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Gebläse-Entmistungsanlage

Testweise auch Forum für die Pferdhalter
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Gebläse-Entmistungsanlage

Beitragvon hannes » So Dez 03, 2006 9:27

Hallo zusammen

Ich möchte mir eine Absauganlage für Pferdemist selber bauen. Ich dachte an ein Heugebläse mit 11 kw für eine Strecke von ca. 30 Meter. Für den Durchmesser der Rohre dachte ich an 30 cm. Das Gebläse müsste ich, wegen Platzmangel, in der Mitte (oder am Ende) des Absaugstranges einbauen. Über Abzweigungen laufen die einzelnen Rohre in jede Box, in der sie in einer Öffnung mit Klappe enden.
Soweit die Theorie, da ich aber keine Ahnung mit solchen Gebläsen habe, weiss ich nicht, ob das ganze auch funktioniert. Was mich am meisten an der ganzen Sache zweifeln lässt ist, ob diese Anlage auch so richtigen nassen Langstrohmist absaugen kann. Maximaler "Vorlauf"von der entfernsten Box bis zum Gebläse sind über 10 Meter.
Falls jemand Erfahrung mit Gebläsen hat, und weiss wieviel die ansaugen, würde ich mich freuen wenn er sich melden würde. Auch würde mich allgemein Erfahrungen zu solchen Anlage interressieren.

Vielen Dank und bis dann

Hannes
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Beitragvon SHierling » So Dez 03, 2006 12:15

Hallo,
frag mal nicht bei Gebläseleuten, sondern z.B. in (Flächen-)Trocknungsanlagen, die haben Absauganlagen mit ausreichend Power um ihre Boxen leer zu machen. Aber einen Schieber, der unter den Boxen langfährt, stelle ich mir schon praktischer vor ... und der ist dann schon getestet ;-)
Hast Du keine von diesen Horden 16-jähriger Pferdemädchen, die noch stolz drauf sind, wenn sie anderer Leute Arbeit tun?

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon Gast » So Dez 03, 2006 12:20

Pferdemistabsaugungen sind zwar modern, weil der Stall schön sauber bleibt. Aber die Rohre sind von innen, der feinste Platz zur Keimvermehrung, weil man sie ja nicht reinigen kann, ohne Demontage. Ich würde aus Hygienegründen davon ablassen. Zumal die Abluft durch aus bei empfindlichen Pferdedamen zu allergischen Reaktionen führen könnte.
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Beitragvon hannes » So Dez 03, 2006 12:40

Das mit der Keimbildung hab ich mir auch schon gedacht. Aber da könnte man doch wie in Melkanlagen einen getränkten Schwamm mit Rohrdurchmesser regelmässig durchsaussen lassen. Schieber kommt bei einer nachträglichen Installation glaub ich nicht in frage.
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Beitragvon euro » So Dez 03, 2006 12:43

Für das Geld kriegst auch nen gebrauchten Schäfer oder Weidemann.
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Beitragvon flash » So Dez 03, 2006 16:55

Hallo

Ich habe mir so eine Anlage einmal angeschaut und hab mich dann entschieden, dass solch eine Anlage für mich nicht in Frage kommt.

Beim Misten muß die Anlage die ganze Zeit laufen.
Die Antriebsleistung für solch eine Anlage ist nicht gerade wenig (hohe Stromkosten)
Die Lärmbelästigung ist auch nicht ohne (obwohl die Anlage die ich gesehen habe die Leitungen
im Boden verlegt hatte). Nach Aussage gewöhnen sich aber die Pferde schnell daran, die Besitzer weniger schnell.
Da ich aus dem Ventilatorenbau komme weis ich auch wie hoch der Verschleiß solcher anlagen ist.
Fördergebläse haben einen hohen Verschleiß am Laufrad und Gehäuse.

Schubstangen- oder Bandentmistung sind hier klar im Vorteil.
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Beitragvon Gast » So Dez 03, 2006 18:18

Voith oder Ziehl-Abegg ?
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Beitragvon flash » So Dez 03, 2006 19:07

Es gibt noch mehr Hersteller als diese Beiden.

Wobei ich Ziehl-Abegg nicht gerade zu den Groß- und Förderventiloatoren Herstellern zähle.
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Beitragvon Gast » So Dez 03, 2006 19:27

