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Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Holz, einer der ältesten erneuerbare Energieträger
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Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Grüner » Do Nov 14, 2013 10:58

Folgende Situation:
Ein kleiner Weiler in Bayern (nicht ganz 7 Höfe) haben sich zusammengeschlossen und in Eigenregie eine Hackschnitzelwärmeanlage gebaut, die jetzt alle Höfe mit Energie versorgt. Das Teil ist eine recht große Halle mit einem Verbrennungsofen drin.
Nun Frage ich mich, inwiefern das für andere kleinere Ortschaften umsetzbar ist. Also, kann man Rabatte beim Hallenbau bekommen, oder gesammelt Hackschnitzelöfen bestellen, so dass das billiger wird?
Mir schwebt da eine Initiative vor, die versucht solche und ähnliche Anlagen im ländlichen Raum zu etablieren. Wenn das genügen Mitglieder wären, könnte man evtl staatliche Hilfen erhalten.
Was haltet ihr von der Idee?
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Staffelsteiner » Do Nov 14, 2013 11:40

Die "Idee", die nicht neu ist, ist grundsätzlich nicht verkehrt...
Es müssen aber auch die Bedingungen und Umstände gegeben sein....
Die Häuser nicht zu weit auseinander.... ein Nahwärmenetz darf nicht zu teuer kommen...(kommt es aber meist, wenn Straßen und Wege u.u.u. aufgerissen und durchquert werden müssen.....Außerdem gibt es, trotz guter Isolationstechnik auch dauerhaft ganz schöne Wärmeverluste durch die Leitungen....Die Wasserumwälzung kostet dauerhaft Energie/teuren Strom, und nicht zuletzt: Die Menschen müssen auch zueinander passen!!!
Sich nur auf Förderungen zu verlassen, wo doch eh der Staat "sein Geld " für "andere Dinge" braucht.... (wisst schon, oder?) ist nicht so gut.....
Hätte man die neuen Energien mehr den Märkten überlassen, wären die Strompreise nicht so eskaliert......

Dies ist halt meine Meinung.....
Wie ist Eure??
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon helfert » Do Nov 14, 2013 11:49

Bei uns sprießen diese Nahwärmenetze wie Pilze aus dem Boden. Meist mit 200-800 KW.

Gefördert werden solche Netze vom Staat. (z.B. pro Meter Nahwärmeleitung)

Viele Grüße

Lukas
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Limpurger » Fr Nov 15, 2013 9:26

Hallo,
das mit den vielen Einzelanlagen und Sammeleinkauf usw. macht aufgrund der deutlich höheren Anschaffungs- und Betriebskosten keinen Sinn wenn es die andere Möglichkeit gibt! Dazu müssen aber folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- genügend Wärmebedarf --> bei einer Einfamilienhaus - Neubausiedlung heute per Gesetz nicht mehr gegeben!
- kurze Leitungswege realisierbar --> Kostenfaktor bez. Bau/Unterhalt und Energieffizienz
- Förderprogramme vorhanden und maximal ausschöpfbar
- kompetente Betreiber die mit Herzblut dabei sind
Mit letzterem steht und fällt das Wohlergehen einer solchen Anlage! Wenn hier aus Profitgier nur billigst-HS auf dafür ungeeigneten Anlagen eingesetzt werden ist der Ärger vorprogrammiert, das kann nicht funktionieren. Eine Betreibergemeinschaft aus den Teilnehmern des Wärmeverbundes ist hier meist besser aufgestellt. Wenn dann noch qualitativ hochwertige HS eingesetzt werden, oftmals aus den Wäldern der Teilnehmer, die einem guten Mindeststandard entsprechen und auch zu Marktpreisen nach Energiemengen vergütet werden ist das in der Regel sehr effizient. Kein Teilnehmer will sich von den Nachbarn vorwerfen lassen nur "Glumpert" geliefert zu haben!
Die Alternative mit einem Contractor zu arbeiten kann aber auch funktionieren, dieser muß aber sehr sorgfältig ausgewählt werden und Sachverstand mit der Materie vorweisen können. Hier ist es aber auch wie immer im Leben - man bekommt nur das was man bezahlt. "Geiz ist geil" kann einen hier im Extremfall eben auch frieren lassen. In diesem Sinne allen ein warme Stube!
Gruß, der Limpurger
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Grüner » Fr Nov 15, 2013 10:45

Na das ist doch schon mal was.
Den Wärmeverlust über die Leitungswege kann man theoretisch mit guten Materialien eindämmen.
Die Betreiber sollten mit Herzblut dabei sein - und das sind sie, wenn es ihr Geld ist mit dem sie ihre Wärme produzieren :-)

"Bei uns sprießen diese Nahwärmenetze wie Pilze aus dem Boden. Meist mit 200-800 KW."

