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Hydraulikoberlenker

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Hydraulikoberlenker

Beitragvon dieselross f24 » Fr Mär 04, 2005 22:43

hallo

wir wollen uns einen hydraulikoberlenker selber bauen und weil mein Vater die oberlenkeröse nicht direkt auf den zylinderstempel schweißen will (damit man die dichtungen noch wechseln kann und so) würde es mich interessieren ob man da auch ein gewinde draufschneiden kann oder ob das material des stempels dafür zu hart ist :?

danke für eure antworten dieselross
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Beitragvon Powershifter » Fr Mär 04, 2005 23:00

Aussen denke ich nich dass das geht, aber einschneiden könnte gehen, muss du aber mal jemand fragen der sich damit auskennt>>>> Landmaschinenmechaniker oder so
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Beitragvon Herminator » Sa Mär 05, 2005 14:06

Darf ich euch dringend vom selbstbau solcher Sachen abraten. Das sind sicherheitstechnisch relevante Teile!! Auch nur einen normalen Doppelt wirkenden Zylinder kannste Vergessen, da müssen Sperrventile dran usw.
Nur mal angenommen du fährst mit einem angebauten Gerät über die Straße und das Teil bricht ab. Wenn dabei jemand zu schaden kommt ist der Teufel los, denn die Polizei nimmt dir mit tödlicher sicherheit den Schlepper und Gerät komplett auseinander. Oder wenn du selbst zu schaden kommst kannste Berufgenossenschaftliche´Versicherung usw. vergessen. Leider ist die ganze sache mit dem Selbstbau nicht mehr so einfach wie es mal war, da es viel zu viele unwegsamkeiten gibt mit denen man im Schadensfall gewaltig auf die Fresse liegen kann
Wenn du wirklich so ein Ding brauchst kauf dir besser einen Originalen. Gibt es im Zubehör mittlerweile sehr günstig, zumindest so günstig, das es sich sicher nicht lohnt für 100€ weniger einen selbst zu bauen und gefahr zu laufen seinen Hof verkaufen zu müssen wenn was schlimmes passiert.
Mein Kumpel hat noch einen fast neuen gebrauchten, den würde er angeben. Wenn interesse besteht, dann gebe mir mal die Maße , also Kürzeste und längste Länge, Bolzendurchmesser. Vielleicht passt der ja.

Nochmal an ALLE: Die Gesetze in sicherheitstechnischen Dingen sind haftungsmäßig sehr hart geworden. Versicherungen versuchen möglichst nicht zu Haften und suchen so lange bis sie was finden, und sie finden fast immer was. Gerade wenn Personen zu schaden kommen steigen die Haftungssummen ins unermessliche. Hier sind schnell Beträge an die Million oder drüber erreicht. Überlegt mal was euer Hof Wert ist und denkt scharf darüber nach ob es sich wirklich lohnt mit selbst gebauten Teilen 500€ zu Sparen. Oder Lohnt es sich wirklich seinen Schlepper schneller zu machen, damit ich 2 minuten schneller bin, aber dafür erlischt dann die Betriebserlaubnis und ich fahre völlig ohne Versicherungsschutz herum???
Ich habe selbst eine Bekannten der im Leben auf keinen grünen Zweig mehr kommt. Er hatte an eine Deichsel vom Anhänger einen Tritt angeschweißt, bzw nur geheftet. Ein Autofahrer hat ihm beim Getreidefahren die Vorfahrt genommen und ist dabei leider umgekommen. Alles war in Ordnung, die Anhänger waren sogar zugelassen, bis auf die 2 ´kleinen Heftstellen. Die Versicherung hat diese gefunden und daraufhin den Prozess gewonnen und Haftet nicht!!! Der Mann hatte eine Frau und 3 Kinder, mehr brauch ich wohl nicht zu sagen.

Viel spaß beim Basteln!
Hallo Leute.
Ich bin Landmaschinenmechaniker und kenne mich mit vielen Landmaschinen und Traktoren aus .. aber nicht mit allem. Trotzdem gebe ich gern mal einen Tips weiter. .. Ich handele übrigens auch mit Teilen und Maschinen
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Beitragvon Heiliger Mann » Sa Mär 05, 2005 18:29

So wie Herminator schon sagte rate ich auch von selbstgebauten Oberlenkern ab, allein schon aus versicherungstechnischen Dingen!
Hyd. Oberlenker haben Rückschlagventile die die Schläuche und die Hydraulikanlage des Traktors schützen! Grade bei Strassenfahrt sind die Schläge des Anbaugerätes nicht ohne, 1 schadhafter Schlauch und schon kann ein Unfall vorprogrammiert sein! Ausserdem dienen sie dazu das sich der Oberlenker in der eingestellten Länge nicht verstellt.
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Beitragvon Christian » Sa Mär 05, 2005 19:50

Ich rate auch davon ab, unser ehemaliger Siloblockschneider hatte einen hydraulischen Oberlenker den die Fachwerkstatt nachträglich mit einem Schnellkuppelhaken ausgerüstet hat. Sieben Jahre hat das gehalten, dann plötzlich Peng und ab war er. Zum Glück nicht auf einer Straße. Bei Ebay bekommt man die Dinger neu im Sofortkauf schon ab 159.-€, sind auch nicht schlechter als bei Agroma/Fehlig/Agrimarkt usw.

