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Hühner shclachten?!

Auch für das Federvieh haben wir hier einen Platz ;-)
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Hühner shclachten?!

Beitragvon DARC » Di Jul 18, 2006 14:25

Hallo,


also bisher hatten wir nur ein paar Hennen und haben ausschliesslich die Eier verwertet. Nun ist es durch den ganzen Nachwuchs aber langsam soweit...das ich mir Gedanken ueber das Schlachten machen muss.

Da ich das Schlachten so tiergerecht wie moeglich durchfuehren moechte...Bitte ich um ein paar entsprechende Tips...

Also WIE schlachetet ihr ??? Wie nimmt man ein Huhn aus...und wie ist das mit dem Rupfen.....?? fuer entsprechende Infos bin ich und meine Huehner sehr dankbar!

Gruss

DARC
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Beitragvon SHierling » Di Jul 18, 2006 14:53

Hallo,
selbst auf die Gefahr hin, daß es wieder x Leuten nicht gefällt die meinen, sie könnten mit ihrem Vieh in jeder Hinsicht machen was sie wollen bis es tot umfällt - Schlachten darf nur, wer das gelernt hat.
(TierschSchlVO - § 4 Sachkunde
(1) Wer Tiere betreut; ruhigstellt, betäubt, schlachtet oder tötet, muß über die hierfür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten (Sachkunde) verfügen,(...)

Also entweder in einer entsprechenden Ausbildung (Landwirt, Tierwirt, Schlachter etc), oder gesondert, dann nennt sich das "Ordnungsgemäßes Schlachten von Geflügel", wird als Kurs oder Prüfung von so ziemlich jeder LWK angeboten, alternativ darfst Du auch bei einem Schlachter, Landwirt oder Tierwirt lernen, den der Amtsvet dafür für tauglich hält.

Dabei lernst Du, abgesehen von einer Menge nützlichem Zeug über Anatomie, Physiologie, Haltung und Verhalten, wie man ein Huhn ohne Aufstand fängt, wie man es so festhält, daß nicht gleich das ganze Dorf von dem Geschrei und Gezappel in Aufruhr gerät (und das Huhn auch hinterher noch schmeckt ;) ), wie man es betäubt, und dann "entblutet" (was - abgesehen vom Erschießen - hierzulande die einzig erlaubte Tötungsart ist).


Wenn das Tier vernünftig geschlachtet wurde ist das Rupfen auch ganz leicht. Kurz in ca 60°-70° heißem Wasser brühen, nicht zu heiß, dann leidet die Haut und bekommt Flecken, und nicht zu kalt, dann lösen sich die Federn schlechter. Ich schlachte meist mehrere Hähnchen hintereinander weg, laß die ein bißchen abhängen und schalte mir zum Brühen (knapp 1 Minute) dann einen alten Einkochtopf auf Temperatur, das klappt gut.

Rupfen: Die Federn "gegen den Strich" ausziehen, dabei laß ich die Füße immer noch dran, hält sich besser. Gibt auch Rupfmaschinen.
Die feinen Häärchen und Reste werden abgeflammt, "traditionell" bei uns in der Gegend über einem umgedrehten Emaileimer mit brennendem Spiritus drauf, Gasbrenner geht genau so gut. Füße ab, indem Du die Sehnen am Gelenk vorn anschneidest, einmal nach hinten knicken, und die Haut abtrennen, fertig.

Ausnehmen kann man schwer beschreiben - am Hals trennst Du Speiseröhre und Luftröhre so mit den Fingern bis in den Bauchraum rein von dem umgebenden Gewebe, dann schneidest Du knapp über der Kloake in die Bauchdecke (vorsicht, nicht den Darm verletzen!). Durch diese Öffnung kannst Du mit den Fingern oder der Hand (je nach Größe des Huhns) dann die restlichen Eingeweide ringsherum lösen (nicht die Galle zerquetschen dabei!), und dann entweder erst den ganzen Kram (geht am Stück) durch den gemachten Schnitt ausnehmen, und dann die Kloake ausschneiden, oder umgekehrt (ich find ersteres leichter, kenne aber auch Frauen, die das andersrum machen).

Leber angucken, wenn sie Flecke hat, restlichen Bestand entwurmen, wenn sie hell ist oder schwammig, mal die Fütterung überdenken (FLS).
Den Magen an der Seite aufschneiden, umkrempeln, Steine rausnehmen und die helle, dicke Innenhaut abziehen, der Rest ist Muskel pur und kann zusammen mit dem Herz zur Suppe oder in Würfeln angebraten in die Soße.

