahrungsberichte.


Liebe Grüße
mistori und Familie

Unsere Suche beschränkt sich durch meinen Mann arbeitsbedingt auf die Bundesländer Hessen und Bayern...
mistori
 
Beiträge: 1
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Re: Erfahrungen rund um Leibrente und Mietkauf bei landw. Immobi

Beitragvon Dschingis_Khan » Do Jan 06, 2011 11:34

Da wirst du eher im Lotto einen Sechser erziehlen, bevor du von einem Fremden einen Hof auf Leibrente bekommst. Erben gibs doch fast immer.

Leichter kannst du dir einen Hof erheiraten. Aber weil du ja schon glücklich verheiratet bist, scheidet dieser Weg aus.
Dschingis_Khan
 
Beiträge: 319
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Re: Erfahrungen rund um Leibrente und Mietkauf bei landw. Immobi

Beitragvon Oberpfälzer » Do Jan 06, 2011 12:20

Kommt aber auf die Region an. Hier in der grenznahen Oberpfalz gibt es durchaus landwirtschaftliche Objekte (natürlich stark sanierungsbedürftig) für um die 100 000 Euro (teilweise auch darunter), oft auch mit etwas Grundbesitz dabei. Oft werden auch Sachen versteigert, da kann man unter Umständen sehr viel Glück haben. Wenn es ein paar mal nicht weggegangen ist, wird es vom Gericht richtig billig angesetzt. Es ist halt immer noch eine sehr abgelegene Region, deswegen die günstigen Preise, weil weit und breit keine größere Stadt da ist. 100 km nach Nürnberg bzw. Regensburg. Die Bonzen wollen halt ihren Landsitz in erreichbarer Nähe haben... Zudem ist die hiesige nichtbäuerliche, ländliche Bevölkerung größtenteils recht arrogant und denkt Landwirtschaft sei etwas "Niederes" und fällt deswegen als Käuferschicht für solche alten Objekte weg.
Aber grundsätzlich würde ich an eurer Stelle eher ein gepflegtes Einfamilienhaus kaufen. Mit einem alten Bauernhof werdet ihr ein Leben lang Arbeit ohne Ende und vielleicht auch Schulden haben. Investiert euer Geld lieber in ein Eigenheim und in die Ausbildung eurer Kinder. Ich habe von meiner Großtante ein altes Haus, Schuppen und etwas Grund geerbt, wenn ich an die zukünftigen Kosten für die Instandhaltung denke, schwant mir Böses...

Wenn ihr aber interessiert seid, durchforstet einfach die Immobilienanzeigen der Sparkasse und der Raiffeisenbank, die stellen solche Sachen bei uns ins Internet.
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
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Re: Erfahrungen rund um Leibrente und Mietkauf bei landw. Immobi

Beitragvon MF-133 » Do Jan 06, 2011 12:25

Hallo, so unrealistisch ist das nicht oder wars zumindest früher. In BaWü gabs in den 90ern öfter mal Anzeigen im landw Wochenblatt, "Suche Hofnachfolger". Die Familie eines Schulkameraden z.B. konnte sich nicht einigen um die Nachfolge, hat den Hof mitsamt Großmutter verkauft (ist kein Witz, sie bekam den Sitz auf Lebenszeit geschrieben inklusive Mitversorgung).
Tatsächlich hatte meine eigener Großvater in jungen Jahren eine Verehrerin, die später einen Großbauern derheiratet hat, aber kinderlos geblieben ist. Irgendwann stand sie bei uns auf der Matte, ob wir ihren Hof nicht haben wollen mit ihr als Altenteilerin. Meine Eltern haben sich die Sache lang und gründlich überlegt und letztlich abgelehnt. Denn es ist ein Faß ohne Boden. Rückblickend wars wohl die richtige Entscheidung. Die Dame hat wenig später einen anderen Dummen gefunden, den mein Vater entfernt kannte. Nach n paar Jahren ist die Blase geplatzt. Die Alter ließ ständig durchblicken, wie großzügig sie doch sei und machte dem Nachfolger mit seiner jungen Familie den Alltag zur Hölle. Die sind regelrecht geflohen.
Ich kann nur sagen: Hände weg. Kauft Euch n Baumstück im Grünen oder zahlt brav und moralisch unabhängig die "Leibrente" an die Bank. MFG
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Re: Erfahrungen rund um Leibrente und Mietkauf bei landw. Immobi

Beitragvon Manfred » Do Jan 06, 2011 12:45

Im Norden Bayerns und in Teilen Hessens bekommst du einen renovierungsbedürftigen aber soliden Resthof mit 1 bis 2 ha für ein Viertel bis Drittel der genannten Summe. Schau dich mal in der Oberpfalz, Oberfranken und dem nördlichen Unterfranken um. Immer schön an der Ost- bzw. Nordgrenze lang.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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