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Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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11 Beiträge • Seite 1 von 1
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Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon Amalie18 » So Sep 02, 2012 20:22

Wir spielen uns momentan mit dem Gedanken einen Feldhäcksler anzuschaffen. Haben dazu leider keinerlei Erfahrungen.

Unsere Anforderungen sind:
möglichst klein (kleine Felder und kleine Betriebe),
3m PickUp und reihenunabhängiges 6er Gebiss (oder 4er, aber ich denke es gibt keines bzw. Nachteil beim durchstechen),
Allrad (Berg und Hügelgebiet),
Service und Wartungsfreundlich,
günstige Ersatzteile (falls es soetwas noch gibt) und zuverlässigen Kundendienst,
falls möglich flott auf der Strasse (kein absolutes muss, aber von Vorteil),

also ne eierlegende Wollmilchsau für Einsteiger.

Welche Marke und welches Modell würdet ihr empfehlen? (Claas, NH und John Deere sind in der Nähe)
Bitte schreibt auch Schwächen bzw. was für den Häcksler spricht.
Welche Sachen sollte er unbedingt haben und welche sind kein muss (z.Bsp. aut. Schleifeintichtung, aut. Gegenschneide, welche Trommel und wieviele Messer,...)
Einsatz ca. 60-70% Gras und 30-40% Mais

Wieviel sollte man ausgeben um etwas vernünftiges und zuverlässiges zu kriegen?

Preislich haben wir ca. €50.000 zur Verfügung (wenns notwendig ist auch noch etwas mehr).
Wenn es weniger ist, sind wir aber auch nicht böse ;).

"EDIT: Ich habe leider nicht dazugesagt das er rein im Lohn laufen soll. Mache meine Silage mit eigenem Pöttinger
Ernteprofi 2 und habe selbst keinen Mais. Hier in der Gegend sind viele kleine Betriebe, die Aufhören und viele, die wachsen, stellen zunehmend auf Häckselsilage um. Ich sehe das als ein ev. neues Standbein an und möchte die Chance nutzen in das Gewerbe einzusteigen. Der bzw. die Lohner in der Nähe haben Jaguar 870-900. Und von vielen Kunden höre ich zunehmend das sie mit dem Verteilen und Verdichten nicht hinterherkommen. Darum eine kleine Maschine."
Danke für eure Hilfe

Lg Amalie
Zuletzt geändert von Amalie18 am So Sep 02, 2012 22:51, insgesamt 1-mal geändert.
Amalie18
 
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon Favorit » So Sep 02, 2012 20:56

Hi,

Häcksler sind gut am Mais, weisen aber im Grundfutter einen hohen AK- und Leistungsbedarf auf. Sie unterliegen daher dort in der Rentabilität dem Silierwagen sehr eindeutig, was sogar Untersuchungen auf Großflächen beweisen.
Zudem schmälert der Kauf von Selbstfahrer die Amortisierung der Traktoren, weshalb SF vor allem nur auf Großflächen überhaupt einen Mehrertrag liefern können. Jede weitere Maschine hat nämlich Betriebskosten - Öle muß man z.B. auch dann wechseln, wenn Maschinen wenig arbeiten. 3 versch. Maschinen mit wenig Einsatz benötigen also 3 mal soviel Öl, als wenn ein Traktor alle Arbeiten macht - im Bsp.!
Schnellläufer müssen zugelassen und beim TÜV vorgeführt werden.

Gebrauchte moderne Silierwagen, nicht älter als 12-15 Jahre, kosten vom Qualihersteller ca. 20-25Tsd., hatten wir erst neulich.
Für Silo-Mais auf Kleinflächen ist es besser, das überbetrieblich zu lösen, z.B. über Anbauhäcksler im RüFa-Betrieb und notfalls halt einen LU-Häcksler kommen zu lassen. Beim Abtanken kann zusätzlich häufig der Silierwagen eingesetzt werden, den es in einer Vielzahl an Leistungklassen gibt.
Fuck the EU
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon Amalie18 » So Sep 02, 2012 23:07

Meine Probleme mit dem Anbauhäcksler in RÜFA bzw. großen Rotorwagen sind folgende:

1. Ich habe keinen Traktor mit RÜFA. Um 50.000 was brauchbares mit Häcksler zu finden dürfte schwierig bis unmöglich sein.
2. Die Flächen sind so klein und uneben das z.Bsp. Torro, Jumbo usw. zu groß sind.
3. Das gleich gilt für die Fahrsilos (hauptsächlich zw. 20 und 30m).
4. Unsere Abfuhrgespanne haben zw. 100 und 130 PS und die Anhänger nur 15 bis 20 m³.
5. Viele Kunden wollen das Gras gehäckselt.

Also die Frage ob Häcksler oder nicht stellt sich mir eher nicht. Viel eher ist meineFragestellung von oben für mich interessant.

Lg
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon GüldnerG50 » Mo Sep 03, 2012 14:59

Hallo.

Da hat er recht, die 600er sind zwar gute Häcksler (haben auch etwas ihre Tücken wenn zu trockenes Gras oder nasser Mais durch soll), doch einfach zu alt. In der Gegend hat einer 2 690er zum Grassilieren und nen 695er zum Maissilieren. Die sind einfach zu alt. Wenn die nicht immer selber reparieren könnten, wären die alten Claas schon lange weg. So kann er aber alles selber machen, an den Dingern ist nicht großartig was elektrisches dran..... Letztes Jahr bin ich bei einem Abgefahren, da hat einer mit nem 8-Reihigen 800er Jaguar gehäckselt.... Macht die Hälfte Krach, ist doppelt so schnell unterwegs und häckselt besser......

Grüße
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon Amalie18 » Mo Sep 03, 2012 21:05

Mit den kleinen Raubkatzen Jaguar 820-840 hatte ich auch schon geliebäugelt.

Welche Macken haben diese?
Was sollte man beim Besichtigen unbedingt anschauen?
Welche Trommel sollte er haben - V12 oder V24 bzw. wie wirkt sich das auf die Arbeit aus?
Wiviele Stunden darf er haben bzw. wie lange halten sie, bis sie zu Reparaturintensiv werden?

Wenn ich mich nicht täusche gab es hier 2 verschiedene Joysticks.
Was wurde bei den neueren Modellen alles geändert?
Waren aut. Schleifeinrichtung, aut. Gegenschneide, Turmkamera,... Serien- oder Wunschausrüstung.
Finde leider keine alten Prospekte von dieser Serie.

Schreibt einfach alles was für mich nützlich sein könnte.

Danke

Lg
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon markus88 » Di Sep 04, 2012 19:12

Hallo,

ich denke auch, dass du einen kleinen 800er Jaguar nehmen solltest.

Für dich dich wären aus der alten Baureihe(489-491) erkennbar an der geraden Typenbezeichnung der 820 und der 840 interesant. Ich würde hier ja den 840 wegen seines V8 Motors bevorzugen.
Bei den neueren Modellen würden der 830 und der 850 in Frage kommen. Eigentlich hallte ich von diesen beiden Modellen nur in der 493 Baureihe mit Mercedes OM 460 etwas. Diese recht neuen Typen werden jedoch deinen Preisrahmen etwas sprengen. An den 492er Typen (ungerade Modelbezeichnung mit dem eckigen Heck) sind die für dich in Frage kommenden 6-Zylindermodelle mit OM 457 schlecht.

Nun zu deinen Fragen:

- Die ungeraden Modelle haben den langen Joystick mit den 6 Druckknöpfen und die Turmdrehung über ein Fußpedal. Danach kam das Schieberohr mit Turmdrehung auf dem Joystick. Letzteres ist meiner Meinung nach schöner zu fahren, wobei man auch mit der alten Variante gut leben kann.

- Meist wirst du die V 24 Trommel finden, die passt eigentlich immer

- Automatische Schleifeinrichtung war Serie, lediglich die Bedienung hat sich geändert (zuerst vorne, dann von der Kabine aus)
- Automatische Gegenschneideneinstellung war nicht Serie, ich rate aber auch von ihr ab
- Was bei der PickUp nicht schlecht wäre ist die hydraulische Schneckenaushebung. Lässt sich jedoch auch relativ günstig nachrüsten

Was du jedoch nicht vergessen solltest ist, das so eine Maschine starkem Verschleiß unterliegt. 10.000 Euro sind da schnell mal untergebracht und machen aus einem Schnäpchen schnell einen Reinfall. Würde dir als Häcksler-Neuling dringend raten einen Experten mit zu nehmen oder direkt bei Claas oder einem größeren Händler eine durchreparierte Maschine kaufen.

Wenns noch Fragen gibt, immer her damit

Mfg Markus
markus88
 
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon Amalie18 » Di Sep 11, 2012 19:51

Danke für die ausführliche Antwort.

Was mich noch interessieren würde wäre bis wieviele Stunden man solche Maschinen kaufen soll oder kann.
Und wie wirkt sich der 6 Zylinder im Vergleich zum 8 Zylinder aus in Bezug auf Flächenleistung (wie lange braucht man für 1 ha Mais durchschn. Bestand mit dem 820er und 840er) und Verbrauch im Bezug auf den Durchsatz.

Falls euch sonst noch Nützliches und Wichtiges einfällt nur her damit.

Danke
Danke im Voraus.

Mlg
Amalie18
 
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon markus88 » Mi Sep 12, 2012 17:49

Hallo,

das mit den Stunden ist eben so eine Sache, kanst eine 3000 Stunden-Maschine erwischen, bei der alles relativ neu ist, oder eine die erst 1500 h hat und bei der eine ganze latte an Dingen ansteht( Cracker, Messer, Gegenschneide, Trommel u. Beschleunigerlager etc.). Deshalb auch der Tipp beim Händler zu kaufen wenn du dich nicht hundertprozentig auskennst.

Kann dir zum 820 nichts sagen, doch die V8 in den 840 und 860 ern sind sehr durchzugsstark und auch robust, weshalb ich den 840er dem 820er definitiv vorziehen würde.

Tja Flächenleistung zwischen 1-2 ha pro Stunde, je nach Flächenzuschnitt und Ertrag.

Gruß Markus
markus88
 
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon buechi » Mi Sep 12, 2012 19:00

GüldnerG50 hat geschrieben:Hallo.

Da hat er recht, die 600er sind zwar gute Häcksler (haben auch etwas ihre Tücken wenn zu trockenes Gras oder nasser Mais durch soll), doch einfach zu alt. In der Gegend hat einer 2 690er zum Grassilieren und nen 695er zum Maissilieren. Die sind einfach zu alt. Wenn die nicht immer selber reparieren könnten, wären die alten Claas schon lange weg. So kann er aber alles selber machen, an den Dingern ist nicht großartig was elektrisches dran..... Letztes Jahr bin ich bei einem Abgefahren, da hat einer mit nem 8-Reihigen 800er Jaguar gehäckselt.... Macht die Hälfte Krach, ist doppelt so schnell unterwegs und häckselt besser......

Grüße

Die Häckselqalität liegt nicht am Häcksler selber,sondern wie die Messer hauen und eingestellt sind. Wir haben noch einen 690 Bj 1985 mit 10 Messer und der macht top Arbeit.
Reparaturen haben auch neue Maschienen.
buechi
 
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Re: Kaufhilfe/Erfahrungen Feldhäcksler

Beitragvon WaldbauerSchosi » Mi Sep 12, 2012 20:23

Ich würde sowas auch über den Händler machen.

komplett mit Garantie/Gewährleistung und pipapo.

Vorallem wenn man kompletter Neueinsteiger ist - da könnte man bestimmt am Anfang mal Hilfe gebrauchen.
WaldbauerSchosi
 
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