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Fiatagri/New Holland G170 - G240

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon nando99 » Mo Nov 12, 2012 19:41

wer hat Erfahrungen mit den Schleppern der Serie G von Fiatagri/New Holland? Habe gehört sie sollen sehr Robust und Durchzugsstark sein.Was sind die Vor.-Nachteile dieser Schlepper? Was könnt Ihr berichten, bin sehr gespannt.
nando99
 
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon Schauerschrauber » Mo Nov 12, 2012 20:48

Hallo

Bitte die Suchfunktion nutzen, der Fiat G war hier schon oft das Thema.

MfG
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon Favorit » Di Nov 13, 2012 12:50

Hi,

die NH Serie G ergolgt aus einem früheren Design von Ford.
Vom G190 gibt es einen OECD-Test, den ich allerdings nicht online finden konnte.

http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren ... -8870a.pdf
Das ist der sehr ähnliche Vorgänger, eine Leistungsstufe größer.

Ich referiere kurz die Unterscheide (G190):
-142,6 kW bei 1700(!)/min / 39,1l an der schweren ZW-Bremse.
-Zugleistung 115kW bei 1700 Touren im 9,1km/h-Gang, dabei Verbrauch von 280g/kWh.
-nur 1 ZW (1000 bei 1900Min *aua*)!
-von dem Funk-Vollastschaltgetriebe gibt es insgesamt die unterschiedlichsten Ausführungen. Die Nachteile sind das sehr hohe Maschienteilgewicht sowie der Umstand, daß man bei einigen Versionen alle Gänge durchschalten muß. Eine RüFa ist bei 11,5km/h natürlich Essig...
-Der Antrieb ist ansonsten OK, vorne Selbstsperrdiff.
-umfangreicher Wendekreis 13,7m links rum, 13,9m rechtrs rum.
-die neue Genesis-Kab. damals schaffte 74dB im rechten unteren Wert.
-die Hydraulik, auch die FH ziehen stark durch. Der verarbeitet die Geräte seiner Klasse im Durchhub `auf der linken Arschbacke´.
-das Hydrosystem ist eine Axialkolbenpumpe im Konstantdruckmodus, in der Getriebewanne versenkt (gemeinsames Öl). Die Wechselmenge an hochwertigem Getriebeöl beträgt somit weiterhin 140l, davon jedoch nurmehr 38l entnehmbar (was allerdings reichen sollte...).
-sehr hohes Leergewicht von 9,1to.
-gefolgertes Leistungsgewicht von 65kg/kW.
-rel. kleine VA-Bereifung (R30) im Vgl. zu Hinten (R42).
-der große Tank blieb erhalten.

=>überschwerer Bock in Verbindung mit dem aufwändigen Funk-Getriebe und seinem gigantischen Ölbedarf (3 Lamellenkupplungen drin, was weiß ich wieviel Wellen...). Die Zugleistung ist eher gering - so schelcht wie bei den großen MX-Modellen von Case...Verbrauchswerte beim NH allerdings vertretbar, wenn man die 1700Min-Geschichte kapiert hat. Also Vollgas ist hier keine so gute Idee. Deutliche Schwäche in der ZW-Konstruktion. Weiterhin reines Ackerfahrzeug ohne Straßenbedeutung,s ehr hohes Maschinegewicht bei begrenzter Leistung.
Den gleichen Spritverbrauch hat der Fendt Favorit 822 aus der gleichen Schlepper-Generation, allerdings bei 154kW (145 an der ZW-Bremse, 125 am Zugwagen ->2000Min bei 10km/h; dabei 259g/kWh)! Dieser Allround-Traktor, der eine speparate Hydraulik (60l, davon 50 entnehmbar) besitzt, wiegt zusammen mit FH 8,26to. Der Wendekreis ist dank Wespentaille 12,9m links rum, Leitungsgeicht 54kg/kW. Der Fendt hat zudem gefederte VA und gefederte Kab. und vorne große reifung mit R34
http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren ... rit822.pdf

