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Kauf eines Oldtimer Traktor

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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14 Beiträge • Seite 1 von 1
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Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon SchlepperFan28 » Mi Apr 27, 2011 20:39

Hallo,hoffe das ich hier ein paar tips bekommen kann,es gibt leider nicht viel zum Thema Traktoren,und erst recht von Oldies.Ich möchte mir gerne einen Traktor Oldie zulegen,doch leider habe ich in diesem bereich noch keine großen erfahrungen,deswegen möchte ich es gerne mal hier versuchen.Falls ich mit meinem anliegen doch hier falsch sein sollte,würde ich mich über eine andere Seite freuen wo ich rat bekommen kann.

Heute habe ich mir einen Fahr D180 angesehen,er sah an sich ganz ok aus,außer rissige Reifen und eine nicht so gute nachlackierung.Die Probefahrt wahr auch ok,alles hatte seine Funktion,und sachen wie Elektrik und die Mechanik machte ihren dienst.
Doch leider hat er das Problem das er Kalt sehr schlecht anspringt,wenn er warm ist,kommt er sofort.Doch im Kalten zustand muss man sehr lange mit dem Kompressionshebel arbeiten,das dauert fast zwei Minuten bis es langsam raucht und dann endlich anspringt,danach ist alles ok,und klingt auch sehr gut.

Was meint ihr kann ich ihn kaufen,oder kommen da teure Reparaturen auf einen zu ? Ich möchte schon gerne was haben wo ich dran restaurieren kann,aber ungern am Motor wo ich ich keine Ahnung von habe und alles von einem Mechaniker machen lassen muss.

Ich sach schon mal danke,und freu mich auf eine Antwort.
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon ackerschiene » Mi Apr 27, 2011 21:06

Leichter ist es, wenn man sich etwas auskennt.
Fahr und Güldner-Schlepper waren eine Zeitlang baugleich, hatten nur verschiedene Typenschilder und Markenembleme.
Aus dieser Zeit stammt auch der Fahr 180.
Sollte es sich dabei um einen luftgekühlten Zweizylinder handeln, dessen Kühlgebläse im Schwungrad des Motors liegt, dann ist es der Typ, von dem man die Finger lassen sollte, wenn ich mich nicht irre.
Es gab seinerzeit ein ganz bestimmtes Modell, das massive Kühlprobleme auf dem (vom Gebläse) entfernteren Zylinder hatte, was regelmäßig zu Motorschäden führte. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob es genau der D180 war.
Das als 1. Punkt: Schwachstellen

Als 2. Punkt: Ersatzteilversorgung
Weder Fahr (aufgegangen im Deutz-Konzern, der mittlerweile auch schon nicht mehr so heißt) noch Güldner (hat begonnen als Fabrikant von Eismaschinen (also Kühlschränken) und ist seit den 60er Jahren nicht mehr existent - verfügen über eine Ersatzteilversorung.
Das macht manche Reparaturen schwer oder teuer, andere läßt es ohne massiven Geldeinsatz gar nicht zu.

Als 3. Punkt Preisgestaltung
Fahr-Schlepper haben keine (von Vorkriegsmodellen abgesehen) besonderen Liebhaberpreise, lediglich der D 177 (baugleich Güdlner Toledo) die beide einen Mercedes-Vierzylinder aus dem Ponton-Benz als Antrieb haben, ist besonders beliebt.
Als Einsteiger tut's ein Fahr schon.