Üblich ist aber eigentlich Arbeitsteilung: wer schlachtet, braucht nicht zu Rupfen und Auszunehmen, sondern ist erst beim Essen wieder dran ;) ;)

Es gibt übrigens auch Lohnschlachtereien, Huhn kostete hier früher 1,50E für Schlachten, Rupfen und Ausnehmen. Da wars dann schon mal üblich, die Füße dranzulassen (damit man auch sah, daß das die eigenen Hühner waren, die man wiederbekam)

Grüße
Brigitta
Zuletzt geändert von SHierling am Di Jul 18, 2006 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon DARC » Di Jul 18, 2006 15:16

Hi,

also ich gehe seit ca 20 Jahren fischen..und weiss wie wichtig artgerechtes Töten ist. Ich bin nicht sicher...ob man dazu einen Lehrgang braucht.

Ich kann ein Huhn fangen...ohe das es einen Aufstand gibt...aber ich werde
mich mal nach so einem Kurs erkundigen.

Ich hoffe...das ist nicht wieder nur Geldschneiderei!

...fuer ein paar Tips waere ich trotzdem Dankbar..ich moechte mir ein Bild von der Sache machen.
Dank und
Gruss

Andreas
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Beitragvon DARC » Di Jul 18, 2006 15:21

..mal eine Frage...gennuegt mein Fischreinschein als rechtliche Grundlage????
Gruss
Andreas
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Beitragvon SHierling » Di Jul 18, 2006 15:46

..mal eine Frage...gennuegt mein Fischreinschein als rechtliche Grundlage????

Keine Ahnung - frag halt in Deinem Landkreis nach, das ist überall unterschiedlich, auch die Seminare / Prüfungen sind ganz verschieden, von 4 Tage bis 4 Stunden und von kostenlos bis ???)

"Nur Geldschneiderei" finde ich sowas in keinem Fall, ich bins aber auch leid, über solche Gesetze zu diskutieren (liegt jetzt nicht an Dir, ist ganz allgemein so). Es gibt sie nun mal, weil die "Mehrheit" der Leute sie gerne so hätte. Jeder Trollo will Demokratie, aber bitte nur so lange, wie er sich nicht selber mal danach richten muß. Anscheinend ist Töten ja wohl sowas wie Instinkt, oder Angeboren, daß das jeder "einfach so" kann und darf ...
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Beitragvon Bananajoe » Di Jul 18, 2006 18:14

Du hast in deinem Landesfischereischein nicht gelernt wie man waidgerecht Tiere ausnimmt (zumindest kann ich mich daran nicht erinnern).
Ich will es mal so sagen :
Die Gesetze gelten solange, wie sie auch kontrolliert werden können.
In jedem Dorf wird seit je her mit der Axt und dem Holzbock den Hühnern ein schnelles aber blutiges Ende bereitet, das wird wohl immer so sein.

Aber fasse meine Meinung nicht als Erlaubnis auf :wink:
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Beitragvon SHierling » Di Jul 18, 2006 18:26

Hoppla ...
Du meinst, ein Mörder, Schläger oder meinetwegen auch "nur" einer, der Deinen Acker ansteckt und dabei nicht erwischt wird, der hat nix falsch gemacht??? Merkwürdige Ansicht ...
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Beitragvon questenberg » Di Jul 18, 2006 18:48

[quote="SHierling"]Schlachten darf nur, wer das gelernt hat.[/quote]

Moslems dürfen es hierzulande auch ohne Lizenz. Sogar ohne Betäubung! Bei Federvieh ist es ja egal, aber die dürfen sogar Schafe ohne Betäubung kaltmachen. :shock: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher. :wink:
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Beitragvon SHierling » Di Jul 18, 2006 21:32

Moslems dürfen es hierzulande auch ohne Lizenz. Sogar ohne Betäubung!

qu: Woher kommst Du denn, wenn das nicht zu indiskret ist?
In D brauchen Moslems (genau wie Juden und andere Leute die sich nur nach dem Alten Testament richten) eine Ausnahmegenehmigung, die die Sachkunde ebenso voraussetzt wie jedes andere Schlachten. Wobei - falls Du darauf anspielst - beim Schächten noch viel genauere Vorschriften gelten als beim Schlachten, wenn da das Tier im falschen Moment zappelt, oder nicht SOFORT liegt, oder auch nur das Messer eine Scharte hat, ist der Schlachtkörper wertlos - das leistet sich kaum einer freiwillig. Sauberes Schächten ist übrigens - gerade beim Schaf - ein schnellerer Tod (weil die Arterie durchtrennt wird und sofort das Gehirn nicht mehr durchblutet wird) als Schlachten (wo nur die Vene geöffnet wird).

