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Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ferguson-power » Fr Feb 12, 2021 20:58

Ich habe momentan oben genannten Radlader in Behandlung . Der Fahrantrieb zieht nicht richtig . Der fährt nur im Schneckentempo . Vorwärts und rückwärts gleich langsam . Den Schaltvorgang von langsam auf schnell spürt man fast nicht . Umschalten von vor - auf rückwärts geht zügig . Wenn ich mit dem Radlader gegen Block (Betonmauer) fahre drehen die Räder durch . Öl ist genug drin und auch die richtige Sorte . Filter ist neu . Elektrisch schaltet er sauber . Gemessen habe ich folgendes : Der Steuerdruck direkt an der Pumpe beträgt bei Standgas ca 16 bar und bei Vollgas ca 24 bar . Der Hauptdruck bei Leerfahrt ca 110 bar . Wenn ich gegen Block fahre steigt der Druck auf ca 290 bar bevor die Räder anfangen durchzudrehen . Bei durchdrehenden Rädern 240 - 260 bar . An den Steuerkolben kommt nur ca 10 -11 bar bei Vollgas an . Bei Standgas wesentlich weniger . Das Inchventil , welches ich zuerst in Verdacht hatte , habe ich überprüft . Das ist meiner Meinung nach OK . Ich meine das die Schwenkscheibe , bedingt durch zu wenig Druck auf den Steuerkolben , nicht weit genug ausschlägt und dadurch die Literleistung fehlt . Auf dem Typenschild steht nur eine ET Nr. von O&K . Es müsste sich aber um eine Rexroth A4VG handeln . Die Baugröße weiß ich jetzt nicht .
Vielleicht hat ja hier noch jemand hilfreiche Tips .
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ferguson-power » Fr Feb 12, 2021 21:22

Hier noch einige Bilder von Motor und Pumpe . Der Lader hat jetzt 6400 Std auf dem Zähler .
Dateianhänge
20210104_183653_copy_979x979[1263].jpg
20210104_180035_copy_979x979[1265].jpg
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon Englberger » Fr Feb 12, 2021 21:45

Hallo,
hast du schon rausgefunden wer der Hersteller von dem Hydrostaten/Drehmomentwandler ist?
Beim kleineren Vorgänger L5, alt wohlgemerkt, ist der HLW 10 von Linde Güldner drin.
Einen Linde Fachmann hats hier im Forum. Ist der jetzt bei Weidemann?
Gruss Christian
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon DST » Fr Feb 12, 2021 22:42

Ist Rexroth A4v, das passt schon.

Wie funzt das Inchen?
Separat montiertes Ventil das den Speisedruck weglässt?
Oder kommt Bremsöldruck an die Pumpe und steuert ein integriertes Ventil?

Welche Funktion hat der Filter an der Pumpe, für einen Speiseölfilter wirkt der sehr klein.

Ist die Arbeitshydraulik hydraulisch vorgesteuert?
Dann sind 24bar Speisedruck bei Vollgas eigentlich zu wenig.

Kann auch die Regelung vom Fahrmotor sein, wieviele Magnetspulen sitzen auf dem Fahrmotor?
Gehen Speisedruck/Vorsteuerdruckleitungen an den Fahrmotor?

Gruß Daniel
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ferguson-power » Fr Feb 12, 2021 22:43

Dem Logo auf der Pumpe nach müsste es eine Rexroth sein .
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20210104_180046_copy_979x979[1264].jpg
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ferguson-power » Fr Feb 12, 2021 23:14

DST hat geschrieben:Wie funzt das Inchen?
Separat montiertes Ventil das den Speisedruck weglässt?
Oder kommt Bremsöldruck an die Pumpe und steuert ein integriertes Ventil?


Das Inchventil sitzt zwischen dem Magnetventil und dem Steuerzylinder und wird vom Inch/Bremspedal mit Öldruck angesteuert .
Der Anschluß welcher auf dem Pumpenbild rechts neben den beiden Hirschmann Steckern zu sehen ist .

DST hat geschrieben:Welche Funktion hat der Filter an der Pumpe, für einen Speiseölfilter wirkt der sehr klein.


Der Filter auf dem Foto ist nicht der originale . Der richtige ist inzwischen montiert , ist vom Durchmesser gleich aber 5 cm länger .