http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren ... e-8300.pdf
Dieser JD wiegt auch das Gewicht, aber halt für die ganz große Leistungsklasse damals. Somit "gutes" Leistungsgewicht bei ebenfalls hoher Zugleistung/ nur ca. 20kW Verlust am Zugwagen zur ZW-Bremse, aber halt auf dem höheren absoluten Niveau! die RW-Gänge sind zum in der Pfeife rauchen...Der Bock ist ebenfalls sparsam, allerdings muß der effektive Verbrauch hier natürlich ebenfalls zur Betriebsgröße, resp. der effektiven Arbeitsbreite passen. Also für eine 3m-Drille repräsentieren die Alle nicht die richtige Fahrzeugauswahl...
Arbeitsbreiten von 4,5 und 6m, auch bei den schweren Bodenbearbeitungsgeräten wie Grubber/Scheibenegge, sind die implizitzen Voraussetzung für einen effektiven Einsatz solcher Zugmaschinen. Ideal ist diese Kostenklasse(...) eigentlich auch nur, wenn das Fahrzeug möglichst umfangreiche Tätigkeiten ausführen kann und der Bock seine 1000BS/p.a. wegmacht.

Ein "gutes" Fahrzeug bei NH zu der Zeit war der TM mit bis zu 120kW, allerdings besteht hier beim Topmodell mit "165PS" die Gefahr, daß man das Fahrzeug überlastend einsetzt. Denn der hat das Chassis der anderen Mittelklassetrecker aus der Serie und die Hubdiagrammkurve reicht mir im unteren Bereich zu weit runter (4to...) und er hat statt der EcoZW natürlich somit die 540Standart mit drauf. Viele Hydraulikrep. ... und auch Getriebe sowie Elektische Anlage waren schlecht verarbeitet und auch die VA macht Probleme. Außerdem gilt er als Säufer. Also eigentlich würde ich bei diesem Joint-Venure-Hersteller gar keinen(!) Gebrauchten kaufen wollen. :mrgreen:
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon KTMjunkie » Do Nov 15, 2012 14:41

Freut uns alle das du dich so gut auskennst "Favorit". Das Papier nimmt vieles an. Die DLG Tests sagen auch nicht alles über das Fahrzeug aus. In der Praxis macht der G190 den 822 Platt,der G240 macht den 926 Platt. Fendt waren noch nie Ackerschlepper,werden es auch nie sein. Der G setzt jedes Ps in zugleistung um, hat eine Bärenstarker Motor der nicht gleich umfällt, wie der MAN.

Kannst du Datenblätter überhaupt lesen??? Wenn man mal das liest was der Test sagt, NH 154KW von 155KW Motorleistung auf der Zapfwelle, davon 135KW an den Rädern,942NM, JD 168KW von 170KW Motorleistung an der Welle, davon 151 an den Rädern.924NM Drehmoment. Sprich beide NH und JD gleicher wirkungsgrad, der NH mehr Dampf (Drehmoment) und dabei Sparsamer als der JD.

Zu deinem FAVORIT muss man nichts sagen, im direkten Vergleich zum NH versagt er deutlich, und zeigt die Schwachbrüstigkeit der Praxis wieder,mit über 100NM!! weniger Drehmoment. Getriebe hat 10Ps mehr verlust als das NH. Dadurch zeigt sich, der NH ist schwächer als der JD laut Papier, hat aber mehr DAMPF (Drehmoment) und gleichviel PS wie der Fendt, der aber in allem ein nachsehen hat.

Spritverbrauch: Wenn der Fendt am wenigsten Kraft hat, sollte er auch weniger verbrauchen, Kraft kommt von Kraftsoff. :prost:


Oh FAVORIT, wie schlau du doch bist.

Um diese Informationen zu sammeln braucht es keinen Roman. :lol: :lol: :lol:
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon Epxylon » Do Nov 15, 2012 18:02

KTMjunkie hat geschrieben:Spritverbrauch: Wenn der Fendt am wenigsten Kraft hat, sollte er auch weniger verbrauchen, Kraft kommt von Kraftsoff. :prost:


Davon wird die Kraft wohl nicht kommen.....

