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Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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31 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon Reeder » Di Sep 01, 2015 10:19

Hallo Zusammen,
ich brauch mal die Einschätzung von Profis. Mein Bruder ist Landwirt im Nebenerwerb und wir diskutierten Gestern über die aktuellen Preise für Getreide und Raps und den Aufwand pro HA. Kann man eigentlich ganz grob sagen, welche Kosten bei aktuellen Preisen für Saatgut/Dünger etc pro ha anfallen. Beispiel für Gerste, Raps und Weizen? Würdet Ihr mir mal ein paar Zahlen nennen. Dann kann ich zu dem Thema auch mal etwas sagen!

Vielen Dank für eure Hilfe !
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon Tobi. » Di Sep 01, 2015 11:58

Da kann man pauschal garnix (sinnvolles) zu sagen.
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon Ulikum » Di Sep 01, 2015 14:26

:mrgreen:
meines Wissens,
Statistisch: die Voll­kosten der Winterweizen-Erzeugung in Hessen betragen 16,70 Eu­ro je dt.
Bedarf es da noch Fragen ?
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon countryman » Di Sep 01, 2015 18:09

ein massiver und sehr variabler Kostenfaktor ist halt der Pachtpreis bzw. Pachtansatz.
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon NobbyNobbs » Di Sep 01, 2015 21:10

countryman hat geschrieben:ein massiver und sehr variabler Kostenfaktor ist halt der Pachtpreis bzw. Pachtansatz.



..genauso massiv und variabel wie die Maschinenkosten. Den kann man halt nur sehr leicht ermitteln, für die Maschinenkosten fehlt vielen der Ansatz bzw. ist das ganze Thema etwas schwieriger zu durchschauen, sodass man sich u.U. falsch einschätzt- und zwar meistens negativ (also in dem Fall zu geringe Kosten ansetzt)
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon WilliW » Di Sep 01, 2015 21:11

https://www.stmelf.bayern.de/idb/defaul ... 395361B2A8

Das ist ein sehr gutes Berechnungsprogramm
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon NobbyNobbs » Di Sep 01, 2015 21:37

WilliW hat geschrieben:https://www.stmelf.bayern.de/idb/default.html;jsessionid=BA1D74CA7BC33A98AA1355395361B2A8

Das ist ein sehr gutes Berechnungsprogramm



Ja, aber es geht von Zahlen aus die du nicht erreichst wenn du dich nicht nahe der optimalen Maschinenauslastung bewegst.
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon bauer hans » Mi Sep 02, 2015 6:59

Ulikum hat geschrieben::mrgreen:
meines Wissens,
Statistisch: die Voll­kosten der Winterweizen-Erzeugung in Hessen betragen 16,70 Eu­ro je dt.
Bedarf es da noch Fragen ?

dann hätte ich ja 90€ am ha verdient und bräuchte min.500ha :? :?
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Sep 02, 2015 8:13

bauer hans hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben::mrgreen:
meines Wissens,
Statistisch: die Voll­kosten der Winterweizen-Erzeugung in Hessen betragen 16,70 Eu­ro je dt.
Bedarf es da noch Fragen ?

dann hätte ich ja 90€ am ha verdient und bräuchte min.500ha :? :?



Bei welchem Ertrag? Ich habe selbst bei dem deutschen Durchschnittsertrag von etwa 7 t/ha aufgrund des abgespeckten Maschinenparks und des Direktsaatverfahrens über 1,5 Euro/dt geringere Kosten (wenn ich von KTBL 15 Euro Stundenlohn ausgehe). Wenn wie dieses Jahr 10,2 t/ha hängen bleiben, sinkt der Mindestpreis nochmals deutlich.
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon julius » Mi Sep 02, 2015 9:59

WilliW hat geschrieben:https://www.stmelf.bayern.de/idb/default.html;jsessionid=BA1D74CA7BC33A98AA1355395361B2A8

