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Hydraulische Gerätebetätigung - Baubericht

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Hydraulische Gerätebetätigung - Baubericht

Beitragvon IHC of Doncaster » Mo Mär 10, 2008 21:13

Hallo,

Ich stelle hiermit meine Lösung zum Selbstbau einer Hydraulischen Gerätebetätigung an meinem Hydrac 1000 vor um es möglicherweise einigen anderen zu erleichtern eine Lösung zu finden.

Zuerst wollte ich einfach einen passenden Zylinder reinmachen (Kolbenstange an die Schaufel und hinten irgendwie festgemacht), hab mich aber dann aus mehreren Gründen anders entschieden.

Der erste Punkt ist die Kraftverteilung. Bei der Einfachlösung würde der Kolben mit der Ringkammer die Last anziehen (weniger Kraft) und mit voller Kraft und dafür langsamer auskippen. --> Verschenkte Kraft bzw. Zeit.

Der zweite Punkt ist, dass man entweder den Zylinder verdammt hoch ansetzen müsste, oder einen extrem miesen Kippwinkel hätte, da sonst die Schaufel anecken würde. Da das sch**** aussieht und zu schwer wäre, fällt soein anbringen des Zylinders aus.

Also muss ein Hebelsystem her. Da ich beim Leichtbau bleiben will (kein Allrad) und auch nicht 2 Zylinder kaufen Möchte, ordne ich nur einen Hebel/Zylinder mittig an. Außerdem ist dann das anbauen einer anderen Schaufel einfacher (kein Schnellwechselrahmen vorhanden)

Zum Bau:

Der Zylinder hat eine 30er Kolbenstange und einen 50er Kolben. Der Hub beträgt 350mm. Wenn man sich da mal ausrechnet, wie viel Kraft der hat kommt man (zumindest ich) auf den Schluss, dass dieser reichen muss. Man will ja auch keine Kippgeschwindigkeit verschenken…
Der Zylinder wurde also bestellt. Die beiden Augen hab ich mich selbst angeschweißt, das mir alles gut ins Konzept passt.
Für die Kolbenstangenseite hab ich als Schweißelektroden Böhler Fox CN 29/9 verwendet (legierte Elektrode – lag bei mir so rum…), das Auge besteht auch aus einer (dickeren) aufgebohrten Kolbenstange vom Schrottplatz. Selbstverständlich hab ich eine Bronzebüchse als Lager eingepresst. Als Bolzen passt ein 30er rein.
Auf das Zylinderrohr wurde hinten einfach ein durchbohrtes „Flacheisen“ 70x15 mit Böhler Fox EV 50 angeschweißt. Für die Bolzenstärke 23mm.

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Der Hebel besteht aus zweimal Flacheisen St 37 mit den Maßen 10x90. zu den Enden hin verjüngt sich die Form auf ca. 75mm. Die drei Drehpunkte sind jeweils genau 250mm voneinander entfernt – die gesamte Hebellänge vom äußersten bis zum anderen äußerten DREHPUNKT ist also 500mm. Die Gesamtlänge des ganzen Hebels ist ca. 600mm.
Ich hoffe es hält meinen Anforderungen stand.
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Bei der Fertigung hab ich die „Roheisen“ als erstes zusammengepunktet und dann erst Löcher gebohrt und zugeschnitten, dass alle Löcher und die Form der Beiden Hebel genau fluchten. Später hab ich die beiden Hebelhälften natürlich wieder voneinander getrennt.
An den Drehpunkten (Löcher) hab ich Ringe aufgeschweißt, um das ganze etwas zu verstärken.
Damit der Hebel nicht irgendwie seitlich hinundher-wackelt, hab ich unten längere „Hülsen“ aufgeschweißt wie in der Mitte, wo der Zylinder anpackt und oben, wo die Schubstange zur Schaufel geht, damit der Hebel mehr geführt ist.
Um noch mehr Stabilität zu erlangen sind alle drei Bolzen am Hebel gestuft: Die Bolzen jeweils oben und unten sind in der Mitte 25mm, und außen an den Enden 20mm dick. Die Bohrung im Hebel beträgt ebenfalls 20mm. An den beiden Enden der Bolzen ist auch ein Gewinde (M20) aufgeschnitten mit dem man auf beiden Seiten den Bolzen so fix mit dem Hebel verschrauben kann. Bei fest angezogenen Muttern liegen die Hebel innen dann auf das dickere Mittelstück auf – man kann die Muttern „anknallen“, ohne die Teile, die am Bolzen liegen zu „quetschen“ und somit deren Funktion zu behindern.

