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Fiatagri Winner F100

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Fiatagri Winner F100

Beitragvon Michi14 » Mo Mai 14, 2012 21:33

Hallo, ich hätte Interesse an einem Fiat F100. Hat von euch jemand Erfahrung mit dem? Wie ist es mit dem schalten, funktioniert das gut? Elektronisch soll er auch nicht schlecht sein habe ich gehört also nicht so anfällig.

MfG
Michi Hirt
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Re: Fiatagri Winner F100

Beitragvon Michi14 » Di Mai 15, 2012 5:29

[url]http://www.landwirt.com/gebrauchte,841956,Fiat-F100.html[/url ]
Hat der schon zu viele h oben? Was meint ihr.

MfG
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Re: Fiatagri Winner F100

Beitragvon elchtestversagt » Di Mai 15, 2012 7:17

Sieh dir den Schlepper mal genau an; kommt er noch aus der ersten Serie oder schon der zweiten ( leider keine Bilder von innen..)
Unterschied z.B. die EHR; erste Serie von Magenti Manrelli; die ist (vorsichtig gesagt) nicht der Hit; zweite Serie von Bosch; deutlich besser; weil haltbarer.
Ebendso die Schaltung der LS; erste Serie musste die ganze Schaltkulisse bewegt werden ( wer die alten Hirsche mit 2 fach LS aus anfang der Achziger kennt weiss was ich meine..); anfällig; da viele bewegte Teile; besser zweite Serie; Schiebeschalter am Ganghebel.
Synchronisierte Wendeschaltung macht in dem alter mal Ärger; Ringe verschlissen; ist aber billig zu machen.
Motor eigentlich nichts negatives; für 2500 Euro gibts einen Turbo und der hat dann richtig Feuer.
Bei der VA ab und an Aussensimmeringe; aber dafür 100% Sperrwirkung.
Hinterachse ist auch ruhig.
Waren die ersten Fiat; die verzinkt wurden; dementsprechend bei guter Pflege wenig Rost.
Trotz dessen macht das Multipanell ab und an Ärger; wei Sensoren sich verabschieden.

Wie gesagt; wenn die zweite Serie; dann nicht schlecht; kann aber sein; dass am Getriebe was gemacht werden muss; bei der ersten Serie währe ich vorsichtiger; weil viele kleine nervige Mängel.
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Re: Fiatagri Winner F100

Beitragvon Michi14 » Di Mai 15, 2012 16:46

Oke ich werde Bilder von der Kabine anfordern und vielleicht am Wochenende einmal probefahren. Aber das mit den 7000h ist egal oder?

MfG
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Re: Fiatagri Winner F100

