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Fendt 275 GT Kauftipps

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon Hämpu » Do Feb 18, 2010 22:37

Hallo alle Geräteträgerkenner!

Ich habe die Möglichkeit einen Fendt 275 GT Jg. 1979, mit ca. 6000 Std. zu kaufen.
Ausrüstung: FH / FZ, FL Stoll mit hydr. Werkzeugbetätigung.

Ich habe die Maschine noch nicht besichtigt, werde dies aber demnächst nachholen.
Da ich (noch) nicht der Fendt GT Kenner bin, bin ich um alle Hinweise und Tipps froh.

Was hat der 275 GT für Schwachpunkte und Macken wo man besonders drauf achten muss?
Wie sieht es mit Lebensdauer, Reperaturen von Motor, Kupplung, Getriebe, Hydraulik und übrigem aus?
Ist das Drehgelenk bei Frontladerbetrieb stark Verschleissanfällig?

Ihr seht, Fragen über Fragen. Bin um jede Antwort froh die mir weiterhilft.

Frage zum Schluss: Wenn der GT keine groben Mängel hat und Einsatzbereit ist, welcher Preis ist noch angemessen? (kein Fan-Fantasiepreis!)

Danke für eure Antworten.

Freundliche Grüsse

Hämpu
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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon Rufus1 » Fr Feb 19, 2010 0:04

Kommt wie immer drauf an was Du damit machen willst ?

Der 275 Gt ist ein klasse Pflegeschepper, sehr sparsam und die Motorteile für den Deutz sind sehr preiswert. Schwachstelle sind die Sycronringe vom Getriebe ( ist gleich mit der 104er Baureihe von Fendt), das Drehgelenk bei Frontladereinsatz und Schwenklager/Bolzen der Vorderachse. Ansonsten Rost rund um alle Fensterscheiben. Falls eine Standheizung verbaut ist, sind die häufig defekt.

Als reine Frontladermaschine hat der GT 275 einige Schwächen, da kein Allrad und er über die Vorderräder schiebt, wenn man im Dreck die Schaufel voll hat. Wenn man zu viel hinten dran hängt oder heben will geht der Schlepper ohne Gewicht vorn schnell hoch.

Als kleiner Allroundschlepper ( Mädchen für alles) ist der GT gut geeignet.

Leider sind die Gt's mitlerweile ja schon Kult und sau teuer geworden. Wir haben unseren letztes Jahr für €10.000 verkauft. War auch ein 79er mit 6200 Std. ALÖ Frontlader mit HG, Stahlpritsche, Standheizung, breite Reifen vorn und hinten, FZ und FH. Kabine und Fenster rostfrei. Neu lackiert. Keine Leckagen, Motor hatte neue Kolben und Zylinder...

Unterm Strich kann man sagen wenn man mal einen hatte möchte man den eigendlich nicht mehr hergeben, es gibt halt nichts Vergleichbares.

Vielleicht hilft Dir die Info weiter

gruß
Rufus
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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon fendt59 » Fr Feb 19, 2010 9:14

Wir haben einen 275 GT,vor 4 Jahren mit 5400 Std gekauft,er hat eine normale Pritsche und den alten
Klinklader.Dieser wurde inzwischen mit einer HG nachgerüstet.Genauso eine Fronthydraulik,sowie verschiedene Hydraulikventile ( elektrische Ansteuerung ),sowie für den Winter eine Standheizung nachgerüstet.Unser Modell hatte ab Werk keine Standheizung und daher als Kabinenabschluß hinten nur eine
mit Fenster versehene Rollplane.Das Drehgelenk wurde neu gelagert ca 800 Euro in der Werkstatt und der
Motor wurde voriges Jahr grundüberholt ( Vorbesitzer hatte ihn anscheinend irgendwann mal mit zu wenig Öl gefahren oder den falschen Ölfilter verbaut).Der Schlepper wird zum Bergen von Holz ( Kran über Vorderachse angebaut ) ,als Transportschlepper mit aufgebauter Pritsche plus Anhänger für das gespaltene
Holz,sowie im Sommer zur Heuernte oder auch Mulcharbeiten herangezogen.Durch die vielen Anbauräumen
ist er für unsere Bedürfnisse fast ideal,mit Allrad wäre er perfekt.Leider fast nicht bezahlbar als Allrad.
Die große Kabine ist natürlich auch noch zu nennen.Unserer lag damals knapp über 10000 Euro.
Falls Du ihn kaufst,viel Spaß mit dem Schlepper.
Gruß Ralph
Power to the Bauer,mit Fendt
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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon HL1937 » Fr Feb 19, 2010 11:17

