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Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Di Apr 17, 2018 15:51

Hallo!

Bin gerade an der Arbeit über das Thema "stufenlos verstellbare Dosierung per Zellenrad" gestolpert...

Kann mir jemand sagen, wie bei Sämaschinen die stufenlose Verstellung (mechanisch) funktioniert?

Das würde mich echt mal interessieren. Hab zwar einen Einböck- Striegel mit Sämaschine zu Hause und der ist auch stufenlos verstellbar, aber man kann nicht rein gucken ins Getriebe :D
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon tj » Di Apr 17, 2018 16:57

Zellenrad hat nichts mit Getriebe zu tun.
Beim Zellenrad wird lediglich die Auslassbreite über eine Spindel per Hand oder Motor verstellt.
Es gibt aber mechanische Maschinen da wird mit einen stufenlosen Getriebe (verm. Reibradgetriebe) die Übersetzung zwischen Antrieb u. Sähräder geregelt.
ansonsten hier mal Durchlesen. https://tu-dresden.de/ing/maschinenwese ... df?lang=de
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon countryman » Di Apr 17, 2018 19:42

Die Kastendrillen verwenden ein Getriebe das im Grunde vergleichbar mit dem Ratschengetriebe eines Miststreuer-Kratzbodens funktioniert. Stufenlos, aber nicht ganz gleichförmig. Es werden mehrere Hebel über Nocken bewegt, die über Freiläufe auf die Ausgangswelle wirken. Der Rückhub der Hebel wird begrenzt und somit die Übertragung der Bewegung stufenlos verändert. Da es mehrere Hebel sind, ist der Kraftfluss gleichmäßiger als beim Miststreuer, aber eben immer noch etwas ungleichförmig was bei der Drille nicht stört.

Die Amazone D4 hatte noch ein Nortongetriebe.
Pneumatische Drillen nach dem System Accord verändern die wirksame Breite des Zellenrades zur Dosierung, für Feinsämereien gibt es noch eine Untersetzung 1:2.
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Do Apr 19, 2018 22:35

Danke für die Erklärungen.

Der Hintergrund ist, dass ich auf einem Grünlandgerät gerne vier Prallteller montieren möchte (ähnlich wie z.B. beim Einböck Striegel), wo auf 3m Breite Grassamen gleichmäßig und dosierbar "herausgeblasen" wird...

Einböck hat für jeden Schlauch, aus dem das Saatgut geblasen wird, ein Dosierrad. Wären bei mir nur vier Stück, also ganz gut machbar.

Die Alternative wäre nur eine zentrale Dosierung per Zellenrad, und dann so ein Verteilerkopf, wo sich der Samen/Luftstrom durch vier teilt...

Damit habe ich aber keine Erfahrung - was meint ihr- wäre das praktikabler und einfacher?
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon bfg 4006 » Fr Apr 20, 2018 7:35

Hallo !

Wie Coutryman das schon beschrieben hat beitzt das Stufenlosgetiebe der Amazone D 7
drei versetzte Kurvenscheiben und drei Freiläufe an Hebelarmen.
Das funktioniert im Prinzip so wie eine Ratsche/ Knarre zum Schrauben festziehen/lösen.
Nur es sind drei davon da, damit die Bewegung einigermaßen gleichmäßig ist.
Die Drehzahl wird durch den Hub der "Ratschen" bestimmt:
wenig Hub : ganz langsam
viel Hub: ganz schnell.

LG bfg
Do watt du wullt, de Lüüd schnackt doch.....
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Mo Apr 23, 2018 22:06

Hallo!

Danke für die Erklärung. Dass die Saaträder über einen Ratschen- / Nockenmechanismus gedreht werden und der veränderliche Hub die Saatmenge bestimmt, ist schon mal aufschlussreich :D

Ich hab zwischenzeitlich auch schon mal bei verschiedenen Herstellern angefragt - da gibt es z.B. ein Gerät, das mit 8 Saaträdern in 8 Blasschläuche hinein dosiert wie bei meinem Einböck Pneumaticstar oder dem Güttler Greenmaster. Kostet aber mehrere tausend Euro...