Wenn ich mich auf die oben genannten Vergleichstests beziehe haben der Fendt und der NH beide die gleichen Verluste im Getriebe. Bei beiden verschwinden 20kw im Getriebe.

Was der NH bei Höchstleistung schafft holt der Fendt bei Nenndrehzahl wieder raus.

Jetzt kommt das andere was nichts mit Datenblättern zutun hat: Die angegebene Leistung und die wirkliche Leistung.
Nimm 10 Schlepper einer Baureihe mit der gleichen Leistung und den gleichen Getrieben.
Hänge alle vor eine ZW-Bremse und ich garantiere die das du mindestens 10PS Unterschied zwischen dem "schwächsten" und dem "stärksten" hast.

Übrigens ist der Leistungsverlust der beiden an der ZW fast gleich. Nur mit dem Unterschied das der Fendt schon 2 Zapfwellen antreibt.
Die Hydraulik ist dem NH auch schon voraus.
Gab es den NH mit 50km/h? Gefederte Vorderachse? Kardanbremse? Rüfa?

Wie ich schonmal gesagt habe. Vielleicht ist Favorit einige Schlepper noch nicht gefahren, aber er schafft es die wichtigstens Infos gut zusammengefasst verständlich rüber zu bringen.
Das auch mit einigen Vergleichen was ich persönlich gut finde.
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon KTMjunkie » Do Nov 15, 2012 19:25

Praxis: Hast du schonmal mit einem G gearbeitet? Wenn ja,müsstest du wissen das du danach keinen Fendt mehr ansiehst. :klug:
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon ferguson-power » Do Nov 15, 2012 20:10

KTMjunkie hat geschrieben:Praxis: Hast du schonmal mit einem G gearbeitet? Wenn ja,müsstest du wissen das du danach keinen Fendt mehr ansiehst.


Der G ist zweifelsfrei auf dem Acker und bei schweren Zugarbeiten schon eine Klasse für sich . Der Motor ist , wie eigentlich alle Motoren aus dem Hause Fiat ( F I A T = Feuer In Allen Töpfen ) oder Iveco schon eine Kampfmaschine . Allerdings ist dieser Typ auf der Straße eigentlich nicht sonderlich gut zu gebrauchen und bietet eher wenig Fahrkomfort . Da ist mir der 800er Favorit doch deutlich lieber . Ich will hier weder einen der beiden Schlepper schlecht reden , noch einen Markenkrieg anzetteln , aber man sollte bei der Beurteilung doch ein wenig sachlich und fair bleiben . Jeder der beiden Schlepper hat seine Vor und Nachteile . So ist es nun mal auch bei allen anderen Marken .
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Doch in der Bibel steht geschrieben , du sollst auch deine Feinde lieben .
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Re: Fiatagri/New Holland G170 - G240

Beitragvon Epxylon » Do Nov 15, 2012 20:25

Ja das habe ich, ca. 2 Wochen mit nem Ladebunker und 1 Tag gepflügt.

Was mich persönlich am meisten gestört hat war das die Kiste irgendwie ruppig war.
Die Schaltung, das ganze Fahrwerk usw. man hat irgendwie das Gefühl gehabt alles wird per Hammerschlag geschaltet.
Gezogen hat der Bock keine Frage.
Positiv ist auch die Super-Steer Lenkung.
Auch die "mitlenkende" Fronthydraulik ist gut gelungen.
Übersichtlichkeit nach hinten finde ich etwas besser wie beim Fendt.

Das andere ist aber der Fendt. Es ist irgendwie alles komfortabler, einfach besser abgestimmt.
Man hat subjektiv das Gefühl der Fendt zieht weniger, was ich aber eher auf das gemächlichere Geräuschverhalten im Gegensatz zum G schiebe.
Wo der Fendt natürlich punktet ist generell der Komfort und vor allem das wesentlich bessere Fahrverhalten auf der Straße.

Favorit trägt einiges an Daten und Fakten zusammen was ich evt. nichtmal finden würde.
Er tendiert zu einem Schlepper der meiner Meinung nach passt was auch OK ist.

Im Endeffekt muss jeder selber Wissen was er kauft oder vorher Probe fahren.
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