Nein! Bockkäferholz geht im Allgemeinen nur noch ins F/K bzw. Brennholz. Der Bock geht auch erst in völlig totes Holz. Demnächst kommt ja auch der Splintkäfer ( Lineatus) wieder ins Spiel, bei dessen Befall das Holz schon in D abgewertet wird. Aber für genauere Ausführungen um die Insekten haben wir ja einen Spezialisten hier im Forum.
Leider steht bei deinem Foto kein Größenvergleich zur Verfügung, also Zollstock oder einfach dein Finger.
Der Lineatus bohrt Löcher von etwa 1-2 mm. Der Bock bohrt Löcher von etwa 6-8 mm. Sieht fast schon aus wie ein Einschuss. Ist immer kreisrund und nie schräg eingebohrt wie auf deinem Foto.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
Die erste Frage hat ja @langholzbauer schon beantwortet. Dazu noch ein Hinweis in D. gibt es die "Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel" (RVR), diese gilt, wenn nichts anderes mit dem Holzkäufer abgesprochen wurde, in der 3. aktualisierten Auflage seit 2020. In Ö. gelten die Holzhandelsusancen, dazu gibt es sogar eine App bei Google-Play für 9,99 €. Zur zweiten Frage, es wird wohl nicht der Fichtenbock sein, sondern der Schneider- oder Schusterbock ( Monochamus sator oder M. sutor), so wenig wie sie sich im Namen unterscheiden, trifft es auch auf das Fraßbild zu. Beide fressen sich nicht radial zur Stammachse in das Holz, sondern etwas schräg. Daher erscheint ein ovales Eingangsloch, das Ausflugloch wird jedoch radial zur Stammachse angelegt und ist daher kreisrund. So wie ich das sehe, sind die Larven bzw. Puppen noch im Holz. Es werden nicht nur liegende, sondern auch geschwächte, stehende Bäume besiedelt. Bilder hab ich leider nicht zur Verfügung, da es bei mir in der näheren Umgebung kaum, wenn überhaupt noch, Fichten gibt. Gruß Yogi
Also bei meinem Sägewerk wird das Schnittholz für den Bau in eine Salzlösung getaucht, die gegen Schimmel und Parasitenbefall (also auch Käfer) schützen soll. Der Säger meinte damals, das die Salzlösung auch in die Gänge reinläuft und falls was vorhanden wäre, dieses "eleminiert". Ist erstmal gut zu wissen, aber zu 100% drauf verlassen möcht ich mich nicht. Wird in den Gängen (je nachdem wie tief und verwinkelt der Gang sein mag) auch Stellen geben, wo die Lauge nicht (tief genug) reingeht, weil gedreht werden die Balken nicht, nur in einen Tank reingetaucht.
@harly, soweit ich weiß fressen die Larven zur Entwicklung erst einmal im noch grünen Bast von geschwächten oder liegenden, auch frisch gefällten Stämmen. Die Verpuppung findet dann im Splintholz statt und die Käfer (Images) verlassen dann im Frühjahr den Stamm. Da die Bastschicht (Phloem) in der Regel bei diesem Stamm nun nicht mehr "lebt" suchen sich diese Käfer dann andere "frische" Bäume zur Eiablage aus. Da gibt es dann andere Insekten, die ihn besiedeln werden/können. Kopier dir doch einfach die Termini aus meinen Beiträgen heraus, gib sie in eine Suchmaschine ein und du wirst viele Erklärungen bekommen. @Prophet, diese Lösung wird wohl schon vorhandene Parasiten abtöten und Nachfolger sich gar nicht entwickeln lassen, aber die Fraßgänge werden dadurch nicht "geheilt". Gruß Yogi