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Kammertrocknung

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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10 Beiträge • Seite 1 von 1
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Kammertrocknung

Beitragvon hunter78 » Sa Jul 12, 2008 18:13

Wir sind gerade am suchen nach Ideen zum Selbstbau einer Trocknungsanlage.Hat sich evtl. auch schon mal jemand Gedanken darüber gemacht? Über Tips oder Anregungen wäre ich euch sehr dankbar.

Im Selbstbau müßte doch sowas auch zu realisieren sein.
Wir dachten auch daran die Anlage mit Solar zu betreiben um so die laufenden Kosten doch etwas niedriger zu halten. Solarplatten hätten Wir noch einige auf Lager und 3 große Lüftungsgebläse wären auch vorhanden.Als Materialbehälter könnte ein großer Seecontainer oder Abrollcontainer dienen.
Bisher trocknen Wir das Holz auf Europaletten, dort ist das Holz mit einem Netz umwickelt. Da aber die Nachfrage so enorm ist, suchen Wir nach neuen Möglichkeiten schnell zu trocknen.

Gruß
Geht nicht gibts nicht !!
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Beitragvon Robiwahn » So Jul 13, 2008 8:41

Moin

Ich habe in Bolivien einer Genossensch. von Schreinern beim Aufbau und Testen einer solarbasierten Trockenkammer für Schnittholz geholfen, das geht auf jeden Fall, zumal man bei Brennholz ja nicht so auf die Qualität zu achten braucht. Kann mal demnächst ein Foto reinstellen.

Ich dachte für Brennholz eher an Paletten/Baustahlmattensilo mit schwarzer Folie drumherum und ordentlicher Zu- und Abluft. So Gewächshausartig. Bin überzeugt, das in 2-3 Monaten dein Brennholz trocken ist.

Grüße, Robert
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Beitragvon Robiwahn » Mo Jul 14, 2008 22:17

N'abend

So, hab jetzt nochmal meine Fotos durchwühlt. Erwartet nicht zuviel, die haben nur Blöcke zum Drechseln getrocknet und brauchten nicht viel Kapazität. Ich hoffe, man erkennt die prinzipielle Funktionsweise und kann sich ein paar Gedanken machen. Prinzip Super-Simpel. Mit ein bisschen Aufwand (Gebläse, flexible und schwarze Schläuche oder so) kann man das sicher noch optimieren. Kapazität waren ungefähr 2-3m³. Allerdings bräuchte man für Brennholz eher was ebenerdiges, halt eher so Gewächshaus-artig.

Grüße, Robert
Dateianhänge
trockner-klein2.jpg
die Kammer an sich
trockner-klein2.jpg (182.71 KiB) 4161-mal betrachtet
trockner-klein3.jpg
von der Seite kann man die Öffnung zum Zufeuern sehen.
trockner-klein3.jpg (72.56 KiB) 4162-mal betrachtet
trockner-klein.jpg
das ganze von vorn.
trockner-klein.jpg (197.67 KiB) 4161-mal betrachtet
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Beitragvon Obelix » Di Jul 15, 2008 13:55

Hallo,

lohnt sich künstliche Trockung bei Brennholz überhaupt oder ist der Energie-/Kapitaleinsatz im Verhältnis nicht zu aufwendig?

Lufttrocknung ist kostenlos, wozu dann künstliche Brennholztrockung? Um die momentan hohe Nachfrage zu befriedigen? Rechnet denn jemand mit einem erheblichen Nachfragerückgang und sinkenden Brennholzpreisen in den nächsten Jahren, sodaß man jetzt dringend sein Zeugs an dem Mann bringen und künstlich trocknen müßte?

Brennholztrocknung kann unter bestimmten Voraussetzungen Sinn machen. Wer mit Harvester-/Rückezug Buchen einschlägt, diese direkt vom Rückezug über den Spaltautomaten zieht und dann in Gitterboxen zur Trocknung fördern läßt, hat das Problem, dass er extrem viele Gitterboxen benötigt und diese zusätzlich durch den Lufttrocknungsprozess zu lange gebunden werden. Hier kann sich "künstliche Trocknung" evtl. rechnen:
1.) um eine höhere Umschlagshäufigkeit in den Gitterboxen zu generieren.
2.) um schneller wieder an Geld zu kommen. Wer ist schon in der Lage, größere Mengen Brennholz über 1-2 Jahre (die Phase der Luftrockung) vorzufinanzieren?
3.) um Lagerplatz zu sparen

Wenn man jedoch gegenüberstellt, was 1 cbm. Trockenkammer pro Tag kostet (einfach mal bei Sägewerken, Holzhändlern oder größeren Schreinereien in der Nähe mal fragen, was die für Lohntrockung haben wollen), wird es mit der Kalkulaton schon sehr eng.

