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Frage zur Starterbatterie

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Frage zur Starterbatterie

Beitragvon a2plusb2 » Di Nov 20, 2012 21:51

Hallo, mein A3.152 springt immer erstklassig an. Nach vielen Jahren ist die Batterie mit 88 Ah am Ende. Die neue ist nicht so lang, damit sie besser rein paßt und hat daher nur noch 70 oder 75 Ah, das habe ich vergessen. Hausmarke aus dem Autodiscounter. Nach dem Batteriewechsel ist es so, daß der Anlasser sowas von gewalttätig geworden ist, daß ich aufpassen muß, den Schlüssel schnell genug los zu lassen. Der Anlasser geht sofort richtig zur Sache. Was für ein Unterschied gegenüber früher. Ich bin fast der Meinung, daß es auch etwas genügsamer sein dürfte.

Nun meine Frage: Gibt es außer den Ah auch noch andere Kennzahlen einer Batterie, auf die man achten muß? Also kann es sozusagen sein, daß meine neue Batterie zu stark ist? Oder gibt es sowas nicht?

Jens
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon jd3140 » Di Nov 20, 2012 21:54

Ja, der Kälteprüfstrom.

Der kann je nach Batterie mit gleicher Ah Angabe andere Werte haben. Hochwertige Batterien haben einen sehr hohen Kälteprüfstrom.

Ist die wirklich Aussagekräftigste Angabe auf einer Batterie.
Richtige Männer,richtige Trecker John Deere
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon Falke » Di Nov 20, 2012 22:03

Wenn das Bordnetz für 12 Volt ausgelegt ist und du wieder eine 12 V Starterbatterie eingebaut hast, kann diese nicht "zu stark" sein ...

Wahrscheinlich hast du beim Einbau auch die Batterieklemmen u.a. gereinigt - auch das trägt zum "guten Starten" bei.
Warte eine Weile - dann nähert sich das Startverhalten der neuen Batterie auch wieder dem der alten an ...

Dass der Anlasser zu scharf zur Sache geht ist aber ein Novum für das Forum ! :mrgreen: :wink:
99.9 % haben das Problem anders 'rum ...

Gruß
Adi
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon Fadinger » Di Nov 20, 2012 22:11

Hallo!

Die Ah (Amperestunden) sagen eigentlich nur über die Kapazität der Batterie aus. Ist vor allem in Bezug auf die Größe der Batterie von Bedeutung.
Maßgeblich für die Startleistung ist die Stromabgabe. Dafür gibt es einen genormten Wert (nach EN). Angegeben wird dieser Wert in Ampere. Fur eine Traktorbatterie ist 800A aufwärts angebracht. Je nach Bauform schaffen solche Werte auch schon "kleine" Batterien. So habe ich zB. alle Batterien von den Traktoren (früher 88 und 110Ah-Typen) durch einen einheitlichen Typ mit 50Ah ersetzt. Zu diesen Batterien habe ich hier schon mal einiges geschrieben. Die "Alte" von ´95 lebt immer noch ... :wink:

Gruß F
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon ackerschiene » Mi Nov 21, 2012 19:38

Zusammengefaßt heißt das: Es kann nicht sein, dass eine Batterie zu stark ist. Der Anlasser ist ein Elektromotor und hat eine bestimmte maximale Stromstärke, die er aufnimmt. Das tut er auch. Mehr Strom geht da dann nicht mehr rein.

Ob du also eine 88 AH oder 250 AH-Batterie anschließt, ist egal, man merkt da keinen Unterschied, nur 12 Volt und nicht 24 Volt muss sie haben.

Die 88 AH sagen aus, dass die Batterie 88 Stunden 1 Ampere oder 1 Stunde lang 88 Ampere liefern kann, mehr nicht, das ist die sog. "Kapazität", also wie lange sie liefern kann.

Der zweite Wert (irgendwas mit 600 A oder mehr ) ist der sog. "Kälteprüfstrom", den die Batterie für einen Startvorgang bei definierter Kälte für eine definierte Zeit bringt.

