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Frage zu Oldtimeröl/Farbton

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Frage zu Oldtimeröl/Farbton

Beitragvon assrein » Do Feb 07, 2008 21:10

Hallo!
Habe unter anderem einen alten Normag NG 22. Und habe dazu mal 2 Fragen:

1. Welcher Farbton (evtl. RAL) könnte orig. sein

1. In der Betriebsanleitung ist angegeben, dass unlegierte Einbereichsöl SAE 30 verwendet werden soll!

Welche Nachteile ergeben sich, wenn ich handelsübliches 15W40 einfülle?
assrein
 
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Re: Frage zu Oldtimeröl/Farbton

Beitragvon IHC of Doncaster » Do Feb 07, 2008 21:35

assrein hat geschrieben:Hallo!

Welche Nachteile ergeben sich, wenn ich handelsübliches 15W40 einfülle?


15W40 ist dünner wie SAE30 (es ist SAE15).
Ein Nachteil ist es, das dann warscheinlich hinten und vorn lecken anfängt und die Suppe rauskommt.
Ein weiterer ist, dass die Ölpumpe sicher betagt ist und dickes Öl besser fördern kann (bei dünnem sinkt der Öldruck).
Ein Vorteil ist sicher der bessere Kaltstart im Winter - ist aber nicht den Nachteilen überzubewerten.
Ich weiß jez nicht, ob es Motoröl so dick gibt, aber das wäre dann z.B. 30W40. Normal müsste es im Falle des Falles Getriebeöl SAE80W90 (das entspricht ungefähr dem SAE30 Motoröl, (da verschiedene SAE-Einheit)) auch tun. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob nicht schadende Zusatzstoffe drin sind.
Auf jeden Fall kein Teil- oder Voll-Synthetisches Öl verwenden - das schadet wirklich!

MFG
Stefan
IHC of Doncaster
 
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Re: Frage zu Oldtimeröl/Farbton

Beitragvon Ölhand » Fr Feb 08, 2008 0:03

IHC of Doncaster hat geschrieben:
assrein hat geschrieben:Hallo!

Welche Nachteile ergeben sich, wenn ich handelsübliches 15W40 einfülle?


15W40 ist dünner wie SAE30 (es ist SAE15).
Ein Nachteil ist es, das dann warscheinlich hinten und vorn lecken anfängt und die Suppe rauskommt.
Ein weiterer ist, dass die Ölpumpe sicher betagt ist und dickes Öl besser fördern kann (bei dünnem sinkt der Öldruck).
Ein Vorteil ist sicher der bessere Kaltstart im Winter - ist aber nicht den Nachteilen überzubewerten.
Ich weiß jez nicht, ob es Motoröl so dick gibt, aber das wäre dann z.B. 30W40. Normal müsste es im Falle des Falles Getriebeöl SAE80W90 (das entspricht ungefähr dem SAE30 Motoröl, (da verschiedene SAE-Einheit)) auch tun. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob nicht schadende Zusatzstoffe drin sind.
Auf jeden Fall kein Teil- oder Voll-Synthetisches Öl verwenden - das schadet wirklich!

MFG
Stefan


Hallo,
sorry wenn ich nun etwas komisch werde, aber was du schreibst ist absoluter Quatsch.
Ein SAE 15W40 ist in beim Kaltstart dünnflüssiger als ein SAE 30, das ist richtig, aber das ist auch wesentlich besser, da das dünnflüssige Öl auch wesentlich schneller zu den Schmierstellen gefördert wird. Bei Betriebstemperatur ist es sogar etwas dickflüssiger als ein SAE 30 und somit tragfähiger, also besser.
Zum undicht werden, wenn ein Motor nach einem Ölwechsel undicht wird so liegt das in der Regel an der reinigenden Wirkung des Öles. Der alte Ölschlamm wird gelöst und Dichtungen die nicht mehr in Ordnung sind werden nun mehr oder weniger stark undicht. Das ist dann aber das Problem dass ein versteckter Mangel durch das Öl erst auftritt und nicht ein Defekt durch das Öl hervorgerufen wird.
Zur Ölpumpe, ich habe ja weiter oben schon geschrieben dass bei Betriebstemperatur das SAE 15W40 dickflüssiger ist als ein SAE 30 und somit einen besseren Öldruck bringt.
Und was die alternative verwendung von Getriebeöl angeht so kann ich nur jedem davon abraten so etwas zu versuchen. Motor und Getriebeöle unterscheiden sich in ihren Additiven gewaltig und würden unweigerlich zu Motorschäden führen. Einmal die unterschiedliche Viskosität führt gerade beim Kaltstart zu erheblichen Problemen, da es mitunter sehr lange dauern kann bis alle Schmierstellen mit Öl versorgt werden und weiterhin kann es passieren dass der Öldruck zu hoch wird. Schäden an der Pumpe und oder Filter sind gut möglich. Weiterhin kann es durch die unterschiedliche Additivierung der Öle leicht zu Motorschäden kommen. Ein Getriebeöl hat andere Forderungen zu erfüllen als ein Motoröl.
Diese sogenannten Oldtimeröle wie sie oft angeboten werden sind meist nichts weiter als Geldschneiderei und so überflüssig wie ein Pickel.
Gruß, Achim
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Beitragvon TomDeeh » Fr Feb 08, 2008 7:24

Hi ,

das Problem mit modernen Ölen ist nicht die Mehrbereichseigenschaft , sondern die Legiertheit. Unlegiete Ölen haben keine Additive zugesetzt um Schmutzpartikel in der Schwebe zu halten , sonden dort setzt sich Schmutz an bestimmten Stellen im Motor ab , die man regelmässig säubern muss.Nimmt man nun ein heutiges legiertes Öl , so bleiben die Schmutzteilchen in Öl , setzen sich also nicht ab und wirken wie Schmiergelpapier auf die Lagerstellen.Solche Schlepper , haben auch meist keinen Filter - sind schließlich aber auch schon ca70 Jahre und älter.

