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Frust - Statistik

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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29 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Beitragvon meyenburg1975 » Do Jul 10, 2008 20:34

Hätte es 1850 bereits Statistiker gegeben, hätten sie errechnet, daß London bei der jährlichen Zunahme an Pferdefuhrwerken innerhalb von 100 Jahren in Pferdeäpfeln ersticken würde!

Die 10 Gebote haben ca 100 Worte. Das EU Gesetz, das den Import von Karamelbonbons!!!!! regelt fast 30.000. Was soll man da noch erwarten?
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Beitragvon Kaninchen » Do Jul 10, 2008 20:45

Ich kann euren Groll sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich an dem anderen Schreibtisch sitze.

Bei uns in der Abfallwirtschaft wird das auch nicht besser. Jede scheinbare Entbbürokratisierung macht es schwieriger statt leichter.

Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich aber schon, es einfacher zu machen, indem ich mich an bestimmte Regelungen nicht halte.

Z.B. bräuchte jede Baufirma, die in unserer Stadt ein Bauvorhaben hat und bei der gefährliche Abfälle anfallen, eine Abfallerzeugernummer, die natürlich mit Gebühren verbunden ist.
Bei den Baufirmen unserer Stadt, die die meisten Bauvorhaben ausführen, ist das ja auch kein Thema.

Bekommt aber eine auswärtige Baufirma mal den Zuschlag, soll ich die nun wegen einer einmaligen Entsorgung mit so einem Bürokram behelligen? Die müssen in jedem Kreis, in dem sie bauen so was beantragen, die Entsorgung nachweisen......

NEIN - und das war auch nicht im Sinne des Gesetzgebers so gemeint.
Blöd ist es natürlich, wenn Sachbearbeiter nicht denken sondern nur Gesetze lesen und vor allem keine Entscheidungen treffen wollen.... :?
Grüßle,
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Beitragvon Trakehnerstar » Do Jul 10, 2008 20:51

Herr STooooooooooooooooooooooooooiber........!!!
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Beitragvon Kaninchen » Do Jul 10, 2008 21:11

Trakehnerstar hat geschrieben:Herr STooooooooooooooooooooooooooiber........!!!


was willste mit dem? Ist der immer noch nicht in der Versenkung verschwunden? :shock:
Grüßle,
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Beitragvon hans g » Do Jul 10, 2008 21:47

Trakehnerstar hat geschrieben:Herr STooooooooooooooooooooooooooiber........!!!

glaubste in echt,dass DER die entbürokratisierung-äh-äh-äh-äh in angriff nimmt :lol: :lol:
hans g
 
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Beitragvon Georg Keckl » Do Jul 10, 2008 22:06

Meini hat geschrieben:@Keckl, den Sinn dieser Statistikflut hast du damit nicht erklärt,das hat wohl mal Sinn gemacht wo bei uns nahrungsmittel knapp waren


Hallo Meini,

also von einer Statistikflut kann man bei der Gemüseanbauerhebung kaum sprechen. Sie wird nur ungern gemacht, deshalb erscheint sie so groß. Alles was man liegen läßt wird zum Monster, schon die Hausaufgaben der Kinder. Der Bogen der Gemüseanbauerhebung sollte für einen Betriebsleiter, der auf Zack ist, in 15 Minuten ausgefüllt sein, habe ich getestet mit Gemüseanbauern. Statistik ist keine Buchführung, da muß es nicht auf den Pfennig oder den m² stimmen (unausrottbares Vorurteil der obrigkeitsgläubigen Deutschen), sondern, da muß es aufgehen und die Richtung stimmen. Zumal heute die Gemüseanbaubetriebe im Mai nicht mehr endgültig sagen können, was sie denn so im Jahr noch anbauen werden. Ist der Eissalatpreis gering, machen sie Romana, Kohlrabi o.a. oder gar nichts zeitweise, weil die Erntehelfer ausbleiben etc.. Es ist also eine Abfrage der Anbauabsichten. Der Bogen ist in Deutschland vor 2 Jahren nach meiner Initiative auch viel übersichtlicher und kürzer geworden (kein Frühgemüse etc. mehr, Fruchtgruppen., Dank an die Erzeuger, die da die Tests mitgemacht haben und die Landwirtschaftkammer in Hannover-Ahlem).

Ich denke, die Volksvertreter haben die Statistik dann so angeordnet wie sie jetzt ist, nachdem sie ihren wissenschaftlicher Dienst, die Ministerien und alle Betroffenen in den Anhörungen zum Agrarstatistikgesetz gehört haben (incl. Vertreter der Gemüsebauern) und dann die Vorschriften in das Gesetz gepackt haben. Alles Handeln öffentlicher Stellen fuß auf Gesetzen.