Neben denen, die für jeden Blasschlauch ein eigenes Dosierrad haben, gibt es ja ganz viele die nur mit einem Rad dosieren und das Saatgut teilt sich dann zusammen mit dem Luftstrom in einer Art Verteilerkopf auf- so haben es ja die großen Horsch, Köckerling usw. auch bei der normalen Aussaat auf dem Acker. Aber wie viel "High Tech" in diesem Verteiler drin steckt, damit es halbwegs gleichmäßig wird, kann ich nicht beurteilen.

Ich frage mich halt, wie man für meine kleine Anwendung, Grassamen einfach halbwegs gleichmäßig auf 2,5 - 3m Breite zu verteilen, das Einfachste und Beste herausfiltern kann :D

Ich denke ja am ehesten an einen Saatkasten mit vier Dosierrädchen + Blasschläuche + Prallteller, aber habe noch nix Preiswertes und Einfaches zu kaufen gefunden. Eigenbau wäre zwar denkbar (bin Maschinenbau- Konstrukteur), aber ich will eigentlich nicht das Rad neu erfinden und riesen Aufwand treiben für ein einziges Gerät...

Die klassische Bauart (wie bei einer alten Amazone), wo man einen Saatkasten so breit wie die Maschine hat und alle 10 oder 12 cm einen Auslass, finde ich auch keine Alternative da zu aufwendig für den Zweck.

Habt ihr Praktiker vielleicht ein paar Tipps?
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Nick » Mo Apr 23, 2018 22:19

Hallo,
einfacher wäre es meiner Meinung nach auf dem Grünlandgerät so eine alte Drillmaschine zu montieren und den Grassamen einfach fallen zu lassen. Breite sollte relativ einfach zu ändern sein und die Särohre kann man ja auch variieren.

mfg
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon apemaster117 » Di Apr 24, 2018 11:06

So wie es Nick beschrieben hat, habe ich es bei meiner kleinen Wiesenwalze gelöst.

Ich striegel erst, und säe dann beim Walzen direkt Grassamen nach. Dazu habe ich eine alte D4 auf die Walze gebaut und treibe das Rad über den Walzenkörper an. Soll nicht nachgesät werden, kann ich die Sämaschine einfach per Hydraulikzylinder ausheben...

Bei Bedarf kann ich Bilder schicken
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon valtran121 » Di Apr 24, 2018 11:58

Bedarf besteht .
Danke .
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Di Apr 24, 2018 12:02

Bilder wären schön :D
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Di Apr 24, 2018 21:54

Hi!

Muss noch mal kurz fragen- einfach aus Interesse:

Die pneumatischen Maschinen, die mit nur einem Rädchen den Samen dosieren und dann in so einer runden Dose mit sternförmig angeordneten Stutzen das Luft-Saatgutgemisch auf zig Schläuche verteilen, sind ja schon sehr interessant.

Einfacher geht es ja eigentlich nicht, die Saat auf eine Breite "X" gleichmäßig zu verteilen...

Ist das wirklich nur eine runde Dose mit Schlauch- Abgängen rundum, oder steckt da noch ein Trick drin?
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon countryman » Di Apr 24, 2018 22:01

der Trick ist das Wellrohr unter dem Verteilerkopf, das die nötigen Turbulenzen erzeugt.
Daran hat ein gewisser Helmut Weiste in jungen Jahren gefeilt.
https://www.vdi.de/technik/fachthemen/technologies-of-life-sciences/artikel/buch-das-accord-pneumatic-system/
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Di Apr 24, 2018 22:22

Ist das Wellrohr das zentrale Steigrohr, das zum Verteiler führt?
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon countryman » Di Apr 24, 2018 22:24

ja genau. Eine gewisse Länge ist nötig und es ist nicht glatt sondern eben gewellt.
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Re: Getriebe einer Sämaschine: Funktion?

Beitragvon Daniel Setz » Di Apr 24, 2018 22:48

Ok- vielen Dank :D

Das auf mein kleines Gras- Sämaschinchen zu übertragen sollte ja möglich sein, zumal es hier auf die Verteilgenauigkeit auch nicht so ankommt wie bei den großen Ackerbaumaschinen...

Wie gesagt weiß ich auch gar nicht, ob es zum Eigenbau kommt, aber es ist echt interessant, sich über die Funktion klar zu werden. Als ich das erste Mal vor so einer großen Horsch der ortsansässigen Biogasanlage stand, war mir das ein Rätsel, wie sich ein Rohr auf einmal in unzählige Schläuche aufteilt - einfach so... :D
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