Der Mittlere Bolzen wo der Zylinder anpackt funktioniert nach gleichem Prinzip, ist aber in der Mitte 30 und an den Enden 25mm dick. Das Gewinde dort ist M24x1.5 - da’s kein M25 gibt.

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Mein Ziel hab ich mit derer Technik erreicht: Der Hebel ist seitlich nahezu spielfrei – ohne Messuhr ist kein Spiel feststellbar. Sollte sich das irgendwie mit der Zeit ausschlagen, brauch ich nur die Messingbüchse erneuern.

Die Schubstange besteht aus einem U-Profil St37 mit den Maßen ca. 45x55, Wandungsstärke 5mm.
Ein Knick in der Stange lies sich für einen größeren Kippwinkel der Schaufel leider nicht vermeiden – Sollte aber trotzdem halten.
Die Augen oben und unten bestehen aus St37 – 50er Rundmaterial, auf der Drehe gebohrt, ausgedreht und natürlich die Bronzebüchsen eingepresst. Schmiernippel nicht zu vergessen.
Bolzenstärke oben am Hebel 25mm, unten an der Schaufel 20mm.

Fortsetzung folgt…

MFG
Stefan
PS: Ich weiß, die Fotos sind nicht die allerbesten... Typisch handy halt.
Zuletzt geändert von IHC of Doncaster am Mi Mär 12, 2008 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon IHC of Doncaster » Mo Mär 10, 2008 21:22

Die Aufnahme der Schubstange an der Schaufel besteht aus zwei Winkeleisen und diversem Verstärkungsmaterial. Material der Winkeleisen ist unbekannt, ich weiß nur dass sie von einem alten Hochspannungsmast stammen (Schrottplatz).

War eine Aufreibende Geschichte, den optimalsten Punkt zu bestimmen das möglichst wenig Knick in der Schubstange nötig ist und man weder Kraft noch Kippwinkel verliert. Die zweite Aufreibende Geschichte war das am besten dafür geeignete Material (Profil) zu finden.

Ich bin dann zum Schluss gekommen, dass an der Ballengabel (ehemalige Mistgabel mit nur 2 Zinken) mehr Kraft, aber nicht soviel Kippwinkel benötigt wird. Mit ihr sollten Rundballen (Heu) transportiert und gestapelt werden. Maximal ausgekippt muss es bei ganz angehobenen FL max. „eben“ stehen.
Ich hab meinen Punkt also so festgelegt, das die Gabel ganz abgelassen eben steht und ganz angehoben leicht nach unten.
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An der Schaufel benötigt man ohne Zweifel viel mehr Kippwinkel aber dafür auch nicht soviel Kraft. Passt mir so ganz gut. Bei der Schaufel lege ich den Punkt also weiter zum Drehpunkt der Schaufel hin. Deshalb ist auch der Knick in der Schubstange notwendig – Bei der Ballengabel würde ich eigentlich keinen Knick benötigen.
Diese Aufnahme muss ich erst bauen – zurzeit besteht erst mal nur die Ballengabelaufnahme. Fotos der Schaufelaufnahme folgen wenn’s soweit ist.

Werde demnächst die Sache testen und berichten. Bei Fragen stehe ich gerne zut Verfügung.

MFG
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Beitragvon Holmer 91 » Mo Mär 10, 2008 21:24

Hallo,

sieht doch schon ganz passabel aus das ganze :D

mfg, Holmer
"... Kühe sind schon auch ganz cool, aber Schweine sind halt einfach geil."
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Beitragvon IHC of Doncaster » Di Mär 11, 2008 20:03

So, hab noch schnell einen fehlenden Bolzen gedreht, alles zusammengebaut und getestet.
Es geht probelemlos einen Heu-Rundballen in jeder Lage anzuziehen - da wär noch einiges mehr drinn.
Aushalten tuts den Ballen locker vom Hocker. Hab probieret ein bisschen am Ballen zu wackeln --> es war absolut keine Bewegung bzw. Verformung oder auch nur ein federn der Konstruktion zu bemerken.
Bin dann mit Ballen durchs Gelände gefahren - scheint kein Problem zu sein.
Ich hoff, das ist auf Dauer so :)

Dann noch ein paar Fotos im zusammengebauten Zustand:

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Mein Vater glaubt, dass der Zylinder die Beiden Querstreben des Frontladers (Die Wo der Hebel draufsitzt und die, an der sich der Zylinder abstützt) auseinanderbiegen könnten. Er will lieber eine oder zwei dünne Streben längs von einer zur anderen Strebe in der Mitte machen... Ich denke es wäre kein Problem. Eher reißt es die Hebelkonsole aus der Strebe... Was meint ihr?