Das ist ein sehr gutes Berechnungsprogramm


Da siehts bei mir düster aus. Selbst wenn ich 9 Tonnen Ertrag und 20 Euro brutto bei Weizen annehme komm ich bei diesem Programm nur auf einen Deckungsbeitrag von 410 Euro, incl 170 Euro / ha Strohverkauf.
Mit der Betriebsprämie komm ich dann zwar auf 800 Euro Ertrag/ha, aber diese 800 Euro gehen komplett für den Pachtansatz ( egal ob Pacht oder Eigenfläche ) drauf. Dann steht gerade mal eine schwarze Null, wenn kein Lohnansatz berücksichtigt wird.
Festkosten sind auch noch keine abgezogen.
Nun sollte man noch die Kosten eines Zwischenfruchtanbaus berücksichtigen, denn der verursacht Kosten ohne Verkaufserlös. Wenn ich da komplett nur 150 Euro / ha incl Saatgut, Saat, mulchen veranschlage, ist es eigentlich unmöglich in die Gewinnzone zu kommen, bzw. kommt der Gewinn ausschließlich von der Substanz.
Mit steigenden Größen werden natürlich die Maschinen besser ausgleastet. Aber auch da wirds schwierig dauerhaft in die Gewinnzone zu kommen bei 9 Tonnen Ertrag und brutto 20 Euro Weizenpreis.
Bei Gerste oder Triticale siehts noch schlimmer aus.
Die Kosten werden weiter steigen, ob die Erzeugerpreise ebenfalls steigen steht auf einem anderen Blatt.
Der einzig wirklich gewinnbringende Sektor in der Landwirtschaft dürfte derzeit Biogas sein, aber wohl auch nicht mehr lange wenn die 20 Jahresverträge auslaufen.

Ich frag mich, wie die das anstellen, die über 1000 Euro Pacht/ha bezahlen. Laut Forumsaussagen der User solls da nicht wenige geben.
julius
 
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon Ulikum » Mi Sep 02, 2015 10:57

julius hat geschrieben:
Der einzig wirklich gewinnbringende Sektor in der Landwirtschaft dürfte derzeit Biogas sein, aber wohl auch nicht mehr lange wenn die 20 Jahresverträge auslaufen.

Ich frag mich, wie die das anstellen, die über 1000 Euro Pacht/ha bezahlen. Laut Forumsaussagen der User solls da nicht wenige geben.


:mrgreen:
Aber nur wegen der eigentlich unerlaubten Doppelförderung.
Würde das mal endlich abgestellt wäre der ganze Spuk schnell zu Ende und es bestünde die Möglichkeit auch wieder zu normalen Pachtpreisen zurück zu kommen.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon maxx110 » Mi Sep 02, 2015 11:07

julius hat geschrieben:
Ich frag mich, wie die das anstellen, die über 1000 Euro Pacht/ha bezahlen. Laut Forumsaussagen der User solls da nicht wenige geben.


Wenn du eine Antwort auf deine Frage hast, dann sage sie mir, denn ich weiss es auch nicht.
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon julius » Mi Sep 02, 2015 13:01

Ulikum hat geschrieben:
julius hat geschrieben:
Der einzig wirklich gewinnbringende Sektor in der Landwirtschaft dürfte derzeit Biogas sein, aber wohl auch nicht mehr lange wenn die 20 Jahresverträge auslaufen.

Ich frag mich, wie die das anstellen, die über 1000 Euro Pacht/ha bezahlen. Laut Forumsaussagen der User solls da nicht wenige geben.


:mrgreen:
Aber nur wegen der eigentlich unerlaubten Doppelförderung.
Würde das mal endlich abgestellt wäre der ganze Spuk schnell zu Ende und es bestünde die Möglichkeit auch wieder zu normalen Pachtpreisen zurück zu kommen.


Nicht falsch verstehen. Ich halte die hier üblichen 800 Euro / ha Pachtpreis für gutes Ackerland schon gerechtfertigt wenn es ein ertragreicher Acker ist. Ein Schlepper kostet 150 000 Euro, eine Stunde Arbeitszeit in der Werkstatt über 70 Euro brutto + zusätzlich gesalzene Ersatzteilpreise, nur um ein Beispiel zu nennen.
Da sind 800 Euro/ha für den wichtigsten Produktionsfaktor ( Boden ) schon gerechtfertigt wenn man sich die übrigen Preise heutzutage ansieht. Da muß ich fair bleiben.

