Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 9:15

Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferkel ??

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferkel ??

Beitragvon Beppo S » Fr Jun 13, 2014 19:17

Auf unsrem heurigen Feldtag wurde der pfluglose Ackerbau als Hauptverursacher verschiedener Probleme verantwortlich gemacht.
So sei obenaufliegendes Stroh immer eine Quelle für Pilze und somit eine Gefahr für die Kulturpflanzen. Schädlinge und Gräser sollen sich auch stärker vermehren. Oft sollen resistenzgefährdete Herbizide bereits im Herbst und dann nocheinmal im Frühjahr eingesetzt werden, damit man Herr der Lage wird. Kritisch wurden auch die Kleinmengen an Totalherbiziden angesehen. Laut den Herren des amtlichen Pflanzenschutzdienstes soll es da auch schon Probleme mit Resistenzen geben.
Was ist dran an diesen Aussagen????

Auf der Agritechnica hat mir ein Horsch Vertreter den Eindruck vermittelt, dass nur noch der "einfache" Landwirt pflüge und der Profi keinen Pflug mehr besitze. In diesem Forum gibt es ein merseitiges Thema dazu.
Beppo S
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Nov 14, 2013 15:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon bindes » Fr Jun 13, 2014 19:34

Ja so ist das mit Hypes. Gehen fast schneller, als sie kamen. Haben Opa und Papa doch mal wieder Recht gehabt!
bindes
 
Beiträge: 409
Registriert: Sa Dez 22, 2012 1:18
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Mad » Fr Jun 13, 2014 20:07

Du hast dich vertan. Das war nur ein als Berater getarnter steel. :mrgreen:

Wenn man bei Horsch nach einen Pflug fragt, muss man ohnehin einen an der Waffel haben. Es gibt keinen von der Mulchsaat überzeugteren Hersteller als Horsch.

Resistenzen sind generell ein Problem des Managements.

Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Benutzeravatar
Mad
 
Beiträge: 6169
Registriert: Fr Sep 28, 2007 18:14
Wohnort: Nordhessen
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Todde » Fr Jun 13, 2014 21:44

Mad hat geschrieben:Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.


Na ja, was man mittlerweile bei den Pflugbetriben sieht, die ein wenig Mais an BGAs liefern, da muss man denen ebenso die Bereitschaft aberkennen etwas den Kopf zu nutzen...
Wenn die untergepflügten Maisstopel wieder hochgepflügt werden und es heißt dann, da passiert nichts mehr, dann frage ich mich wieso meinen die Pflüger, wenn man was konserviert, wieso sollte dann das Potenzial nicht mehr vorhanden sein?
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
Benutzeravatar
Todde
 
Beiträge: 11807
Registriert: Fr Mai 26, 2006 11:57
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Beppo S » So Jun 15, 2014 9:36

Todde hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.


Na ja, was man mittlerweile bei den Pflugbetriben sieht, die ein wenig Mais an BGAs liefern, da muss man denen ebenso die Bereitschaft aberkennen etwas den Kopf zu nutzen...
Wenn die untergepflügten Maisstopel wieder hochgepflügt werden und es heißt dann, da passiert nichts mehr, dann frage ich mich wieso meinen die Pflüger, wenn man was konserviert, wieso sollte dann das Potenzial nicht mehr vorhanden sein?

Genau das wurde ebenfalls angesprochen, das unter- und wieder hochpflügen von nichtzerkleinerten Ernteresten sowie ungenügendes unterpflügen. Für viele Betriebe sei es ratsam den Großen in der Garage stehen zu lassen und den Zweitschlepper vor den Pflug zu spannen, etwas langsamer zu fahren um sauber zu pflügen.
Die Beratung sprach sich generell dafür aus die Ernterückstände mit dem Mulcher zu zerkleinern und flach einzupflügen. Ideal sei dazu ein Schälpflug. Der "typische" Standardpflug arbeite ihnen viiiiiieeeel zu tief...