Als Punkt 4: Preisentwicklung
Der gesamte Oldie-Schleppermarkt ist zur Zeit total irre.
Jeder Zahnarzt/Rechtsanwalt, der vor zehn Jahren noch unbedingt mit Totenkopfhalstuch Harley Davidson fahren musste, hat jetzt auch einen alten Traktor zu Hause, der sich meist die Reifen eckig steht und ab und zu mal eine Stunde "ausgefahren" wird.
Das hat die Preise versaut. Daneben natürlich auch die Beliebtheit des Brennholzwerbens - mit Traktor - für Jedermann. Früher galt: Pro PS 100 Mark. Nun haben wir den Euro, also pro PS 100 EUR - das ging auch eine Zeitlang, wer sich aber heute einen 14 PS Porsche Junior kaufen möchte, legt teilweise für Kernschrott über 2000 Euro auf den Tisch. Bei den absoluten Favoriten wie Lanz antürlich weit mehr, ganz weg von jedem Proporz Leistung/Preis.
für einen Fahr ist eigentlich keine steil nach oben weisende Preisentwicklung erkennbar, er partizipiert nur an dem allgemeinen "Wahn".
Wenn man also investiert (alleine neue Reifen+Schläuche+Montage rundum in Diagonalausführung ca. 900 EUR, muss sich alles im Rahmen halten, es sei denn, man macht es als reine Liebhaberei, die ruhig was kosten darf, später aber nichts bringen muss.
Dann kann man aber auch Felgen blattvergolden usw. .....

Hilfreich ist immer, wenn man selber schrauben kann, ohne das wird's teuer. Richtig teuer.

Es gibt zu dem Thema aber gute Fachliteratur, wie mittlerweile zu jedem Oldie-Bereich.

ÜBRIGENS:
Ein Starvorgang bei einem normalen Vorkammerdiesel darf NIE zwei Minuten dauern, damit tötet man jeden Anlasser - der hat nämlich keinerlei Kühlung, der Isolierlack der Wicklungen brennt weg.
Der Motor wird dann wohl entweder schlechte Kompression haben (Thema Ersatzteile) oder schlechte Einspritzdüsen, wobei ersteres wahrscheinlicher ist. (Letzte Möglichkeit: schlechter Anlasser, der zu langsam dreht, das wäre die billigste/glücklichste Variante, jeder Motor hat eine gewisse Mindest-Anlassdrehzahl) Man muss sich auch immer fragen, WARUM gerade jemand genau diesen Schlepper verkaufen will, statt ihn zu behalten.

Viel Erfolg
Uwe aus dem Siegerland
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon Favorit » Do Apr 28, 2011 0:26

Hi

http://www.traktorpool.de/details/Oldti ... -2/1467943
Das muß einer der ersten Fix2 sein, denn das Modell wurde rasch auf eckige Haube umgestellt. Obwohl der Fix die kleine Reihe in der neuen ´58er 3gliedrigen Modellpalette bildete, steckt in ihm noch viel Dieselroßtechnik. So z.B. der 2Zyl.-MWM, der selbverständlich ein Direkteinspritzer war, das 6/2-Getriebe von ZF, das jetzt auch als 9/3 erhältlich war, sowie die bewährte Fendt-3Pkt.-Hydraulik, hier jetzt allerdings mit einem verbesserten verfeinerten Steuergerät. Er hat noch die Original Conti-Reifen drauf, ist Hinten entweder 8.3-32 oder 9.5-30. Klar bekommt man die auch noch neu! An dem Wagen befindet sich rechts die optinale Mähwerksaufnahme. Die Farbe ist nicht original.

http://www.traktorpool.de/details/Oldti ... S1/1387476
Im Vgl. dazu wird für diesen D40.1S rel. viel verlangt. Der 712-Luftkühler ist hier mit 3Zyl. ausgestattet und leistet rießige 38PS für die Zeit Ende der 50s. Der Schlepper hat ein Deutzgetriebe mit Motorzapfwelle. Mit 2to war er kein Leichtgewicht. Wer meint, dies sei das Topmodell gewesen: Es gab auch noch einen D50.1S mit 52PS aus 4 Zylindern eines 812-Motors...

http://www.traktorpool.de/details/Oldti ... 15/1440863
Stark waren auch die großen Eichermodelle. Anders, als die kleine Firma aus Marktoberdorf hat es Eicher nicht verstanden, seine Produkte zum Ende des Nachkriegs-Jahrzehntes wirklich zu erneuern. In den 70ern mußten sie dann auf Technik von Massey-Ferguson zurückgreifen, was schließlich den Ruin zwangsläufig auch nicht stoppen konnte. An dem hier wurde Hinten ziemlich lieblos bereift. Dafür sollst Du dann fast 6 Tausender hinblättern.