DST hat geschrieben:Ist die Arbeitshydraulik hydraulisch vorgesteuert?
Dann sind 24bar Speisedruck bei Vollgas eigentlich zu wenig.


Ob die Arbeitshydraulik hydraulisch vorgesteuert ist muß ich morgen mal schauen .

DST hat geschrieben:Kann auch die Regelung vom Fahrmotor sein, wieviele Magnetspulen sitzen auf dem Fahrmotor?
Gehen Speisedruck/Vorsteuerdruckleitungen an den Fahrmotor?


Soweit ich gesehen habe nur 1 Magnetspule .
Es gehen mindestens 4 Schläuche an den Fahrmotor . Wieviel genau werd ich morgen nachsehen .
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon DST » Sa Feb 13, 2021 10:58

ferguson-power hat geschrieben:Das Inchventil sitzt zwischen dem Magnetventil und dem Steuerzylinder und wird vom Inch/Bremspedal mit Öldruck angesteuert .
Der Anschluß welcher auf dem Pumpenbild rechts neben den beiden Hirschmann Steckern zu sehen ist .


Ok, hier könnte vom Bremspedal noch ein Restdruck vorhanden sein, denke aber das hast du schon gemessen, bzw. Schlauch abklemmen und Schlauch blindschließen, Inchanschluß an der Pumpe kann offen bleiben, da darf kein Öl kommen.

Zwischen dem Magnetventil und dem Steuerzylinder sieht man eine Einstellschraube, die ist für das Inchen.
Darunter ist entweder eine Spiralfeder oder es sind mehrere Tellerfedern verbaut.
Gerade diese Federn brechen gern, und somit wird der Inchkolben nicht wieder vollständig zurückgedrückt.

Denke das ist mal der erste Ansatzpunkt.
Die 11Bar Steuerdruck sind definitiv zu wenig.

Weiß nicht in wie weit du das Ventil schon zerlegt hattest.


Hab auf die Schnelle mal paar Vergleichswerte der A4V bei anderen Herstellern gefunden, gelten für Mashinen mitte Ende der 90er, sollten aber bei dem L6F auch als grobe Richtung passen.

Schaeff gibt 30Bar Speisedruck bei OLL vor.
Hanomag gibt 26Bar Speisedruck und 20Bar Steuerdruck bei OLL vor.
Komatsu gibt 26Bar Speisedruck bei ULL und 30 Bar bei OLL vor.

Sind wie geschrieben nur Anhaltswerte zum Vergleich, am besten du besorgst dir die Werte von O&K.

Ist mit dem Inchventil alles i.O. dann bleibt die Frage:
a) - haut das Öl durch innere Leckage ab?
b) - Kommt nicht genug Öl an?
c) - hat das Regelventil für den Anfahrbeginn einen Schaden?

a) Zwecks Leckage kann man alle Verbraucher des Speisedrucks abklemmen, z.B. hydraulische Vorsteuerung (wenn vorhanden), und Fahrmotorenregelung (meist ein oderzwei kleine Schläuche mit 17/19er Schlüsselweite), und die Bremse abklemmen um äußere Einflüsse auszuschließen.
Leckage könnte auch über die so genannte "Ausspeisung" im Fahrmotor erfolgen, um das auszuschließen kann man die beiden Hochdruckschläuche an der Fahrpumpe abschrauben und die Pumpe mittels Blindplatten verschließen.
Jetzt wäre der Fahrmotor komplett außen vor und man kann an der Fahrpumpe alle Drücke sauber prüfen, auch den Fahrhochdruck, der solle deutlich über 400Bar liegen.

b) wenn nicht genug Öl ankommt dann die Saugseite prüfen, der Filter ist bereits neu, manche Hersteller haben im Hydr. Tank einen kombinierten Saug/Rücklauffilter. Da der L6 aber eine Schraubpatrone an der Pumpe hat wird der aber vermutlich direkt aus dem Tank ansaugen.
- Saugschlauch prüfen ob porös, Ölviskosität stimmt halbwegs? mehr kann man da eigentlich nicht machen.