Die Pflanzenschutzdienstleute argumentierten, überall gehe man mit Krankheitsquellen, Keimherden sorgsam um. Nur im Ackerbau da wird das Thema Feldhygiene kleingeschrieben.
Beppo S
 
Beiträge: 7
Registriert: Do Nov 14, 2013 15:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon gerds » So Jun 15, 2014 12:42

Vor ca. 12-15 Jahren (als Mulchsaat noch nicht überall die Regel war) und ich als junger Abiturient durch Wissbegierigkeit die Vorzüge und Nachteile von
Pflug und Pfluglos für mich ausmachen wollte, sagte ein erfahrener und erfolgreicher Ackerbauer auf meine Frage ob er pflügt oder nicht: Man kann nicht generell sagen ich pflüge oder ich pflüge nicht. Man muss immer wieder für jedes Jahr (und jeden Schlag) entscheiden, ob ich auf den Pflug verzichten kann!
Ich selber würde theoretisch selbst ein wenig mehr pflügen aber aus Zeitgründen wird dann doch nur gegrubbert. Aber nach Winterweizen vor Gerste pflüge ich immer. Grüße
gerds
 
Beiträge: 704
Registriert: Mo Aug 04, 2008 12:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Raider » So Jun 15, 2014 13:20

gerds hat geschrieben:Vor ca. 12-15 Jahren (als Mulchsaat noch nicht überall die Regel war) und ich als junger Abiturient durch Wissbegierigkeit die Vorzüge und Nachteile von
Pflug und Pfluglos für mich ausmachen wollte, sagte ein erfahrener und erfolgreicher Ackerbauer auf meine Frage ob er pflügt oder nicht: Man kann nicht generell sagen ich pflüge oder ich pflüge nicht. Man muss immer wieder für jedes Jahr (und jeden Schlag) entscheiden, ob ich auf den Pflug verzichten kann!
Ich selber würde theoretisch selbst ein wenig mehr pflügen aber aus Zeitgründen wird dann doch nur gegrubbert. Aber nach Winterweizen vor Gerste pflüge ich immer. Grüße


Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und beide Systeme benötigen gut ausgebildete Landwirte um erfolgreich zu wirtschaften.

Wir pflügen IMMER nach Weizen vor W-Gerste und je nach Bedarf nach Mais. Vor Raps, Mais und ZF zu Mais wird immer nur gegrubbert. Weizen nach Raps natürlich auch.
Raider
 
Beiträge: 1380
Registriert: Fr Mai 30, 2014 10:25
Wohnort: Südwesten
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Applegetz » So Jun 15, 2014 15:44

Beppo S hat geschrieben:Auf unsrem heurigen Feldtag wurde der pfluglose Ackerbau als Hauptverursacher verschiedener Probleme verantwortlich gemacht.
So sei obenaufliegendes Stroh immer eine Quelle für Pilze und somit eine Gefahr für die Kulturpflanzen. Schädlinge und Gräser sollen sich auch stärker vermehren. Oft sollen resistenzgefährdete Herbizide bereits im Herbst und dann nocheinmal im Frühjahr eingesetzt werden, damit man Herr der Lage wird. Kritisch wurden auch die Kleinmengen an Totalherbiziden angesehen. Laut den Herren des amtlichen Pflanzenschutzdienstes soll es da auch schon Probleme mit Resistenzen geben.
Was ist dran an diesen Aussagen????

Auf der Agritechnica hat mir ein Horsch Vertreter den Eindruck vermittelt, dass nur noch der "einfache" Landwirt pflüge und der Profi keinen Pflug mehr besitze. In diesem Forum gibt es ein merseitiges Thema dazu.



Warum machst du eigentlich ein neues Thema auf, dein altes hat dir wohl nicht mehr gefallen ?
:http://www.landtreff.de/agritechnica-2013-pflugen-nur-noch-die-dummen-bauern-t91565.html
Amüsant auch das die Überschrift wieder in die selbe Richtung lenkt :lol:
Applegetz
 
Beiträge: 115
Registriert: Di Mär 13, 2012 12:55
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 16, 2014 8:26

Applegetz hat geschrieben:
Beppo S hat geschrieben:Auf unsrem heurigen Feldtag wurde der pfluglose Ackerbau als Hauptverursacher verschiedener Probleme verantwortlich gemacht.
So sei obenaufliegendes Stroh immer eine Quelle für Pilze und somit eine Gefahr für die Kulturpflanzen. Schädlinge und Gräser sollen sich auch stärker vermehren. Oft sollen resistenzgefährdete Herbizide bereits im Herbst und dann nocheinmal im Frühjahr eingesetzt werden, damit man Herr der Lage wird. Kritisch wurden auch die Kleinmengen an Totalherbiziden angesehen. Laut den Herren des amtlichen Pflanzenschutzdienstes soll es da auch schon Probleme mit Resistenzen geben.
Was ist dran an diesen Aussagen????