Aber es geht (mir) eigentlich gar nicht darum, geltendes Recht irgendwie zu verteidigen, ich weise nur drauf hin, daß es existiert. (und ihr reagiert wie die Römer, die den Boten mit der schlechten Nachricht erschlagen, anstatt sich um den Inhalt zu kümmern ;) ). Mir persönlich paßt in diesem Land nicht mal die Art, wie Gesetze gemacht werden, aber das ist kein Grund, sich nach denen, die da sind, einfach nicht zu richten (oder selber zu entscheiden, was man gerade für Recht hält und was nicht). Wer so denkt, braucht sich an anderer Stelle über Klauereien
jedenfalls nicht zu beschweren ;) ;)

Da irgendetwas "beim Geflügel ja egal ist" kann ich auch nicht finden - wieso das denn?

Grüße
Brigitta
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Beitragvon questenberg » Di Jul 18, 2006 21:50

Auf unserem Betrieb wurden lange genug Schafe gehalten, daß ich weiß, wovon ich rede. Letzten Endes wurde die Schafhaltung seinerzeit eingestellt, weil 1. Das Scheren zu teuer war im Verhältnis zum Wollpreis und 2. diese Massenschächtereien so ausarteten, daß das Blut den Hof runter bis vor die Kirche gelaufen ist. Es ging ja nicht, ein oder zwei Schafe zu schlachten. Nein, ganze Sippenverbände rückten zeitgleich an, um 15 Tieren oder mehr auf einmal den Saft abzudrehen. Leider war an eine andere Vermarktung nicht zu denken. Die meisten Einheimischen haben ja seinerzeit Schaffleisch nicht gegessen (ich bringe es heute noch nicht fertig). Und folgerichtig wurde die Schafhaltung eingestellt. Und falls jetzt einer die Rassismuskeule gegen mich schwingen will: falsche Adresse. :wink:
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Beitragvon Bananajoe » Mi Jul 19, 2006 8:57

Nationalität hin oder her. Ich habe lediglich gesagt, dass in jeder kleineren Ortschaft die Hühner seit je her ohne Vet.Amt geschlachtet wurden. Das Blut ins Grundwasser läuft dokumentiert hier niemand, doch jeder beherrscht sein Fach - davon habe ich mich überzeugt, da lernt man sich gegenseitig an.
Aber das ist auch nur meine Meinung :wink:
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Beitragvon DARC » Mi Jul 19, 2006 10:37

Huch...was istr denn hier passsiert...was habe ich denn nun losgetreten?

...also auf die Frage , ob man bei der Fischereipruefung waidgerechtes Toeten lernt...hier in NRW als ich den Lehrgang..( Dauer 1 Jahr) gemacht habe..JA!..war ein sehr wichtiger Teil der Ausbildung!

Ich mache mich mal schlau...ein Huhn ist kein Fisch..und ich moechte die Sache eben sauber erledigen..sonst schmeckt mir das Fleisch nicht!

Was ich mich allerdings frage...haben die Maschinen in den Schlachthoefen auch so einen Lehrgang gemacht?...haben die rotierenden Edelstahlmesser einen Ausbildungsnachweis?...denk mal drueber nach!
Gruss
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Beitragvon DARC » Mi Jul 19, 2006 10:38

nochwas...du hast schon Recht..die Araber zB. halten ihre Pferde heute noch in Fussfesseln...wieso sollten sie dann beim Schlachten verantwortungsvoller sein...ich wueder das Schaechten verbieten!
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Beitragvon questenberg » Mi Jul 19, 2006 11:02

Ich ebenso. Ohne Ausnahme. Wenn manche religiösen Splittergruppen damit nicht leben können, sollen sie eben Falafel essen. Tierquälerei ist und bleibt Tierquälerei, egal ob der Schlachter beschnitten ist oder nicht.
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Beitragvon SHierling » Mi Jul 19, 2006 18:03

Was ich mich allerdings frage...haben die Maschinen in den Schlachthoefen auch so einen Lehrgang gemacht?...haben die rotierenden Edelstahlmesser einen Ausbildungsnachweis?...denk mal drueber nach!
Die Betäuben per Bad oder per Strom (unter Aufsicht) - aber darüber kann man "nachdenken" so viel man will, davon ändert sich überhaupt nichts, genau so wenig wie vom Ignorieren oder Herumfluchen.
Bei unserm Amt wird übrigens alles anerkannt, was "Töten von Wirbeltieren" beinhaltet, und das sind Fische ja auch.

qu: woher kommst Du denn nun, wo Geflügel "was anderes" ist und so merkwürdige Ritualmorde als Direktvermarktung nötig? Der SVG für Schaf- und Lammfleisch in D liegt bei 56% und lag kaum je mal höher, hier muß eigentlich kein Mensch seine Tiere illegal schächten lassen, und als "Klassifizierung" in der Schlacht-VO gilt die normale Zoologie: Wirbeltier ist Wirbeltier. Ausnahme ist nur der "Massenfang von Fischen", bei dem eine Betäubung nicht zumutbar ist. (steht nicht dabei, wem .... )

Grüße
Brigitta

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