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Frage zum Feuerverzinken

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Frage zum Feuerverzinken

Beitragvon HL1937 » Sa Mär 15, 2008 16:50

Hallo, kann man an einem bereits feuerverzinkten Teil um etwas nachzuschweißen den Zink abschleifen, schweißen und dann neu feuerverzinken?? Oder geht das nur einmal? Was passiert dann an den bereits verzinkten Stellen wo dann 2x verzinkt wird?
Weiß das jemand??
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Beitragvon Harzbauer » Sa Mär 15, 2008 18:03

Hallo!
Du kannst an verzinkten Teilen schweißen und diese dann wieder verzinken lassen. Ich hab das schon mal bei Zaunelementen machen lassen. Vor dem zweiten verzinken müssen die Teile wieder entzinkt werden. Wie das funktioniert weiß ich nicht. Das entzinken kostet fast so viel wie das verzinken wenn ich mich recht erinnere. Frag doch mal bei einer verzinkerei nach. Wenn es nur kleine Schweißstellen sind, kannst Du die auch mit Aluspray oder noch besser Zinkstaubfarbe vor Rost schützen. Zinkspray gibt es auch, ist aber nicht so haltbar.
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Beitragvon fun_jump » Sa Mär 15, 2008 18:14

Hi Leute,

da wir grad so ein schönes Thema übers Verzinken haben. Wie wird das Verzinken verrechnet? Nach Gewicht oder Größe? Und was kostet es in etwa? Muss man vor dem Feuerverzinken den alten Lack abtragen?

Gruss Jens
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Beitragvon kalumet » Sa Mär 15, 2008 19:15

Hallo,
Abmessungen spielen keine Rolle, geht nur nach Gewicht, kg kostet etwa 1 € + MWST.
Lack muß vollständig entfernt werden.

Ich würde verzinkte Teile nicht nochmal verzinken lassen, wenn etwas nachgeschweißt werden muß. Nimm eine Stahlelektrode, diese Naht rostet auch nicht.
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Beitragvon Same Argon » Sa Mär 15, 2008 19:20

Hallo zusammen,


das Feuerverzinken geht meist nach Kg, aber gewogen wird nach dem verzinken, also mit der Feuerverzinkung!!Kosten ca. 1,30€/kg. Für größere Teile kommt dann noch ein Sperrigkeitszuschlag dazu wenn das dritte Maß über 500mm ist. Also bei Konstruktionen dieses beachten, kannst paar Euro sparen.
Wenn verzinktes erneut verzinkt werden soll muß die alte Zinkschicht erst mal wieder runter und das ist nicht ganz billig. Verschlossene Holkörper wie z.B. ein Rohr wo beide Stirnseiten zu sind muß ein Belüftung und Entlüftungsbohrung gesetzt werden damit der Zink auch innen rein kommt und die Luft raus kann. Ohne Löcher gibt es innen keinen Schutz was vieleicht nicht mal so schlimm wäre, aber das Rohr würde es zerreißen wenn es ins heiße Bad kommt. Also besser Bohrungen selber machen, sonst tut die Verzinkerei Bohren und zwar wo die gerade wollen und berechnet wirde es auch noch.


Gruß Same A.
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Beitragvon Same Argon » Sa Mär 15, 2008 19:37

@ Kalumet


Was ist eine Stahlelektrode?



Gruß Same A.
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Beitragvon kalumet » Sa Mär 15, 2008 20:08

Eine Stahlelektrode sieht genauso aus - bis auf die Farbe der Umhüllung - wie alle anderen Stabelektroden auch.
Außerdem ist die Zusammensetzung des Schweißdrahtes anders, ich glaub Chrom, Nickel und Molybdän und niedriger Kohlenstoffgehalt. Und dann sind die noch doppelt so teuer wie normale Elektroden. Dürfte aber keine Rolle spielen, wenn es bei Dir nur um eine Reparaturschweissung geht.

Gruß
Hans
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Beitragvon Same Argon » Sa Mär 15, 2008 21:39

Hallo Hans,


ich glaub du meinst Elektroden zum V2A schweißen. Da hast du recht das die Schweißnaht anschließend nicht rostet, allerdings wird dir links und rechts von der Schweißnaht der Zink auch verbrennen beim schweißen und da rostet es dann auch!!
Wenn Reparaturschweißungen an verzinkten Teile durchgeführt werden muß zuerst an der Schweißstelle den Zink runter schleifen, dann verschweißen und am besten anschließend mit Zinkstaubfarbe wieder einsprühen. Zinkstaubfarbe ist normal etwas matt wenn sie trocken ist, es gibt aber auch welche die glänzend ist, sieht besser aus wenn die Teile frisch verzinkt sind.


Gruß Same A.
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Beitragvon HL1937 » Sa Mär 15, 2008 21:57

Ich möchte am neuen Gülleverteilerrohr eine größere Lasche für die Befestigung meines eigenkonstruierten Prallblechs anschweißen. Drum die Frage ob man nachverzinken kann. Ich glaub dann laß ich mal die Lasche so wie sie ist, und sollte sie mal wirklich einreißen, dann schweiß ich halt nach. Einige Jahre wird es schon halten.
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Beitragvon IHC of Doncaster » Sa Mär 15, 2008 23:10

Also ich kenn keine Schweißelektroden (außer Nickel-Elektroden), die nicht aus Stahl sind. Auch stinknormale sind aus Stahl. Es gibt natürlich welche aus nichtrostendem Stahl (legierte Elektrode). Die Umhüllung sieht meistens jedoch völlig gleich aus... (z.B. Böhler FOX SAS-2A)
Um verzinkte Sachen zu schweißen ist das ungeeignet - Wie bereits erwähnt, es rostet daneben.

