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Kaufaspekte Wühlmaus 1033

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Kaufaspekte Wühlmaus 1033

Beitragvon Da Nachbar » Mo Jan 19, 2009 16:23

Hallo, wie ihr wisst suche ich bereits seit Längerem nach einem gebrauchten Kartoffelroder, da ein neuer preislich gar nicht in Frage kommt.
Folgendes Angebot: Wühlmaus 1033, Bj.:1993, jährliche Rodeleistung ca. 5-6ha, größerer Bunker und externe Bedienung vom Schlepper. Preis: ca. 9000€! (ist das gerechtfertigt?)
Ich habe die Maschine heute Nachmittag besichtigt und mir ist folgendes aufgefallen: Guter optischer Allgemeinzustand (sprich Lack etc.) Nach Aussage des Besitzers wurde die Maschine nie gewaschen, sonder der Dreck nur abgekratzt??? Weiter: die Bänder und Lager sind Ausnahmslos bis auf den Igel in Ordnung. Dort beginnen sich allmählich die Platten von den Haltestäben zu lösen und der Besitzer erwartet ein baldige Reissen des gesamten Igels. Kostenpunkt ca. 1500€.
Und zum Schluss kann ich dieses Modell mit meinem 80PS-Schlepper vernünftigt fahren? oder sprich welche technischen Vorraussetzungen muss ich haben?
mfg
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Beitragvon tracer700 » Mo Jan 19, 2009 18:38

also ich denke 80 PS reichen dafür, genau weiß ich es leider auch nicht. Vllt hat einer die Maschine und kann genauer Auskunft geben

Zum Preis kann ich dir nur empfehlen etwas zu vergleichen, z.B

Bj 91, 50 ha: http://www6.traktorpool.de/suchen/detai ... id=974515#

hier noch eine für 12000: http://www6.traktorpool.de/suchen/detai ... id=1107914
http://www.youtube.com/watch?v=LUAsezl3yJY
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Beitragvon Da Nachbar » Mo Jan 19, 2009 19:42

entschuldigung, sind natürlich 60PS- IHC 733 A. Geht aber auch, oder?
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Beitragvon tracer700 » Mo Jan 19, 2009 19:44

Genau kann ich es dir leider nicht sagen, fahre keinen Kartoffelroder. 60 PS ist nicht zu viel, aber ich denke es dürfte auch noch gehen
http://www.youtube.com/watch?v=LUAsezl3yJY
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Beitragvon Mick » Mo Jan 19, 2009 22:20

Also 9000 kommen mir für die Möhre etwas viel vor. Das Ding ist technisch einfach überholt. Und wenn dann noch die Igel im Auflösen begriffen sind, dann hat die Maschine schon viele Kartoffeln gesehen...

mit 60PS kannst locker mit der 1033 fahren, wir fahren mit 90 mit einer 1833 und das im Hügelland

Wie gesagt, das muss billiger gehen, meiner Meinung nach.

Gruß
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Beitragvon Da Nachbar » Di Jan 20, 2009 15:04

IN welchem preislichen Rahmen sollte sich diese Maschine denn befinden?
wie gesagt die Maschine hat jedes Jahr ca.6ha gerodet.- Bei mir wärens erstamal nur ca. 4ha (vllt. auch noch etwas weniger) :wink:
mfg
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Beitragvon voro » Di Jan 20, 2009 17:37

Einen Preis für einen gebrauchten Roder hier so per Einschätzung abzugeben, ist extrem schwer - es kommt da SEHR auf den tatsächlichen Zustand an.

Sollte z.B. das Siebband auf sein und ein neues rein müssen, sind da schnell mal 800 € weg - ohne Montage - und so verhält sich das mit allen Bändern - auch wenns hier und da mal 'ne Rolle ist die neu muss - läppert sich alles.

Eine halbwegs brauchbare Einschätzung lässt sich nur machen, wenn man den ganzen Roder von vorn bis hinten durchcheckt, alles auflistet was neu muss (bzw. wieviel % noch da sind...) und dann mal durchrechnest.

