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Fichten entasten - Laie

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Fichten entasten - Laie

Beitragvon snatch » Di Okt 19, 2010 11:47

Hallo,

Habe ungefähr 0,5ha so 20,30 jährige Fichten mit ca. 20m Höhe.
Damit daraus schöne Blochs werden, möchte ich sie nun beginnen zu entasten - soweit ich weiß die dürren Äste auf 2/3 des Stammes entfernen.

Gibts da nen Fachbegriff in dem ich was dazu finde im Forum ?
Denn unter "entasten" bzw. "fichten entasten" kommt sehr viel gg

Danke Lg Lukas
Mfg
Der "Halblaie" - verrückt nach Wald ... etwa 50 RM / Jahr
snatch
 
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon Markus K. » Di Okt 19, 2010 11:56

Servus Snatch,

versuchs mal hier!

gruß,
Markus
Gruß Markus

ein Schlepper kann nicht rot genug sein!
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon lucky1010 » Di Okt 19, 2010 13:19

Auf Empfehlung unseres Revierförsters führen wir in unserem Nadelwald nur noch bei Douglasien eine Wertastung durch. Als Nachweis wird die Wertastung in unserem Einrichtungswerk dokumentiert.
Wertastung bei Fichten ist lt. unseres Revierförsters nicht notwendig, da Fichten im Gegensatz zu Douglasien die dürren Äste frühzeitig abwerfen und eine Verwallung automatisch erfolgt. Bei Fichtenbeständen mit Neigung zu Rotfäule kann eine Wertastung negative Folgen mit sich ziehen. Rotfäule ist eine Pilzerkrankung; durch die Astung können Sporen in die geschaffenen Wundstellen eindringen.
lg

Rechtschreibfehler sind Absicht; die bekümmert der Oberlehrer
lucky1010
 
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon cobali » Di Okt 19, 2010 13:41

Atung an Fichte wird nie in Geld entlohnt...denn Fichte ist Massenware.
Falls du dennoch asten willst bedenke, dass durch unsachgemäße Astung Schwachstellen im Baum auftreten Pilze etc. eindringen können. Wenn du astest, dann nicht zu viele (max. 100-150/ha)

Douglasienastung lohnt sich, weil da ein erhöhter Preis bezahlt wird. Wenn du Fichte astest, dann gezielt auf die stärksten losgehen. Je nach Stärke der Astung kannst du bis auf 8m (10) asten
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon Pauer » Mi Okt 20, 2010 8:22

Darf man die Mantelbäume (sprich: die Bäume die am Waldrand stehen) eigentlich auch wertasten?

Oder ist es besser, dort die Äste nicht abzusägen, da diese - so denke ich - vor starken Windböen schützen.
Pauer
 
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon beda22 » Mi Okt 20, 2010 10:45

Pauer hat geschrieben:Darf man die Mantelbäume (sprich: die Bäume die am Waldrand stehen) eigentlich auch wertasten?


Das würde mich auch brennend interessieren.
da Beda
Schöne Grüße
da Beda
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon WaldbauerSchosi » Mi Okt 20, 2010 12:36

Pauer hat geschrieben:Darf man die Mantelbäume (sprich: die Bäume die am Waldrand stehen) eigentlich auch wertasten?

Oder ist es besser, dort die Äste nicht abzusägen, da diese - so denke ich - vor starken Windböen schützen.


Interessante Frage:

die Haben ja meist einseitg gewachsene und oft Armdicke Äste. :klug:
WaldbauerSchosi
 
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon MF-133 » Fr Okt 22, 2010 16:24

Die Traufbäume sollen nicht entastet werden. Die kriegen sonst den Sonnenbrand. MFG
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon beda22 » So Okt 24, 2010 19:40

MF-133 hat geschrieben:Die Traufbäume sollen nicht entastet werden. Die kriegen sonst den Sonnenbrand. MFG


Was heißt Sonnenbrand bei einem Baum?

da Beda
Schöne Grüße
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon Kormoran2 » Mo Okt 25, 2010 0:00

Gemäß den Empfehlungen der alten preußischen Forstmeister haben wir streng darauf geachtet, daß die Waldränder nicht geöffnet wurden um dem Wind kein Eindringen in den Bestand zu erlauben.
Dieser so geschützte Hochwald ist nun aufgrund Kyrill Vergangenheit. Die Waldränder haben den Wind nicht abhalten können. In den restlichen Beständen wird nun die jeweilige Front durch einzelne Hiebe aufgelockert (soweit die Bäume nicht dafür schon zu alt sind), damit dem Wind nicht eine einzige Front entgegensteht, die umfällt wie eine Pappwand im Wind. Ob dieses Rezept nun taugt wissen wir vielleicht wieder in 100 Jahren.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon cobali » Mo Okt 25, 2010 7:37

