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Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon estrell » So Jan 16, 2011 13:11

Frau Aigner bietet nun neue Erkenntnisse und Folgen aus der gemachten Dioxinkriese.... Kontrollen, noch mehr Kontrollen und noch mal noch mehr Kontrolle... was will man von Bürokraten schon anders erwarten - nur - wie steht es mit der Haftung?

Der als Verursacher bekannte Fettlieferant ist zwischenzeitlich Pleite - nur - wer zahlt dem Landwirt die Schäden aus den Folgen seiner mit gutem Gewissen gekauften Futterchargen?
Muss die erste Folge aus diesem Skandal nicht sein das landwirtschaftliche Zulieferer - egal ob bei Futtermitteln oder Düngemitteln, Pflanzenschutzmittel - wenn sich herrausstellt das der Zulieferer Mist gebaut hat muss er haften - sprich, da das Geld ja dann nicht in der Kasse lagert, muss eine Schadenshaftung als Versicherung her. Die Entschädigung müsste sofort bei Mängelfeststellung erfolgen.

Gerecht fände ich auch eine persönlich Haftung, denn jemand der "schon Jahrelang" pfuscht, und nur jetzt grad mal auffällt, gehört eigentlich für längere Zeit hinter feste Mauern.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon amwald 51 » So Jan 16, 2011 13:32

servus mitanand
estrell hat geschrieben:Frau Aigner bietet nun neue Erkenntnisse und Folgen aus der gemachten Dioxinkriese.... Kontrollen, noch mehr Kontrollen und noch mal noch mehr Kontrolle...
Der als Verursacher bekannte Fettlieferant ist zwischenzeitlich Pleite ...
Gerecht fände ich auch eine persönlich Haftung, denn jemand der "schon Jahrelang" pfuscht, und nur jetzt grad mal auffällt, gehört eigentlich für längere Zeit hinter feste Mauern.

... es wurde kontrolliert >>> ob jeder zettel richtig abgelegt wurde - und dabei wirds wieder bleiben
... nicht der verursacher ist pleite >> der hat seine schäfchen bestimmt im trockenen. die gemeinheit mit beschränkter haftung ha(ben)t (die)der gauner wirtschaftsrechtlich konform dicht gemacht :idea: :idea: :idea:
... in puncto wirtschaftskriminalität sind erholungszeiten hinter schwedischen gardinen für die delinquenten absolute ausnahmen >> das wird auch so bleiben.
grüße vom alpenrand
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon euro » So Jan 16, 2011 13:45

Was ist eine Kriese?
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon Cairon » So Jan 16, 2011 13:49

Dir Frage ist ja nur, ob eine solche Versicherung finanzierbar wäre und wie sich die Kosten dafür auf den Preis des Produktes auswirken würden. Und wie sieht es mit der Haftung für indirekte Schäden aus?

Ein Beispiel für indirekte Schäden:

Ich habe 400 schlachtreife Schweine, die sollten eigentlich nächste Woche weg.

400 Schweine * 95 kg Schlachtgewicht = 38.000 kg

38.000 kg * 1,35 € (angenommener Preis ohne Krise) = 51.300 €

38.000 kg * 1,12 € (aktueller Preis laut Notierung) = 42.560 €

42.560 € - 51.300 € = - 8740 €

Die Mehrwertsteuer habe ich jetzt mal außen vor gelassen.

Man kann jetzt über den letzten Euro streiten, aber ich denke diese Rechnung ist schon realistisch und diesen Schaden habe ich nur den Holsteiner-Fettpanschern zu verdanken. Aber bei wem soll ich das einklagen, schließlich haben die Insolvenz angemeldet und wahrscheinlich haben sie ihre Millionen in Liechtenstein oder sonst wo geparkt.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon amwald 51 » So Jan 16, 2011 14:25

servus mitanand
Cairon hat geschrieben:... Und wie sieht es mit der Haftung für indirekte Schäden aus?

