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Getriebe Fendt Farmer 3s

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Getriebe Fendt Farmer 3s

Beitragvon Manuel » Di Aug 09, 2005 12:20

Hallo

Ich bin neu hier und habe schon sofort eine Frage. Also ich habe einen Fendt Farmer 3s, bei dem das Getriebe vor 2 Monaten kaputt ging. Meine Frage ist es, ob es sich rentiert das Getriebe zu reparieren, oder ob man sich ein neues kaufen sollte.

Wäre froh Antworten zu erhalten.

MFG,
Manuel

Ps, Traktoren die ich fahre sind:

MB-Trac 1100
2. MB-Trac 900 turbo
Eicher Königstiger
Fendt Farmer 3s
Bertolini
Hürlimann 5110 mit Harvesterprozessor
O&K Radlader L6 mit Retrobagger
Alter Deutz Bj. 1939
Manuel
 
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Beitragvon Fendtman » Di Aug 09, 2005 12:33

Hi,

kommt drauf an was an dem Getriebe kaputt ist.

Neues oder besser gesagt ein funktionstüchtiges gebrauchtes bekommt man leicht von nem Traktorschlächter.

Mal zerlegen und sehen was defekt ist dann nach den Preisen für neuteile oder gebrauchtteile fragen wenns sich das überhaupt lohnt noch zu machen.

Welchen Königstiger haste denn Bj. PS ? Allrad ?

Hab auch einen

gruß fendtman
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Getriebe Fendt Farmer 3s

Beitragvon Manuel » Di Aug 09, 2005 13:55

Hallo,

Ich schätze mal dass es ein Lager ist, aber kennst du Adressen wo man ein Getriebe bekommt, und wie liegen die in den Preisen?

Zum Eicher:

Es ist ein Königstiger 2 Allrad, 52 Ps. Hat bis jetzt 4320 Std gelaufen und ist aus 2 Hand, 2003 wurde er komplett restauriert, würde den Eicher jedoch nicht mehr hergeben.

MFG,
Manuel
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Beitragvon Fendtman » Di Aug 09, 2005 14:50

Der Eicher hat doch schon den Perkins Motor oder?

Ich hab leider nur den 3007 mit Eicher Motor aber Hinterrad allerdins schon an die 12000 Std. und wartet noch aufs Restaurieren.

Haste ein Bild vom Eicher würde mich sehr interesieren.

Hm Adressen wüsste ich nur eine von nem Traktorschlächter der hat aber auf jeden fall X viele Getriebe vom 3S oder ähnlichen mit selben Getriebe rumliegen.

Firma Heinrich Werner
Stübach / Neustadt Aisch / Mittelfranken

Ist aber nicht immer günstig.

Wenn es wriklich nur ein lagerschaden ist würde ich lieber das alte Getriebe machen wäre günstiger denke ich

gruß fendtman
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Getriebe Fendt 3s

Beitragvon stiftamobil » Di Aug 09, 2005 22:27

Hi Manuel,

Ich kann mich morgen mal schlau machen, wo es gebrauchte aber restaurierte Getriebe für den 3s gibt! Welches baujahr ist deiner?
Wir fahren auch eien 3s mit Fritzmeier Verdeck.

P.s. Anschrift:

Firma Heinrich Werner
Fabrickstraße 15
91456 Stübach bei Neustadt an der Aisch
tel: 09161/9492
Fax: 09161/60929

Gruß Stift :D
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Getriebe Fendt 3s

Beitragvon Manuel » Mi Aug 10, 2005 9:03

Hallo Stift,

Das wäre nett, ich habe schon ein paar Getriebe gefunden, aber wenn die innen so wie aussen sind, dann hält das Getriebe auch nicht lange. Natürlich wäre dann ein überholtes die besserere Alternative, aber wenn es nur an einem Lager liegt, dann kann man vielleicht das alte reparieren.

Übrigens, hat der Fendt im Schnellgang auch einen Over-Drive, wenn ja könnte ich mich ja noch trauen zu fahren, weil der Schnellgang funktioniert als einziger noch richtig.

@ Fendtman, muss nur noch Bilder knipsen.

