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Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Hofleben » Sa Sep 12, 2026 16:26

Ich muss das einfach mal loswerden:

Gefühlt wird die Landwirtschaft jedes Jahr ein Stück mehr kontrolliert, reglementiert und mit Papierkram zugeschüttet.
Kaum hat man sich an eine neue Vorgabe gewöhnt, kommt schon die nächste. Düngeverordnung, Pflanzenschutz, Konditionalität, Flächenkontrollen, Aufzeichnungen, Meldungen, Berufsgenossenschaft, Wasserrecht, Lebensmittelüberwachung und sonst was.

Mittlerweile wird teilweise sogar kontrolliert, ob man eine Fläche überhaupt bewirtschaften darf und ob man dafür die entsprechende Nutzungsberechtigung nachweisen kann.
Ich hatte dieses Jahr sogar eine Kontrolle, ob irgendwo illegal Grünland umgebrochen wurde. Also mittlerweile wird nicht nur kontrolliert, was man macht, sondern gefühlt auch noch, ob man vielleicht irgendwas gemacht haben könnte, was man nicht darf.

Natürlich braucht es Regeln und natürlich muss auch kontrolliert werden. Aber irgendwann muss man sich schon fragen, ob das Ganze noch in einem vernünftigen Verhältnis steht.

Man hat langsam das Gefühl, dass grundsätzlich erstmal Misstrauen da ist und der Landwirt für alles und jedes einen Nachweis liefern muss. Und wehe irgendwo fehlt ein Kreuz, eine Meldung ist nicht rechtzeitig raus oder irgendeine neue Vorgabe ist an einem vorbeigegangen.
Gerade auf kleineren Betrieben macht den ganzen Bürokratiekram halt keiner nebenbei im Büro als Vollzeitjob. Das macht der gleiche, der morgens Tiere versorgt, Maschinen repariert, draußen arbeitet und abends eigentlich auch irgendwann Feierabend haben sollte.
Früher hatte man zumindest noch eher das Gefühl, dass kontrolliert wird, ob vernünftig gewirtschaftet wird.
Heute hat man teilweise den Eindruck, dass wichtiger ist, ob jeder Zettel am richtigen Platz liegt und ob man für alles beweisen kann, dass man es überhaupt machen darf.

Landwirtschaft wird dadurch nicht besser. Sie wird vor allem komplizierter, bürokratischer und für die Leute, die sie noch selbst machen, immer nerviger.
Irgendwann fragt man sich nicht mehr, wie man seinen Betrieb ordentlich weiterentwickelt, sondern nur noch, welche Kontrolle als Nächstes vor der Tür steht.

Und wahrscheinlich gibt es dafür dann auch noch ein Formular..
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Terreblanche » Sa Sep 12, 2026 18:15

Der größte Arbeitgeber in meinem Landkreis ist das Landratsamt, wobei "Arbeits-" geber ja genaugenommen der falsche Begriff ist. Ich denke, das ist in vielen Landkreisen so. Ich schätze mal bei den Angestellten dort sind bei den u 40 Jährigen 80% Frauen. Vom Typ her sind das alles Melanies, Nathalies, Silkes und Sibylles. Weltfremd, nie wertschöpfend gearbeitet, im Elternhaus nie was arbeiten müssen, Gymmi gemacht, dann Weltreise, dann Laberfach studiert, den weissen Mann verachtend, grün/ linkslastiges Weltbild und nur Urlaubsreisen im kopf. Die kommen dann zum Prüfen und können die Getreidearten im Bestockungsstadium nicht unterscheiden.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Fendt 308 ci » Sa Sep 12, 2026 19:36

Die Bauern werden systematisch weggemobbt, wem die Luft nicht durch desaströse Erzeugerpreise ausgeht, dem wird mit der überzogenen Bürokratie das Leben schwer gemacht.
Die Weiber, überwiegend grün angehaucht, meist nicht besonders intelligent, sind auf den Landratsämtern bzw. Landwirtschaftsämtern offensichtlich in der Mehrheit und legen jeden möglichen Paragraphen zu Ungunsten der Landwirte aus.

Wenn bei einem mittelgroßen Betrieb eine halbe AK fürs Büro draufgeht, die dann überwiegend Nachts oder Sonntags erledigt wird, dann stimmt halt etwas gewaltiges nicht mehr!
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon arbeitslos2win » Sa Sep 12, 2026 21:45

Früher die neidigen nachgeborenen Bauernsöhne - Heute links-grün angehauchte Damen....... Der Personalaustausch in den Ämtern funktioniert anschneidend Deutschlandweit nach dem gleichen Muster.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon strokes » So Sep 13, 2026 7:20