Beitragvon Favorit » Di Mai 15, 2012 17:19

Hi,

http://www.dlg-test.de/pbdocs/traktoren ... f140dt.pdf

Das ist das Modell (140) für 100kW anstatt 100PS!
Man sieht, daß die Maschine deutlich schwerer ist, als im Prospekt (auf den Seiten wie konedata.net zurückgreifen) angegeben. Mit einer Zulassung von nur 7,5to (FSKl3...) kann das Fahrzeug nicht effektiv eingesetzt werden, was Nutzlast angeht; inwieweit eine Zulassung über 8,5to möglich war, wird hier nicht klar (10to wäre besser gewesen für professionellen Ackerbau mit dem Topmodell...).
Die Hubkraft ist hier offiziell angegeben mit 6to - das kann er praktisch nicht umsetzen (an keiner Stelle!).
Man sieht, daß die Hubkraft unten raus bis etwa 450mm üFlor rel. stark steigt, darüberhinaus verflacht sie aber zu stark um sehr schweres Gerät ganz ausheben zu können.
Bezogen auf die DLG-Klassedefinition_100KW muß gesagt werden: Den Pflug 1,5to packt er; die große Bestellkombi 3,6to nicht (über eine eher sehr niedrig angesetzte Transportstellung hinaus mit rel. ausladendem Anbau)!
Die Pumpe ist eine normale Zahnrad (Einzelpumpe) im Konstantstromsystem mit einer ordentlichen Leistung in dem Rahmen. Aber da stellt sich erneut die Frage, inwieweit diese Leistungswerte hier im .pdf zur Klasse passen! Insbesondere die sehr neidrige Entnahmemenge an dem Kombisystem mit abgesenktem Getriebeölstand ist unzureichend - z.B. 15-24to-Hänger, vielleicht noch mit 2 Stempeln: Keine Chance den mit nur 10l hochzubekommen!
Also nur so weit komme ich zu dem Fazit, daß der Winner klasse- und durchaus auch altersbetont keine sehr leistungsfähige Ackerbaumaschine ist, also da gab es in den 90ern andere Kandidaten...
Um mal weiterhin rückwärts zu lesen: Die Kabine ist gedämmt (auf Wunsch auch vollklimatisiert) und groß genug für 1 Fahrer (Zusatzinformation!).
Die Bremswirkung ist gut und mit wenig Kraftaufwand voll aktivierbar, obwohl es nur das Prinzip mit Allradzuschaltung (also passive VA) ist. Diese Art nassen Vollscheiben (Lammellen) in der HA sind bewährt, allerdings weiß man nie, ob sie wirklich "lifetime" ausgeführt sind, oder ob nicht doch irgendwann eine OP ansteht...
Der Schlepper hat eine große Ackerschlepperreifungsschiene mit Hinten 20.8R38 und Vorne 16.9R28, die Implizit-Info, daß ab ´93 mit Breitreifen serienmäßig ausgeliefert wurde, scheint zu stimmen.
Die Maschine hat Mittelantrieb der VA samt Lamelle, aber die Sperre ist eine technisch billige Ausführung. Die Betonung der 100%-Wirkung wird immer wieder angeführt von Praktikern, allerdigns möchte ich betonen, daß deutsche Qualitätszulieferer bereits in den 70ern/80ern Selbstsperrdiffs geliefert haben, die eine ähnlich hohe Wirksamkeit aufweisen konnten! Speziell bei Kurvenfahrten sind herkömmlichen Diffsperren halt immer so eine Sache, sollte nicht vergessen werden - anders als bei einer Selbstsperre, die halt dann aufgeht...
Die Bedienung scheint hier mechanisch(?) zu sein, oder der Text schluckt die Info. Elektrohydr. Lamellensperren/gemeinsam würden zudem wesentlich wesentlich weicher schalten im Gegensatz zu den bruchanfälligen Klauen.
Das Getriebe ist ein herkömmliches 4Gang, das zwar durch eine Massierung von Gängen (3-Bereichsschaltung sowie kleine LS) sowie eine breite Nutzung (Motordehnung) alle Arbeitsgeschwindigkeiten bereithält, aber speziell beim schweren Transport mehr Kompromisse machen muß, als gut wäre(ihr wisst ja, frühes hochschalten usw. ...); der Trecker schafft auch keine 40 (sondern nur 37), wie hier bewiesen wurde - die Teststrecke der DLG in Groß-Umstadt ist in der Hinsicht ziemlich gut ausgerüstet mit ihrem Rundkurs...
Trockene Einfachkuppl.en auf einem LS-Getriebe (ohne wenigstens Turbomatik) sind eine pure Zumutung,a lso die kannst Du oft wechseln, das ist garantiert! Nur 2 LS-Pakete auf die Gangreichweite, das ist auch so "brauche ich dann wirklich eine LS oder reicht da im Prinzip eine synchronsisierte Schaltung?".
Der Motor repräsentiert das 93´er-Einheitsmodell von Fiat mit 5,8l, hier turbogeladen, allerdings scheinbar ohne LDA-Equippment. Ja, die Prospektwerte für das Aggregat leiden an der schweren ZW-Bremse wie üblich(...). Man sieht, daß die Leistungskurve spitz verläuft und die Maschine für max. Leistung ziemlich ausgefahren werden muß. Sowas drückt immer auf die Treibstoffbilanz. Ganz sparsam ist der hier sowiso nicht - ca. 230g/kWh im Bestpunkt an der Bremse sind kein Rekord, und auch der Verbrauch am Zugwagen bestätigt diesen Trend. Ein absoluter Säufer ist er aber nicht, also noch unter 30l absolut, wie die Stats ausweisen.
Der Drehmomentverlauf zeigt eine sehr zähe Struktur über einen weiten Drehzahlbereich (mit eher einer Hohlkehre über 1800/Min anstelle des wünschenswerten Buckels), das ist zugleich die Erklärung für die breite Gangnutzung im Geschwindigkeitsschema. Dadurch wird Elastizität hergestellt - zu Lasten der Spritzigkeit. Also der ist wohl eher ein gemächlicher (auch nicht schwacher) Haflinger als ein rassiges Altwürttemberger!
Die Mögl. Sprit zu sparen beim Gaswegnehmen ist in Zusammenarbeit mit der SparZW gut ausgeprägt, speziell das Minihoch in der spez. Kurve bei ausgerechnet 1600/Min zeugt aber wohl erneut von eher einfachem Motordesign ohne viel HighTech. Ein Viscolüfter in der Nachrüstung wäre eine gute Idee...
10 Stunden harte Krumen-Arbeit sind mit einer Tankfüllung nicht drin.
Die StandartZW sind unglücklich angebracht, also man sieht, daß die Geräte bei Höchstleistung systematisch überdreht werden müssen, besonders ausgeprägt bei 540er-Anbauzeugs - ich weiß WIKLICH nicht, was so Hersteller für Probleme haben, so eine einfache Zahnradübersetzungsgeschichte beherrscht doch jeder Maschinebaustudent im 1. Semester...
Wer da nicht aufpasst, kann bei seinem angetriebenen Anbaugerät u.u. einen Msaschinenschaden anrichten. Im anderen Fall fehlt dann halt die max. Motorleistung...
Geschwind die Maße: Ja, das ist ein Großer.