Ein Beispiel für indirekte Schäden:
Ich habe 400 schlachtreife Schweine, die sollten eigentlich nächste Woche weg.
400 Schweine * 95 kg Schlachtgewicht = 38.000 kg
38.000 kg * 1,35 € (angenommener Preis ohne Krise) = 51.300 €
38.000 kg * 1,12 € (aktueller Preis laut Notierung) = 42.560 €
42.560 € - 51.300 € = - 8740 €

... das ergebnis schreibst du der position "marktschwankungen" in deiner bilanz gut >>> und gut isses :gewitter: :gewitter: :gewitter:
grüße vom alpenrand
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon Eicher Königstiger 2 » So Jan 16, 2011 18:27

Nur mal angenommen, die Futtermittelhersteller zahlen alle eine gewisse Prämie für eine Versicherung, was glaubt ihr denn, wo dieses Geld herkommt.
Da diese Firmen weiterhin den gleichen Gewinn, wie vorher machen wollen und werden, wird es auf die Futterpartien umgelegt und an die Kunden also bis zum Landwirt durchgereicht.
Da die grossen Schlachtkonzerne aber bei der Preisfindung machen können, was sie wollen, wird aber garantiert kein einziger Cent für unsere Schlachtschweine oder Bullen mehr bezahlt.
Also bezahlen wir letztendlich sowieso die Zeche. :oops:
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon Carsten » So Jan 16, 2011 19:02

Hallo,

ihr werdet keine Versicherung finden die grob fahrlässiges Verhalten versichert.
Gruß
Carsten
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon H.B. » So Jan 16, 2011 19:16

Carsten hat geschrieben: fahrlässiges Verhalten

Scheinbar war hier mutwilliger Vorsatz im Spiel. Die Futtermittelhersteller werden das nicht versichern können - möglicherweise aber die Landwirte. Nur ob da Preisabschläge einbaubar sind, ist eine andere Frage. Ansonsten wie amwald

Der durchschnittliche Milcherzeuger hatte in den vergangenen Jahren ein Vielfaches dessen an BDM-Schäden.
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon Ernst-August » So Jan 16, 2011 19:55

Also ich bin dafür einen Fonds zu errichten in den eine Abgabe pro Tonne Müll entrichtet wird und der ansonsten von der chem. Industrie gespeist wird.
Ich bin aktiver Bauern-Schützer ! http://www.farmpoint.de - Social Network für Landwirte, wo Landwirte mit ihren Interessen unter sich bleiben und jeder weis wer was schreibt und wer es liest !
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon estrell » So Jan 16, 2011 21:14

ich seh das ja ganz genauso:
Bei Vorsatz haftet keine Versicherung
Der Verursacher ist GmbH oder AG und eh nicht dingfest zu machen
....
möglicherweise wäre eine Versicherung für den Landwirt möglich... deren Kosten man dann halt absetzen müsste - könnte sich mehr rechnen als eventuelle Schäden ohne Ausgleich zu durchlaufen...

Aber Kontrollen bringen es einfach nicht, egal wie gerne Lehrer das Abschreiben oder Beamte gesetzeswiedriges Verhalten abschaffen würden - so ist eine Kontrolle sowieso unsinnig. Solange Kontrolleuren und dem Nikolaus gemein ist, das sie einerseits nur einmal im Jahr und das auch nur zum vorherbestimmten Zeitpunkt auftauchen, sind die Kontrollen jedenfalls nur rausgeschmissenes Geld.

Trotzdem - ich mag es nicht einfach so hinnehmen, das jeder Futzi hingehen kann und sich im Laden wegen Verarbeitungsmängeln von gekauften Produkten eine Garantie abholen kann, der Landwirt aber der Gekniffene ist, wenn er guten Glaubens ein Produkt kauft, welches dann aber sich als Bumerang herrausstellt.