MFG,
Manuel
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Beitragvon Fendtman » Mi Aug 10, 2005 9:10

Hm des mit dem Fahren ist ne riskannte sache weil nicht das sich das Lager total verteilt hat und sich dann noch irgendwass verklemmt und mehr kaputtgeht.

bin mal gepannt auf die Bilder :lol:

Welchen Motor haste drin Perkins oder Eicher ?

gruß fendtman
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Getriebe Fendt 3s

Beitragvon Manuel » Mi Aug 10, 2005 9:29

Hallo,

Ich habe einen Eicher Motor drin, Traktor ist Bj. 1971.


Hat der Fendt den trotzdem einen sogenanannten Over-drive?

MFG,
Manuel
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Beitragvon Fendtman » Mi Aug 10, 2005 9:43

Overdrive hatten doch erst die 300 Fendt ab Bj. 81 soweit ich weiß.

Overdrive ist der Hebel am Armaturenbrett wo man jeden Gang nochmals zuerst in Lansam und Schnell unterteilen konnte später dann in Lansam-Mittel-Schnell also 3 mal.

Das hat dein Farmer 3 S nicht.

Hast du den mit runder oder eckiger haube ?

Der eckige hat auch schon die Turbokupplung
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Fendt Farmer 3s

Beitragvon Manuel » Mi Aug 10, 2005 13:47

Hallo,

Ich habe den mit der eckigen Haube, Bj 1970. Mir wurde gesagt dass beim Overdrive in dem Fall bei mir der Schnellgang S nur der Gang läuft, und die anderen Gänge im Getriebe dann nicht mitlaufen, denn wenn ich den zwischengang auf null setzte, ist nur der Schnellgang der noch läuft.

MFG,
Manuel
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Beitragvon Fendtman » Mi Aug 10, 2005 14:18

Puh keine ahnung so gut kenn ich mich damit nicht aus.

Sorry

Dachte nur wenn evtl. im öl irgendwelche teile rumschwimmen vom defekten lager oder so könnten diese deswegen auch schaden anrichten.

gruß fendtman
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Beitragvon Favorit » Mi Aug 10, 2005 20:53

Hi,
erst mal: Der Begriff "Overdrive" bezeichnet die drei Schnellgänge auf der "Überfahr"-Welle des entprechenden Getriebetyps. Das 13/4 hat so gesehen auch einen 30km/h Schnellgang...

So jetzt zum Fahzeug: Der Farmer 3S von Fendt ist von 1966 und repräsenteirt das technische Paradestück der Baureihe Farmer zu der Zeit! Der Rundhauber, der von dem auf 45 PS (2125 U/min) gedrosselten 4-Zylinderdirekteinspritzer aus dem Favorit 3 (52PS; 2300 U/min) angetrieben wird, verfügt über das brandneu entwickelte 13/4-Vollsynchrongetriebe (Favorit 3 mit 16/4), dem wahlweise entweder die eben beim Favorit 4/4S (6-Zylinder) im gleichen Jahr eingeführten neuen Bauteile Turbokupplung oder Drehmomentwandler vorgeschaltet sind. Ebenfalls war der Farmer 3S gegen 5060,- Mark Aufpreis (eine gehörige Summe damals) mit lastschaltbarem Allrad und hydr. Lenkung (sonst Gemmer-) zu haben. Von dem in Hinterrad-Ausführung 17.660,- Mark teuren Star der Farmer-Baureihe verkaufen sich bis zur Einführung der Baureihe 100 anno 1972 nicht weniger als 14.156(!) Einheiten. :shock:
Mit dem 1968 erscheinenden Farmer 4S mit 55PS (Favorit 3 bis `67; danach 3S mit 62PS, Favorit 4S mit 80PS) erhält auch der Farmer 3S die eckige Haube (und Motor auf 48 PS), die nun Bestandteil des neuen "Fendt-Baukastensystems" ist. Ab 1970 wird die Baureihe Farmer dann mit dem 5S (65PS) nach oben ergänzt (Fav. 3S eingestellt; 4S jetzt als 10S weiterhin mit 80PS, aber neuerdings jetzt aus 5,1l Hubraum). Diesen größten Farmer gab es optional auch mit einer neuentwickelten lastschaltbaren Wendeschaltung für das 13er-Getriebe. Wer den hat, oder schonmal gefahren ist, kann ja hier mal berichten!
Vom 4 und 5S verkaufen sich im übrigen nicht so Viele (1347 zu 3415 Einheiten), der 5S kostete immerhin stolze 27.035,- Mark in Hinterradausführung. Anders als beim Favorit ist der Allradantrieb im Farmer jedoch noch eine exotische und kostenintensive Sonderausrüstung und wird seltener geordert (bei 5S aber schon 1976 zu 1491 Einheiten; beim Fav. 4S hingegen 164 zu 531 Stück und beim Fav. 10S kaufen dreimal soviele Landwirte den Allrad (335), als wie den Hinterrad (105); der 12SA (`70-`71) mit 110PS entsteht hingegen bloß in 195 Einheiten, die je 43.890,- Mark in Grundausrüstung kosten). 1972 wird der Farmer als "100S" restrukturiert und es werden nciht weniger als annähernd 50.000 Maschinen an den Mann/die Frau gebracht. Das erfolgreiche 13/4-Getriebe bleibt jedoch noch bis zur Einführung des Farmer 300LS (15/4 mit 40 km/h, ab 1987 21/6 und 1993 21/21) in Verwendung.