Andere dahingeschiedene gute Marken waren Güldner, Hanomag, Kramer oder etwa MAN usw. Auch Cormick hat einen wichtigen Beitrag zur Mechanisierung der Landwirtschaft geleistet, war in USA lange das, was Lanz in Deutschland gewesen ist. Der Farmall des Herstellers oder der spätere D-43x hat selbst Firmen wie JD im Ring rumgescheucht. Der Hirsch hat das dann auf seine Weise geklärt indem er nämlich einfach Lanz aufgekauft hat...
Die alten Cormicks gefallen mir optisch nicht so schön und sind zudem ausgesprochene Jedermanns-Fahrzeuge gewesen.

http://www.traktorpool.de/details/Oldti ... io/1429804
Wenn Du richtig Geld ausgeben möchtest, holst du dir einfach einen Unimog. So wie z.B. diesen U-34 aus der 411er-Reihe. Motor ist ein OM 636-Vorkammer. Auch diese Zugmaschine benutzt ein gedoppeltes 3-Gang-Getriebe von ZF, allerdings gestuft auf eine Endgeschw. mit 65km/h. Läßt sich gut mit einem alten 3er fahren. Obwohl hier noch halb Böhringer drauf steht, hat es da schon angefangen mit der Spezifizierung für allerlei Wirtschaftszweige. Der 411 war sehr beliebt und stellte eine Versinnbildlichung des Aufschwunges in der BRD dar. Diese Agrarversion ist sehr rudementär mit der offenen Pritsche ausgeführt. Das Modell war auch mit Kipp-Bordwänden erhältlich, wie sie auf Rübenbetrieben sehr akzeptiert waren. Diese leisteten sich dann öfter auch mal die Vollkabine. Mein persönlicher Favorit wäre ein U-84 aus der Baureihe 406. Das war aber viel später, besonders wenn man bedenkt, wie lange der noch in Produktion war (bis ´88!).
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon Fendt-Deutz-Fan » Do Apr 28, 2011 17:33

Servus SchlepperFan28,

also wir haben seit ca. 25 Jahren einen Fahr D270 H, Bj. 1956, 2 Zylinder luftgekühlt. Der läuft und und läuft und säuft ganz wenig. Er arbeitet an der Kreissäge und am Spalter, manchmal muss er auch raus in den Wald. Wir haben ihn damals gekauft, da wurden die Bremsen neu gemacht und er bekam neue Reifen. Für seine 35 PS ein richtiges Arbeitstier. Ausser einen ausgeschlagenen Spurstangenkopf, wurde noch nichts repariert. Er bekommt alle 2 Jahre frisches Öl, Luftfilter sauber gemacht usw.
Vom Verbrauch her gar nicht zu reden. Der läuft den ganzen Tag mit ein paar Liter Diesel.
Das sind unsere Erfahrungen.


Gruß aus Pentling


Kurt
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon SchlepperFan28 » Do Apr 28, 2011 18:33

Erstmal danke für die Antworten,es fällt wirklich nicht leicht,es wäre sicher das beste wenn man einen Mechaniker an der Hand hätte,was ich zwar habe,aber nur ein PKW Schlosser,dennoch mal sehen was der morgen sagt.

Ich selber kann natürlich auch schon was machen,doch einen Motor zu zerlegen ist mir doch schon ne nummer zu groß.Wäre ja echt schön wenn es nur der Anlasser wäre,und auch wenn teuer,auch die Einspitzdüsen zu wechseln.Aber das größte übel wäre wenn er wirklich Kompressionsverlust hat.Hab noch bis Montag zeit es mir zu überlegen,da der Besitzer noch das Wochenende mit dem Traktor auf Tour möchte um irgendwas zu transportieren.