MFG
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Beitragvon Waldbrand » Fr Mär 21, 2008 17:10

Nett, ich plane gerade am Hauer-Frontlader,

wollte zuerst die "üblichen" Nachrüstsätze nachbauen, aber ich greife wohl auch zu ner kompletten Neuentwicklung.
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Beitragvon IHC of Doncaster » Fr Mär 21, 2008 21:25

Wenn man 2 Systeme (rechts und links) (2 Zylinder...) macht, ist das Nachbauen der Nachrüstsätzte ganz OK.
Nur wenn man nicht zuviel Gewicht drankriegen will sind 2 Zylinder schon etwas schwerer.
--> Man muss einen "Nachrüstsatz" in die Mitte bauen. Dazu fehlt bei einem Nachrüstsatz einfach der Weg des Hebels oben (Hebel ist etwas kürzer), da man die Schubstange nicht soweit zum Drehpunkt der Schaufel hin anbringen kann.
--> Der Hebel muss etwas länger gemacht werden.
Ob man den Zylinder genau in der Mitte des Hebels ansetzt oder weiter unten (wie Bei Nachrüstsatz) ist mehr oder weniger Geschmackssache: Wenn man ihn weiter unten ansetzt, dann muss man auch den Hebel kräftiger ausführen, da eine größere Kraft wirkt. Man erspart sich aber etwas Hub am Zylinder, den man dafür aber dicker nehmen muss.
Ich hab mir gedacht das "Mittelmaß" wird das beste sein und hab den Bohrer angesetzt :lol:

MFG
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Beitragvon weinviertler » Sa Mär 22, 2008 13:11

Hi - ich habe gerade meinen Hauer Lader mit einer Gerätebetätigung bestückt.Ich habe einen Bausatz verwendet mit einem Zylinder in der Mitte. Zwei sind bei dem Lader nicht nötig der Zylinder ist sehr stark ausgeführt und das Hebelsystem hat einen extrem weiten weg - kippt also sehr stark.Die Schaufel und die Gabel habe ich schon umgebaut und in den nächsten Tagen kommt noch eine Palettengabel dazu.der Umbausatz hat 350 Euro gekostet und dann noch mal ca 50 Euro für die Leitungen ein paar Eisenteile und den Lack.
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Beitragvon IHC of Doncaster » Sa Mär 22, 2008 17:16

Ich komm auf ca. 100€ Zylinder und dann noch Hydraulikleitungen und Teile. (50€)
Steuergerät war schon vorhanden (für Rundballenpresse) hab nur noch die Leitungen verlegen müssen.
Das Ganze Eisen war vom Schrottplatz (40c/kg) außer einer Hebelhälfte (8€ im Stahlhandel!!!!!)
Unterm Strich etwa 170€ ohne den Arbeitsaufwand, Werkzuege und Maschinen Mitzurechen.

Soeinen Umbausatz mit einem Hebel in der Mitte hab ich noch nicht gesehen, nur den mit 900€ übertrieben teuren und sehr schweren Satz.
Mit meinem Selbstbau bin ich bei ca. 20kg. Das alte elektromagnetische System (ca. 8kg!) fällt dabei aber noch weg. Der Umbaulatz mit 2 Zyl. hat 60kg laut einem Versand Katalog.
Da hab ich mit dem selbst bauen nicht lange gezögert, da es ja auch ein Hobby von mir ist und ich meine Maschinen (Drehbank, Fräsmaschine, Schweißgerät,...) ja auch einmal beanspruchen muss ... :)

MFG
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Re: Hydraulische Gerätebetätigung - Baubericht

Beitragvon landy » Do Dez 05, 2013 8:19

Hallo Allerseits!

Gibt es noch Fotos von euren Umbauten - eventuell im ausgekippten bzw. eingezogenen Zustand! Ich wäre sehr daran intressiert da ich ebenfalls einen Hauer MH80 umbauen möchte und mich nicht zwischen einem Umbausatz und einer kompletten Eigenkonstruktion entscheiden kann.

mit freundlichen Grüßen
landy
 
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