Mein 275 (kurz) mit Fendt-FL, hydrl. Gerätebetätigung, Bj. 1979, 7500 Std., hat noch keine Motor-, Getriebe- , Zentrallager oder Kupplungsreparatur gehabt. Der FL ist seit 25 Jahren vom Schlepper nicht mehr weggekommen, wird seit fast 20 Jahren jeden Tag Silo geladen.
Reparaturen bis jetzt: Vorderachsschenkel neu, wurden vom 300er GT verbaut, die halten mehr aus. Bremsen hinten, Hauptbremszylinder neu. Sonst noch nix.
Rost um die Scheibenrahmen kann ich bestätigen. Sind aber bei den 300ern auch keine Seltenheit :!: . Unterm Gummi rostet es :roll: .
Teste bitte auch die Untersetzungsschaltung rechts am Lenkturm an der Seite ob die kracht beim Schalten.
Bei Grünlandeinsatz bitte regelmäßig die Kühlrippen auswaschen, sonst wird er warm. Bei dem Modell ist es bißle blöd, weil man den Kabinenboden rausheben muß.
Im Winter den Luftansaugkrümmer bißle anwärmen, dann funkt er besser wie ein neuer.
Habe bei meinem auch auf der Vorderachse die 11.5-15er Reifen drauf.
Sonst super Schlepper, würde meinen auch für 30000 € nicht hergeben.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon MF-133 » Fr Feb 19, 2010 19:13

Wie wichtig ist die freie Sicht nach vorne?
Man wird nämlich fürs gleiche Geld bereits einen "normalen" Allradschlepper bekommen. Der hat mehr Traktion.
Heutzutage noch einen GT zu kaufen, macht Sinn, wenn man die Anbauräume wirklich ausnutzt, denn einen nicht ausgelutschten wird man nur schwer finden. "Die Guten" sind in Liebhaber-Hand.
Ich habe zwei Flurnachbarn, die nach Hofaufgabe den 275er GT behalten haben und als Waldschlepper nutzen.
Vorteile: Ohne Pritsche vorne hat man freie Sicht auf Südtirol... außerdem gibts sehr hochwertige Komponenten (Top Deutz Motor). Die Ladefläche vorne ist auch ganz praktisch, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Der erste Unfall meines Lebens geschah mit nem GT: Ich habe damals die -ungewohnte- Breite der Pritsche unterschätzt und eine damit eine Hausmauer geküsst. Und
Nachteile: Die Maschine ist sehr zugebaut: Einer hatte vor kurzem neue Bremsen nötig und mußte 3000 Mäuse für die Instandsetzung hinlegen (naja, war vllt. noch mehr zu machen, der Besitzer ist 75 und hat beim Erzählen vllt "Fakten vereinfacht").
Der liegende Motor soll sich angeblich einseitig abnutzen (Kolbenringe und Buchsen) und daher Öl verbrauchen. Ist möglich, allerdings werden NKW-Motoren öfter mal schräg eingebaut, ohne dass man von entsprechenden Schäden hört.
Der GT baut sehr hoch. Das Leergewicht ist wohl im Verhältnis zu anderen 75 PSern auch recht hoch.

Die beiden obigen GT Fahrer sind in der Summe jedoch sehr zufrieden- seit Jahrzehnten. Fendt war damals in Sachen Ergonomie vorbildlich, das merkt man der Kabine auch heute noch an. MFG
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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon HL1937 » Fr Feb 19, 2010 20:57

@MF-133: dann mach mal bitte bei einem 411er Variogesockse mit Frontlader und einer 2,4 m Schaufel voll Getreide ganz ausheben, fahren und auskippen. Dem Fahrer gefriert der Schweiß auf der Stirn, ohne Allrad gar nix los wenns nicht brettleben ist.
Da mach ich im gleichen Fall mit dem 395 GTA ein Späßchen draus und lache alle aus.
Mit meinem 275 GT hab ich letzten Herbst 90 Tonnen Kalk aufgeladen mit der 1,8 m Schaufel, ohne Heckgewicht und ohne Allrad.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » Fr Feb 19, 2010 21:42

Ich habe auch noch einen Baujahr 1978 mit glaube 8800Bstd. Motor läuft noch tip top , 2008 habe ich die Vorderachse und die Tür überarbeitet ,aber die Zapfwellenkupplung ( beim treten der Kupplung schaltet sich die Zapfwelle ein ); Schaltgestänge und Drehgelenk sind leicht ausgenudelt.

Die Vollscheibenbremse macht hier und da auch gerne zicken.
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Re: Fendt 275 GT Kauftipps

Beitragvon fahrer380 » Sa Feb 20, 2010 13:52

HL1937 hat geschrieben:@MF-133: dann mach mal bitte bei einem 411er Variogesockse mit Frontlader und einer 2,4 m Schaufel voll Getreide ganz ausheben, fahren und auskippen. Dem Fahrer gefriert der Schweiß auf der Stirn, ohne Allrad gar nix los wenns nicht brettleben ist.
Da mach ich im gleichen Fall mit dem 395 GTA ein Späßchen draus und lache alle aus.
Mit meinem 275 GT hab ich letzten Herbst 90 Tonnen Kalk aufgeladen mit der 1,8 m Schaufel, ohne Heckgewicht und ohne Allrad.


Stimmt schon, wenn ich denk was wir mit unserm 380 alles rumheben, und ohne Gewicht :roll: Aber mit der altmodischen Technik ist ein Vergleich zum Vario oben doch nicht toll, gerade das Getriebe.
Suche ständig Bilder und Videos von Fendt Geräteträgern 300er Baureihe (z.B. 380, 390, 395)
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