Man sollte auf der anderen Seite ansetzen : Die Erzeugerpreise, egal ob Milch, Fleisch, Getreide sind ein Hohn.
Ich hab das neulich schon geschrieben : Wenn ein Raucher für sein Hobby rauchen mit ein paar Gramm Tabak heute mehr Geld ausgibt, als für seinen gesamten Nahrungsmittelbedarf, stimmt irgendwas nicht mehr.
Der Urlaub und PKW kann dem Verbraucher nicht teuer genug sein, nur von Nahrungsmittel wird erwartet das diese als Inflationsbremse dienen, natürlich auf Kosten der Landwirte.
julius
 
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon Ulikum » Mi Sep 02, 2015 14:50

julius hat geschrieben:
Nicht falsch verstehen. Ich halte die hier üblichen 800 Euro / ha Pachtpreis für gutes Ackerland schon gerechtfertigt wenn es ein ertragreicher Acker ist. Ein Schlepper kostet 150 000 Euro, eine Stunde Arbeitszeit in der Werkstatt über 70 Euro brutto + zusätzlich gesalzene Ersatzteilpreise, nur um ein Beispiel zu nennen.
Da sind 800 Euro/ha für den wichtigsten Produktionsfaktor ( Boden ) schon gerechtfertigt wenn man sich die übrigen Preise heutzutage ansieht. Da muß ich fair bleiben.

Man sollte auf der anderen Seite ansetzen : Die Erzeugerpreise, egal ob Milch, Fleisch, Getreide sind ein Hohn.
Ich hab das neulich schon geschrieben : Wenn ein Raucher für sein Hobby rauchen mit ein paar Gramm Tabak heute mehr Geld ausgibt, als für seinen gesamten Nahrungsmittelbedarf, stimmt irgendwas nicht mehr.
Der Urlaub und PKW kann dem Verbraucher nicht teuer genug sein, nur von Nahrungsmittel wird erwartet das diese als Inflationsbremse dienen, natürlich auf Kosten der Landwirte.


:mrgreen:
das wären dann Pachtkosten von 8 Euro je dt wenn ich mal 100dt Ertrag unterstelle.
nehme ich dann noch Arbeitserledigungskosten von 9 € je dt dazu bin ich schon bei 17€ feste Kosten je dt.
Die Restlichen Aufwendungen spare ich mir weil die sind zur Zeit eh nicht zu bezahlen. :?:

Und dann das Argument mit zu niedrigen den Verbraucherpreisen - da frage ich mich doch wo kommt das Geld denn her das die Politik so großzügig in Form von Flächenbeihilfe, Junglandwirteförderung, Kleinbauernregelung, usw an die Landwirte verteilt. Ist das nicht der Verbraucher der da in Form von Abgaben (Steuern) schon im Vorfeld zur Kasse gebeten wird.
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Re: Ertrag/Umsatz und Aufwand ?

Beitragvon julius » Mi Sep 02, 2015 15:19

Ulikum hat geschrieben:Und dann das Argument mit zu niedrigen den Verbraucherpreisen -
da frage ich mich doch wo kommt das Geld denn her das die Politik so großzügig in Form von Flächenbeihilfe, Junglandwirteförderung, Kleinbauernregelung, usw an die Landwirte verteilt. Ist das nicht der Verbraucher der da in Form von Abgaben (Steuern) schon im Vorfeld zur Kasse gebeten wird.



Was Steuern also Staatseinnahmen angeht. Nicht nur Verbraucher bezahlen Steuern.
Mehrwertsteuer und zig andere Steuerarten muß jeder bezahlen, also auch Landwirte.
Das gilt auch für die Einkommensteuer die Landwirte und deren Geschäftspartner + Angestellte abführen, die an der Landwirtschaft verdienen. Auch da verdient der Fiskus mit.

Ein Landwirt ( Biogaser ) mit mehreren Standbeinen hat mit erst kürzlich erzählt er hat in den letzten 3 Jahren einen 6-stelligen Betrag an Einkommensteuer bezahlt.

Landwirte sind nicht die einzigen Unternehmer die vom Staat Gelder kassieren. Schau mal in der Automobilindustrie und anderen Bereichen. Da werden Miliardengelder ausgeschüttet. Trotz dieser Staatsgelder kann ich nicht behaupten das ein VW Golf günstig wäre.
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