Nimm also spezielles UNLEGIERTES Oldtimeröl wie es zB von Castrol vertrieben wird oder frag einen Mineralölhersteller welche Öle unlegiert sind.Beim Landhandel/Händler usw wird man nicht wissen was "unlegiert" bedeutet.

Gruß TomD
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Beitragvon GT250 » Fr Feb 08, 2008 7:52

Hallo,

TomD und Achim erhalten meine Zustimmung.

Die heutigen Öle sind stark additiviert und diese Zusätze bewirken u.a. ein Wasch-Reinigungswirkung und eine hohes Schmutztragevermögen des Öls.

Dies ist erwünscht um Ablagerungen zu verhindern und Schmutzpartikel in der Schwebe zu halten und dem Ölfilter zuzuführen, wo sie ausgefiltert/zurückgehalten werden.

Wenn nun ein betagter Motor ohne Öl(fein)filter ein "modernes" Motorenöl eingefüllt bekommt, wird der durchgereinigt und die Schmutzpartikel im Öl nicht ausgefiltert, sondern laufend durch den Motor gepumpt und somit tritt natürlich (starker) Verschleiß an den Gleitlagerstellen auf.

Ferner erfolgen auch Undichtheit nach außen, da die Dichtungen und Wellendichtringe von Ablagerungen, welche die Dichtfunktion erhöhen, freigewaschen werden und dann eben nicht mehr wie früher abdichten.

Bei einem solchen Motor ohne Öl(fein)filter ist dann unlegiertes "Oldtimer"öl sicher besser geeignet, wobei m.E. ein Mehrbereichsöl gegenüber dem Einbereichsöl sicher Vorteile bietet.

Auf jeden Fall kein spezielles Getriebeöl SAE30 dort einfüllen, das wird den Motor ruinieren, weil es einfach hierfür nicht geeignet ist.

Grüße GT-Fahrer
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Beitragvon Ölhand » Fr Feb 08, 2008 8:02

Die alten Motoren ohne Ölfilter haben dann in der Regel keine Druckumlaufschmierung sondern noch die alte Tauchschmierung. Ich bin mir aber fast sicher dass der Normag schon eine hat und dann mit Sicherhiet auch einen Ölfilter. Und genau dann sind Ablagerungen eher unerwünscht. Diese Oldtimeröle sind also wirklich nur für die Motoren ohne Filter sinnvoll, aber das ist eben heutzutage sehr selten der Fall.
Gruß, Achim
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Beitragvon assrein » Fr Feb 08, 2008 8:42

Der Normag ist von 1939 und hat keinen Ölfilter. Lediglich ein Sieb vor der Ölpumpe.
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Beitragvon Ölhand » Fr Feb 08, 2008 8:54

Hallo,
auch keinen Spaltfilter?
Gruß, Achim
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Beitragvon assrein » Fr Feb 08, 2008 17:36

nein, lediglich das sehr feine Drahtsieb vor der Ölpumpe, welches ca. 1cm über dem Ölwannenboden dass Öl ansaugt.
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Beitragvon Ölhand » Fr Feb 08, 2008 19:13

Hallo,
könntest du denn bitte mal einige Detailphotos einstellen? Der Motor würde mich echt sehr interessieren. Er ist ja auch nicht so ganz lange gebaut worden. Auch würde mich mal interessieren ob der eine Zahnradpumpe oder Kolbenpumpe verbaut hat. Hat er Gleitlager oder Kugel/Rollenlager, 2 oder 4 Taktdiesel, Zylinderzahl, usw.
Gruß, Achim
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Beitragvon assrein » Mo Feb 11, 2008 16:38

Hallo,
mit Fotos siehts schlecht aus!
Aber hier noch ein paar Infos:
Es handelt sich um einen 2-Zylinder 2-Takt Motor von MWM Typ KD
eingebaut in den Normag NG22 und den MIAG LD20.
Pleuellager- Gleitlager
Kurbelwelle-Rollenlager
Ölpumpe-Kolbenpumpe
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Beitragvon deutz450 » Di Feb 12, 2008 17:23

Ich würde bei diesem Motor tatsächlich ein unlegiertes SAE 30 einfüllen, z.B. das hier:
http://www.castrol.com/castrol/productd ... Id=7027198

Es gibt auch mildlegierte Öle für Motoren mit Ölfilter, z.B. das hier:
http://www.castrol.com/castrol/productd ... Id=7027197
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Beitragvon John-Deerefreak » Di Feb 12, 2008 19:26

also ich kann dir nur empfehlen mach das unlegierte drauf!!! sonst haut der das so wieder raus hatten wir bei unserm 2416er lanz auch 15 w 40 drauf und das ding sift dich ein wie sau jedes mal nachn fahren schwarze punkte im gesicht und auf der haube

mfg andre
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