Gruß, Uwe
Geht nicht gibt's nicht.
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon a2plusb2 » Mi Nov 21, 2012 22:28

Vielen Dank für die Informationen. Mir ist übrigens aufgefallen, daß ich die Poolklemmen bei bisherigen Batterien immer leicht auf die Poole stecken konnte. Aber bei der neuen Batterie nur einige mm. Habe dann mit einem Stück Dachlatte und Hammer die Poolklemme runter gehauhen, damit sie nicht über steht. Bei Minus mußte ich mehrmals kräftig hauen. Ist das jetzt immer so? Wie gesagt, die letzte hat ewig gehalten. Da kann sich zwischenzeitlich etwas geändert haben, daß die Poole einen Millimeter dicker sind oder so.

Jens
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon freddy55 » Mi Nov 21, 2012 23:53

Fadinger hat geschrieben:Hallo!

Die Ah (Amperestunden) sagen eigentlich nur über die Kapazität der Batterie aus. Ist vor allem in Bezug auf die Größe der Batterie von Bedeutung.
Maßgeblich für die Startleistung ist die Stromabgabe. Dafür gibt es einen genormten Wert (nach EN). Angegeben wird dieser Wert in Ampere. Fur eine Traktorbatterie ist 800A aufwärts angebracht. Je nach Bauform schaffen solche Werte auch schon "kleine" Batterien. So habe ich zB. alle Batterien von den Traktoren (früher 88 und 110Ah-Typen) durch einen einheitlichen Typ mit 50Ah ersetzt. Zu diesen Batterien habe ich hier schon mal einiges geschrieben. Die "Alte" von ´95 lebt immer noch ... :wink:

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Meinst du zufällig die Optima, die hat ja eben 1300 A Startstrom aber eben wenig Kapazität.
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon ferguson-power » Do Nov 22, 2012 0:19

a2plusb2 hat geschrieben:Hallo, mein A3.152 springt immer erstklassig an.

Ich gehe jetzt mal davon aus das dein A3.152 ein Perkins Motor ist . Um welchen Schlepper oder Maschine handelt es sich ? So wie du es schilderst , könnte es vielleicht sein das die Maschine eine Bordspannung von 6 Volt hat . Das war bei älteren Schleppern und Autos nicht unüblich . Außerdem gibt es bei den alten Schleppern auch Typen bei denen der Pluspol der Batterie an Masse ( Karosserie ) angeschlossen wird .
Das Problem mit den Polklemmen ist bekannt . Bei ältern Batterien werden die Pole durch häufiges An und Abklemmen schon mal etwas dünner . Dann sollten die Polklemmen auf die neue Batterie aber nicht draufgeschlagen werden , sondern die Klemmschrauben lösen , die Klemmen etwas aufweiten und dann auf den Batteriepolen aufsetzen und festklemmen .
Menschenkind bedenke wohl , dein größter Feind heißt Alkohol .
Doch in der Bibel steht geschrieben , du sollst auch deine Feinde lieben .
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon Falke » Do Nov 22, 2012 8:43

Ja, das mit dem 'Draufschlagen der Polklemmen auf die Batteriepole war ein schlechte Idee ... :?

Das weiche Material der Batteriepole 'fließt' ganz minimal unter dem Druck der festgezogenen Batterieklemmen -
daher sollten diese auch immer wieder nachgezogen werden.

Ein 6 V Anlasser an einer 12 V Starterbatterie hätte aber nur ein kurzes Leben. Ist ja dann die vierfache Leistung,
die er verdauen müsste ...

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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon Hellraiser » Do Nov 22, 2012 9:01

Hallo,

Mit dem draufschlagen kann man sehr schnell eine Batterie ins Jenseits befördern, aber es gin ja gut.
Ich hatte bei Batterien früher auch immer Scheiße an den Händen, sprich immer die flaschen gekauft wo gleich wieder verreckt sind.
Dann einmal richtig kaufen und POW! keine sorgen mehr.
Habe momentan im Motorrad eine Hawker SBS8 (7Ah) drin, Rein-Blei-Batterie, die zieht aber als gäbe es kein Morgen. Da kann man mal richtig schwungvoll Orgeln über längere Zeit, das machte die Originale 12Ah nicht mit.

Im Eicher ist seit Frühjahr 1999 eine DETA Öko 86008 mit 100Ah, damals Netto 106.-DM + 16% Merkelsteuer.
Und die Batterie lebt heute noch, das schöne daran ist wenn es richtig kalt ist kann ich locker starten, die Batterie ist Super.

