Bauern machen Feldwege zu Geld
http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... e-102.html
Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 18:24
IHC_833 hat geschrieben:In Bayern gehören die Feldwege rechts und links zu den Flächen und sind somit Privateigentum.
Costa hat geschrieben: Seine gerechte Strafe hat er im Laufe des Lebens dafür bekommen, also besser nicht nur immer an sich selbst denken.
Costa hat geschrieben:schon einmal etwas gehört von "Eigentum verpflichtet"?
Und damit ist nicht gemeint, dass das Eigentum die Allgemeinheit dazu verpflichtet zu dulden, dass ein Landwirt mit seinen Wiesen, Feldern, Wegen und Wäldern machen kann was er will!
[...]Ich kann nur von Bayern reden, aber schon hier ist es erschreckend, was manche Biogas-Wiesenhof-Schweinmast Kapitalisten-Bauern anstellen. Energiemais bis zum Bach, Biogas-Schlamm hin wo nur Platz ist, und NEIN, daran liegt es ganz bestimmt nicht, dass Bäche, Weiher und Seen regelrecht umkippen und nur noch aus Algen-Suppe bestehen. Feldwege, Hecke und Abstands-Streifen stören doch auch nur! Ein Bett im Kornfeld? Ist doch was für gestrige![...]
[...]Ich weiß noch gut, wie der größte und schwer-reichste Bauer bei uns im Dorf mal einen Feldweg zum nächsten offiziellen Naherholungsgebiet umgeackert hat, nachdem er die angrenzenden Flächen gekauft hatte. Hat ihm 500qm und sonst nichts gebracht, nicht weniger Müll, keine signifikant bessere Bewirtschaftung, nichts. Die Strecke war dann aber viermal so weit, zu Fuß für die Familien mit Kindern kaum mehr zu machen und viel gefährlicher, Straße entlang, über Kreuzung wo die Landjungs mit 130km/h durchheizen und so weiter.
Rechtlich war es ok, moralisch war es eine Schande und höchstgradig unsozial. Seine gerechte Strafe hat er im Laufe des Lebens dafür bekommen, also besser nicht nur immer an sich selbst denken.[...]
Costa hat geschrieben:Gut, ich gebe zu, mein Post klingt gehässig. Das mit der "gerechten Strafe" ist auch nicht meine Idee gewesen, das sagen die anderen (älteren) Dorfleute. Hat mich zunächst auch erschreckt.
Aber als Argumentationshilfe erstmal die Kompetenz anzuzweifeln, beeindruckt mich wenig. Ja, ich habe etwas Einblick in die Besitzverhältnisse, tatsächlich. Und ja, ich lehne Biogas und Hähnchemast ab in der Form, wie sie hier im Umfeld immer mehr betrieben wird. Ich weiß halt auch noch, wie es "davor" in der Gegend aussah. Und keine Ahnung ob der Förster 'ne wechselnde Sau trifft. Er sagt halt, das wäre das Problem, und für mich klingt das schlüssig. Und das die Straße gefährlich ist, jedes Jahr ein Unfall passiert und das und immer mit 18-25 jährigen wegen überhöhter Geschwindigkeit, das ist halt auch Fakt.
Was das Ganze mit einem privaten, gezäunten Garten im Wohngebiet zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht, was soll das denn mit Trampelpfaden im Garten zu tun haben? Und was mit dem "Recht auf freie Meinungsäusserung"? Was das mit Neid, Missgunst oder Ablehnung zu tun haben soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Aber eben gerade solche kleinen Aktionen sind es, die große Ablehnung hervorrufen.
Das sind alles Unterstellungen, aber ok, wie gesagt der Post war giftig, ist in Ordnung.
Bleibt nur noch die Verkehrssicherungspflicht. Ok, das ist ein Punkt. Aber da gilt das gleiche für die Privatleute: leben und leben lassen. Es würde hier kein stolpernder Fußgänger überhaupt auf die Idee kommen, einen Landwirt deswegen zu belangen. Aber wenn der Landwirt einen Jahrzehnte alten wichtigen Weg einfach wegen "500qm haben oder nicht haben" wegackert, braucht er sich nicht wundern, wenn die Leute sich ärgern und das nächste Mal halt nicht beide Augen zudrücken, wenn wieder irgendwas nicht ganz sauber läuft.
Damit will ich keine Diskussion anfangen, sondern nur meinen Post und die angeblich so neidische, gehässige und ablehnende Haltung relativieren. Dem ist nicht so.
Aber wenn ich dann lese "500qm haben oder nicht haben", dann weiß ich: da ist Hopfen und Malz verloren.
Auf wiedersehen.
Mich hat man vor dem Melkroboter gewarnt, rechnet sich nie. Diese ewig nörgelnden Pappnasen haben mitlerweile weder Kühe noch Landwirtschaft. Zurück zu Aktuelles und Allgemeines
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