Und @ euro - manchmal vermute ich in letzter Zeit, das DU eine der Krisen bist.... ist aber OK - ich spreche besser Deutsch als du, du schreibst es besser. Damit müssen wir beide leben.
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon H.B. » So Jan 16, 2011 21:49

dürft/könnt! :wink:
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon xyxy » Mo Jan 17, 2011 6:25

Also, falls jemand das Gefühl hat, dass wegen einer Überdosis Dioxineier das Ende naht, kann er hier späte Rache an seinen
Ernährer üben:
http://foodwatch.de/spender__unterstuet ... x_ger.html
Ob FW die Möglichkeit für sich in Anspruch nimmt, auf irgendeine Art die Sache zu beschleunigen, mag ich nicht beurteilen. Essens-Retter halt.
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon frank1973 » Mo Jan 17, 2011 7:52

Carsten hat geschrieben:Hallo,

ihr werdet keine Versicherung finden die grob fahrlässiges Verhalten versichert.
Bei der jährlichen Sicherheitsunterweisung in unsere Firma wurde uns ganz klar gesagt daß wir in einer Produkthaftung stehen,d.h. wenn einer fahrlässig Sc.....e baut ist man sogar mit dem Privatvermögen dran,also grob gesagt ne schraube an einer Bremse nicht angezogen und die Hütte ist weg.Warum gehts bei denen nicht?Sollte es daran liegen daß der letzte Panscher nicht festgestellt werden kann sind die Kontrollen nicht ausreichend.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon SHierling » Mo Jan 17, 2011 8:51

Lebensmittel sind nun mal keine Industrieprodukte. Man kann Frischware keiner Kontrolle unterziehen die 3 Wochen dauert, das ist schlicht Unfug, der von Leuten verbreitet wird, die keine Ahnung haben wovon sie leben.

Und der Vergleich mit den Bremsen hinkt doch auf beiden Beinen: es geht nicht darum, ob irgendwelche Stichproben ausreichend sind, es geht darum, daß - übertragen - jemand zB minderwertiges Material in die Bremsbelege packt, weil er dann mehr Gewinn macht. Sowas kommt alle paar Wochen vor, und da wird auch kein solches Bohei drum gemacht, und erst recht muß nicht derjenige, der ohne es zu wissen lebensgefährliche Bremebelege in ein KFZ schraubt, für deren Zusammensetzung haften, völliger Quatsch. Allein im Januar waren schon wieder 4 Rückrufe von KFZ, und die letzten Bremsen, die bei Regen den Dienst versagen, stammen aus Dezember. http://www.autoservicepraxis.de/rueckru ... tml?skip=0

Eine Haftung Einzelner, womöglich Arbeiter mit dem Privatvermögen wäre ja wohl auch völlig unzureichend und ein doller Reibach für die Firma: den Gewinn streichen sie ein und die Haftung landet beim Einfamilienhaus des Schraubers? Da wäre es ja ein Wunder, daß nicht noch mehr explodierende Airbags, versagende Bremsen und löcherige Spritleitungen zu tausenden verscheuert werden, kost ja nix!

Kontrollen sind Stichproben, und wer in der Schule nicht geschlafen hat, kann sich auch ohne weiteres ausrechnen, wie weit sich eine erhöhte Anzahl der Stichproben, oder ein vergrößerter Stichprobenumfang auf die Wahrscheinlichkeit sicherer Produkte auswirken, aber wer behautet, "mehr Kontrollen" würden in einem System, in dem es allein aufgrund der Biologie schon keine Einzelkontrollen geben kann zu 100% sicheren Lebensmitteln führen, der verblödet die Verbraucher, nichts weiter.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Haftung für Schäden bei "Nahrungsmittelkriesen"

Beitragvon SHierling » Mo Jan 17, 2011 9:07

xyxy hat geschrieben:Also, falls jemand das Gefühl hat, dass wegen einer Überdosis Dioxineier das Ende naht, kann er hier späte Rache an seinen
Ernährer üben:
http://foodwatch.de/spender__unterstuet ... x_ger.html
Ob FW die Möglichkeit für sich in Anspruch nimmt, auf irgendeine Art die Sache zu beschleunigen, mag ich nicht beurteilen. Essens-Retter halt.

Boah - das finde jetzt sogar ich geschmacklos: "Wenn Sie ihr Essen nicht überleben, hinterlassen sie uns ihr Geld, wir kümmern uns drum" ?!
War sowas nicht mal verboten? Das Vererben an Organisationen ist ok, das darf man, weiß ich. Aber wenn ich mich recht erinnere, gibt es Grenzen für "Erbe werben", als Altenpfleger/heim zB darfst Du das ja auch nicht?
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