Man sollte so eine Dame selbst in Teilzeit anstellen für diesen Bürokram, damit sie die andere Seite sehen, incl dem Mobbing Gehabe und dem Druck. Auf der anderen Seite sieht es nämlich anders aus. Natürlich für einen Mindestlohn nur. Dem eigenen Tun selbst verantwortlich zu sein, im Gegensatz zum Behördenjob. Aber ich sehe dann schnell Chaos in meinem Büro :lol:
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon 240236 » So Sep 13, 2026 7:32

strokes hat geschrieben:Man sollte so eine Dame selbst in Teilzeit anstellen für diesen Bürokram, damit sie die andere Seite sehen, incl dem Mobbing Gehabe und dem Druck. Auf der anderen Seite sieht es nämlich anders aus. Natürlich für einen Mindestlohn nur. Dem eigenen Tun selbst verantwortlich zu sein, im Gegensatz zum Behördenjob. Aber ich sehe dann schnell Chaos in meinem Büro :lol:
man darf nicht alles verallgemeinern, aber viele Fälle sind so, wie beschrieben. Die Frau die meine Anträge im LW Amt bearbeitet ist sehr gut und ruft auch mal an, wenn eine Unstimmigkeit ist.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon tyr » So Sep 13, 2026 7:32

Terreblanche hat geschrieben:Der größte Arbeitgeber in meinem Landkreis ist das Landratsamt, wobei "Arbeits-" geber ja genaugenommen der falsche Begriff ist. Ich denke, das ist in vielen Landkreisen so. Ich schätze mal bei den Angestellten dort sind bei den u 40 Jährigen 80% Frauen. Vom Typ her sind das alles Melanies, Nathalies, Silkes und Sibylles. Weltfremd, nie wertschöpfend gearbeitet, im Elternhaus nie was arbeiten müssen, Gymmi gemacht, dann Weltreise, dann Laberfach studiert, den weissen Mann verachtend, grün/ linkslastiges Weltbild und nur Urlaubsreisen im kopf. Die kommen dann zum Prüfen und können die Getreidearten im Bestockungsstadium nicht unterscheiden.


Genau so ist es. Der Sachsenkretschmar hat sich sogar dafür gerühmt, das der offentliche Dienst in Sachsen die tragende Säule der Wirtschaft sei... :roll:
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum , Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Terreblanche » So Sep 13, 2026 7:52

240236 hat geschrieben:
strokes hat geschrieben:Man sollte so eine Dame selbst in Teilzeit anstellen für diesen Bürokram, damit sie die andere Seite sehen, incl dem Mobbing Gehabe und dem Druck. Auf der anderen Seite sieht es nämlich anders aus. Natürlich für einen Mindestlohn nur. Dem eigenen Tun selbst verantwortlich zu sein, im Gegensatz zum Behördenjob. Aber ich sehe dann schnell Chaos in meinem Büro :lol:
man darf nicht alles verallgemeinern, aber viele Fälle sind so, wie beschrieben. Die Frau die meine Anträge im LW Amt bearbeitet ist sehr gut und ruft auch mal an, wenn eine Unstimmigkeit ist.



Wenn sie schon auf deine Kosten ein schönes Wellnessleben führt als Beamtin, dann ist das ja auch das mindeste. Ein Grund, warum der Staat gegen uns schalten und walten kann wie er will ist, daß diese weibliche Kontrollgestapo immer sofort Verbündete bei den Bauern findet, die glauben sich Vorteilchen verschaffen zu können durch die übertriebene Respektdarbietung.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon holzerhobby » So Sep 13, 2026 8:10

Ein Schweinebauer aus einem Nachbardorf ist nach der dritten Kontrolle im Jahr nach eigener Aussage umgestiegen
von Schweine- auf Menschenhaltung… hat ein paar ha verkauft und ein 10 Parteienhaus gebaut in guter Lage.
Mit den Mietern, die er sorgfältig auswählt, hat er keine größeren Probleme.

Mir geht es tierisch auf den Sack, das die Gutmenschen jedem dahergelaufenen, meine illegal eingewanderten Analphabeten
alles glauben, aber dem deutschen Bauern (wahlweise auch Steuerzahler, Leistungsträger o.ä.) wird von dieser Seite
grundsätzlich garnix geglaubt und er muss fast alles belegen und wird zu Tode kontrolliert.

Mein Schwiegervater hat Ende der neunziger Jahre, als der Betrieb aufgegeben wurde, für drei weibliche Kälber die Frühvermarktungsprämie beantragt, in Summe ca. 400 DM.
Wenige Tage später stand das Amt mit zwei MAern da und hat den Betrieb zwei Stunden kontrolliert, Viehverzeichnis etc.
Gab natürlich Beanstandungen, zwei Tage später Nachkontrolle. Einer der Kontrolleure(aus einer Nachbarortschaft) meinte,
er muss das machen, weil er wird auch noch kontrolliert……
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon 240236 » So Sep 13, 2026 15:57

Terreblanche hat geschrieben:

Wenn sie schon auf deine Kosten ein schönes Wellnessleben führt als Beamtin, dann ist das ja auch das mindeste. Ein Grund, warum der Staat gegen uns schalten und walten kann wie er will ist, daß diese weibliche Kontrollgestapo immer sofort Verbündete bei den Bauern findet, die glauben sich Vorteilchen verschaffen zu können durch die übertriebene Respektdarbietung.
Und du meinst, daß das männliche Kontrollgestapo besser ist? Ich finde kein gefallen, nur weil das eine Frau macht.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon arbeitslos2win » So Sep 13, 2026 19:51

Was Wahres ist da aber schon drann......Schau dir doch mal die Kaniber an. Jetzt ist die schon seit 8Jahren Ministerin und hat absolut NICHTS(!!!!) vorzuweisen. Trotzdem wird die schwarze Mamba von allen hofiert wie eine Königin. Das gleiche ist doch bei den Hagelschätzerinnen - sobald die ordentlich Holz vor der Hütten hat wird der Altbauer schon schwach....
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Terreblanche » Di Sep 15, 2026 9:32

240236 hat geschrieben:
Terreblanche hat geschrieben:

Wenn sie schon auf deine Kosten ein schönes Wellnessleben führt als Beamtin, dann ist das ja auch das mindeste. Ein Grund, warum der Staat gegen uns schalten und walten kann wie er will ist, daß diese weibliche Kontrollgestapo immer sofort Verbündete bei den Bauern findet, die glauben sich Vorteilchen verschaffen zu können durch die übertriebene Respektdarbietung.
Und du meinst, daß das männliche Kontrollgestapo besser ist? Ich finde kein gefallen, nur weil das eine Frau macht.



Frauen sind viel verbissener, pedantischer und systemtreuer, was gerade in Behörden fatale Auswirkungen hat.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Agrohero » Di Sep 15, 2026 13:27

Ah ein frauenversteher :mrgreen:
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Burli86 » Do Okt 08, 2026 11:21

Hier wird es auch immer wilder mit den Kontrollen.
Wir haben Flächen in Thüringen und in Hessen.
Da kocht schon jeder sein eigenes Süppchen, sei es Nachweis der Kennarten, Agrarantrag usw.
Das ist für mich schon nicht verständlich.
Aber es kommt gefühlt wirklich jedes Jahr eine Kontrolle dazu.
Flächen werden alle nachgemessen, ohne mit dem Bewirtschafter dies zu besprechen.
Bei mir wurden Altgrasflächen aufgenommen, aber die Grenzen falsch festgestellt.
Es wird mit allen Mitteln versucht, die Zuschüsse zu kürzen bzw. zu Sanktionieren.

Die Sachbearbeiter in den Verwaltungen sind auch sehr unterschiedlich zu bewerten.
Viele junge Frauen vom Studium, ohne praktische Erfahrung -- alles sehr fragwürdig.

Kann auch sein, das der Druck auf die Mitarbeiter (Fallzahlen) nun auch wächst.
Bestes Beispiel: Wir haben einen Öko-betrieb und in Thüringen müssen die Kontrollberichte etc. bis Ende des Jahres in einem Portal hochgeladen werden.
Unsere neuer Sachbearbeiter hat bis zum 02.01.2026 gewartet um mir dann zu schreiben, dass die Unterlagen nicht da sind. Keine Öko-Förderung - rund 10000€ weniger.
In Hessen wird dann auch schonmal vor einem Termin angerufen und erinnert.

Ich kenne einige Haupterwerbsbetriebe, die wurden im Jahr eigentlich von jeder Behörde geprüft: Vet-Amt, Lebensmittelüberwachung, Kondi-kontrolle, RP zum Arbeitsschutz und BG.
Ebenfalls Kondikontrolle, da werden einige Betriebe hier bei uns in 5 Jahren 4 mal geprüft.

Alles verrückt.
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Re: Jedes Jahr eine Kontrolle mehr…

Beitragvon Fendt 308 ci » Do Okt 08, 2026 19:25

Die neueste Schikane lautet ja "Nachweis der Verfügungsberechtigung der Fläche".
Die emanzipierte Sachbearbeiterin mit Nicht-Deutschem Nachnamen war in meinem Fall zu blöd und hat im Anschreiben die betreffenden Flurstücknummern und Gemarkungsnummern munter vertauscht. Gefordert wurde der Nachweis auch für eine Fläche, die 9.9 Ar groß ist (Realteilungsgebiet) und somit nicht beihilfefähig.
Bei einer Fläche mit mündl. Pachtvertrag, für die der Nachweis auch verlangt wurde, ist der Eigentümer eine 11 Köpfige Erbengemeinschaft.
Die 7 tägige Frist zum Hochladen im Fiona hat die Dame selbstverständlich nicht vergessen. Hat sowieso nicht funktioniert, hab ihr den Scheiß dann per Email zukommen lassen.

Ich sags schon lange: Sämtliche Förderungen und Ausgleichszahlungen abschaffen und das Geld für LKK und LBG einsetzen. Die freiwerdenden Tussies ans Fließband oder dahin wo sie herkommen.
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