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Fruchtwechsel beim Getreideanbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Fruchtwechsel beim Getreideanbau

Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » So Dez 18, 2005 19:12

Hallo,

was meint ihr zum Fruchtwechsel beim Getreideanbau.

Macht der Boden das mit, wenn man jedes Jahr Weizen ( Greif ) auf den selben Pazellen anbaut oder sollte man lieber Fruchtwechsel betreiben, da evtl. Ernteverluste enstehen ?

Da ich es Hobbymäßig mache und riesenspaß habe zu Drescher, hätte ich sonst evtl. noch Raps, verträgt sich da Raps mit Weizen oder gibt das nix ????
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Beitragvon MatthiasG » So Dez 18, 2005 22:43

Nur Weizen geht nicht gut. Vor allen Dingen wegen Krankheiten, da wirste auf Dauer grosse Probleme bekommen. Weizen, Raps und Gerste wäre vielleicht zu überlegen, da kannste auch jedes Jahr dreschen ;-)
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Beitragvon Bananajoe » Mo Dez 19, 2005 21:50

Dem kann ich nur zustimmen, Gerste, Raps, Weizen in der Reihenfolge ist optimal :wink:
Weizen-Weizen-Raps ist auch ne Möglichkeit, bloß verlierst du da den Vorfruchtwert der Gerste und in nicht ganz trockenen jahren kannst du mit dem Ausaattermin für den Raps mitte August schonmal in die Enge kommen :wink:
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Beitragvon oberjaeger » Di Dez 20, 2005 16:14

Kann ich so nicht stehen lassen. Die FAL und Uni Kiel haben dazu langjährige Verssuche gemacht.

Richtig ist, dass es bei mehrjährigen Anbau von Weizen besonders im 3. und 4. Jahr zu deutlichen Ertragsverlusten (ca. - 25%) kommt.

Allerdings setzen diese sich in den Folgejahren nicht weiter fort. Im Gegenteil, sie sstabilisieren sich wieder und steigen leicht wieder an. Mit Sicherheit ist eine mehrgliedrigere Fruchtfolge wünschenswert und im Sinne von nachhaltiger Landwirtschaft auch zu forcieren, doch betrachtet man diese Monokulturen rein aus ökonomischer Sicht könnte bei anhaltenden Preisdruck auf die Landwirte soetwas doch zu einer Alternative werden.
Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter!
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Beitragvon Carsten » Di Dez 20, 2005 18:40

Hallo,

eine reine Weizenfruchtfolge ist wirklich nicht zu empfehlen. Zweimal Weizen in der Fruchtfolge ist noch machbar. Da sollte man aber schon beim zweiten mal spezielle Sorten auswählen und evtl. sogar eine Spezialbeize verwenden.

Winterraps ist die optimale Vorfrucht für Weizen. Dem Weizen ist es z.B. möglich die hohen Stickstoffreste des Winterrapses im Herbst noch zu nutzen.

Wenn es dir aber nur ums mähdreschern geht und nicht um profitablen Anbau kannst du evtl. auch Sommerungen anbauen. Hafer ist z.B. eine sehr gute Gesundungsfrucht. Also unterbricht die Infektionskette von Pilzen und Krankheiten etc.. Leider ist der Erlös pro ha durch einen geringen Ertrag und Preis nicht so gut. Deshalb wird sie heute auch so gut wie garnicht mehr angebaut. Vielleicht hast du ein paar Pferdehalter in der näheren Umgebung die dir einen besseren Preis zahlen. Dann wären da noch Sommergerste (evtl. auch Braugerste) oder auch Erbsen. Letztere lassen sich auch mit dem Mähdrescher ohne große Umrüstung dreschen, ist aber eine ziemliche Sauerei und macht wirklich keinen Spass da auf dem Drescher zu sitzen.
Gruß
Carsten
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Beitragvon Rhizo » Di Dez 20, 2005 18:50

Hallo Oberjaeger,
Kann ich so nicht stehen lassen. Die FAL und Uni Kiel haben dazu langjährige Verssuche gemacht.
.., doch betrachtet man diese Monokulturen rein aus ökonomischer Sicht könnte bei anhaltenden Preisdruck auf die Landwirte soetwas doch zu einer Alternative werden.