So, da wir das Fahrzeug jetzt kulturhistorisch eingeordent haben, können wir uns dem Einzelfall widmen (Du Judas hast also dem Farmer 3S das Getriebe ruiniert, dafür wirst Du bezahlen! :twisted: ):
Also generell gilt: Vom 13/4 gibts ungefähr 1 Mio Stück, aber ich wäre mit Ausschlachtungsmaschinen ( :cry: ) sehr sehr vorsichtig! Weshalb wird ein Fendt (ein Fendt!) aufgegeben? Doch nur, wenn er völlig am A... geht, auch und gerade das Getriebe! Zudem braucht ein Ausschlachter keinerlei Gewährleistung für die Funktionssicherheit der Teile zu geben. Also keine gebrachten Ersatzteile bei Verschleißteilen! Das Beste wird sein, Du suchst dir einen freien Mechaniker, mit dem Du das Getriebe einmal zerlegst (der Farmer 3S ist ja nicht so groß, den kennt jeder ältere Mech., wenn nicht, ist es kein richtiger LaMa-Mech!). Wenn Du ncoh lange Spaß am Farmer 3S haben willst, rate ich dir den Tausch sämtlicher Lager, Dichtringe und Synchonringe, am besten auch Instandsetzung der Hydraulik! Die Sachen sind nicht so teuer, teuer ist die Arbeitszeit für die Trennung der Blocks. Vermutlich sind die Ersatzteile nicht mehr im Onlinekatalog auf www.fendt.com (?), aber per e-mail kannst Du dir jeden Kostenvoranschlag kommen lassen. Bitte auch mit der Werkstatt einen Kostenvoranschlag und schriftliche Fixierung aller zu erledigenden Aufgaben anfertigen. Nochmal: Dein Getriebe ist u.U. in keinem schlechteren Zustand, als jedes potentielle gebrauchte Ersatz-Getriebe! :wink:

P.S.: Hast Du den Drehmomentwandler? Deiner ist ja dann ein später mit eckiger haube und 48 PS! Den Motor kann man übrigens nach Genehmigung des Mech. auch auf 55 PS (im Favorit 3 ab `66 so) aufmachen.
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Beitragvon Favorit » Do Aug 11, 2005 18:43

Psst...

hier mal ein paar (nichtgenehmigte) Fotos:

[/img]Bild
Hier sehen wir einen späten Farmer 3S mit eckiger Haube und dem vierpfostigen "Sicherheitsrahmen". Er ist serienmäßig wahlweise mit Turbomatik oder Drehmomentwandler sowie mit lastschaltbarer Zapfwelle und dem neuen Vollsynchrongetriebe ausgerüstet. Seine 48PS begrenzten die Arbeitsbreite der Scheibenegge zwar stark, aber das Arbeitsergebnis ist trotzdem höchst zufriedenstellend. Der optionale Allradantrieb war ebenfalls lastschaltbar und mit einer VA-Bremse versehen. 14.156 Einheiten!