9000 Euro sind allerdings nicht wirklich viel wenn die Maschine halbwegs in Schuss ist - ist halt Verhandlungssache.

Wenn du sagst, das Igelband ist auf, dann sag das halt dem Verkäufer, dass du da n neues reinbaun müsstest und das das alte nur noch Schrott ist, und dass ein neues X kostet.

Ersatzteilpreise erfragste am schnellsten und unkompliziertesten bei Siegler.

Übrigens: ein abgenutztes Igelband bedeutet NICHT dass da schon "viele Kartoffeln rüber gegangen" sind, sondern deutet ehr auf einen höheren Steinbesatz hin - hängt auch sehr davon ab, wie der Vorbesitzer die Maschine eingestellt hat.


60 PS reichen für diesen kleinen Roder. Ich hab zwar 140 PS vorm Einreiher, aber du willst sicherlich keine 10 km/h fahren und kannst auch keine 5 Tonnen bunkern.

Ich würd den Roder nicht als technisch überholt einschätzen. Mal abgesehen davon dass Wühlmaus eh nur Einfachtechnik baut, hat sich ja prinzipiell nicht so viel in der Rodertechnik getan.
Es ist halt eine kleine Maschine, aber bis 20 ha im Jahr sollten damit kein Ding sein.
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Beitragvon GtFahrer » Di Jan 20, 2009 20:56

Hi. Also ich hab letztes Jahr meine 1033 abgestoßen. Die war BJ 1986 und war halt alles so ziemlich fertig für 2000€.
Gezogen wurde sie von einem 80Ps Hinterradschlepper und unter optimalen Bedingungen mit einem 45Ps Hinterradschlepper, der dann allerdings wirklich an seiner Leistungsgrenze war. Nicht vom ziehen her aber von der Hydraulikbelastung.
Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen Max. 15ha pro Jahr und selbst dass ist dann ein Kampf. Vor allem "mach mal Schnell nen Zug Ladies auf heut Abend", solche sachen sind da halt echt nicht ihr ding gewesen. Und mit großen Hängern liebäugelt sie auch nicht sonderlich gerne.
Zuletzt geändert von GtFahrer am Di Jan 20, 2009 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Mick » Di Jan 20, 2009 21:21

voro hat geschrieben:9000 Euro sind allerdings nicht wirklich viel wenn die Maschine halbwegs in Schuss ist - ist halt Verhandlungssache.


Ja, wenns praktisch einsatzbereit ist und einfach nur in den nächsten Jahren die eine oder andere kleine Reparatur zu erwarten ist, dann wärs OK. Aber wenn jetzt schon offensichtlich geschätzte 1500 bis 2500€ fällig sind, denke ich dass da noch 1000 weg sollten vom Preis.


Aber stimmt schon, im Forum ist das nicht wirklich abzuschätzen, ohne die Maschine mit eigenen Augen gesehen zu haben.

So gesehen, ignoriert was ich da verzapfe :lol: :wink:

Gruß
Mick
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Beitragvon voro » Di Jan 20, 2009 22:22

GtFahrer hat geschrieben:Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen Max. 15ha pro Jahr und selbst dass ist dann ein Kampf.


Kommt ja drauf an, wie lange Kampange man macht. Ich rode 100ha im Jahr mit'm Einreiher. Natürlich ganz andere Maschine ... aber 20 ha sind doch sicher auch mit dem 1033 innerhalbe gut eines Monats zu roden ...

Dass grosse Anhänger nicht gehen mit dem Roder ist klar - braucht aber ja auch nicht.
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Beitragvon GtFahrer » Mi Jan 21, 2009 22:09

Hä Jetzt lass mich mal rechnen.
20ha mal ca 40t/ha = 800t
Wenns gut läuft 25t in 8 Stunden(1Tag)
800:25 = 32Tage!!!!
32*8 = 256h Pro Person
Mindestbesatzung ist 3 Personen
Also 256*3 = 768h
Mit 5€/h gerechnet 5*768= 3840€ Lohn( Ok für 800t geht noch)

ca 800 Bunker voll
und ca 133 8tonner voll Kartoffeln!!!

Also Voro weißt du wenn du mit ner Grimme SE85-55 mal Schnell in 2-3 Stunden 2 Kröger 18tonner voll donnerst dann ist das ganz klar was ganz anderes, ne ganz ganz andere Liga aber mit ner 1033!!!
Also ich hätt jetzt gesagt reiner Sandboden und Kartoffelernte läuft von Juni bis Ende Oktober. OK 20 ha kein allzu großes Problem aber in vier Wochen!!!
Logistische und nervliche Meisterleistung würde ich dazu sagen.
Und ich würd auch fast behaupten, dass wir ein bisschen vom Wetter abhängig sind bei der ganzen Sache.
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Beitragvon tracer700 » Mi Jan 21, 2009 22:35

Da Nachbar hat geschrieben:IN welchem preislichen Rahmen sollte sich diese Maschine denn befinden?
wie gesagt die Maschine hat jedes Jahr ca.6ha gerodet.- Bei mir wärens erstamal nur ca. 4ha (vllt. auch noch etwas weniger) :wink:
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Beitragvon voro » Do Jan 22, 2009 10:20

GtFahrer hat geschrieben:Also ich hätt jetzt gesagt reiner Sandboden und Kartoffelernte läuft von Juni bis Ende Oktober. OK 20 ha kein allzu großes Problem aber in vier Wochen!!!
Logistische und nervliche Meisterleistung würde ich dazu sagen.


Meine Einschätzung ging ehr dahin, dass 0,75 ha am Tag mit der Maschine gut machbar sein sollten - dann wären das 26 oder 27 Rodetage.

800 Tonnen Kartoffeln (könnten ja auch 1000 sein, wenn sie gut bringen) logistisch zu bewältigen sind ein Problem, wenn man nur 2 8t-Anhänger hat.
Dann kommt man halt immer schon dann nicht weiter, wenn die Anhänger voll sind.
Deshalb fangt nicht unter 6 Anhängern an - dann ist die Logistik auch nicht mehr so das Problem. Ich brauch' immer mindestens 2 Anhänger auf dem Feld, zwei weitere sind dann auf der Strasse und zwei zuhaus' beim Abladen. Besser ist noch, man hat einen Zug extra zum disponieren.

Benötigte AK: 5 (1 Abladen, 0,5 Transport, 1 Roder fahren, 2,5 Verlesen)

Um die 20 ha an 27 Tagen zu roden muss man allerdings nur 6 8-Tonner pro Tag voll bekommen - da ist die Logistik noch gar nicht mal so das Problem. Funktioniert auch noch mit 4 Anhängern.



Bei der angepeilten Saisonleistung von 4 - 5 ha sind jedoch nur 200 t zu bewegen - also 17 Züge bestehend aus 2 kleinen 8t-Anhängern.

Da braucht man sich natürlich keinen Stress machen, kann bequem Nachmittags 12t roden (2 Anhänger voll), die danach mit nach hause nehmen, und am nächsten Vormittag selbst abladen.

Benötigte AK: 2 - 3


Ach ja: wo bekommst du AK für 5,- die Stunde? Hier gibts nichts mehr unter 6,50.
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Beitragvon GtFahrer » Do Jan 22, 2009 21:23

Hab ich für die Familien Ak angesetzt. Er selber, Frau, Kinder, Mama Papa, Onkel Tanten etc.
Ja klar ist unrealistisch hab nur den Auszahlungspreis ohne Lohnnebenkosten angenommen.
Also ich zahl nicht mehr als 5 die Stunde aus. Müsst ihr 6,50 + Lohnnebenkosten abdrücken???? Hui jui jui dann wirds aber ganz schö eng bei unter 10€ Auszahlungspreis für Kartoffeln.
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Beitragvon GtFahrer » Do Jan 22, 2009 21:26

Ja und klar für die angepeilte Fläche wäre der Roder für ihn voll Ok. Aber ich würde an seiner Stelle mit ner Grimme SE75-20 liebäugeln. Da hat er dann dauerhaft mehr Freude dran und kann auch Bedenkenlos seine Fläche ausdehnen.
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