Dies ist meine Erfahrung/Meinung und soll keine Kaufempfehlung oder Werbung oder sonstwas sein!

mfg Harald
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon ferguson-power » Do Nov 22, 2012 9:30

Falke hat geschrieben:Ein 6 V Anlasser an einer 12 V Starterbatterie hätte aber nur ein kurzes Leben. Ist ja dann die vierfache Leistung,
die er verdauen müsste ...


Einen 6 Volt Anlasser mit 12 Volt zu starten mag auf Dauer für den Starter nicht gut sein . Da der Startvorgang aber nicht lange dauert , kann der 6 Volt Starter durchaus einige Zeit halten .
Wir haben mal einen alten Radlader mit 12 Volt Bordspannung und ausgelutschtem Motor einen ganzen Winter lang jeden Tag mit 24 Volt gestartet . Nachdem der Motor dann im Frühjahr überholt war , hat der Anlasser mit 12 Volt noch jahrelang seinen Dienst verrichtet . Sicher ist es nicht die feine englische Art einen Anlasser so zu vergewaltigen . Selbst die Lima und der Rest der Bordelektrik haben erstaunlicherweise keinen Schaden davongetragen . Eben robuste Technik ohne Elektronik . Bei heutigen Maschinen würden einem wahrscheinlich sämtliche Platinen und Steuerboxen um die Ohren fliegen .
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon countryman » Do Nov 22, 2012 9:35

6 Volt dürfte es bei Schleppern nur bei antiken Maschinen mit Handstart geben.
Im Autobereich, z.B. VW Käfer gab es 6V Systeme bis Anfang der 70er - bei Umrüstungen bleibt meist der alte Anlasser drin und läuft mit 12V noch lange weiter.
The times they are a-changin'.
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon Fadinger » Do Nov 22, 2012 11:29

Hallo!
countryman hat geschrieben:6 Volt dürfte es bei Schleppern nur bei antiken Maschinen mit Handstart geben.

Batterien mit 6 Volt waren bis in die siebziger Jahre schon recht gebräuchlich. Auch bei Traktoren. Aber eben zwei 6 Volt Batterien in Serie ...
freddy55 hat geschrieben:Meinst du zufällig die Optima, die hat ja eben 1300 A Startstrom aber eben wenig Kapazität.

Ja, genau um die geht es. Wenn man die Batterie nicht unbedingt zum Betreiben der Arbeitsscheinwerfer über Stunden bei abgestellten Motor braucht, eine prima Sache. Gibt auch keine verspritzte Säure (Oxidation) und man braucht nichts nachfüllen, was bei sehr verbauten Batterien vorteilhaft ist. Jedoch für vergessliche Leute, die das Licht nicht ausschalten, sind sie nichts. Tiefentladung und dann womöglich noch eine ungeregelte Schnellladung killt eine solche Batterie.
Aber als Starterbatterie eben "optimal" ...

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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon a2plusb2 » Do Nov 22, 2012 11:37

Nur zu meiner Ehrenrettung beim Thema drauf schlagen: Deshalb ein weiches Stück Holz verwendet und da einige Hammerschläge drauf und vor allem auf die Poolklemme, bis die oben abschließt und nicht auf die Batterie.

Aber Aufbiegen der Poolklemme wäre besser gewesen, bin ich nicht drauf gekommen. Aber ob sich eine Werkstatt dafür Zeit genommen hätte...

Bei mir ist alles umgerüstet auf 12 Volt, eine Batterie und Minus an Masse. In meiner Kindheit haben original 2 6V-Batterien zusammen eine 12 V gebildet, meine ich mich zu erinnern. Ich glaube, die waren in Reihe geschaltet, also ein Minuspool und ein Pluspool waren verbunden, aber Minus war auch wieder Masse. Der Anlasser dürfte daher immer 12 V gewesen sein.
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Re: Frage zur Starterbatterie

Beitragvon ferguson-power » Do Nov 22, 2012 18:06

Dann sei mal froh das der alte Schlepper so gut anspringt . Um welchen Typ handelt es sich denn jetzt .
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