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Kartoffelanbau; wieviel Saatgut pro Hektar?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Kartoffelanbau; wieviel Saatgut pro Hektar?

Beitragvon Güldnersammler » Do Nov 16, 2006 21:05

hallo,

hat jemand eine Faustformel was man so rechnen muß an Saatkartoffeln pro Hektar bei normalem Legeabstand und Reihenbreite?
Hab bisher nur auf recht kleiner Fläche angebaut und muß vorbestellen für kommendes Jahr nur hab ich nicht so recht die Idee wieviel ich brauch ... damit ich auf größerer Fläche nicht auf halbem Acker stehe und hab nichts mehr zum Legen


Danke für Eure Hilfe

Andreas
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Beitragvon Wilder » Do Nov 16, 2006 21:47

Immer diese erschöpfenden Auskünfte.........
Was ist Normal?
Reihenabstand 75cm?
Was soll gepflanzt werden? Speiseware oder Industrie?


Grundsätzlich gilt, je genauer die Frage formuliert wird, desto besser werden die Antworten sein.
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Beitragvon Güldnersammler » Fr Nov 17, 2006 11:15

hallo,

75 cm Reihenabstand und gepflanzt werden Speisekartoffeln

Gruß

Andreas
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Re: Kartoffelanbau; wieviel Saatgut pro Hektar?

Beitragvon voro » Fr Nov 17, 2006 20:20

Güldnersammler hat geschrieben:hallo,

hat jemand eine Faustformel was man so rechnen muß an Saatkartoffeln pro Hektar bei normalem Legeabstand und Reihenbreite?
Hab bisher nur auf recht kleiner Fläche angebaut und muß vorbestellen für kommendes Jahr nur hab ich nicht so recht die Idee wieviel ich brauch ... damit ich auf größerer Fläche nicht auf halbem Acker stehe und hab nichts mehr zum Legen


Grobe Richtung knapp über 2t pro ha.
Natürlich je nachdem, welche Sortierung bzw. wie die Sortierung ausfällt.
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Beitragvon voro » Fr Nov 17, 2006 20:24

Wilder hat geschrieben:
Grundsätzlich gilt, je genauer die Frage formuliert wird, desto besser werden die Antworten sein.


Naja, die Antwort ist allerdings sehr viel mehr von der Fraktionierung der Pflanzkartoffeln abhängig als von der Legeweite. Normalerweise wirst du im Bereich von 40000 - 44000 Knollen /ha liegen, das sind +- 10%.
Wenn die Kartoffeln zum größten Teil zwischen 35 und 45mm liegen, kommst halt mit sehr wenig aus, - wenn die meisten Richtung 55mm tendieren und die kleineren "fehlen" wirst über 2,5t brauchen.
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Beitragvon derkarsten » Fr Nov 17, 2006 22:07

Wie schon jemand sagte, schließlich möchtest du geholfen werden, also wären ein paar Angaben zu deinen Wirtschaftsbedingungen nicht schlecht!
Mir liegt da noch der Wert 240 Quadratmeter pro Zentmer an, kommt von der Menge den 2 Tonnn die Voro vorschlägt ja sehr nahe.

Du solltest dir aber auch einmal die Frage stellen, wie viel Erntemenge du "brauchst", bzw. wieviel du im Kommenden Herbst mühelos verarbeiten und vor allem Absetzen kannst.
In diesem Jahr scheint so etwas kein Problem darzustellen, aber eine Ähnliche Situation hatten wir in den Jahren 2002/03 schon einmal, hohe Preise in 2002, die im darauffolgenden Jahr, (vieleicht auch zusammen mit den geänderten Prämienansprüchen), aber vor allem aus leichgleubigkeit einizer Landwirte dazu führte, dass die Preise 2003 recht schlecht waren, und etliche Lagerbestände nicht abzusetzen waren.

Auch das sollte man einmal bedenken!
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Beitragvon Güldnersammler » Fr Nov 17, 2006 22:50

Vielen Dank!

Eure Antworten haben mir schon mal weiter geholfen beim kalkulieren.
Da ich vorhabe alte Sorten aus unserer Region anzubauen,bin ich auf die beschaffbaren Mengen an Saatgut angewiesen um die Flächen zu planen.
Dieses Jahr hatte ich 0,5 Hektar und der Absatz der Erntemenge war kein Problem und für nächstes Jahr hatte ich 1,5 Hektar geplant.
Da ich das ganze nur hobbymäßig betreibe fehlt mir noch ein bischen das Wissen um die Vorplanung

Andreas
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Beitragvon derkarsten » Fr Nov 17, 2006 23:20

Leider kenne ich deine Umstände nicht weiter, und es hat nun bei weitem nichts mit dem Thema zu tun, aber dennoch solltest du die Tatsache vor Augen behalten, dass du in einem durchschnittlichen Erntejahr schon über die 4 -Fache Menge an Kartoffeln erntest. Bei guten Bedingungen dürftest du die 5 -Fache Menge wie in diesem Jahr erziehlen, also das solltest du wirklich nicht unterschätzen.
Bei der Direktvermarktung kommt dann noch hinzu, das manch ein Hobbigärtner dieses Jahr noch einen Sack beim Direktvermarkter gekauft haben, das fällt dann auch weg.

Generell bin ich sehr optimistisch solchen Dingen gegenüber eingestellt, aber daran sollte man auch immer denken.
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Beitragvon Wilder » Fr Nov 17, 2006 23:33

1,5 ha als Hobby?

Hast du denn auch die Möglichkeit den nötigen Pfanzenschutz zu erledigen?

Den Rat von Carsten solltest du beherzigen, auch die erforderliche Lagerkapazität ist zu bedenken.
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Beitragvon voro » Sa Nov 18, 2006 0:04

Wilder hat geschrieben:1,5 ha als Hobby?
Den Rat von Carsten solltest du beherzigen, auch die erforderliche Lagerkapazität ist zu bedenken.


Richtig ... mal eben 50 Tonnen unterbringen, in einem Lager welches man Lüften und konstant auf 4° halten kann ist ja nicht überall gegeben :)

50 Tonnen in Kleinmengen direkt zu vermarkten ist auch nicht grad wenig arbeit. Vor allem könnte es problematisch werden, wenn die Ware nicht tip-top aussieht.

In den meisten aller Jahre lässt sich nur 1a-Qualität verkaufen - Solltest du Probleme mit Eisenfleckigkeit / Stippigkeit o.a. bekommen, lassen sich diese Kartoffeln nur für fast-verschenkt als Viehfutter (oder evtl. Biogas) entsorgen.

Von daher ergeben sich auch gewisse Risiken -
wie ist es eigentlich mit deinen Flächen, - du sagtest du willst von 0,5 auf 1,5 ha erweitern, - wie viele Flächen hast du insgesamt zur Verfügung, in welchem Abstand stehen die Kartoffeln in deiner Fruchtfolge?

Gerade bei den alten Sorten könnten sich da Probleme ergeben, da diese zumeist keine Nematoden- und Krebsresistenzen haben!

Welche alten Sorten suchst du? Du schriebst, in deiner Region, - wo ist das?

Falls du z.B. Hansa anbauen möchtest - diese habe ich als Z-Pflanzgut vermehrt und könnte sie dir anbieten.
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