- Speisepumpe kann einen Schaden haben - die muß zur Sichtprüfung zerlegt werden.
Dazu die schwarze Zahnradpumpe abbauen, dann sollten 2 bzw. 4 Inbusschrauben sichtbar werden, diese raus und den hinteren Flansch der Fahrpumpe abziehen.
Darunter sitzt die Speisepumpe. Ist so eine Innenzahnradpumpe/Sichelpumpe.
Das Zahnrad auf der Welle sitzt relativ lose, und der Halbmondkeil geht gern verloren. :!:
DerZahnradring ist bei manchen Ausführungen am Außendurchmesser an einer Seite leicht angefast!, hier aufpassen beim zerlegen und die Position der Fase beachten. :!:
Es dürfen bei der Speisepumpe keine Radialen bzw. Axialen Schleifspuren an den Anlageflächen zu sehen sein.
Wurde der Speisefilter lange Zeit nicht gewechselt und die Pumpe mußte immer starken Saugdruck aufbauen dann kann das Spuren hinterlassen.

c) Das Regelventil vom Anfahrbeginn ist auf deinem Bild nicht sichtbar, es regelt den Steuerdruck abhängig von der Motordrehzahl.
Prüfen kannst du nur ob die Einstellung halbwegs passt, --> Fahrtrichtung einlegen und langsam Motordrehzahl erhöhen --> der Radlader sollte so bei um 1000 1/min Motordrehzahl mit dem losrollen beginnen.
Ist dies soweit i.O. dann kannst du es im Ganzen mal rausschrauben und anschauen ob Verschmutzung oder ein Span drin klemmt.
Das Regelventil macht aber sehr selten Probleme, wenn ich mal eins getauscht habe dann letztendlich auf Verdacht.


Was mir noch einfällt -
hast du beide Seiten des Steuerkolbens gleichzeitig geprüft?
Ein undichter Stellzylinder könnte auch die Ursache für den niedrigen Steuerdruck sein, das müßte man dann auf der Gegenseite durch Druckanstieg messen können.


Auweia, ist wieder ein Roman geworden :?

Viel Erfolg.

Gruß Daniel
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ferguson-power » Sa Feb 13, 2021 11:25

Zunächst allerbesten Dank für die Hilfe . Ich werd mich gleich mal wieder auf Ursachensuche begeben .
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ICH BIN'S » So Feb 14, 2021 17:03

Hallo,


User DST hat eigentlich alles geschrieben.

Wenn mehr infos benötigt werden, oder ich selber mal vorbei kommen soll, bitte mal ne PN an mich.
Bin vom 23-25. Februar beruflich bei Pieper in Rees.


MfG
Früher hatte ich Zeit und Geld. Jetzt habe ich Landwirtschaft...
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon ferguson-power » Mo Feb 15, 2021 23:31

Hallo
Hier mein Fazit vom Wochenende .
Der Radlader läuft wieder . Wie oben schon erwähnt hatte ich das Inchventil und das Steuerventil für Fahrtrichtungsänderung vorab schon mit Druckluft auf Funktion geprüft und für gut befunden . Nach der ausführlichen und hilfreichen Beschreibung von Daniel habe ich mich der Sache am Samstag noch mal angenommen . Hydraulische Vorsteuerung der Arbeitshydraulik und hydraulische Fahrmotorregelung hat der O&K nicht . Dann habe ich das Speisedruckventil ausgebaut und eine 10 mm U-Scheibe zusätzlich unter die Feder gelegt . Da lag der Speisedruck bei knapp 40 bar . Danach habe ich eine der originalen Einstellscheiben weggenommen und der Speisedruck liegt nun bei knapp 35 bar bei OLL . Danach konnte ich mit dem Regelventil für den Anfahrbeginn , welches ich vorher rausgeschraubt und nachgesehen habe , den Anfahrbeginn recht gut einstellen . Der Radlader zieht jetzt wieder recht gut . Allerdings geht jetzt bei hoher Drehzahl der Motor in die Knie . Das liegt allerdings an der Dieselversorgung . Nächste Baustelle :roll: .
Ich warte jetzt noch auf die richtigen Einstellwerte von O&K bzw CNH und dann sehen wir weiter .
Nochmal schönen Dank für eure Hilfe .
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Re: Hydrostatischer Fahrantrieb O&K L6 Serie F

Beitragvon Englberger » Di Feb 16, 2021 7:34

ferguson-power hat geschrieben:Ich warte jetzt noch auf die richtigen Einstellwerte von O&K bzw CNH und dann sehen wir weiter .
Nochmal schönen Dank für eure Hilfe .

Hallo,
kann man jetzt über CNH versuchen O&K Ersatzteile zu kriegen?
(hoffentlich brauch ich nix)
Gruss Christian
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