Das diese Bäume umgefallen sind liegt aber nicht daran das sie eine "Wand" waren, sondern wahrscheinlich in erster Linie daran das es zu nahezu sicher 100 % Fichte war in einem geleichaltrigen und gleichstrukturierten Bestand.
Der Trauf ist eine von vielen Dingen die ein Bestand haben sollte, um gegen Stürme etas sicherer zu sein. Entscheidender ist neben der Baumartenmischung auch die Struktur des Bestandes, d. h. das alle Schichten vertreten sind. Es wichtig das immer auf dem Boden etwas Naturverjüngung da ist, das die Bodengare in Gang ist, um so Sturmwurf besser zu kompensieren.

Zum Thema Asten der Traufbäume.....nicht machen. Zum einen sind sie ein Baustein der Stabilität des bestandes und zum anderen haben sie meist eh Reaktionsholz, was Wertmindernd ist. Das Ziel Wertholz zu produzieren ist an diesen Bäumen hinfällig, sofern es dieses an Fichte nicht eh ist.
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon Waldmichel » Mo Okt 25, 2010 9:58

@Kormoran2,

da würde ich aber mal gegen deine Aussage wetten wollen. Ich bin sicher dass du nicht 100 Jahre warten mußt um zu erfahren ob die geänderte Waldfront dem nächsten starken Sturm standhält. Wünschen würde ich es natürlich uns allen, allerdings befürchte ich dass wir schon in den nächsten 10-15 Jahren eine Antwort (sprich den nächsten großen Sturm) haben werden...

Gruß Mathias
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon Kormoran2 » Mo Okt 25, 2010 18:16

Waldmichel, ich befürchte, daß wir noch nicht mal wetten bräuchten, ich hätte sowieso schon verloren.
Man muß sich darüber im Klaren sein, daß jegliche Strategie bezüglich Windfestigkeit eines Waldrandes hinfällig ist, wenn ein Sturm mit 140 km/h drübergeht. Da wird alles plattgemacht, auch starke Buchen und Eichen legen sich hektarweise flach.
Trotzdem kann ich mir vorstellen, daß ein Waldrand, der bereits im jungen Alter aufgelockert wurde, dem Sturm prinzipiell besser standhält. Auch die Bäume in 2. und 3. Reihe sind dann schon einigen Wind gewohnt. Behält man aber eine geschlossene Waldfront, so sind die in der 2. und 3. Reihe verweichlichte Hätschelkinder und fallen beim geringesten Puster um.
Ganz interessant war hier bei uns bei Kyrill ein Waldrand der in West-Ost-Richtung verläuft. Der Sturm kam von Westen und hat den gesamten Bestand flachgelegt - nur die Randbäume blieben stehen. Sie hätten bei einem Südwind Schutz geboten. So aber hat der Westwind die Weichlinge dahinter dahingerafft.
Ein Auflockern der alten Waldränder mit Bäumen von 100 und mehr Jahren bringt natürlich gar nichts mehr, weil diese Bäume in der 2. und 3. Reihe nicht mehr in der Lage sind, neue Wurzeln und mehr Kronen zu bildet. Das Wachstum ist beendet.

edit: @ cobali: Du hast zu 100 % Recht. Es handelte sich um reine Fichten-Monokultur im Alter von 80-100 Jahren, absolut zu wenig durchforstet. Ich "bedanke" mich dafür bei den alten preußischen Forstleuten. :evil:
Zuletzt geändert von Kormoran2 am Mo Okt 25, 2010 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon MF-133 » Mo Okt 25, 2010 18:19

Hallo, hier gibts Infos wg Sonnenbrand:
http://www.forst.tu-muenchen.de/EXT/LST ... brand.html
MFG
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Re: Fichten entasten - Laie

Beitragvon gla pfarrer » Di Nov 09, 2010 20:52

Hallo,

die Randbäume sollten auf 2 oder 2.5 geastet werden damit der Wind auch ein Stück unten durch wehen kann und nicht alles oben drüber weht, sonst fallen die Bäume dahinter noch leichter um.
Wie kommt das "Rasen nicht betreten" Schild auf den Rasen
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