Fazit: Eher geeignet für Mischbetriebe mit dünnem Geldbeutel in der Außentechnik - der Schlepper kostet definitiv mehr in der langjährigen Betriebskostenstruktur, da lege ich mich fest! 7 Stunden bei dem Typ sind so egal, wie deine nächste Reparaturrechnung.
Für große Ackerbaubetriebe stimmt das Leistungsprofil nicht. Futterbaubetriebe bevorzugen womöglich eine leichtere Maschine, speziell wenn zusätzlich noch mit FKH/FZ...

Projektion: Der F 140 löste ´93 den 130 ab, also das ist stest einer aus der 2. Generation. Der F 100 hat den gleichen Motor als Sauger (max. 400NM). *au weiha*
Die erste Generation beim 100er besaß zudem nur eine kleinere Bohrung mit deutlich noch weniger Mucke.
Speziell in der Klasse, inder sich der F 100 bewegt, wäre m.A. nach ein 4Zyl.-Turbo die bessere Wahl gewesen...
Der Generationenunterschied ist auch in den anderen Kennfeldern des F 100 durchweg deutlich ausgeprägt.
Anscheinden ist die EHR bei der ganzen Serie(!) eine Mehrausrüstung gewesen, also Augen auf beim Gebrauchtkauf!
Mutmaßlich wurde auch eine Allradautomtik wie bei Fendt Mitte/Ende der 80er angeboten(?). Die Getriebeangaben im Konedata muten unrealistisch an, zumal wegen dem Diagramm im OECD-Test, wo ich den großen Doppel- und Verdreifachungsraum absolut nicht erkennen kann...allerdings sind italienische Hersteller bekannt für ihre vielen Getriebeoptionen (das ist zum Gutteil auch ein recht bergiges Land!).