[/img]Bild
So ähnlich (mit den anderen Kotflügeln und mit dem Sattelsitz) sah auch die frühe Version des 3S aus. Hier haben wir aber den Farmer 2 ab Bj. `60 mit 8/4-Getriebe und Tornado-Duplex-Kupplung. Es wurden bis 1970 insgesamt 23.405 Stück produziert, so auch z.B. am 26.Mai 1961 die Fendt-Nr. 100.000. Dieses Modell steht heute als "Goldenen Fendt" im Fendt-Traktorenmuseum in Marktoberdorf. Haarstreubender Zahlendreher: Damals arbeiteten 1961 Menschen für Fendt!


[/img]Bild
Nachdem der 3S 1968 auf 48PS aufgerüstet wurde, ergänzte im gleichen Jahr der neue Farmer 2S die Baureihe "S" nach unten. Zwar bot sein 3-Zylindermotor lediglich 42PS, das hindert den braven Mann in dieser Szene Dank Turbokupplung und 13/4 Feinstufengetriebe aber nicht am Einsatz eines 3-Schar-Pfluges. Das sind dann 14PS/Schar, ein Beweis für den hohen Wirkungsgrad der Konstruktion.

[/img]Bild
Ein Bild des Farmer 4S substituieren wir mit dieser Impresion eines Spezial-Tiefbauschleppers aus dem Fenst-Mehrzweck-Programm des gleichen Jahres 1968. Der geneigte Anhänger erkennt sofort, daß diese Gerätschaft aus dem Favorit 3S mit 3400ccm hervorging. Es ist nichtsdestotrotz jedoch das S-Farmer-Getriebe verbaut, allerdings mit unter Last zu betätigender Wendeschaltung für alle Gänge. Daher kommt diese Zustzausrüstung für den 4S also! Die Geschichte funktioniert in Kombination mit dem Drehmomentwandler, mit dem das Drehmoment an den Rädern um das Dreifache im Verhältnis zur Geschwindigkeit erhöht werden konnte und umgekehrt. Perfekte Rangierbedingungen!

[/img]Bild
Hier nun ein Farmer 5S von 1970. Ausgestattet mit 65PS war er der stärkste Farmer seiner Zeit. Seine Leistung basierte immer noch auf dem 2976ccm-4-Zylindermotor aus dem Favorit 3, hier jedoch vermutlich mit einer anderen Einspritzung, Kühlung usw. Ausgerüstet mit Allrad und der (im Farmer einzigartigen) Zweifachzapfwelle aus dem Favorit eignete er sich auch für schwere Ernteeinsätze z.B. mit gezogenen Maishäckslern. Er stellt somit ohne Zweifel ein Bindeglied zwischen beiden Baureihen dar. Wie viele Favorit-Kunden sich in diesen wirtschaftlich schwierigen Jahren anstelle eines Fav. für einen Farmer 5S entschieden, bleibt uns unbekannt, jedoch sind die Differenzen in den Verkaufszahlen zwischen Farmer 5S und Favorit 10S unübersehbar: 3563 Einheiten bei Diesem hier, davon schon 1491 mit Allrad.

[/img]Bild
Hier nun sehen wir einen Favorit 10S (SA in diesem Fall) mit 80PS aus 6 Zylindern, ebenfalls von 1970-72. Mit 37.430 Mark für die Allradversion war der Nachfolger des Favorit 4S runde 10.000 Eier teurer, als der Farmer 5S. Ein Ei kostete damals aber längst keine ganze Mark, so verkauften sich in der schlimmsten Wirtschaftsdepression der Nachkriegszeit insgesamt nur 440 Stück von Ihm. Wer damals dennoch einen kaufte, griff aber mit 75%iger Wahrscheinlichkeit gleich zur Allradausführung. Ob der Steuerblock mit 1dw/1ew schon Serie war, vermag ich leider nicht zu sagen, aber für diesen Einsatz in Norddeutschland mit hydraulisch verstellbarem Beetpflug war sein Vorhandensein wohl dringend geboten. Das original Peko-Verdeck hat hingegen sicher weiteren Aufpreis gekostet. Der Favorit 10S/A verfügte über ein merkwürdiges 12/6-Getriebe(?).