Hatte ich ganz vergessen,der Preis liegt bei 2000 Euro,die ich runter gehandelt habe,und die Reifen kommen mir auf 650 Euro.Das wäre alles noch ok,wenn die sache mit dem starten nicht wäre,würd ich ihn heute noch holen,doch es grübelt mir sehr ob ich den trotzdem nehmen soll.
Werde aber am Samstag auch noch einen Deutz D30 anschauen,liegt auch in der Preisklasse,laut Besitzer hat er keine Batterie mehr,doch er will ihn dann Starthilfe geben,der Motor wäre aber top und springt sofort an.
Ich werde dann wieder Berichten,falls er nicht zu sehr verwüstet aussieht und gut läuft ,nehme ich den,denn die auswahl hier in der gegend ist sehr begrenzt,außer man hat 6 oder 8 Tausend Euro Cash auf die Kralle,dann bekommt man direkt was gutes wo man sich keine gedanken machen muss,aber 2000 für die Maschine,und 1500 Euro investition ist mein Budget vorerst ausgereizt,danach muss ich erstmal wieder ein paar Schein beiseite legen,letztendlich ist ja besitzen schon mal ein guter anfang,und dann alles nach und nach.
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon ackerschiene » Do Apr 28, 2011 20:59

Also erstmal eines: Güldner bzw. Fahr-Schlepper sind nicht schlecht, das sollte mein Beitrag nicht bedeuten. Im Gegenteil, ich selbst hatte jahrelang einen (wassergekühlten) 25er Güldner, das ist alles ok, nur dieses eine Modell, ich meine mittlerweile, es hätte D130 geheißen oder doch 180 (?????) das hatte thermische Probleme.

Wenn man sich in so einen Fahr "verguckt" hat, dann nutzt ja auch der gleich teure D 30 nichts, man will ja eigentlich den Roten.... .
Ein D30 hat natürlich eine weitaus bessere Ersatzteilsituation zu bieten, aber wenn er nur zweite Wahl ist, dann ist es eben nur zweite Wahl. Ausserdem geht auch ein Deutz irgendwann mal kaputt, wer weiß, welche Mängel man sich hier dann kauft.

Zu den Startproblemen:
Dekompression hat mit dem Anlassen eines Dieselmotors nichts zu tun. Es sei denn, man möchte mit der Hand ankurbeln. Dafür und NUR dafür ist die Dekompressionseinrichtung (allenfalls noch für Starten bei tiefem Frost, damit der Motor anfangs besser auf Touren kommt).
Bei den jetzigen Temperaturen über 15-20 Grad muss ein guter Vorkammer-Dieselmotor auch ohne jegliches Vorglühen anspringen, dann ist er in Ordnung. Die Deko-Einrichtung wird hierbei nicht betätigt, GAR NICHT.

Wenn nicht - und man muss minutenlang orgeln, dann ist was faul. Also Zylinder/Kolben verschlissen - das geht meist einher mit deutlicher Dampfbildung an der Motorentlüftung und hohem Ölverbrauch - ein Kompressionstest kann schnell Klarheit verschaffen.
Oder aber gebrochene Kolbenringe, passiert schon mal, das muss nicht sofort den Exitus der Zylinderlaufflächen bedeuten, auch das zeigt ein Kompressionstest. die dritte Möglichkeit der schlechten Düsen führt zu rußendem Motorlauf in verschiedenen Lastzuständen oder stinkenden Abgasen, wenn er aber gar nicht qualmt, wenn er läuft, liegt es daran eher nicht.
Die letzte genannte Möglichkeit ist der schlechte Anlasser bzw. eine schlechte Elektrik, die ihn nicht richtig arbeiten läßt.
Das wiederum kriegt man dadurch heraus, indem man den Schlepper anschleppt, also ohne Anlasser (und ohne Vorglühen und ohne Dekompression) anziehen läßt, wenn er jetzt bei den ersten Umdrehungen anspringt, liegt's vielleicht wirklich an der Elektrik/Anlasser.
Sicher kann man auch ein Messgerät nehmen und die Spannung am Anlasser bzw. dessen Stromaufnahme beim Starten messen, dann hat man's schwarz auf weiß, aber solche Amperemeter haben nur wenige "Kumpels", da braucht man schon einen Kfz-Elektrik-Kundigen.