Auf der Agritechnica hat mir ein Horsch Vertreter den Eindruck vermittelt, dass nur noch der "einfache" Landwirt pflüge und der Profi keinen Pflug mehr besitze. In diesem Forum gibt es ein merseitiges Thema dazu.



Warum machst du eigentlich ein neues Thema auf, dein altes hat dir wohl nicht mehr gefallen ?
:http://www.landtreff.de/agritechnica-2013-pflugen-nur-noch-die-dummen-bauern-t91565.html
Amüsant auch das die Überschrift wieder in die selbe Richtung lenkt :lol:



Das ist a) entweder Wini oder b) Steel mit einem Fake-Account um diese Diskussionen wieder anzuheizen. :mrgreen:
Mittelhessen und Westerwald
Benutzeravatar
NobbyNobbs
 
Beiträge: 1599
Registriert: Do Nov 05, 2009 17:30
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon automatix » Mo Jun 16, 2014 20:40

Mad hat geschrieben:Du hast dich vertan. Das war nur ein als Berater getarnter steel. :mrgreen:

Wenn man bei Horsch nach einen Pflug fragt, muss man ohnehin einen an der Waffel haben. Es gibt keinen von der Mulchsaat überzeugteren Hersteller als Horsch.

Resistenzen sind generell ein Problem des Managements.

Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.


naja, solange ich bei Mulchsaat regelmäßigen flächendeckenen Totalherbizideinsatz brauche ist es nicht praktikabel.
Badaboom
automatix
Inaktiv
 
Beiträge: 7421
Registriert: Di Aug 15, 2006 6:17
Wohnort: Oberbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Applegetz » Mo Jun 16, 2014 22:05

automatix hat geschrieben:
naja, solange ich bei Mulchsaat regelmäßigen flächendeckenen Totalherbizideinsatz brauche ist es nicht praktikabel.


Brauchst du nich es gibt genug Mulchsaatbetriebe die ohne Totalherbizid arbeiten :wink:
Applegetz
 
Beiträge: 115
Registriert: Di Mär 13, 2012 12:55
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Todde » Di Jun 17, 2014 0:52

Beppo S hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.


Na ja, was man mittlerweile bei den Pflugbetriben sieht, die ein wenig Mais an BGAs liefern, da muss man denen ebenso die Bereitschaft aberkennen etwas den Kopf zu nutzen...
Wenn die untergepflügten Maisstopel wieder hochgepflügt werden und es heißt dann, da passiert nichts mehr, dann frage ich mich wieso meinen die Pflüger, wenn man was konserviert, wieso sollte dann das Potenzial nicht mehr vorhanden sein?

Genau das wurde ebenfalls angesprochen, das unter- und wieder hochpflügen von nichtzerkleinerten Ernteresten sowie ungenügendes unterpflügen. Für viele Betriebe sei es ratsam den Großen in der Garage stehen zu lassen und den Zweitschlepper vor den Pflug zu spannen, etwas langsamer zu fahren um sauber zu pflügen.
Die Beratung sprach sich generell dafür aus die Ernterückstände mit dem Mulcher zu zerkleinern und flach einzupflügen. Ideal sei dazu ein Schälpflug. Der "typische" Standardpflug arbeite ihnen viiiiiieeeel zu tief...

Die Pflanzenschutzdienstleute argumentierten, überall gehe man mit Krankheitsquellen, Keimherden sorgsam um. Nur im Ackerbau da wird das Thema Feldhygiene kleingeschrieben.


In pfluglosen Betrieben, die sich lange mit dem Boden und der Umwelt beschäftigen scheint dann doch ein größeres Bewusstsein vorhanden zu sein.
Pflüger scheinen in erster Linie zu glauben, dass alles mit dem Umdrehen des Bodens erledigt ist...
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
Benutzeravatar
Todde
 
Beiträge: 11807
Registriert: Fr Mai 26, 2006 11:57
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Todde » Di Jun 17, 2014 1:01

automatix hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:Du hast dich vertan. Das war nur ein als Berater getarnter steel. :mrgreen:

Wenn man bei Horsch nach einen Pflug fragt, muss man ohnehin einen an der Waffel haben. Es gibt keinen von der Mulchsaat überzeugteren Hersteller als Horsch.