Was nun in den Anhörungen einzeln vorgebraucht und geschrieben wurde, weiß ich nicht. Ich sehe aber, wer die Daten nutzt. Die Datenerhebung ist EU-weit abgestimmt (Datenerhebung in allen EU-Staaten und mit allen Ländern OECD ist so abgestimmt, dass sie verglichen werden können). Nun kommt eine unvollständige Aufzählung der Nutzer, bzw. der Anfragen, da ich diese Anfragen ganz selten selbst beantworte und mich auch nicht an alles spät abends erinnere. Ich nehme an, wenn die Leute Anfragen, haben sie auch einen Nutzen davon:

1) Wie viele Betriebe gibt es und welches Gemüse wird angebaut ? (Erzeugergemeinschaften möchten das z.B. wissen, um ihre Marktstellung zu ermitteln, Saatgutfirmen, Chemie, Dünger, Maschinen, Glashaus um ihren theoretischen möglichen Absatz zu planen, bzw. um ihre Marktstellung zu ermitteln.)
2) Wie groß sind die Gemüseanbauer, wie vielfältig, wie entwickelt sich die Größenverteilung der Betriebe und bei einzelnen Früchten? Gibt es Großbetriebsgemüse (Eissalat, Trocken-Petersilie) und Kleinbetriebsgemüse (Frisch-Petersilie gebündelt). Gibt es einen Trend zu mehreren Gemüsearten oder zu weniger Gemüsearten pro Betrieb?
3) Welche Entwicklung des Anbaues und der Betriebsgrößenklassen gibt es?
4) Wie sind die Umsätze in der Erzeugerstufe für Gemüse einzuschätzen? Welchen Anteil an den Gesamt-Erlösen, bzw. des „Bruttosozialproduktes“ der Landwirtschaft haben sie? Wird es mehr oder weniger? Dazu werden die Flächen mit den Erntemengen multipliziert und dann mit den Erzeugerpreisen (andere Erhebungen).
5) Wie ist die Wettbewerbssituation der Gemüseerzeuger im Vergleich zu anderen Bauern, wo konzentrieren sie sich und warum? Verdrängt Gemüse oder Baumschulerzeugnisse (hohe Hektar-Umsätze) schon z.B. die Milchviehbetriebe aus einer Region in andere Regionen, wie in den NL?
6) Geht die Entwicklung mehr zu Hofläden-Anbauer oder zu „Subunternehmern“ großer Anbauer oder Abnehmer hin, konventionell oder Bio? Ist Bio immer Kleinanbauer?
7) Welches Gemüse wird exportiert / importiert zu welchen Zeiten und Mengen / Werten, wohin, woher im Verhältnis zur Eigenerzeugung.
8) Wird mehr oder weniger Gemüse während der Jahre gegessen und wenn, einheimisches oder importiertes, Freiland oder Gewächshaus, frisch oder konserviert / gefroren / getrocknet? Wie entwickelt sich der pro Kopf – Verbrauch, bzw. die Eigenerzeugung / Import. Gibt es Gemüse-Moden? (Möhrensaft ist in Mode, ACE-Saft etc. auch statt frischer Möhren)? Wie entwicklet sich der Vertragsanbau im Vergleich zum "freien" Anbau. Warum sind alle Konservenfabriken und viele Frostereien aus Niedersachsen weg und was machen die Erzeuger statt dessen?

Wir fragen übrigens niemanden, wozu er was wissen will. Amtliche Veröffentlichungen sind kostenlos, Sonderarbeiten kosten Geld, für Arbeiten für Wissenschaft und Schulen aus Niedersachsen wird kein Geld verlangt (wenn wir es zeitlich schaffen). Alle Veröffentlichungen sind so aufbereitet, dass niemand auf Einzelbetriebe schließen kann.

In den Links der Anwort vorher sind wenige Auswertungen mit drin.

Grüße: Georg Keckl
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Beitragvon Georg Keckl » Do Jul 10, 2008 22:35

hans g hat geschrieben:
Trakehnerstar hat geschrieben:Herr STooooooooooooooooooooooooooiber........!!!

glaubste in echt,dass DER die entbürokratisierung-äh-äh-äh-äh in angriff nimmt :lol: :lol:


Ich weiß nicht mehr, wie oft Herr Stoiber zum Ministerpräsidenten vom Parlament gewählt wurde. Aber in jeder Regierungserklärung hat er mit viel Temperament große Maßnahmen zur Entbürokratisierung angekündigt (war mal ein Fernsehbeitrag). So oft wie er das angekündigt hat, und er Ministerpräsident wurde, dürfte es in Bayern gar keine Bürokratie mehr geben.