Wunderbar, find ich toll, beobachte ich auch schon.

Anderer Gedanke: Wenn die wirklich aus dem Boden sprießen, wird Holz teuerer werden. Und als ( relativ langsam) nachwachsender Rohstoff scheint da eine stark steigende Preiskurve vorprogrammiert zu sein. Selbst Schreinereien verkaufen ihren Hobelabfall. Früher waren sie froh das sie es los hatten.....
Wie gegensteuern? Ideen?

@Staffelsteiner: meinst du wirklich der Energiepreis wäre nicht eskaliert wenn man alles den Märkten überlassen hätte? Also den Märkten auf denen die Vier Großen der Energiebranche am Werk sind?
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon PhatFinder » Fr Nov 15, 2013 11:14

Wunderbar ist die Fernwärme ,die aus der Biogasanlage kommt und so nicht nutzlos verpuft .
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Grüner » Mo Nov 25, 2013 16:49

Nur so als Info: http://www.martin-radlmair.de/hackschnitzel.html
Bin jetzt dabei in diese Form der Energiegewinnung zu investieren, suche nach Schreinereien die mir den Rohstoff bieten können und versuche das mal im Bürgermeisteramt durchzudrücken :-)
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Limpurger » Mo Nov 25, 2013 18:36

@Grüner:
Der verlinkte Text ist sowas von praxisfremd, schon lange nicht mehr so gelacht :lol: . Vor der Entscheidung pro oder contra HS steht eine Grundsatzentscheidung - Energieeinsparung durch Wärmedämmung und Niedrigtemperatur-Flächenheizungen verbunden mit der Nutzung der Solarthermie für Brauch- und Heizwasser oder Komfortsteigerung und Enregiekosteneinsparung durch Reduzierung der direkten Kosten für den eingesetzten Energieträger in Form von Hackschnitzeln. Denn wer in eine zugegebenermaßen teure HS-Heiztechnik mit entsprechendem Einsparpotential bei den Brennstoffkosten investiert kann die auch nicht ganz geringe Investition in die Solarthermie wirtschaftlich eigentlich nicht mehr darstellen. Man sieht es in der Praxis dennoch häufiger, dann gab es aber meist die Solarthermie vor der HS-Anlage. Wer wollte denn den früheren Stückholzkessel alle paar Tage bei Sommerwetter einheizen, gemerkt hat man es zumeist erst wenns beim Duschen kalt wurde. Da war die Solarthermie dann doch viel komfortabler - aber eben nur zur Brauchwassererwärmung! Zumal die solare Heizungsunterstützung aufgrund der niedrigen erreichbaren Vorlauftemperaturen bei normalen Heizkörpern eh nichts bringt. Und wenn dann schon wie beschrieben ein "Sonnenhaus" mit entsprechend niedrigem Wärmebedarf existieren würde macht die Investition in ein derart teures Heizsystem noch viel weniger Sinn. Der Mehraufwand an Investitionskosten läßt sich innerhalb der zu erwartenden Lebensdauer dann aufgrund des minimalen Wärmebedarfs nicht mehr einsparen. Egal wie man es dreht und wendet - HS-Anlagen werden nur dort wirtschaftlich eingesetzt wo eine große Energieabnahme erfolgt, dies ist bei einem modernen Niedrigenergiehaus eben einfach nicht gegeben! Man darf bei allem Einsatz für die erneurbaren Energien nicht den Blick auf die Kosten verlieren, das kann sich heute eigentlich keiner mehr leisten.
Gruß, der Limpurger
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Limpurger » Mo Nov 25, 2013 23:55

