Gilles hat geschrieben: Raps ist eine lange Pflanze und benötigt daher eine bedeutende Menge an Kali (K2O).
Aber wichtig ist auch CaO, Phosphor (wie du selber auch erdacht hast) und Magnesium (ohne MgO keine grünen Blätter)
Ein ausgewachsener Rapsbestand enthält bis zu 400 kg K2O / ha, derselbe Bestand hat bei einer optimalen Vorwinterentwicklung dem Boden bereits 100 kg K2O / ha entzogen (Herbstentwicklung 2005). Nicht zu verachten ist die bessere Winterhärte der Pflanzen wenn genug Kali vorrätig ist. Leider wird dies zu oft mit Pflanzenschutzmitteln versucht zu regeln,Kali düngen wäre logischer. Als weitere Vorteile eines optimalen Kaligehaltes im Boden kann man nennen: 1) Die Pflanzen optimieren den Wasserhaushalt und 2)
die spätere Ölbildung in der Pflanze wird aktiviert. Die Gehaltsklasse auf den Bodenanalysen (ohne geht nicht) sollte auf jeden Fall C sein.
Unser Rapsbestand braucht zur Zeit der Schotenbildung etwa 60 kg MgO / ha, etwa 50 kg S / ha und der Borgehalt im Blatt sollte nicht unter 30 gr / kg TS fallen.
Raps braucht Kalk, dadurch kann es aber sein daß Manganmangel auftritt, wenn dies geschieht hellt das Blatt auf und die Blattadern bleiben grün. Am Besten du versuchst das dann mit einem Blattdünger in den Griff zu bekommen. Die Mittel können mit einem Insektizid kombiniert werden (Nie eine Überfahrt mit der Feldspritze auf den Raps machen ohne ein Insektizid geladen zu haben. Beachte aber die Bienengefährdung (ggfs abends fahren).
Bei meinem Arbeitgeber stehen mir Kalisalz40%+6%MgO zur Verfügung (4 – 6 dt / ha) + Patentkali 30%+10%MgO (2 – 3 dt / ha).
Bei akutem MgO – Bedarf rate ich meistens ± 300 kg / ha Kieserit an. Über das Blatt sehe ich es gerne wenn Bittersalz gespritzt wird ± 10 kg / ha (Tipp:in lauwarmem Wasser vorauflösen und dann in die Spritze geben).
Noch zum Phosphor (P2O5), am besten Bodenanalyse machen, sich vergewissern daß der pH-Wert der Parzelle da steht wo er hingehört und dann 100 kg P2O5 / ha streuen. Achtung es sind PK Formeln im Handel die einen hohen Gehalt an mineralsäurelöslichem Phosphor enthalten, du braucht aber zitronensäurelösliches und/oder wasserlösliches Phosphor.
Zur N-Düngung im Frühjahr gibt es viele Meinungen. Meine überschneidet sich mit der der DSV www.DSV-Saaten.de . Hier heißt es in einem „Innovation ´s-text“: Die tiefer gelegenen Knospen benötigen nach Abfrieren des Blattapparates früh und reichlich Stickstoff in der 1. Gabe. Ein Magnesiumzusatz kann die Jugendentwicklung und Neublattbildung im Frühjahr unterstützen. Der Einsatz von Fungiziden im Frühjahr ist nur selten erfolgreich. Weiters zu diesem Text „Wenn Raps im Herbst zu üppig wird“ findest Du auf den Seiten der DSV.
Ich hoffe ich konnte helfen und wünsche dir über 40 dt Raps / ha, gute Ernte!