[/img]Bild
Vom damaligen Topmodell, dem 12SA, der mit dem Allradantrieb serienmäßig ausgerüstet war, wurden gerade mal 195 Einheiten gebaut. Als überzeugter Anhänger der Theorie der azyklischen Investitionen outete sich somit auch dieser Herr im roten Hemd und Hut. 43.890,- Mark hat sein Fahrzeug ohne Zusatzaustattung 1970 und `71 gekostet. In der gezeigten Szene mit dem leichten Grashäcksler ist der 110PS starke 12 SA zudem vermutlich etwas unterfordert, aber bei den 16 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgängen war wohl schon die richtige Übersetzung mit dabei. Wenn aus den Favorit 10/11 S/SA und 12 SA nicht die Baureihe Favorit 600S hervorgegangen wäre, hätte sich bei dieser Entwicklung sicherlich um eine Fehlinvestition gehandelt.

[img][img]http://img351.imageshack.us/img351/7869/farmer1d4lq.th.jpg[/img]
Eine Antwort auf die Ölkrise fanden die Fendt-Ingenieure in diesem 1971-`73 Farmer 1D. Dieser Sparschlepper war nicht nur in der Anschaffung äußerst preiswert, sondern glänzte auch mit dem geringen Verbrauch seines 3-Zylinder-Luftkühlers. Ausgelegt mit 34 PS eigente er sich mit dem lastschaltbarem Mähbalken vor allem als Mähschlepper in kleinstrukturierten Grünlandgegenden. Mit dem Getriebe schwimme ich ein bisschen, aber ich glaube sein 12/4 hat Aufpreis gekostet, ebenfalls war der Schnellgang lieferbar. Somit hatte man dann auch beim letzten Farmer 1 sein 13/4-Getriebe. Die für den Einsatz des seitlich versetzt fahrenden Ladewagens benötigte Motorzapfwelle mit 540U/min kostete auch extra. Das Leben im auf diesem Bild gezeigten ganzen Haus mit dem Kuhstall unter dem Schlafzimmer vor Alpenkulisse und selbstgefertigter Kleidung hatte ganz sicher seinen Reiz! Aber das, liebe Landcomunity ist lange her. Wir wollen hoffen, daß unser Freund von Damals vor dem Heranrücken der im Hintergrund sichtbaren Wolken vom Berge rechzeitig mit der kombinierten Futterwerbung fertig wurde!

[/img]Bild
Eigentlich wäre das Bild vom Farmer 1D schon ein schöner Schluß gewesen, aber hier habe ich noch was Lustiges aus der Fendt-Mehrzweckbaureihe: Ein Agrobil S von 1972. Diesen, mit Bundesmitteln geförderten und mit 8to Ladekapazität sowie 60Km/h-Getriebe (18/6) ausgestatteten Selbstfahrhäcksler konnte man damals noch mit dem FS Klasse 3 fahren. Es wurden lediglich 112 Einheiten gefertigt. Das Agrobil gehört ganz in die Reformära der sozial-liberalen Koalition damals, der ja auch z.B. das damals Solarmofa von Solo zuzuordnen ist.

Quelle: Fendt-Archiv der Agco-GmbH in Marktobedorf. Haftung durch den Webmaster, ansonsten ausgeschlossen. :lol:
Zuletzt geändert von Favorit am Do Aug 11, 2005 20:32, insgesamt 16-mal geändert.
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Beitragvon Favorit » Do Aug 11, 2005 18:44

P.S.: Die meisten Bilder sind leider sehr klein geraten, obwohl ich sie eigentlich groß hatte. :oops:
Es ist aber möglich durch Doppelklick zu einer vergrößerten Version zu gelangen.
Zuletzt geändert von Favorit am Do Aug 11, 2005 20:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Christian » Do Aug 11, 2005 19:50

Nette Sammlung hast du da zusammengetragen. Sollte aber nicht in diesen Thread, da gehts früher oder später unter. Wie wäre es eine art Archiv einzurichten?

MfG
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