@holz-metall-artinger:
Um Rückfragen vorzubeugen, wir betreiben bereits die zweite HS-Anlage im Ganzjahresbetrieb für Heizung/Warmwasser. An einem anderen Standort nutzen wir einen HV zum Heizen und zur Brauchwassererwärmung bei Schlechtwetter, bei Sonnenschein erledigt das Brauchwasser eine Solarthermie. Die gibt es aber nur wegen des Komforts, wirtschaftlich ist diese solare Brauchwassererwärmung aber niemals kostendeckend geschweige denn rentabel! Ich bin also kein Theoretiker sondern weiß wovon ich schreibe. Auch für das Heizen mit Öl benötigt man nicht zwangsläufig eine Öl-Zentralheizung, es gibt da noch die früheren Öl-Einzelöfen. Sinngemäß entspricht dies dem Verheizen von HS im Stückgutkessel, mit manueller Einfüllung und Zündung. Teilweise sind diese Einzelöfen schon mit Öl-Zentralversorgung ausgerüstet damit das Ölkannenschleppen entfällt, die sind dann technologisch sogar schon moderner, quasi HS-Halbautomaten mit automatischer Beschickung ohne Zündung :D . Nun aber Spaß beiseite, die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb einer HS-Anlage sind vorgegeben, es läßt sich einfach nicht von der Hand weisen. Sicher lassen sich die HS wie angedeutet auch in manchem Stückgutkessel verbrennen, aber nicht in allen! Zumindest unser HV "bollert" wie wild wenn zu Beginn des Heizens die als Anzündmaterial eingefüllten HS brennen. Da wummern sämtliche Verkleidungsbleche sichtbar und der Restsauerstoffgehalt ist extrem niedrig, bei einer zu großen HS-Menge ist es auch schon zur Verpuffung gekommen. Sind die HS verbrannt ist alles gut. Auch unser alter Naturzug-HS-Kessel für Groghackgut kam mit den G30-Designerhackschnitzeln moderner Stoker-Anlagen nicht klar. Es gab massive Verpuffungen und die schon damals jährlich wiederkehrende Emissionsmessung (da automatisiert) war damit nicht zu schaffen. Mit Grobhackgut gabs kein Problem. Beim Feinhackgut war eben einfach zu viel Holz-Oberfläche am Ausgasen, das bekam der Kesseln trotz für HS-Einsatz verkleinertem Brennraum-Inhalt einfach nicht sauber verbrannt. An der aktuellen HS-Anlage hört man davon nichts, es ist ja auch immer nur eine kleine Menge im Brennraum. Letzte Woche war der schwarze Mann da um am HV die Emissionswerte zu überprüfen (ab heuer ja auch für manuelle Anlagen alle 2 Jahre Pflicht), da wurden dann aber keine HS eingefüllt - warum wohl?
Gruß, der Limpurger
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Limpurger » Di Nov 26, 2013 1:02

@holz-metall-artinger :
Die Mehrkosten für die HS-Anlage sind doch gut angelegtes Geld: So können wir das ganze Glumpert komfortabel in wohlige Wärme umwandeln und das wertvolle Scheitholz für einen anständigen Preis an die Herde der Kachel- und Kaminofenbetreiber verkaufen :mrgreen: ! Zumindest ist es bei uns so daß seit wir mit dem Rückewagen alles anfallende Strauchwerk und Laubholz-Geäst vernünftig handhaben können mehr als genug Top-Scheitholz für Kachelofen und HV haben. Früher ging der Rest vom Scheitholz alles durch den Hacker. Heute läuft´s andersrum:
Alles was nicht spaltfähig ist wird zu HS, ebenso minderwertige Hölzer wie Weide usw.. Stammware natürlich vorgespalten zum Trocknen, wir hacken grundsätzlich nicht grün bzw. nass. Dadurch haben wir mehr HS als wir verbrauchen, das Hackgut von 2012 liegt noch kpl. auf Halde, selbst die 2011er gehen in 2013 nicht mehr zur Neige. Vom anfallenden Scheitholz wird aktuell der minderwertigere Teil (astig, krumm usw) für die eigenen Stückholz-Heizungen verwendet, die verbleibenden schönen Stücke bringen dann als Verkaufs-Brennholz gutes Geld in die Kasse :D . Zum Einwand mit dem Älterwerden, da mache ich mir keine Sorgen: Wenn irgendwann die Holzerei nicht mehr gehen sollte muß man sich für eine der sich anbietenden Alternativen entscheiden: HS vom Nachfolger machen lassen, Pellets kaufen oder in betreutes Wohnen umziehen. n8
Gruß, der Limpurger
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Re: Hackschnitzelanlage für jeden :-)

Beitragvon Favorit611 » Mi Nov 27, 2013 18:33

ich hab mir hier jetzt auch mal alles durchgelesen, und hab auch schon mal an ein nahwärmenetz gedacht. Allerdings habe ich da an Miscantus gedacht als Brennstoff....
Auf der Agritechnika hab ich mich mal umgehorcht und die Firma Guntamatic http://www.guntamatic.com/home?gclid=CI ... 3godJAwAhQ verspricht das 100% Miscantus einsatz kein problem für die anlage wäre.

Für unser 2 Familienhaus soll wohl so eine Heizung kommen + 1 ha Miscantus . Wäre jetzt die überlegung Nachbar usw auch mit Wärme zu versorgen.....

Was denkt ihr, ohne jetzt groß Zahlen in den Raum zu werfen ?
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