Meinem Eindruck nach, ist das aber leider nicht so. Ein Landwirtschaftsamt in Bayern hat eine Aussiedlung genehmigt, wenn u.a. eine lange Hecke gepflanzt wird. Für den ganzen Hof brauchte man in der Feldaufnahme (FNN- Flächennutzungsnachweis) nicht so lange, wie für diese Hecken und den Misthaufen im Feld davor. Mal zählten sie zum Feld mal nicht oder so. Es kam später sogar eine Misthaufen-Kommission und hat überprüft, dass der im Frühjahr etwas gewachsen Misthaufen ein Bagatell-Misthaufen ist, da er irgendwie im Luftblid aufgefallen war und dann das Nachmessen ergab, dass er weniger als x% der Geste verschluckte. Große Aufregung bis Hannover, wenn so ein Schreiben kommt.

Nun wurde die Hecke immer größer und es kam ein Schreiben, sie sei inspiziert worden und müsse aus landschafts- oder vogeltechnischen (?) Gründen fachmännisch gestuzt werden. Das hat dann ein Fachmann gemacht. Nun kam die Beamtin wieder und meinte, dass zu viele Pfaffenhütchen im Verhältnis zum Weißdorn etc. zu stark gekürzt worden seinen und dass das ja nun so nicht gehe. Das war Februar und wir wußten gar nicht, welcher Stumpf welches Kraut war. Da wurde ihr die Rechnung gezeigt, dass das ja nun fachmännisch gemacht wurde und man könne ja nichts zu, wenn der Fachmann den Weißdorn o.a. unten abschneidet und anderes mittendrin.

Dann standen eines Tages drei Autos vor der Hecke mit 4 Personen (!!) und begutachteten die Hecke samt die Stümpfen. Schließlich meinte einer, angesprochen weshalb das "Umweltamt" mit drei Autos kommt, dass ja die Hecke wieder wachse und es war erledigt. Man will dann ja auch nicht noch mehr nachfragen, nicht dass sie wiederkommen und das Jungvieh steht in der Hecke, weil es aus Langeweile den Zaun umgelegt hat und sich den Wanst scheuert.

Grüße: Georg Keckl
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Beitragvon Trakehnerstar » Do Jul 10, 2008 23:05

hallo Herr Keckl ..
nett das Sie uns alles so schön erklären,
aber wissen Sie was das eigentliche Problem ist?

Jede Behörde, jedes Amt jeder irgendwie Legitierte sagt:
ist doch nur der eine Bogen auszufüllen, oder ist doch nur die Gebühr von
100 Euro, jeder sieht seinen Microkosmos und rechtfertigt ihn.

Aber auf den Landwirt kommt die geballte Ladung zu und da ist eben viel wenig zu viel.
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Beitragvon Georg Keckl » Fr Jul 11, 2008 0:04

Trakehnerstar hat geschrieben:hallo Herr Keckl ..
nett das Sie uns alles so schön erklären,
aber wissen Sie was das eigentliche Problem ist?
Jede Behörde, jedes Amt jeder irgendwie Legitierte sagt:
ist doch nur der eine Bogen auszufüllen, oder ist doch nur die Gebühr von
100 Euro, jeder sieht seinen Microkosmos und rechtfertigt ihn.
Aber auf den Landwirt kommt die geballte Ladung zu und da ist eben viel wenig zu viel.


Das kann schon sein, dass ich da etwas betriebsblind bin. Ich mache die Statistik für einen Landwirt und da ich das täglich mache und die Bögen kenne, ist das immer schnell von Tisch. Mein Eindruck ist dann aber auch oft bei Besuchen auf den Betrieben, man hat viel zu viel Respekt vor manchen Bögen, denkt zu oft, die wären alle so wichtig wie die "Mehrfachanträge etc." - wo es um Geld geht- wie sie in Bayern heißen. Mit einem Anruf wäre oft viel geklärt, auch über die Wichtigkeit, und wenn es nötig ist, rufen wir zurück. Lieber anrufen statt aufregen, das ist gesünder, ein altes Frauenrezept.

Grüße: Georg Keckl
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Beitragvon brainfart » Fr Jul 11, 2008 7:48

> Mit einem Anruf wäre oft viel geklärt, auch über die Wichtigkeit,
> und wenn es nötig ist, rufen wir zurück.