Wenn man derzeit 45 - 55 Euro für den fm. Buchenrundholz zahlen muss, (d.h. 22,5 - 27,5 Euro für den umgerechneten srm. bei 10-15 % Schwund druch Trockung) und mind. 1/2 Arbeitsmannstunde je srm. hat, wird bei einem möglichen Verkaufspreis von 55 - 65 Euro je Schüttraummeter ofenfertiges trockenes Brennholz die Luft schon sehr dünn, um da noch Trocknungskosten unterzubringen zu können.

Wobei wir wieder beim Eunuchen sind: Der weiss, wie es geht, kann es selbst aber nicht umsetzen.

Es wäre schön, wenn mal ein Praktiker (größerer Brennholzproduzent) mal vorrechenen würde, wie sich das mit der künstlichen Brennholztrocknung (Trockenkammerneubau) decken kann.

Grüße
Obelix
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Beitragvon Robiwahn » Mi Jul 16, 2008 14:41

Moin

Obelix hat sicher recht, wenn man die Kosten für eine prof. Schnittholztrocknung betrachtet. Bei Brennholz braucht man aber lange nicht die für Schnittholz geforderte Quali und demzufolge auch nicht den technischen Aufwand (Dampferzeugung, Steuerung, Größe, etc.) und die damit verbundenen Kosten (locker 6-stellig). Bei Erwärmung der Trockenluft über die Sonne fällt auch der Energieaufwand größtenteils weg, bleibt höchstens die Energie für die Lüfter übrig. Ich denke, das sowas simples wie auf den Fotos für wenig Geld selbst gebaut ist oder aus der Gewächshaustechnik adaptiert werden kann.
Ich für meinen Teil werde mal nach Saisonende das Gewächshaus meines Vaters belegen und einige Trockenversuche durchführen.

Grüße, Robert
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Beitragvon Gonzo75 » Mi Jul 16, 2008 20:06

Hallo mir hat letztens ein Kumpel von jemanden erzählt der eine Biogasanlage oder so betreibt und ne menge Abwärme hat die er nicht nutzen kann, da keine Möglichkeit zur Fernwärme besteht.
Er bekommt jetzt mehr Geld für seinen Strom weil er die Abwärme kommerziell nutzt(oder so ähnlich) . Ein Forstwirt trocknet sein Brennholz in einem Container in dem ein Spaltenboden drin ist. Die helfen sich gegenseitig!
Evtl. ist das ne Lösung!

Gonzo
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Beitragvon Obelix » Do Jul 17, 2008 11:12

Robiwahn hat geschrieben:... das sowas simples wie auf den Fotos für wenig Geld selbst gebaut ist oder aus der Gewächshaustechnik adaptiert werden kann ...


Hallo,

so einfach ist das nicht. Du mußt bedenken, dass sich beim künstlichen trocknen die Holzoberflächen verschließen können. D.h. die Öberfläche trocknet schnell an, zieht sich zusammen und verschließt sich, sodass Feuchtigkeit in den darunterliegenden Holzschichten festsitzt.

Wichtig ist, dass man langsam "antrocknet" und mit fortschreitendem Trocknungsvorgang "Gas gibt", d.h. die Temperatur und die Luftgeschwindigkeit erhöht. Dann kann die Feuchte gut entzogen werden.

In der Natur/bei der Luftrocknung hat man ja den Vorteil, dass es ab und zu mal regnet/feuchter wird und sich dann die verschlossenen Poren wieder auftun und Du an die Feuchtigkeit in den tieferen Schichten kommst. Das müßtest Du auch irgendwie simmulieren.

Grüße
Obelix
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Maschineneinsatz

Beitragvon Anja Ranke » Fr Jul 18, 2008 18:57

Hallo, bei uns hat bis Anfang des Monats jemand den SRM Buche frisch für 45,00€ angeboten, jetzt soll ihm das Hydrauliköl zu warm geworden sein, so dass ihm der Prozessor abgebrannt ist.......ein Schelm .............
Ich glaube viele haben sich übernommen und merken jetzt, dass sie sich verschluckt haben......... ich denke mit den Trockenkammern wird es ähnlich sein..... :roll: :roll:
Holz macht warm.
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Beitragvon Fadenfisch » Fr Dez 12, 2008 0:56

@hunter78

Wie weit ist eure Planung bzw. Anlage schon?

Viele Grüße

Martin
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Beitragvon Fadenfisch » Fr Dez 12, 2008 0:57

@hunter78

Wie weit ist eure Planung bzw. Anlage schon?

Viele Grüße

Martin
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