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Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Umwandlung von Sonnenenergie in Strom.
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11 Beiträge • Seite 1 von 1
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Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Kleiner_Hof » Di Jan 16, 2024 23:32

Hallo zusammen,
ich bin aktuell mit dem Thema Freiflächenphotovoltaik konfrontiert.
Konfrontiert heißt, ich habe es nicht gesucht sondern das Thema hat mich gefunden, da wir ein kleine Fläche in Mitten eines großen Ackers besitzen der von Seiten des Großbauern nun mit Freiflächenphotovoltaik ausgestattet werden soll.
Der Großbauer hat das bei einem Dritten initiiert, ist also auch selbst nicht der Betreiber dieser Anlage - im Gegenteil, er wohnt weit weg und ihm ist die lokale Situation ziemlich egal.
Er verpachtet also auch an diesen möglichen Betreiber.
Neben einigen Punkten die so ihr Geschmäckle haben, würden mich Erfahrungen von Anderen interessieren, die ähnliche Situation durchlebt haben.
Des Weiteren würde mich auch interessieren, was Ihr meint was bzgl. Pacht günstiger ist - eine Einmalzahlung am Anfang oder jährlicher Abschlag.
Aktuell ist die Vorstellung seitens möglichen Betreiber eine jährliche Fixpacht + flexibler Anteil der sich an den Einspeiseerlösen orientiert.
Falls das eine Rolle spielt - wir sind selbst kein Betrieb, keine Gewerbeanmeldung o.ä.
Etwas Hobbylandwirtschaft für den Eigenbedarf - mehr ist es nicht.
Ich wäre über Hinweise und Erfahrungen dankbar.
LG
Kleiner_Hof
 
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Redriver » Mi Jan 17, 2024 20:39

Hallo,
wenn ich das jetzt richtig verstehe hast du eine kleine Insel in dem Projekt. Erster Gedanke von mir war jetzt , verkauf die Fläche an den Investor und du bist raus aus der Geschichte. Und die "Sau" können dann die anderen durchs Dorf treiben. Ob das für dich sinnvoll ist muß du selbst entscheiden.
Es kann auch sein das deine Fläche nach vielleicht 30 Jahren eh wertlos ist weil die Fläche zum Biotop geworden ist und wegen PV nutzung keine Landwirtschaftlichenutzung mehr gegeben ist, oder bei einer Weitergabe an Nachkommen kommt steuerliches ins Spiel. Was ist wenn die Fläche nicht Rückgebaut wird und.....
Also bei einigen wenigen qm würde ich den Weg gehen , sonst ist der Rechtsanwalt u der Steuerberater der wichtigste Mann bei dem Deal.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
Redriver
 
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon allgaier81 » Mi Jan 17, 2024 21:26

Hallo,

verkaufen kann man nur einmal, und das für bummelig 30-60k€/ha.
Verpachten kann man für PV für 3000€/ha und Jahr.

Aber bedenkt das man das Geld auch versteuern muss...

Die Betreiber der Anlagen kommen ja selten aus dem Ort oder sind selbst die Besitzer.
Entscheidend für mich wäre, das der mit dem ich den Vertrag schließe das Projekt auch realisiert und den Vertrag nicht weiter verkauft an einen Chinesen.
Gruß, allgaier
allgaier81
 
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Kleiner_Hof » Do Jan 18, 2024 21:53

Danke.

Verkaufen ist keine Option.
Es soll von dem wenigen Land das zum Hof ist nichts abgegeben werden.
Das bringt keiner übers Herz, ist seit Generationen in Familienbesitz.

Wie muss man sich das Versteuern vorstellen?
Einkommenssteuer wie ich sie für das Gehalt als Angestellter bezahlen muss?
Oder Kapitalertragssteuer 25%?

Ja der Betreiber wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Firma sein die vor Ort angesiedelt ist.
Und auch der Betreiberwechsel nach Jahren ist wohl eher die Regel als die Ausnahme, da macht man kein Geheimnis draus.