Du wirst doch einem Laien, der selber schreibt, den Anbau "hobbymäßig" zu betreiben nicht empfehlen wollen, aus wirtschaftlichen Gründen Weizen über viele Jahre auf dem gleichen Schlag anzubauen, oder?
Was soll also diese Studie?

Grüße von
Rhizo
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Beitragvon oberjaeger » Mi Dez 21, 2005 10:28

Ok, für den konkreten Fall ist es wahrscheinlich nicht so geeignet!
Aber trotzdem denke ich, dass man sich ruhig mal von den alten (und sicher auch bewährten) Vorstellungen lösen kann und eine eingliedrige Weizenfruchtfolge nicht kategorisch ausschließen darf!

Ich würd es ja auch nicht unbedingt machen (wollen)!
Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter!
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Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » Do Dez 22, 2005 17:16

Da muss ja schon was drann sein, gibt ja in Mecklenburg z.b. reine Getreidebauern, und die könnten sich Ernteausfälle ja nicht gerade leisten.
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Beitragvon G+i+l+e+ » Do Dez 22, 2005 21:56

Alles war richtig.
Da gab es vor einiger Zeit einmal eine Werbung: "Schweinebauern können drei bis vier Mal... ... ... ... Weizen anbauen"
Auch das ist möglich aber mit Ertragseinbußen ist zu rechnen, mit Halmbruchkrankheiten auch. Für Fungizidbehandlungen muß man pro Jahr auf jeden Fall 50 - 60 € mehr / ha einrechnen. Bei uns ist auch eine Beizung gegen Schwarzbeinigkeit zugelassen "Latitude" den Wirkstoff habe ich aber gerade nicht zur Hand. Das so gebeizte Saatgut kostet aber 33% mehr als normal gebeiztes Saatgut.
Es ist dann handwerklich richtiger, billiger und einfacher die Fruchtfolge einzuhalten.
Mein Vorschlag wäre auch Wi´gerste... Wi´raps... Wi´weizen... Wi´triticale... Wi´roggen... Wi´raps.
Optimal wäre allerdings auch wenn nur jedes 5 te Jahr Raps auf der selben Parzelle wachsen würde --> Weißstenglichkeit :!:
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Beitragvon Paddi » Fr Dez 30, 2005 16:13

Hallo,
also wir dreschen bei einem landwirt der seit mindestens 8 Jahren nur Weizen und Hafer im Wechsel (gesamtfläche ca.30 ha) anbaut.Er sagt das dies kein Problem sei solange man keine Gerste mehr anbaut. :!:

mfg Paddi
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Beitragvon Carsten » Fr Dez 30, 2005 18:03

Hallo Paddi,

wie weiter oben geschrieben ist Hafer ja eine Gesundungsfrucht, wenn man das so ausdrücken. Es wird also die Infektionskette von Pilzen und Krankheiten unterbrochen.

Ob sich solch eine Fruchtfolge auch wirtschaftlich gegenüber einer Dreifelder Fruchtfolge WW-WG-WR besser steht müsste man noch überprüfen.

Wo liegen bei euch ungefähr die Erträge beim W-Weizen bei einer Dreifelder Fruchtfolge und wo liegt der Ertrag bei der von dir geschilderten Fruchtfolge im Vergleich.
Gruß
Carsten
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Beitragvon Paddi » So Jan 15, 2006 14:53

Hallo,
also der normal Ertrag liegt bei uns so ca. bei 7-8t/ha,die Ertragseinbußen bei Weizen Hafer anbau werden wohl je nach Acker so bei 1-3t/ha liegen.


Gruss paddi
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