Interessantes Thema, Hersteller ist ja egal. Was für Dinger baut ihr ?
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Beitragvon hannes » Mo Dez 04, 2006 11:22

also noch einmal zu meiner eigentlichen frage. kann sich jemand vorstellen, dass mit einem 11kw HEUGEBLÄSE ( oder auch 15 kw) nasser Langstrohmist ca. 12 Meter durch ein 20 cm (eventuell auch 25 cm) angesaugt werden kann, dann dort in dem Gebläse zerkleinert wird und nochmals 20 Meter in einem 20 cm Rohr auf den Misthaufen geblasen werden kann.
Das wegen der Abnützung an Gehäuse und Schaufelblätterkann ich nicht beurteilen, weiss nur, dass mein Nachbar jahrelang ein 10 Meter hohes Silo mit Maissilage und dem gleichen Gebläse befüllt hat. Falls dennoch die Abnutzung so hoch sein sollte, kann das Gebläse ja ausgetauscht werden ( schaut mal bei ebay etc. wie günstig man die dort bekommt).
Mit den Stromkosten ist natürlich schon so eine Sache. Aber ich denke, dass das Gebläse maximal eine halbe Stunde am tag laufen wird, und somit, im Vergleich zu meiner gewonnen Arbeitserleichterung, schon in Ordnung geht.
Und das mit dem Lärm. Klar ohne Geräusch wird es nicht gehen, aber ich hatte sowieso vor das gebläse zu schallisolieren. Was dann noch über die Rohre weitergeegben wird muss man mal schaun.
Wenn mir also jemand wegen der Ansaugleistung weiter helfen könnte, würde ich mich sehr freuen.
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Beitragvon flash » Mo Dez 04, 2006 19:48

Hallo

Eine pauschale Aussage kann man hier nicht geben.
Es hängt davon ab wie viel Bögen du in die Anlage einbaust und
wie stark der Widerstand der Bögen ist.
Bezüglich des schwereren Mistes sollte die Strömungsgeschwindigkeit
in den Rohrleitungen nicht zu gering sein -> kleiner Durchmesser.
Dies hat aber zur Folge, dass die Anlage schneller in die Knie geht.

Die Geräuschbelästigung, auch bei schallisoliertem Ventilator ist beträchtlich.
Deine Rohrleitungen sind ein guter Lautsprecher.

Die Fa. Taurus baut solche Anlagen.
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Beitragvon hannes » Sa Dez 09, 2006 17:20

schade, aber ich glaube hier im Forum komme ich nicht weiter.

@ flash schade dass du keine pauschale antworten geben kannst, aber ich denke das müsste dennoch möglich sein. klar dass ich nicht hundert 90 grad Bögen einsetze, die ein kleinen bogenradius haben.

in meine anlage kommen zuerst ein bogen und wenn ich dann, eben nun durch eigenes probieren, merke dass es funktioniert kommst maximal noch ein zweiter rein. mit gaaanz grossen radien.
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Beitragvon hannes » Fr Mai 18, 2007 17:41

so langsam nimmt es Form an das ganze. habe mitlerweile 40 meter aufgebaut, und bin ganz zufrieden. mal schaun wieviel meter ich noch hinzufügen kann . ( wenn die nur nicht so teuer wären :( )
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Beitragvon Schweinchen » Mi Mai 23, 2007 16:55

ich bin da euros meinung. Die idee ist zwar gut und schön, aber meines erachtens nach nicht durchzuführen, weil das Geld und die Zeit bis es funktioniert(wenn es überhaupt klappen sollte) ewig dauert. Dann könnt ihr euch echt en schönen weidemann kaufen oder auch einen anstellen...
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Beitragvon pkull » Mo Jun 11, 2007 21:50

bei uns im stall gibt es eine absaugentmistungsanlage. Was ich weiss, ist, dass die luft mit ca. 300 km/h bewegt wird (wohl grad beim motor), vielleicht hilft dies weiter. und die turbine ist gleich unter dem steigrohr, das den mist auf den haufen befördert. ich kann mir vorstellen, dass der geschnetzelte mist die rohre bis zum misthaufen leichter verstopft, bzw. sich dort leichter absetzen kann, als vor der turbine.

ich möchte es aber auch nicht versäumen, positive und negative punkte der anlage zu erwähnen:
positiv: kein mistkarren-schieben, kein weg zum misthaufen fegen, wenn die anlage während des mistens immer läuft auch eine zeitersparnis. negativ: bei viel kot und nassem stroh verstopfen die rohre gerne - insbesondere bei abzweigungen, der lärm ist beträchtlich (die nachbarn 300 m luftlinie entfernt beschwerten sich, nun gibts einen schalldämpfer, aber es macht immer noch genug krach) - die pferde gewöhnen sich aber binnen ein, zwei tagen daran, unter dem ausblas-rohr muss der mist trotzdem noch weggeschaufelt werden, gewisse pferde spielen mit den deckeln in den einzelnen boxen, an rohren und schalldämpfer lagern sich mistpartikel ab, die ein verstopfen fördern, stromfresser (ca. 5 euro pro entmistung von 12 pferden).
alles in allem würde ich so ein ding in meinem eigenen stall eher nicht einbauen oder dann mit mehr leistung und weniger verstopf-anfälligkeit.
www.neon-cremello.de
www.pferd-mensch-ausbildung.de
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