Haben die Leut nix besseres zu tun als in der Gegend rumzutelefonieren (wer bezahlt mir die Kosten und die Zeit?) und Ewigkeiten auf Rückrufe zu warten, die nie oder zur falschen Zeit kommen?

Landwirte, ihr seid zu doof! Einfach mal kollektiv den Mist boykottieren, was denkt ihr wie die Jungs und Mädels auf dem Amt im Viereck springen.

In NL sollten mal die Rundfunkgebühren (?) erhöht werden, da hat dann ein nicht geringer Teil der Gebührenzahler in mehreren kleinen Häppchen überwiesen, auch mal ein paar Cent überbezahlt und diese Überbezahlung dann wieder abgezogen. Resultat: Chaos auf der Behörde, Sachbearbeiter am Rande des Nervenzusammenbruchs etc. Die Gebührenerhöhung wurde übrigens rückgängig gemacht.
Brain, du bist echt... wäh, lol.
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Solange Du Menschen, Schweine und Kühe nicht unterscheiden kannst, halt Dich einfach raus.
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Dem ham`s wirklich ins Hirn geschissn. Der heißt nicht nur so...
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Beitragvon hans g » Fr Jul 11, 2008 8:41

brainfart hat geschrieben:
Landwirte, ihr seid zu doof! Einfach mal kollektiv den Mist boykottieren, was denkt ihr wie die Jungs und Mädels auf dem Amt im Viereck springen.

jetzt gebe ich dir recht----ist mit dem DEUTSCHEN MICHEL aber nicht zu machen :!:
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Beitragvon Panic » Fr Jul 11, 2008 9:04

Erntestatistik Nds Keckl hat geschrieben:
Meini hat geschrieben:@Keckl, den Sinn dieser Statistikflut hast du damit nicht erklärt,das hat wohl mal Sinn gemacht wo bei uns nahrungsmittel knapp waren


Hallo Meini,

also von einer Statistikflut kann man bei der Gemüseanbauerhebung kaum sprechen. Sie wird nur ungern gemacht, deshalb erscheint sie so groß. Alles was man liegen läßt wird zum Monster, schon die Hausaufgaben der Kinder. Der Bogen der Gemüseanbauerhebung sollte für einen Betriebsleiter, der auf Zack ist, in 15 Minuten ausgefüllt sein, habe ich getestet mit Gemüseanbauern. Statistik ist keine Buchführung, da muß es nicht auf den Pfennig oder den m² stimmen (unausrottbares Vorurteil der obrigkeitsgläubigen Deutschen), sondern, da muß es aufgehen und die Richtung stimmen. Zumal heute die Gemüseanbaubetriebe im Mai nicht mehr endgültig sagen können, was sie denn so im Jahr noch anbauen werden. Ist der Eissalatpreis gering, machen sie Romana, Kohlrabi o.a. oder gar nichts zeitweise, weil die Erntehelfer ausbleiben etc.. Es ist also eine Abfrage der Anbauabsichten. Der Bogen ist in Deutschland vor 2 Jahren nach meiner Initiative auch viel übersichtlicher und kürzer geworden (kein Frühgemüse etc. mehr, Fruchtgruppen., Dank an die Erzeuger, die da die Tests mitgemacht haben und die Landwirtschaftkammer in Hannover-Ahlem).

Ich denke, die Volksvertreter haben die Statistik dann so angeordnet wie sie jetzt ist, nachdem sie ihren wissenschaftlicher Dienst, die Ministerien und alle Betroffenen in den Anhörungen zum Agrarstatistikgesetz gehört haben (incl. Vertreter der Gemüsebauern) und dann die Vorschriften in das Gesetz gepackt haben. Alles Handeln öffentlicher Stellen fuß auf Gesetzen.

Was nun in den Anhörungen einzeln vorgebraucht und geschrieben wurde, weiß ich nicht. Ich sehe aber, wer die Daten nutzt. Die Datenerhebung ist EU-weit abgestimmt (Datenerhebung in allen EU-Staaten und mit allen Ländern OECD ist so abgestimmt, dass sie verglichen werden können). Nun kommt eine unvollständige Aufzählung der Nutzer, bzw. der Anfragen, da ich diese Anfragen ganz selten selbst beantworte und mich auch nicht an alles spät abends erinnere. Ich nehme an, wenn die Leute Anfragen, haben sie auch einen Nutzen davon:

1) Wie viele Betriebe gibt es und welches Gemüse wird angebaut ? (Erzeugergemeinschaften möchten das z.B. wissen, um ihre Marktstellung zu ermitteln, Saatgutfirmen, Chemie, Dünger, Maschinen, Glashaus um ihren theoretischen möglichen Absatz zu planen, bzw. um ihre Marktstellung zu ermitteln.)
2) Wie groß sind die Gemüseanbauer, wie vielfältig, wie entwickelt sich die Größenverteilung der Betriebe und bei einzelnen Früchten? Gibt es Großbetriebsgemüse (Eissalat, Trocken-Petersilie) und Kleinbetriebsgemüse (Frisch-Petersilie gebündelt). Gibt es einen Trend zu mehreren Gemüsearten oder zu weniger Gemüsearten pro Betrieb?
3) Welche Entwicklung des Anbaues und der Betriebsgrößenklassen gibt es?
4) Wie sind die Umsätze in der Erzeugerstufe für Gemüse einzuschätzen? Welchen Anteil an den Gesamt-Erlösen, bzw. des „Bruttosozialproduktes“ der Landwirtschaft haben sie? Wird es mehr oder weniger? Dazu werden die Flächen mit den Erntemengen multipliziert und dann mit den Erzeugerpreisen (andere Erhebungen).
5) Wie ist die Wettbewerbssituation der Gemüseerzeuger im Vergleich zu anderen Bauern, wo konzentrieren sie sich und warum? Verdrängt Gemüse oder Baumschulerzeugnisse (hohe Hektar-Umsätze) schon z.B. die Milchviehbetriebe aus einer Region in andere Regionen, wie in den NL?
6) Geht die Entwicklung mehr zu Hofläden-Anbauer oder zu „Subunternehmern“ großer Anbauer oder Abnehmer hin, konventionell oder Bio? Ist Bio immer Kleinanbauer?
7) Welches Gemüse wird exportiert / importiert zu welchen Zeiten und Mengen / Werten, wohin, woher im Verhältnis zur Eigenerzeugung.
8) Wird mehr oder weniger Gemüse während der Jahre gegessen und wenn, einheimisches oder importiertes, Freiland oder Gewächshaus, frisch oder konserviert / gefroren / getrocknet? Wie entwickelt sich der pro Kopf – Verbrauch, bzw. die Eigenerzeugung / Import. Gibt es Gemüse-Moden? (Möhrensaft ist in Mode, ACE-Saft etc. auch statt frischer Möhren)? Wie entwicklet sich der Vertragsanbau im Vergleich zum "freien" Anbau. Warum sind alle Konservenfabriken und viele Frostereien aus Niedersachsen weg und was machen die Erzeuger statt dessen?

Wir fragen übrigens niemanden, wozu er was wissen will. Amtliche Veröffentlichungen sind kostenlos, Sonderarbeiten kosten Geld, für Arbeiten für Wissenschaft und Schulen aus Niedersachsen wird kein Geld verlangt (wenn wir es zeitlich schaffen). Alle Veröffentlichungen sind so aufbereitet, dass niemand auf Einzelbetriebe schließen kann.

In den Links der Anwort vorher sind wenige Auswertungen mit drin.

Grüße: Georg Keckl


So ist das mit Agrarstatistik wie mit diesem Kommentar, viel zu lang um sich damit ernstlich zu befassen.
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Beitragvon heico » Fr Jul 11, 2008 9:05

hans g hat geschrieben:
brainfart hat geschrieben:
Landwirte, ihr seid zu doof! Einfach mal kollektiv den Mist boykottieren, was denkt ihr wie die Jungs und Mädels auf dem Amt im Viereck springen.

jetzt gebe ich dir recht----ist mit dem DEUTSCHEN MICHEL aber nicht zu machen :!:


Zugegeben die Erntestatistiker sind friedliche Leute.
Es gibt aber im gleichen Haus oder nebenan auch andere Statistiker, die
sofort ausufern, wenn sie die Daten nicht bekommen.
Dann zahlt man mal eben 150 Euro. Wenn nicht, könnt ihr euch vorstellen
wie es weitergeht mit dem "Deutschen Michel" >"Kuckuck".:lol:
Mit "Ignore" oder Boykott ist da nix, denn man kennt die anderen Teilnehmer nicht,
mit denen man sich verbünden könnte.
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Beitragvon Hoschscheck » Fr Jul 11, 2008 15:39

Hallo,


http://www.gesetze-im-internet.de/lwg/B ... 50955.html

§1 und §2.

§2, Absatz2:
(2) Zur Feststellung der Lage der Landwirtschaft und ihrer einzelnen Gruppen sind außerdem laufend alle hierzu geeigneten Unterlagen der volkswirtschaftlichen Statistik - insbesondere Index-Vergleiche - und der landwirtschaftlichen Betriebswirtschaft heranzuziehen.

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