MFG
Stefan
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Beitragvon Same Argon » So Mär 16, 2008 9:41

Hallo HL1937,

bedenke, wenn du außen an einem verzinkten Rohr was schweißen willst verbrennt innen die Zinkschicht dann auch!! Also ist es innen auch Schutzlos, vor allem bei Gülle, die ist sehr aggresiv, vorallem wenn sie bischen unter die Zinkschicht kommt ( Kapilarwirkung ) und dann von Einsatz zu Einsatz Zeit hat vor sich hin zu rosten.

Wenn ihr hier was zusammen bastelt, kauft euch die Teile blank, zusammenschweißen, ausprobieren, gegebenenfalls korrigieren und wenn alles dran ist verzinken lassen.


Gruß Same A.
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Re: Frage zum Feuerverzinken

Beitragvon oldimerwilli » Fr Feb 16, 2018 10:53

Habe heute einige Beiträge zum Feuerverzinken, bzw. nachverzinken gefunden. Möchte mich zu diesem Thema auch mal äußern, da ja viele leute mal an verzinkten teilen mal etwas Schweißen, was anschließend unschön aussieht.
Es gibt einige Methoden um solche Stellen zu verschönern, aber nicht alles ist dann anschließend auch wie der Fachmann sagt DIN gerecht.
Von Rei Color gibt es da LZ 09 und LZ 50, das letztere ist DIN gerecht, jedoch für den Kleinanwender nicht sinnvoll, da es schnell eintrocknet, nach dem ersten öffnen der Büchse.
In meinem ersten Leben war ich Metallbauer und oft ist es auf Baustellen vorgekommen, das wer auch immer, nicht die erforderliche Sorgfalt hat bei den Vorarbeiten hat walten lassen, der Metallbauer sollte und musste anpassen, wenn er sein Geld haben wollte.
Wir haben uns aus einer speziellen Legierung Zinkstangen fertigen lassen, die ähnlich wie Zinnstangen zum Weichlöten aussehen. Damit haben wir nach dem Ändern/ Schweißen der Bauteile diese in dem Bereich der Beschädigung der Verzinkung metallisch blank bearbeitet.
Dann wurde das Bauteil an dieser Stelle mit der weichen Schweißflamme soweit erwärmt, das man das Zink von der Stange aufreiben konnte.
Mit einer Messing Drahtbürste konnte man die Fläche dann auch noch schön blank bürsten, was jedoch nicht unbedingt erforderlich ist, nur für Schönheitsfanatiker. Die Haltbarkeit ist an dieser Stelle dann genau wie nach dem Feuerverzinken. Mit einer Stange kann ich ertwa 1 m² nachverzinken.
Sollte jemand an dieser Art des Nachverzinkens Interesse haben, kann er sich per Mail melden.
Wir wollen den Standort wechseln und da muß man sich von einigen liebgewordenen Dingen trennen und zum entsorgen viel zu schade, da ich annehme, es gibt in unserem Land auch noch ein paar Jäger und Sammler, wie ich es auch war.
wbaumann@gmx.de
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Re: Frage zum Feuerverzinken

Beitragvon langer711 » Fr Feb 16, 2018 14:23

Ich hab da mal ne Frage zu diesem Anbohren von Hohlräumen.
Immer wieder hört man, das muss gemacht werden, damit das Rohr nicht platzt.

Genau das kann ich nicht glauben!
Da ist doch nur Luft drin, wieviel Bar soll denn die Luft bringen, bis das Rohr platzt ?
Wenn da etwas Wasser drin steht, keine Frage!
Theoretisch wäre doch ein rundrum dicht verschweißter Hohlraum demnach kein Problem,
wenn es da drin trocken ist.

nun weiter...
Ich hab -mal angenommen- einen solchen Hohlraum nur auf einer Seite "oben" gebohrt.
Nun läuft mir das flüssig Zink-Material in diesen Hohlraum hinein.
Das Bauteil wird ausgehoben, dann kann das Zinkmaterial nicht ablaufen.
Dieses Material wird dann im Hohlraum erstarren und kostet mich bares Geld, bringt aber nix!
Dazu kommt es beim Eintauchen zum Blubbern, auch nicht schön und wohl sehr gefährlich.

Weil wir aber nie astrein sagen können, das die Nähte um den Hohlraum dicht sind, schaffen wir kontrollierte Bohrungen zum Fluten und als Ablauf.

Sehe ich das richtig ?

Der Lange
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Re: Frage zum Feuerverzinken

Beitragvon Marian » Fr Feb 16, 2018 14:41

Moin.

Platzen[quote][/quote] ist bei einem Rohr in der Regel nicht die Gefahr, die Gefahr sind ausgasung durch Hitzeausdehnung der eingeschlossenen Luft und blubbern und spritzen vom heißen Zink in dem Fall.
Zum platzen kann es je nach Rohrdurchmesser bzw Volumen aber sehr wohl kommen. Die eingeschlossene Luft enthält Feuchtigkeit und dehnt sich Infolgedessen enorm aus, da kann man sich leicht täuschen.
Seit 20 Jahren Moderator beim Landtreff :prost:
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Re: Frage zum Feuerverzinken

Beitragvon Fuchse » Fr Feb 16, 2018 15:10

@Langer,

die Bohrungen sind natürlich richtig zu positionieren und das Bauteil muss in der korrekten Position an das Gehänge.

Man will ja die Hohlprofile auch innen verzinkt haben.
:klug:
Gruß Robert
https://www.landluft.bio/de/
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