Manchmal - aber nicht ganz so häufig, ist bei Luftgekühlten auch mal ein Zylinderkopf zwischen den Ventilsitzen gerissen, wodurch dann die Kompression rauspfeift, das wäre dann wieder das Thema Ersatzteillage, also nicht "ganz billig".

Hilft dir das ?

Gruß, Uwe
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon SchlepperFan28 » So Mai 01, 2011 8:12

Hallo Uwe,vielen dank,das hilft mir sogar sehr,ein paar Klare anhaltspunkte die man eigendlich durch schecken müsste,und ich meine sogar das ein Kumpel von mir der mit Autos macht,sogar einen Kompressionstester und einen Elektronikmeßgerät besitzt,ob man mit ersteres einen Traktor testen kann weis ich allerdings nicht,aber da werde ich mal nachhaken sobald dieser zeit hat.Hoffe das da der Besitzer mitspielt,so weit ich weis muss man zum testen eine Glühkerze rausnehmen und dann das Gerät dort anschrauben um die Kompression zu testen.

Trotzdem,vielen dank für deine Antwort,so jemanden wir dich müsste ich hier vor ort haben. :D
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon CSW-LNF » Mo Mai 02, 2011 20:08

SchlepperFan28, wo kommst Du her? Bei mir in der Ecke wüßte ich evtl 2 Oldies, nen MAN und nen Eicher.
Diskutiere niemals mit einem Idio***.
Erst zieht er Dich auf sein Niveau runter, dann schlägt er Dich mit seiner Erfahrung......
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon WaldbauerSchosi » Mo Mai 02, 2011 22:00

Eicher sind TOP in der Ersatzteilversorgung !
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon deutz450 » Mo Mai 02, 2011 22:23

Favorit hat geschrieben:Anders, als die kleine Firma aus Marktoberdorf hat es Eicher nicht verstanden, seine Produkte zum Ende des Nachkriegs-Jahrzehntes wirklich zu erneuern. In den 70ern mußten sie dann auf Technik von Massey-Ferguson zurückgreifen, was schließlich den Ruin zwangsläufig auch nicht stoppen konnte.


So ein Quatsch, ruiniert wurde Eicher von ZF indem man die benötigten Getriebe nicht mehr lieferte, erst deshalb musste man mit MF ins Bett steigen, diese Schlepper hatten bald einen schlechten Ruf aufgrund von Getriebeschäden. Es war nicht das letzte mal das ZF einem Hersteller übel mitspielte, das geht von Eicher und Güldner über die großen Fendt, Deutz, Schlüter die das ZF 6636 benötigten bis in die Neuzeit, z.B. mit der Vorderachse des Agrotron als man nicht mehr lieferte und Deutz zum Umstieg auf Carraro zwang welche bald in Verruf geriet.
http://de.youtube.com/watch?v=iGE8vujaDUA
Unterschätze nie einen Mann der einen Schritt zurück geht, es könnte sein dass er gerade Anlauf nimmt...
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon Favorit » Mo Mai 02, 2011 22:50

