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fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Acker-Knecht » Di Jul 11, 2023 7:00

Hallo.

Durch den bau von Windkraftanlagen im Nachbarort wird eine neue Hochspannungs-Stromleitung gelegt.

Ich bin prinzipiell nicht dagegen, sollen die ruhig machen, aber ich möchte auch nicht der dumme sein hinterher und Ärger haben.



Ich soll nun einen vertrag unterschreiben, in dem ich 4,60 Euro pro Meter bekomme für die Eintragung der Dienstbarkeit als Entschädigung, die Kosten für die Eintragung muss ich nicht tragen.


Der Ernteausfall wird nach den tatsächlichen Gegebenheiten abgerechnet, da noch nicht klar ist, wie breit der Streifen ist, der in Mitleidenschaft gezogen wird, das ist ja auch Wetterabhängig.


Wenn ich den Vertrag lese, kommt es mir schon alles plausibel vor, aber ich kann es rechtlich natürlich nicht prüfen. Eine Klausel ist enthalten, das wenn ich Baumaßnahmen auf dem Acker machen möchte, das das Kabel nicht zu meinen Kosten dann verlegt wird.

Die Länge auf meinem Acker ist nur bei 45m, so dass Effektiv nur ca 200 Euro dabei rauskommen. Eine Prüfung des Vertrages durch einen Fachmann ist da ja nicht möglich, das sprengt die Kosten.


Einerseits möchte ich das Projekt nicht unnötig behindern oder mich dran bereichern, aber andererseits möchte ich mich auch nicht billig abspeisen lassen, hinterher habe ich Setzungen und muss selbst dann die Unebenheiten ausgleichen, Steinelesen usw., da habe ich nur die Arbeit damit, und das für 200 Euro


Wie würdet ihr vorgehen ?

Grüße vom Acker
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon ChrisB » Di Jul 11, 2023 7:14

Zuerst mit anderen betroffenen Kollegen sprechen.
Ansonsten mit dem Bauernverband,
oder unserem blauen Traktor hier im Forum, er hat sowas studiert :wink:
Gut finde ich, sich vorher Gedanken zu machen .
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon broitbeil » Di Jul 11, 2023 7:17

Wenn du zu den Konditionen zustimmst kannst du auch jeden morgen deinen Kopf gegen die Wand schlagen, bringt das gleiche. Bei so Aktionen wird man verarscht von vorne bis hinten, und an der nächsten Weihnachtsfeier erzählen die dann, wie sie es dem dummen Bauern mal wieder gezeigt haben.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Acker-Knecht » Di Jul 11, 2023 7:18

Die anderen Kollegen haben mehr Länge und auch höhere Gesamtsummen, aber auch mehr Leitung auf ihrem Grundstück, aber sie sagen die akzeptieren das.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Acker-Knecht » Di Jul 11, 2023 11:33

Ich kann ja schlecht sagen, für 1000 Euro könnt ihr durch den Acker legen, ansonsten außenrum, wenn das alle machen, dann werden solche Projekte niemals fertig....
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon germane » Di Jul 11, 2023 12:08

Ich würde mich gegen Windräder in der Nachbarortschaft wehren. Zu mir hat vor 7....8 Jahren eine Frau aus den neuen Bundesländern gesagt:

"Da wo ich herkomme hat man 40 Windräder aufgestellt, seit dem regnet es da nicht mehr!"

Die Frau hat mir damals noch ein Foto von einem neuen Haus gezeigt, dass sie zu Hause gebaut hatten. Ich weiß aber nimmer wo sie her stammte. Dann haben sich mich beim Friseur mal in die Damen-Abteilung versetzt und die "Beschneiderin" sprach Ossi-Dialekt. Ich habe ihr das mit den 40 Windrädern erzählt und sie meinte dann:

"Das sagt man bei uns auch!"

Die stammt aus der Gegend Hermsdorfer Kreuz.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon T5060 » Di Jul 11, 2023 13:40

Die primäre Frage ist doch, ob du vom Gesetz her verpflichtet bist, die Leitung durch deinen Acker gehen zu lassen.
So das muss dir der Leitungsbetreiber erst mal sauber darlegen.

Im Zuge der "Waffengleichheit" muss der Leitungsbetreiber auch die Kosten einer anwaltlichen Beratung deines Vertrauens bezahlen.

Das Nutzungsrecht endet nach 20 oder 30 Jahren. Eine Dienstbarkeit ist meist nicht zwingend erforderlich, nur bei Anlagen nach EnWG.

Ich finde 500 € pro lfdm ist doch mal ein Einstand für den Beginn der Verhandlungen.
Wird halt grad nichts mehr billiger.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Noudels » Di Jul 11, 2023 14:11

Die sätze sind normal regional durch die Landwirtschaftskammer geregelt. - kommt bei uns auch drauf an welche Kultur angebaut wurde.


