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Kooperation von Betrieben. PRO-KONTRA. Eure Meinungen dazu??

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
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Kooperation von Betrieben. PRO-KONTRA. Eure Meinungen dazu??

Beitragvon pcfreak » Sa Dez 15, 2007 17:02

moin leute

im rinderforum hier ist ne interessante diskussion zum thema kooperation von landw. betrieben angestoßen worden.

ich denke das ist ganz interessant und könnte nen eigenen beitrag wert sein.
was meint ihr dazu? habt ihr erfahrungen? wer ist bereits kooperiert? was habt ihr für pro/kontra dazu? etc..

PS: ich habs bewusst mal in diese rubrik geschrieben, weil es ja nicht nur um reine milch- oder sauenbetriebe gehn soll, sondern allgemein um landw. kooperationen in jeglicher form.

dann lasst mal eure meinung dazu hören.
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Beitragvon CarpeDiem » Sa Dez 15, 2007 19:28

Ich glaube schon, dass die Zukunft der europäischen Landwirtschaft unter den herrschenden Rahmenbedingungen nur in Kooperationen aller Art liegen kann. Die Gründe sind mannigfaltig und liegen auf der Hand. Landwirtschaftliche Betriebe werden Grössenordnungen notwendig haben die von einem und auch einer Familie nicht mehr zu stemmen sind.

Deshalb ob man dies für politisch opportur hält oder nicht die alte DDR-LPG wird, wenn auch in geändertem Gewande auch in den westlichen Bundesländern Platz greifen.

Bedauerlicherweise werden diese Themen, soweit ich dies verfolgen kann, im Berufsstand nicht thematisiert. Deshalb gibt es auch nur ansatzweise Denkmodelle in welche wirtschafts- und rechtlichen Rahmenbedingungen eine solche Kooperation gegossen wird.
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Beitragvon IHC1255XL » Sa Dez 15, 2007 19:34

Kooperationen sind immer ein sehr theoretisches Gebilde, welches die Praxis selten lange übersteht wenn es nicht perfekt geplant ist. Und das können die wenigsten.
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Beitragvon euro » Sa Dez 15, 2007 21:02

Habe seit 10 Jahren ne Betriebsfusion mit meinem Schwager.
Die ursprünglichen Vorteile sind durch nachfolgende gesetzgeberische Eingriffe teilweise ins Gegenteil verkehrt worden.
Kooperationen in Teilbereichen sind finanziell eigentlich immer interessant.
Grundbedingung sind feste Regeln und eine anständige Dokumentation.
Es gibt, leider immer noch, in der Landwirtschaft Subjekte denen Regeln jeder Art fremd sind, es ist deshalb sinnvoll diese von der Zusammenarbeit auszuschliessen.
Bei unserer Bg haben wir dieses Prinzip glücklicherweise beherzigt :wink:
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Beitragvon SommerVa » Sa Dez 15, 2007 21:03

ist eine kooperation sowas wie eine GBR?
Lieber auf dem dach ne Taube als n Hirsch auf der Haube

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Beitragvon Komatsu » Sa Dez 15, 2007 21:28

Manchen fällt es schon schwer mit der eigenen Verwandschaft oder Nachzucht zusammenzuarbeiten oder zu kooperieren, für andere wiederum endet eine Fusion im Alkoholismus.

Eine Fusion oder Unternehmensbeteiligung setzt Vertrauen voraus und wer nicht "vertrauenswürdig" ist, mit dem sollte man gar nicht erst verkehren.

Für wachstumsfähige Betriebe hat die Rechtsform der GbR ausgedient, steuerliche Vorteile hin oder her. Gut funktioniert die Kommanditgesellschaft, da ist auch klar wer die unternehmerische Verantwortung/Führung hat und die kann nur einer haben. Gerade für größere Familienbetriebe in der letzten Generation ist dies eine wertsteigernde Alternative zur verpachtung.
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Beitragvon gerd gerdsen » So Dez 16, 2007 10:26

zum einen hatte ich dieses thema schonmal hier reingestellt

http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t ... sc&start=0

zum anderen
dürfen wir eines nicht vergessen, wenn heute betriebe wachsen wollen, müssen andere aufgeben, die fläche ist halt nicht vermehrbar, d.h. der strukturwandel wird weiter gehen, nur zukünftig gibts für die aufgebenden keine milchrente mehr, kann man sich drüber freuen, oder mit verwunderung feststellen, daß das gar nicht so schlecht war, war ja im grunde auch eine art von kooperation, der eine hat die arbeit getan und der andere auf dem sofa sich einen schönen tag gemacht . ist doch eigentlich besser wenn der sofamelker von früher jetzt auch noch ein wenig was arbeiten muß ?
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Beitragvon Komatsu » So Dez 16, 2007 11:01

Beispiel Kommanditgesellschaft :

Ein Landwirt A möchte wachsen. Landwirt B hat eine andere Lebensplanung, möchte aber auf Landwirtschaft nicht ganz verzichten.

Beide gründen eine KG. Landwirt A wird persönlich haftender gesellschafter, Landwirt B bringt die sinnvoll nutzbaren Bestandteile ( Land, Quote, Maschinen, Halle, Jungviehstall ) seines Betriebs in die KG ein und wird Kommanditist. B erhält keine Pacht, sondern stattdessen eine Garantieausschüttung in Höhe eines sehr niedrigen Pachtpreises. Laufen die geschäfte gut fällt mehr ab. Landwirt B deckt dann nur bedingt stille Reserven auf und Landwirt A begrenzt sein Risiko und die Zinszahlungen.
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Beitragvon pcfreak » So Dez 16, 2007 12:42

ihc833 hat geschrieben:Beispiel Kommanditgesellschaft :

Ein Landwirt A möchte wachsen. Landwirt B hat eine andere Lebensplanung, möchte aber auf Landwirtschaft nicht ganz verzichten.

Beide gründen eine KG. Landwirt A wird persönlich haftender gesellschafter, Landwirt B bringt die sinnvoll nutzbaren Bestandteile ( Land, Quote, Maschinen, Halle, Jungviehstall ) seines Betriebs in die KG ein und wird Kommanditist. B erhält keine Pacht, sondern stattdessen eine Garantieausschüttung in Höhe eines sehr niedrigen Pachtpreises. Laufen die geschäfte gut fällt mehr ab. Landwirt B deckt dann nur bedingt stille Reserven auf und Landwirt A begrenzt sein Risiko und die Zinszahlungen.


klingt in der theorie ganz gut aber ich glaube kaum, dass das in der praxis so einfach realisierbar ist. ich kenne kooperationen hin in der nähe nur als GBR und da muss einer immer kuschen, sonst funktioniert das ganze nicht.

arbeitsteilung hin oder her, da stell ich mir bei gutem gewinn lieber nen mann ein als das ich fusionieren würde...gibt bei gleich-sturen partnern nur ärger denk ich.
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Beitragvon gerd gerdsen » So Dez 16, 2007 13:35

pcfreak hat geschrieben:
ihc833 hat geschrieben:Beispiel Kommanditgesellschaft :

Ein Landwirt A möchte wachsen. Landwirt B hat eine andere Lebensplanung, möchte aber auf Landwirtschaft nicht ganz verzichten.

Beide gründen eine KG. Landwirt A wird persönlich haftender gesellschafter, Landwirt B bringt die sinnvoll nutzbaren Bestandteile ( Land, Quote, Maschinen, Halle, Jungviehstall ) seines Betriebs in die KG ein und wird Kommanditist. B erhält keine Pacht, sondern stattdessen eine Garantieausschüttung in Höhe eines sehr niedrigen Pachtpreises. Laufen die geschäfte gut fällt mehr ab. Landwirt B deckt dann nur bedingt stille Reserven auf und Landwirt A begrenzt sein Risiko und die Zinszahlungen.


klingt in der theorie ganz gut aber ich glaube kaum, dass das in der praxis so einfach realisierbar ist. ich kenne kooperationen hin in der nähe nur als GBR und da muss einer immer kuschen, sonst funktioniert das ganze nicht.

arbeitsteilung hin oder her, da stell ich mir bei gutem gewinn lieber nen mann ein als das ich fusionieren würde...gibt bei gleich-sturen partnern nur ärger denk ich.


das mach mal, dann wirst du sehen wie preiswert wir landwirte sozialversichert sind, obendrein bist du dann trotzdem noch dauernd alleine, hab das mal gesehen als ich 4 wochen einen betriebshelfer hatte, obwohl der 8 std am tag hier war, blieb jede menge arbeit liegen, eigentlich hätte ich zwei gebraucht . dazu kommen lohnfortzahlung im krankheitsfall urlaub und wochenenden, für einen guten arbeiter kannst du locker 35000 tausend euro im jahr rechnen . ich könnte an meinem freien wochenden sicher beruhigter ausschlafen, wenn ich wüßte der miteigentümer ist am melken .
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Beitragvon Komatsu » So Dez 16, 2007 13:54

pcfreak hat geschrieben:klingt in der theorie ganz gut aber ich glaube kaum, dass das in der praxis so einfach realisierbar ist. ich kenne kooperationen hin in der nähe nur als GBR und da muss einer immer kuschen, sonst funktioniert das ganze nicht.

arbeitsteilung hin oder her, da stell ich mir bei gutem gewinn lieber nen mann ein als das ich fusionieren würde...gibt bei gleich-sturen partnern nur ärger denk ich.


:lol: Ich schraub ja auch keine Betriebe zusammen, wie dies die staatl. Beratung tut. Ich schaue mir die Leute und die Läden vorher scho genau und lange an, bevor ich die zusammen auf ein Hof stecke.
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Beitragvon pcfreak » So Dez 16, 2007 16:09

ja klar, solange alles gut und glatt läuft kein thema.
aber ich kenne auch fusionen, wo es schon nach 2-3 jahren jede menge stunk gab.
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Beitragvon gerd gerdsen » So Dez 16, 2007 19:11

auch die landwirte müßen lernen teamfähig zu werden
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Beitragvon tröntken » So Dez 16, 2007 19:23

gerd gerdsen hat geschrieben:auch die landwirte müßen lernen teamfähig zu werden


Klar, aber wenn ich in meine ehemalige Klasse rumfrage, dann ist das Hauptargument, warum man Landwirt wird:

Selbstständig arbeiten, keinen Chef zu haben, nicht von anderern Vorgeschrieben bekommen, was man machen muss........ usw.

Glaub, das eine Kooperation nur funktionieren wird, wenn alles, bis ins Kleinst Detail geregelt ist, und Vertraglich festgelgt wird.

Sonst kommt man sich doch nur an die Köpfe.......
Obwohl ich gute funktionierende Bespiele hier in der Gegend kenne :?
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Beitragvon Komatsu » So Dez 16, 2007 19:25

Es müssen zwei sein, die schonmal richtig in der Scheisse sassen. Da wird man sehr teamfähig ....... vom hohen Ross steigt keiner runter.
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