Hi,

das kannst Du so nicht sagen!
Warum hat Fendt es geschafft, die Farmer ab Bje. Mitte/Ende der 60er mit einem eigenen Getriebe auszustatten (dabei fürder laufend zu verbessern bis es 6 Gänge, 3 Feinstufen und bis zu 3 Gruppen umfasste, die geometrisch perfekt harmonisieren) und andere Hersteller wie z.B. Eicher oder auch Güldner nicht?
Deine Erklärung greift also viel zu kurz. Schuldige sind immer schnell ausgemacht...
Das sehr gute 20/9-Getriebe von ZF, das ebenfalls eine Weiterentwicklung (16/7) darstellt, war im Fortgang der 90s einfach nicht mehr zeitgemäß. Als da selbst Italiener Lastschaltgetriebe lieferten (in den USA gabs das ja schon ganz lange), mußte ZF das schleißlich auch tun, was im übrigen optimal klappte und Abnehmer wie Fendt oder auch Steyr waren damit sauber bedient und Deutz nutzt es noch heute, wenn man mal davon absieht, daß es dieses Getriebe in 3 Materialstärken gab/gibt...
ZF ist eine sehr große Firma und die hat andere Branchen, woi sie mehr Stückzahlen bekommen. Die Landtechnik steckt ja in einem Dilemma mit dem Konzententrationsprozess im Agrarbereich. Vergleich mal, was in den 60ern an Schleppern verkauft wurde mit heute...dafür ist die einzelne Maschine heute viel größer und natürlich folglich wesentlich teurer. Selbst ein Hersteller mit dem Background von DaimlerBenz konnte im Angesicht der Zahlen zu der Entscheidung verleitet werden, den MB-Trac Anfang der 90s dann eben mal nicht mehr zu bauen! Firmen dieser Größe machen ihre Sore heute halt ihn ganz anderen Bereichen...
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon Koy406 » Mo Mai 02, 2011 23:48

Hallo,

Also habe selber einen Fahr D180H mirzugelegt und komplett restauriert. Also von den Ersatzteilen her mach dir Mal keine sorge. die wichitgsten Sachen gibt es alle noch ohne. Es ist bei mir ein MWM Motor, dieser Motor wurde so oft verbaut da gibt es heute noch so viel eTraktoren im Einsatz und Teile einfach bei der nächsten Werkstatt bestellen. Getriebe von ZF, also sowieso kein Problem. Verschleißteiel wie Bremsbeläge und so alles kein Problem, denn sind zb die gleichen wie in den Fendt GT. Ansonsten bissel im Internet schlauc machen bei Foren etc oder auch bei den Fahr Schlepper Freunden in Gottmardingen und alles kein Problem, Habe für meinen von denen alle Typenschilder neu bekommen und sogar das Gitter für den Kühöergrill.

Und von der Kühlung her muß ich sagen das es meiner Meinung nach und auch von anderen Leute her, habe mich da slebe rbissel schlau gmeacht kein Problem her, die Motoren werden asehrt gut gekühlt solange alle Luftleitbleche vorhanden sind.


Gruß Koy
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon Rasenversteher » Di Mai 03, 2011 9:56

Hallo,

hört sich für mich klar nach verschlissener Technik an. Kolben und Zylinder bauen nicht mehr genügend Kompressionsdruck für eine vernünftige Selbstzündung auf. Ich würde Dir ebenfalls zu einer Prüfung des Kompressionsdrucks raten. Ich weiß nicht wo Du Herkommst. Ich habe mir damals bei meinem Händler solch einen Komressionsprüfer geliehen. Zwischen Hamburg und Bremen kann ich Dir folgenden Betrieb http://www.ar-technik.com empfehlen. In der Werkstatt arbeiten erfahrene Schlosser, die auch gern mal einen Tipp geben.

Viele Grüße

Rasenversteher
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Re: Kauf eines Oldtimer Traktor

Beitragvon ich bins » Di Mai 03, 2011 13:01

Wir haben auch einen Fahr 180 H. Wurde gebraucht gekauft, wie viele Stunden der schon runter hat ist unbekannt. Wir haben den zerlegt, bis auf Getriebe und Motor,
und wieder hergerichtet.
Temperaturprobleme hatte der nie. Habe selbst früher (in den 80igern) Holz gefahren, da ging es km weit mit vollem 2 Achshänger bergauf... habe es selbst im Sommer
nicht geschafft in den roten Bereich zu kommen.
Wie schon geschrieben wurde, Dieselverbrauch ist wirklich nicht der Rede wert, genauso wie der Motorölverbrauch. Und er läuft immer noch :mrgreen:
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