Wie der Großbauer auf diese Firma kam lässt sich nicht nachvollziehen.
Da er politisch aktiv ist, könnte ich mir vorstellen, das sich dies das auf höherer Ebene abgespielt hat.
Das Thema allein würde wahrscheinlich für einen guten Fernsehfilm reichen.

Juristische Beratung haben wir hinzugezogen.
Steuerlich fehlt mir die Phantasie wo dort ein Manöver als Privatmann denkbar ist(?).

Der Passus würde mich am meisten interessieren:
Neben einigen Punkten die so ihr Geschmäckle haben, würden mich Erfahrungen von Anderen interessieren, die ähnliche Situation durchlebt haben.
Des Weiteren würde mich auch interessieren, was Ihr meint was bzgl. Pacht günstiger ist - eine Einmalzahlung am Anfang oder jährlicher Abschlag.
Aktuell ist die Vorstellung seitens möglichen Betreiber eine jährliche Fixpacht + flexibler Anteil der sich an den Einspeiseerlösen orientiert.


Danke.
Kleiner_Hof
 
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Minebiene » Do Jan 18, 2024 23:27

Photovoltaik ist ein sehr einträgliches Geschäft!

Die Stromerzeugung wird verstärkt auf Erneuerbare Energie umgestellt.
Wärmepumpen und Elektroautos sind die Zukunft und brauchen Sonnenstrom!

Und wennst dann 3000,- das ha die nächsten 30 Jahre bekommst, hast ja fast 100 000,- beieinander!

Die Storry, dass Anlagen weiter verkauft werden, kommt regelmäßig von Kritikern, die das torpedieren wollen!

Ich würde mir die jährliche Pacht auszahlen lassen, weil, wenn das jährlich von statten geht, sich die Steuer auf die 30 Jahre verteilt, und Du nicht in die Progression kommst!
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Kleiner_Hof » Fr Jan 19, 2024 11:37

Die Storry, dass Anlagen weiter verkauft werden, kommt regelmäßig von Kritikern, die das torpedieren wollen!


Diesen Punkt trägt der Anlagenersteller und Erstbetreiber selbst vor.
Er sagt klar das er nicht länger als die Anfangsjahre die Anlage betreiben möchte.

Wird in seinem Geschäftsmodell um Risikosplitt gehen.
Altlasten sollen in der Bilanz nicht auftauchen.

Ich würde mir die jährliche Pacht auszahlen lassen, weil, wenn das jährlich von statten geht, sich die Steuer auf die 30 Jahre verteilt, und Du nicht in die Progression kommst!


Was meint in die Progression kommen?

Für mein Verständnis würde/ könnte man selbst bei Einmalzahlung die Steuer (wie hoch ist die überhaupt? - siehe oben) über die Laufzeit des Vertrages abtragen.

Üblich scheint mir die jährliche Zahlung zu sein, aber warum ist das so?
Wenn ich den Gesamtbetrag heute bekomme, dürften sich doch wenigstens 3 Vorteile ergeben:
1. Meine Risiko für Zahlungsausfälle seitens Betreiber ist nicht mehr gegeben
2. Ich kann mit einem Schlag eine Investition tätigen die mir vielleicht etwas Inflationsschutz bietet. Defacto ist ja beim heute verhandelten Satz keine Preisgleitformel o.ä. mit abgebildet - maximal etwas was einen Anker in Richtung Strompreise baut.
3. Ich vermeide Zinszahlungen auf Investionsvolumina die heute anstehen (also bspw. Sanierung und ich müsste einen Kredit aufnehmen)

Diese Punkte sind eigentlich recht offensichtlich und trotzdem scheint es mir unüblich zu sein eine Einmalzahlung zu vereinbaren. Wo ist der Haken? Was übersehe ich...
Zuletzt geändert von Kleiner_Hof am Fr Jan 19, 2024 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Manfred » Fr Jan 19, 2024 11:44

Kleiner_Hof hat geschrieben:Wird in seinem Geschäftsmodell um Risikosplitt gehen.
Altlasten sollen in der Bilanz nicht auftauchen.