Zusatzinfo:
Der alte Fiat-Chef Giovanni Agnelli war außer ein pompöser Lebemann auch noch ein überzeugter Kommunist. In den 70ern hat ihn die UdSSR überzeugt, in einer Retortenstadt in Mütterchen Rusch namens `Togliatti´ ein Automobilwerk moderner Prägung hochzuziehen. Ziel war die Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit preiswerten PKW. Dazu wurde das Fiat-Modell 124 aus dem 60ern(!) dort als Lada 2107 über 40 Jahre lang produziert, bevor die Fertigung übrigens erst kürzlich auf eine neues Modell (Lada Granta, der im Herbst in D. auf den Markt kommen soll) umgestellt. Jedenfalls wurden Fiat im Gegenzug - ich glaube es waren - 50 Mio. Tonnen Stahl versprochen und auch geliefert. Nur war das natürlich nicht der berühmte sovjetische Panzer- und Waffenstahl der Güteklasse A1, sondern minderwertige B-Ware "für diese kapitalitischen Klassenfeinde". Das ist auch der Grund, warum Fiat über lange Zeit Qualitätsprobleme (Rost) auszusitzen hatte. In den späten 80ern/90ern war das aber erledigt - Fiat ist ja eine ganz große Nr. in bella italia, also da sind 4 von 5 Autos halt Fiats, 50 Mio. Tonnen Stahl haben die mal locker rausgehauen...
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Re: Fiatagri Winner F100

Beitragvon elchtestversagt » Di Mai 15, 2012 17:55

Naja; ganz so negativ waren die Fiats auch nicht.
Ich kannte einige; und hab auch einige gefahren.
Zum Thema Gewicht: Fast alle Schlepper waren zu dem Zeitpunkt noch mit 7,5 to zGGw angegeben; weil halt nicht jeder Landwirt Klasse 2 hatte; T gabs noch nicht; und hatte man bei jedem Schlepper bis 150 PS einen FL dran; war das zGGw auch schon überschritten.
Zum Ölhaushalt; die ich gefahren hatte; hatten alle einen Zusatzöltank; ich dachte der währe Serie.
Zur Kabine: Ich kannte zu der Zeit keinen Schlepper; in dem mehr Personen hätten Platz gehabt wie in dem Fiat; der Aufbau war wie seinerzeit die Case-IH Hütte; nur etwas breiter und etwas länger; gut; man musste sich als Beifahrer hinter den Fahrersitz schlängeln; konnte dann aber getrost seine Mauken weit ausstrecken.
Die EHR war immer schon Wunsch; aber weniger Ärger hatte man eindeutig mit der MHR und Lift-o-matik.
Motortechnisch war der F 100 ( der serienmässige Sauger) schon nicht schlecht; und mit heutiger Aufrüsttechnik ( ordentlicher Turbo von z.b. Scandisc) up to date; ich kann mich noch an 4 zylinder Turbo in anderen Marken erinnern; die haben bei der gleichen Leistung gesoffen wie Wickinger auf Landgang.

Natürlich war der Fiat im Vergleich zu anderen preislich in einer anderen Liga; und wenn man mit seinen Macken leben kann ( konnte); dann war er nicht schlechter oder besser wie andere.
Entweder man hasst ihn oder man mochte ihn.
Man muss auch die Zeit vergleichen; in der er entwickelt wurde; man muss ihn mit den Ford Serie 10/3 vergleichen; oder den IH 55/44; oder den Deutz Agrostar; oder den "tollen" Fendt 3er oder JD 50er.
Entweder gab es Turbokupplung; oder zweifach LS; nichts mehr; drei ZW Geschwindigkeiten hatte auch nicht jeder.
Zudem; mit 580er Reifen und 3000 U/min läuft die Kiste 50 km/h.

Also; wenn der aus der zweiten Serie ist; MHR hat; und beim Motor nichts schwitzt ( ein Fiat sollte immer trcoken sein; und ist es idr. auch; ansonsten Finger weg; anders bei Ford; ein Ford der nicht schwitzt und leckt hält nicht lange..) ist das eine gute Wahl für 14000 Kröten; dann kann man getrost nochmal 3-4000 ins Getriebe investieren ( wenn nicht schon was gemacht) und man hat lange Freude; mit MM EHR währe es nicht mein Fall...
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