MfG
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Beitragvon Marian » So Mär 06, 2005 14:17

Hallo,

ich rate da auch völlig von ab!
wegen versicherung etc. wurde ja schon alles gesagt und da schließe ich mich an. aber denke auch daran (was ja auch schon erwähnt wurde)
das, dass nicht gerade positiv für die hydraulikanlage eures schleppers ist.
und übrigens. ich weiß ja nicht an was für einen schlepper der dann ran soll,
aber stell dir mal vor du kommst an den hydraulikhebel, völlig unabsichtlich.
dann gnade gott das keiner hinter dir ist. und es muss ja nichtmal einer hinter dir sein.. ich habe auf dem hof (in ostdeutschland) eine schriftliche genehmigung gehabt in 10km umkreis auf der straße fahren zu dürfen, trotzdem das ich keinen führerschein hatte (aber da gab es nur einen fahrer und deßhalb wurde das genehmigt, übrigens waren die weiter außerhalb und da war sowieso kaum verkehr)... naja, und da waren wir dann am ballen
abfahren. ich auf dem alten eicher mammut mit FL. auf dem rückweg im FL einen Ballen und hinten in der heckhydraulik auch einen auf der ballengabel die mit einem eigenbau hydraulikoberlenker befestigt war... während der fahrt bin ich zufällig... nur ganz kurz an den hydraulikhebel gekommen. ein lauter knall und der ganze ballen fiel auf die straße!!! es war zum glück niemand hinter mir, aber der schreck hat mir gereicht.

also glaub mir, es ist wahnsinnig schlimm wenn etwas passiert wenn jemand zusätzlich (außer dir) dabei zu schaden kommt, aber es recht schon wenn es nur so passiert, dann hast du nämlich in dem moment so eine angst und schrecken. das bisschen was ihr spart, ist es nicht wert!!!


MfG
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Beitragvon Marian » So Mär 06, 2005 14:26

Hallo,


wollte nur kurz noch was ergänzen.

klar kann man bei einem normal zugelassenen hydraulikoberlenker auch an den hebel kommen, aber ich denke der reagiert nicht so apruppt
wie ein selbstgebauter und es geht ja darum, dass dann keine versicherung haftet, was sie ja muss wenn was mit einem zugelassenen oberlenker passiert.


MfG
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Beitragvon dieselross f24 » So Mär 06, 2005 22:18

ich hab ja schon nach einem neuen oberlenker gesucht aber der soll an einen 35ps deutz und da brauch ich eben kat. 1 und das kann ich eben niergends finden sonst hätte ich schon einen gekauft

das mit dem sperrblock ist mir schon klar den gibts bei westfalia (ich glaub den verkaufen die sogar extra für solche eigenbau oberlenker)

aber danke für die versicherungstechnischen aufklärungen hab echt nicht daran gedacht wie weitreichende folgen das haben kann. werd vielleicht doch noch mal nach einem geprüften suchen weiß von euch vielleicht jemand wo man die auch mit kat.1 findet ?

bin dankbar für jede antwort

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Beitragvon Powershifter » So Mär 06, 2005 23:08

Sowas zu bauen ist kein prob, obengenannten sperrblock und jemanden der einen schweißerschein hat, schon seit ihr auf der sicheren seite, dann kann euch keine versicherung mehr was
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Beitragvon Christian » Mo Mär 07, 2005 19:53

Auf Ebay hab ich schon Kat. 1 gesehen. Für einen 35er Deutz müsste aber echt ein selbstgebauter reichen, soviel hebt die Kiste ja nun nicht.
Hat er denn überhaupt ein Doppeltwirkendes Steuerventil?

MfG
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Beitragvon dieselross f24 » Di Mär 08, 2005 16:45

das doppelwirkende steuergerät haben wir nachgerüstet :D aber den Deuzt 4006 gabs auch schn ab werk mit bis zu zei doppelwirkenden steuergeräten 8) (das haben die finanzierenden kräfte damals nur noch nicht für nötig gehalten :( )

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Beitragvon Heiliger Mann » Di Mär 08, 2005 18:08

Powershifter hat geschrieben:Sowas zu bauen ist kein prob, obengenannten sperrblock und jemanden der einen schweißerschein hat, schon seit ihr auf der sicheren seite, dann kann euch keine versicherung mehr was


Falsch! Versicherungstechnisch geht das trotzdem in die Hose im Falle eines Unfalles da der Hydraulikzylinder nun "zweckentfremdet" wird! Wenn man mit einem solch umgebauten Zylinder wirklich auf der sicheren Seite sein will kommt man um entsprechende Gutachten nicht herum (Festigkeitgutachten ect.).
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