Da wird es eher um ein Steuersparmodell gehen.
In den ersten Jahren kann er größere Beträge abschreiben und damit Steuern sparen.
Wenn die Zeit der hohen Abschreibungen rum ist, verkauft er die Anlage und reinvestiert in den Gewinn in ein neues Abschreibungsmodell.
So hält er mehr Geld im Unternehmen und hat damit einen höheren Zinseszinseffekt.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Kleiner_Hof » Fr Jan 19, 2024 12:00

Auch möglich.
Ich kenn mich da nicht wirklich aus.

Bitte um Meinung zu den eigentlichen Punkten.
Danke.
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon egnaz » Fr Jan 19, 2024 12:50

Wenn du die Pachtzahlungen auf einmal erhälst, werden sie zu deinem Einkommen hinzugefügt und daraus ergibt sich dann dein persönlicher Steuersatz. Ab 62000€ Jahreseinkommen gilt der Spitzensteuersatz von 42%.
Da brauchst du steuerliche Beratung.

Viel wichtiger halte ich den Verlust der zukünftigen Nutzung. Unter Freiflächenfotovoltaik entsteht artenreiches Grünland, das automatisch durch das Naturschutzgesetz geschützt ist. Jede Bewirtschaftung muss dann diesen Status erhalten, wodurch eine ldw Bewirtschaftung praktisch nutzlos ist.
Und niemand kann sagen, ob Freiflächenanlagen in Zukunft weiter so lukrativ sind.
Gruß Eckhard
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon Estomil » Di Jan 23, 2024 14:29

Da würde ich ganz klar die Finger von lassen.
Im erb oder Schenkungsfall wird das Finanzamt die Fläche als Gewebegebiet einstufen.
Sprich man wird den Verkehrswert des nächstgelegenen Gewerbegebietes als Referenzwert nehmen der dann versteuert werden muss.

Also zb:
1ha Buchwert zb 25000€.
Verkehrswert nächstes Gewerbegebiet 50€ der qm also 500000€ pro hat.

Zu versteuern also 475000.
Mit Kirche und soli also Richtung 200000€ die im erb oder Schenkungsfall abgedruckt werden müssen.
Also deutlich mehr als man überhaupt mit dieser Pacht erzielen könnte.
Das kann nur funktionieren wenn so eine Fläche vorher zu einem humanen Verkehrswert aus dem Hofvermögen abgetrennt wurde.
Also ein Fall für den Steuerberater denn wenn du das willst wird man auch nicht umher kommen sich an dem Solarpark beteiligen zu müssen zb in Form einer kg.

Und da man immer davon ausgehen muss, dass man morgen verstribt wäre das Risiko viel zu hoch ohne versierte Steuerberater.
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Re: Erfahrungen Verpachtung Freiflächenphotovoltaik PV

Beitragvon fedorow » Mo Jan 29, 2024 1:57

egnaz hat geschrieben:Wenn du die Pachtzahlungen auf einmal erhälst, werden sie zu deinem Einkommen hinzugefügt und daraus ergibt sich dann dein persönlicher Steuersatz. Ab 62000€ Jahreseinkommen gilt der Spitzensteuersatz von 42%.
Da brauchst du steuerliche Beratung.

Soli nicht vergessen und Kirche. Hat Estomil schon aufgeführt.
Wenn wir das Steuerjahr 2023 nehmen zahlst ab 63 000 euro Gewinn die 42 %. Das stimmt. Ab 66 000 Gewinn kommen dann noch 4,998 % Soli dazu. Wären ab dann schon 47 % Abzüge beim Grenzsteuersatz.
Bei zusätzlich Kirchensteuer wärens dann über 50 % Abzüge. Je nachdem und Einzelfall wird auch noch die Krankenkasse teurer. Das ist nicht berücksichtigt. Sollte man alles vorher klären.
Wenn wir nun 500 000 euro Gewinn nehmen bei 9 % Kirchensteuer als Beispiel waren das im Steuerjahr 2023 netto 263 337 euro, bei 236 663 euro Abzug auf dem Steuerbescheid.
Wie beschrieben ohne Krankenkasse usw was noch teurer werden kann.
fedorow
 
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