Ich würde auf jeden Fall viel mehr verlangen. Weil erstens zahlen wir das eh alle über das Netzentgelt und später dann Mal über CO2 Zertifikate die nötig werden zwecks eu Klima Verordnung.

Die treffen dann über die rohölverbrennenden Traktoren eh auch wieder die passenden.

Unbedingt noch folgeschaden anmelden nicht vergessen.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Acker-Knecht » Di Jul 11, 2023 15:39

Ich muss auch dazu sagen, das ich auch mal 500m Leitung zu meinem Schuppen gelegt habe, teilweise über die Wiese eines befreundeten Landwirts, und es mich vermutlich auch genervt hatte, wenn er 5000 Euro für die Aktion haben wollte. Er hat damals 500 Euro bekommen für ca, 100m Länge, er wollte nichts haben, aber ich habe trotzdem was bezahlt.


Die WKA sind privat, es wird eine Leitung von insgesamt ca. 10km gelegt,


Wenn nun jeder Flächenbesitzer sagt, unter 2000 bis 5000 Euro geht nix, dann ist es auch kacke, und man kommt nicht vorwärts.


Aber die Landwirte billig abspeisen ist auch nicht OK.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon T5060 » Di Jul 11, 2023 15:49

Acker-Knecht hat geschrieben:Wenn nun jeder Flächenbesitzer sagt, unter 2000 bis 5000 Euro geht nix, dann ist es auch kacke, und man kommt nicht vorwärts.

Aber die Landwirte billig abspeisen ist auch nicht OK.



Dein Problem ? 500 € lfdm. für nicht enteignungsfähige Schutzstreifen sind in Deutschland normal.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon wastl90 » Di Jul 11, 2023 16:28

Acker-Knecht hat geschrieben:Ich muss auch dazu sagen, das ich auch mal 500m Leitung zu meinem Schuppen gelegt habe, teilweise über die Wiese eines befreundeten Landwirts, und es mich vermutlich auch genervt hatte, wenn er 5000 Euro für die Aktion haben wollte. Er hat damals 500 Euro bekommen für ca, 100m Länge, er wollte nichts haben, aber ich habe trotzdem was bezahlt.


Die WKA sind privat, es wird eine Leitung von insgesamt ca. 10km gelegt,


Wenn nun jeder Flächenbesitzer sagt, unter 2000 bis 5000 Euro geht nix, dann ist es auch kacke, und man kommt nicht vorwärts.


Aber die Landwirte billig abspeisen ist auch nicht OK.


Der kleine aber feine Unterschied ist jedoch, dass dein Nachbar früher oder später auch mal etwas von dir benötigt und du wahrscheinlich genauso Kompromissbereit bist wie dein Nachbar damals. Die netten Herrn vom Windrad wirst du wahrscheinlich nicht mehr wieder sehen, bei Problemen bei der Durchführung landest du irgendwo im nirgendwo und keiner fühlt sich mehr verantwortlich. Für 1.000€/Tag macht sich dir heute kein Handwerker mehr den Buckel krum und du sollst dir dafür ein Kabel einbuddeln lassen?
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Schoofseggl » Di Jul 11, 2023 20:15

Das ist nicht dein Nachbar der da was von Dir will und erst recht nicht dein bester Kumpel, versuch das maximale für Dich dabei rauszuholen. Du musst weder der "Energiewende" noch sonst wem hier einen Gefallen tun. Ich kann deine Denkweise dabei durchaus verstehen, das große ganze dabei zu sehen ehrt Dich, leider wird die weiteren Beteiligten nur ihr Profit interessieren, denen ist Energiewende nur so lange was wert so lange da was zu holen ist. Ob das am Ende eine Aktiengesellschaft ist oder ein lokaler Zusammenschluss privater Investoren ist dabei egal, da gehts am Ende um nackte Zahlen. Hat man da nen Nappel der für nen Appel und n Ei seine Flächen dafür hergibt wird das nicht mit Dankbarkeit honoriert, nur die Rendite steigt ein wenig.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon T5060 » Di Jul 11, 2023 21:22

Die 500 €/ldfm all in, hatten wir so vor 6 Monaten für einen Holländer in MVP rausgehandelt auf 620 m Länge.
Das lustigste was ich mal erlebt habe, waren Chinesen und ihr deppertes Ing. Büro aus RLP mit einem Solarpark hier in der Nähe.
Manchmal läufts ratzfatz und manchmal hängt man an so Stories dran und nix bewegt sich
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon Acker-Knecht » Mi Jul 12, 2023 6:29

Das heißt, du hast für deine 620m für jeden Meter 500 Euro bekommen, also zusammen 310.000€ ?


Das kann ich ja irgendwie nicht nachvollziehen.
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Re: fremde Kabeltrasse auf dem Acker

Beitragvon broitbeil » Mi Jul 12, 2023 6:54

Für eine richtige Firma sind da 310.000€ ein Witz, da sind die Anwalts und Beraterkosten für so eine Aktion wesentlich höher.
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