Resistenzen sind generell ein Problem des Managements.

Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.


naja, solange ich bei Mulchsaat regelmäßigen flächendeckenen Totalherbizideinsatz brauche ist es nicht praktikabel.


So lange die Landwirtschaft flächendeckend Herbizide wie IPU braucht ist sie nacht praktikabel?
Glyphosat findet man eher nicht in der Drainage, IPU findet man überall.
Es wäre sinnvoller mit Glyphosat zu arbeiten als mit IPU/CTU, leider wird das aus ideologischer Sicht in Europa nicht so gesehen.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
Benutzeravatar
Todde
 
Beiträge: 11807
Registriert: Fr Mai 26, 2006 11:57
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Wini » Fr Aug 29, 2014 23:31

gerds hat geschrieben:Vor ca. 12-15 Jahren (als Mulchsaat noch nicht überall die Regel war) und ich als junger Abiturient durch Wissbegierigkeit die Vorzüge und Nachteile von
Pflug und Pfluglos für mich ausmachen wollte, sagte ein erfahrener und erfolgreicher Ackerbauer auf meine Frage ob er pflügt oder nicht: Man kann nicht generell sagen ich pflüge oder ich pflüge nicht. Man muss immer wieder für jedes Jahr (und jeden Schlag) entscheiden, ob ich auf den Pflug verzichten kann!
Ich selber würde theoretisch selbst ein wenig mehr pflügen aber aus Zeitgründen wird dann doch nur gegrubbert. Aber nach Winterweizen vor Gerste pflüge ich immer. Grüße


So machen wir das auch.
Unsere Wintergerstenschläge sind bereits alle ordentlich gepflügt und für die Einsaat fertig.
Bis zur Saat lassen wir das Saatbett noch ordentlich absetzen und was dann keimt, kriegt zur Saat mit der Kreiselegge den Rest.
Die Mulch und Direktsaatbetriebe könne doch nur durch erhöhten Pflanzenschutz ihre Bodenbearbeitung realisieren.
Hier mal Appetizer für Pflug-Fans:
http://www.youtube.com/watch?v=cQvH3EfqLD4
http://www.youtube.com/watch?v=aA7uYSjW-R8
Benutzeravatar
Wini
 
Beiträge: 5894
Registriert: Sa Mär 25, 2006 10:38
Wohnort: Franken Bayerns Elite
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Feldtag 2014: Mulch- und Direktsaatbetriebe größte Ferke

Beitragvon Ulikum » So Aug 31, 2014 16:59

Mad hat geschrieben:
Resistenzen sind generell ein Problem des Managements.

Und ja, ich muss leider zustimmen. Viele sollten das mit der Mulchsaat doch lieber lassen, wenn sie nicht dazu bereit sind, auch mal ihren Kopf anzustrengen. Denn wie ich generell immer sage: Ohne auch im Kopf bei der Sache zu sein, zu reagieren und strategisch vorzugehen, ist die Mulchsaat ein Schuss in den Ofen.


:mrgreen:
Jede Umstellung beginnt im Kopf.
http://www.maiskomitee.de/web/upload/pdf/zm/com0310.pdf

und wini hat es immer schon gewusst
http://www.fh-bingen.de/fileadmin/user_ ... zenbau.pdf

Fazit
Eine Festlegung von Kohlenstoff im Boden durch die pfluglose
Bodenbearbeitung erscheint nur dann möglich zu sein,
wenn durch den Pflugverzicht die Pflanzenerträge wesentlich
gesteigert werden.

Die pfluglose Bodenbearbeitung geht einher mit höherer Masse und
Aktivität der Bodenorganismen.
Dies kompensiert zwar teilweise das Fehlen des Pflügens hinsichtlich
Lockern und Mischen, es wirkt sich aber für die Kohlenstoffakkumulation
im Boden negativ aus.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
Ulikum
Benutzeravatar
Ulikum
 
Beiträge: 1204
Registriert: Mi Jan 04, 2012 11:53
Wohnort: Nordhessen
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: 210ponys, Bing [Bot], Google [Bot], Manfred, MikeW, Monti, Stoapfälzer

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki