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Kostbarer Boden

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Kostbarer Boden

Beitragvon Max M » Fr Mai 09, 2014 15:40

Bauern machen Feldwege zu Geld

http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... e-102.html
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Ferengi » Fr Mai 09, 2014 20:19

Tja, is normal. :roll: :roll:

Früher, als die Tommys noch hier waren, konnte man das immer gut sehen.
Denn wenn auf der Karte ein Weg war, dann haben die Ihrer Panzer da durchfahren lassen. 8)
Und nicht selten standen die Panzer dann mittem auf nem Acker.

Inzwischen geht die Kommune auch dazu über die Wegesränder, in ihrer ursprünglichen Breite, zu mulchen.
Dann wird ab und an auch schon mal nen Meter Mais weggemulcht. 8)
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Cairon » Fr Mai 09, 2014 21:22

Ich denke es kommt immer sehr auf den Einzelfall an. Wenn es sich um private Wege handelt, so ist gutes Recht diese Weg zu entfernen. Ich selber habe auch schon Wege die sich in meinem Eigentum befinden umgepflügt. Dabei ging es nicht darum die Fläche zu gewinnen, sondern darum den Weg zu einer illegalen Gartenmüllkippe zu unterbrechen. Seid dort niemand mehr mit dem Auto hin kommt, ist es vorbei mit den Müllbergen. An einer anderen Stelle habe ich einen Weg entfernt, weil dort ein regelrechter Sex-Treff entstanden war. Dort fanden man jede Menge gebrauchte Kondome, Klopapier usw. Auf dem Weg verrichteten die "Besucher" dort regelmäßig ihre Notdurft. Man nahm eine Decke warf sie ins Getreide, machte Picknick und dann ging es zur Sache. Der Ganze Müll und Dreck blieb im Feld zurück. Kein Weg, kein Müll, kein Dreck mehr. Wer würde denn freiwillig ein Stück seines Grundstücks hergeben, damit er zugemüllt wird.

Handelt es sich um Wege die nicht im Eigentum des Beiwirtschafters sind, sieht es natürlich ganz anders aus. Fremdes Land ohne Erlaubnis umzupflügen geht nicht. Teilweise toleriert die Gemeinde es aber auch. Es gibt hier teilweise sehr breite Wegränder, die dann auch zu Gartenmüllkippen wurden und wenn sie beackert werden sammelt sich da wenigstens kein Müll. Wenn es extrem wird, dann setze ich da aber auch selber ein P davor. Ich habe Berufskollegen ziemlich angefahren, wenn sie den Sand unter der Schwarzdecke heraus gepflügt haben. Ich haben ihnen dann die Pistole auf die Brust gesetzt und ihnen 2 Tage Zeit gegeben das Bankett wieder herzustellen, ansonsten hätte es eine Meldung beim Ordnungsamt gegeben. Auf meinen Flächen sind alle Grenzsteine mit Kunststoffpfählen markiert und wir haben diese Grenzen ein. Es kann man passieren, dass der Pflug etwas rüber geht, aber die Drillmaschine hält sich dann wieder an die Grenze.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon forenkobold » Sa Mai 10, 2014 9:21

Laut Filmbeitrag besteht eine Grunddienstbarkeit (Wegerecht für die Nachbarn). Somit in der Tat nicht ganz sauber. Aber das allein sollte kein Grund sein für den Bayerischen Rundfunk, die Bauern in solch zynischer Form nieder zu machen, bloß weil sie sich erdreisten, ihre eigene Fläche zu nutzen anstatt kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon borger » Sa Mai 10, 2014 10:56

Zumindest in SH gibt es auf einigen Feldwegen ein quasi öffentliches Wegerecht, weil die als Kirchstieg eingetragen sind. Also früher von den Bewohnern kirchenloser Ansiedlungen quer durch die Feldmark als kürzester Weg zur nächsten Kirche genutzt wurden.
Auch wenn da heute keiner mehr Sonntags zur Kirche latscht, auf einigen wandern über Sommer Unmengen an Touris, die können auch mehr als lästig sein, sind aber wegen der Eintragung nicht weg zu bekommen.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Cairon » Sa Mai 10, 2014 12:10

Wenn ein Wegerecht eingetragen ist, dann kann der Nachbar ja einfach durchfahren, wenn ihm danach ist. Wenn die Nachbarn aber nicht auf ihrem Wegerecht bestehen, dann scheint es ja andere Möglichkeiten zu geben, dann könnte man das Wegerecht generell hinterfragen.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Harald » Sa Mai 17, 2014 7:37

IHC_833 hat geschrieben:In Bayern gehören die Feldwege rechts und links zu den Flächen und sind somit Privateigentum.

Das ist so pauschal definitiv nicht richtig. Unsere Feldwege sind Gemeindeeigentum (Pflege an die JG übertragen). Ebenso in allen anderen mir bekannten Gemarkungen hier in der Gegend.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon agrarflächendesigner » Sa Mai 17, 2014 8:37

ich denke dass kann man so pauschal nicht sagen.
Es gibt ja Wege, die Gemeindeeigentum sind, die sind dann bei uns meist geschottert.
Aber es gibt ja auch die kleinen wege, die nur zwischen den feldern sind weil das früher mal mehrere schläge waren. Was spricht denn dagegen sowas wegzumachen??
Schau mir oft quer an, aber das ist mal wieder Typisch: Der böse bauer macht unsere schöne freizeig und erholungslandschaft kaputt, nur weil hier einer sein eigentum einfordert...
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Cairon » Sa Mai 17, 2014 9:42

@Costa

Ist schon bezeichnend welche Ablehnung (oder kann man schon von Hass reden) gegen die Landwirtschaft aus ihrem Beitrag spricht. Die Aussage, dass Eigentum verpflichtet gilt nicht nur für Menschen die größere Flächen besitzen. Besitzen Sie ein Haus mit einem Grundstück? Wie viel Prozent Ihres Grundstückes stellen sie der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung? Wie hoch ist der Anteil Ihres Gartens den sie als Blühstreifen anlegen? Welchen ökologischen Mehrwert bringen Sie mit ihren eventuell vorhanden Grundstück für die Allgemeinheit?
Moral macht den meisten Menschen nur so lange Spaß, wie man sie von anderen Fordern kann. Wo gehen Sie persönlich mit leuchtendem Beispiele voran und leisten Ihren Dienst an der Gemeinschaft? Und eines ist ganz sicher Moral ist immer relativ.

Moral

Ist schon sehr aussagekräftig, wenn Sie von den Landjungs mit 130 km/h, dem größte und schwer-reichste Bauer (haben Sie Einblick in seine Buchführung und Konten?) oder den Biogas-Wiesenhof-Schweinmast Kapitalisten-Bauern schreiben. Es schwingt das gesamte Portfolio an Vorwürfen und Vorurteilen gegenüber der modernen Landwirtschaft mit. Wenn man so gegenüber der Landwirtschaft auftritt, dann braucht man sich nicht wundern wenn Wege dicht gemacht werden.

Dieser Satz ist auch interessant:

Costa hat geschrieben: Seine gerechte Strafe hat er im Laufe des Lebens dafür bekommen, also besser nicht nur immer an sich selbst denken.


Ist das nur ein Ausdruck persönlicher Schadenfreude über einen Schicksalsschlag der die Familie ereilt hat oder ein Hinweis auf einen wie auch immer gearteten Sabotageanschlag in Verbindung mit einer unterschwelligen Drohung gegen die gesamte Bauernschaft?

Und was die Jagdschneisen angeht, so möchte ich den Jäger sehen, der an einer 3 m breiten Schneise zum Wald ein wechselndes Wildschwein trifft. Bei uns wird an den kritischen Stellen frühzeitig der Mais gehäckselt und dann frisch verfütter. Die Schneisen sind dann aber 15 m breit. Der normale Abstand zum Wald reicht doch kaum für einen sicheren Schuss.

Ich habe vorsätzlich die Sie-Form für diesen Beitrag gewählt, um mich gegenüber Costa zu distanzieren und mich bei der Formulierung zu disziplinieren.
Zuletzt geändert von Cairon am Sa Mai 17, 2014 10:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Max M » Sa Mai 17, 2014 9:52

Ekelig dieser Neid.
Ich hätte es auch umgeackert....500qm haben oder nicht haben.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Max M » Sa Mai 17, 2014 15:47

Costa hat geschrieben:schon einmal etwas gehört von "Eigentum verpflichtet"?
Und damit ist nicht gemeint, dass das Eigentum die Allgemeinheit dazu verpflichtet zu dulden, dass ein Landwirt mit seinen Wiesen, Feldern, Wegen und Wäldern machen kann was er will!

klingt eindeutig wie: Was Dein ist, ist auch mein, aber was mir ist, ist Dir noch lange nicht......

[...]Ich kann nur von Bayern reden, aber schon hier ist es erschreckend, was manche Biogas-Wiesenhof-Schweinmast Kapitalisten-Bauern anstellen. Energiemais bis zum Bach, Biogas-Schlamm hin wo nur Platz ist, und NEIN, daran liegt es ganz bestimmt nicht, dass Bäche, Weiher und Seen regelrecht umkippen und nur noch aus Algen-Suppe bestehen. Feldwege, Hecke und Abstands-Streifen stören doch auch nur! Ein Bett im Kornfeld? Ist doch was für gestrige![...]

[...]Ich weiß noch gut, wie der größte und schwer-reichste Bauer bei uns im Dorf mal einen Feldweg zum nächsten offiziellen Naherholungsgebiet umgeackert hat, nachdem er die angrenzenden Flächen gekauft hatte. Hat ihm 500qm und sonst nichts gebracht, nicht weniger Müll, keine signifikant bessere Bewirtschaftung, nichts. Die Strecke war dann aber viermal so weit, zu Fuß für die Familien mit Kindern kaum mehr zu machen und viel gefährlicher, Straße entlang, über Kreuzung wo die Landjungs mit 130km/h durchheizen und so weiter.

Rechtlich war es ok, moralisch war es eine Schande und höchstgradig unsozial. Seine gerechte Strafe hat er im Laufe des Lebens dafür bekommen, also besser nicht nur immer an sich selbst denken.[...]


Gegenfrage, wenn "Eigentum verpflichtet" wozu verpflichtet eigentlich das "Recht auf freie Meinungsäusserung" ??

.... Lügen, üble Nachrede, Verleumden, Rufmord ??

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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Costa » Sa Mai 17, 2014 21:40

Gut, ich gebe zu, mein Post klingt gehässig. Das mit der "gerechten Strafe" ist auch nicht meine Idee gewesen, das sagen die anderen (älteren) Dorfleute. Hat mich zunächst auch erschreckt.

Aber als Argumentationshilfe erstmal die Kompetenz anzuzweifeln, beeindruckt mich wenig. Ja, ich habe etwas Einblick in die Besitzverhältnisse, tatsächlich. Und ja, ich lehne Biogas und Hähnchemast ab in der Form, wie sie hier im Umfeld immer mehr betrieben wird. Ich weiß halt auch noch, wie es "davor" in der Gegend aussah. Und keine Ahnung ob der Förster 'ne wechselnde Sau trifft. Er sagt halt, das wäre das Problem, und für mich klingt das schlüssig. Und das die Straße gefährlich ist, jedes Jahr ein Unfall passiert und das und immer mit 18-25 jährigen wegen überhöhter Geschwindigkeit, das ist halt auch Fakt.

Was das Ganze mit einem privaten, gezäunten Garten im Wohngebiet zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht, was soll das denn mit Trampelpfaden im Garten zu tun haben? Und was mit dem "Recht auf freie Meinungsäusserung"? Was das mit Neid, Missgunst oder Ablehnung zu tun haben soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Aber eben gerade solche kleinen Aktionen sind es, die große Ablehnung hervorrufen.

Das sind alles Unterstellungen, aber ok, wie gesagt der Post war giftig, ist in Ordnung.

Bleibt nur noch die Verkehrssicherungspflicht. Ok, das ist ein Punkt. Aber da gilt das gleiche für die Privatleute: leben und leben lassen. Es würde hier kein stolpernder Fußgänger überhaupt auf die Idee kommen, einen Landwirt deswegen zu belangen. Aber wenn der Landwirt einen Jahrzehnte alten wichtigen Weg einfach wegen "500qm haben oder nicht haben" wegackert, braucht er sich nicht wundern, wenn die Leute sich ärgern und das nächste Mal halt nicht beide Augen zudrücken, wenn wieder irgendwas nicht ganz sauber läuft.

Damit will ich keine Diskussion anfangen, sondern nur meinen Post und die angeblich so neidische, gehässige und ablehnende Haltung relativieren. Dem ist nicht so.
Aber wenn ich dann lese "500qm haben oder nicht haben", dann weiß ich: da ist Hopfen und Malz verloren.

Auf wiedersehen.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Bonatus » So Mai 18, 2014 9:24

Costa hat geschrieben:Gut, ich gebe zu, mein Post klingt gehässig. Das mit der "gerechten Strafe" ist auch nicht meine Idee gewesen, das sagen die anderen (älteren) Dorfleute. Hat mich zunächst auch erschreckt.

Aber als Argumentationshilfe erstmal die Kompetenz anzuzweifeln, beeindruckt mich wenig. Ja, ich habe etwas Einblick in die Besitzverhältnisse, tatsächlich. Und ja, ich lehne Biogas und Hähnchemast ab in der Form, wie sie hier im Umfeld immer mehr betrieben wird. Ich weiß halt auch noch, wie es "davor" in der Gegend aussah. Und keine Ahnung ob der Förster 'ne wechselnde Sau trifft. Er sagt halt, das wäre das Problem, und für mich klingt das schlüssig. Und das die Straße gefährlich ist, jedes Jahr ein Unfall passiert und das und immer mit 18-25 jährigen wegen überhöhter Geschwindigkeit, das ist halt auch Fakt.

Was das Ganze mit einem privaten, gezäunten Garten im Wohngebiet zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht, was soll das denn mit Trampelpfaden im Garten zu tun haben? Und was mit dem "Recht auf freie Meinungsäusserung"? Was das mit Neid, Missgunst oder Ablehnung zu tun haben soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Aber eben gerade solche kleinen Aktionen sind es, die große Ablehnung hervorrufen.

Das sind alles Unterstellungen, aber ok, wie gesagt der Post war giftig, ist in Ordnung.

Bleibt nur noch die Verkehrssicherungspflicht. Ok, das ist ein Punkt. Aber da gilt das gleiche für die Privatleute: leben und leben lassen. Es würde hier kein stolpernder Fußgänger überhaupt auf die Idee kommen, einen Landwirt deswegen zu belangen. Aber wenn der Landwirt einen Jahrzehnte alten wichtigen Weg einfach wegen "500qm haben oder nicht haben" wegackert, braucht er sich nicht wundern, wenn die Leute sich ärgern und das nächste Mal halt nicht beide Augen zudrücken, wenn wieder irgendwas nicht ganz sauber läuft.

Damit will ich keine Diskussion anfangen, sondern nur meinen Post und die angeblich so neidische, gehässige und ablehnende Haltung relativieren. Dem ist nicht so.
Aber wenn ich dann lese "500qm haben oder nicht haben", dann weiß ich: da ist Hopfen und Malz verloren.

Auf wiedersehen.


Dein Post ist nicht gehässig, sondern hasserfüllt!

Wenn der Boden mein Eigentum ist, darf ich ja wohl immer noch entscheiden ob ich den Weg dulde oder eben nicht.
Das Problem ist einfach, viele verstehen nicht, das sich auch in der Landwirtschaft das Rad der Zeit weiter dreht. Halbwissen, Neid Missgunstsind nie die besten Ratgeber. Meinem Großvater wollte man den Erwerb einer Melkmaschine madig machen, saugt das Blut aus dem Euter. :klug: Mich hat man vor dem Melkroboter gewarnt, rechnet sich nie. Diese ewig nörgelnden Pappnasen haben mitlerweile weder Kühe noch Landwirtschaft.

Wo ich Carion nochmal bestättigen möchte: Die "größten Wahrer und Bewahrer" unserer Kulturlandschaft haben Maschedraht unterm Rasen gegen Maulwurf, nur Rasen, Angelsehnen gegen Schwalben....

Warum muß ich mich als Landwirt gegenüber jeden Depp rechtfertigen?
Eine konkrete Abschätzung des Bearbeitungszeitpunkts ihres Anliegens lässt sich angesichts der Komplexität der Aufgaben derzeit leider nicht treffen.
Bitte sehen Sie in der Zwischenzeit von telefonischen Nachfragen nach dem Stand der Bearbeitung ab.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon Cairon » So Mai 18, 2014 10:32

@Costa

Was die ganze Sache mit Ihrem, in einem Wohngebiet gelegenen, hoch einzäunten Grundstück zu tun hat möchten Sie wissen?

Sie machen durch Ihren Zaun Ihre Besitzansprüche deutlich. Durch den Zaun verwehren Sie anderen Bürgen eine eventuell mögliche Abkürzung über ihr Grundstück. Bevor Ihr Haus dort gebaut wurde, sah es an der Stelle auch ganz anders aus. Wer weiß was dort vor 100 oder 500 Jahren los war. Mit der Inbesitznahme wurden diesen Stück Land ihr Stempel aufgedrückt. Worin besteht nun genau der Unterschied zwischen dem von Ihnen in Besitz genommen Stück Land und dem im Eigentum des Bauern befindliches Weges? Oder sollte ich mit meinem Ansatz, dass Sie nur Moral von anderen fordern doch recht haben?

Sie schreiben von IHREN Forstflächen, Sie scheinen also mehr als nur Ihr Grundstück zu beanspruchen. Dürfen in Ihrem Wald Spaziergänger mit Hunden tun und lassen was Sie wollen? Dürfen in Ihrem Forst Kinder Bäume fällen, Höhlen bauen und Löcher graben wie sie möchten?

So wie sich Ihre Beiträge lesen scheinen sich Ihre Geschichten ja schon weit in der Vergangenheit ereignet zu haben.....Ich weiß noch wie es vorher aussah......die alten Leute im Ort sagen...... Die Welt verändert sich jeden Tag und einen Kaiser haben wir auch nicht mehr.

Wenn es an der Straße immer wieder zu Unfällen kommt, dann kann es wohl kaum Sache des Bauern sein für sicherere Wege zu sorgen. Wenn es sich bei der Straße um einen Unfallschwerpunkt handelt, dann dürfte es für die Politik kein Problem sein dort die Verkehrsregelungen zu verschärfen. Und eine verstärkte Überwachung durch die Polizei würde dann sicher zu einer ruhigeren Verkehrssituation führen. Bauern sind nicht dafür da auf eigene Kosten Verkehrswege für die Allgemeinheit zu schaffen.

Bauern setzen nur die politischen Vorgaben um. Wenn Sie gegen Biosgas und Hähnchenmast sind, dann sollten Sie politisch aktiv werden.

Und das Niemand bereit ist sofort zu klagen halte ich für ein Gerücht. Es gibt genug Leute, gerade bei den Tierschützern, die immer auf der Suche für eine Klage sind. Das ist ein weiterer Grund warum Wege blockiert werden, die Kontrolle der "moralisch" Bessergestellten.
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Re: Kostbarer Boden

Beitragvon ratzmoeller » So Mai 18, 2014 10:37

Was immer wieder von außerlandwirtschaftlichen Nutzern solcher Wege unterschlagen wird-das veränderte "Nutzerverhalten" im Laufe der vergangenen Jahrzehnte.Das was früher ein Trampelpfad war um schneller zur Kirche oder zur Bimmelbahn zu kommen und dem Eigentümer keine zusätzlichen Mühen und Kosten gemacht hat,ist nicht selten mittlerweile zu einem Trampelpfad der "Freizeitgesellschaft" zwischen Wohngebiet,Sportgelände,Supermarkt,etc.mutiert,mit ständigem oder wiederkehrenden Ärger für den Eigentümer.Die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen werden versaut mit Hundekot und Müll oder mit diversen Fahrzeugen befahren.Da wären mir schon 50 qm zu viel.

Ralf
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