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Kosten Dünger für Biobetriebe

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Spessartbauer » Fr Feb 07, 2020 0:48

Hallo,
wir möchten unser Grünland aufwerten, da wir Probleme mit Moos, Minderertrag und JKK haben.
Geplant ist die Ausbringung von Haarmehlpellets, Magnesia-Kainit und Kalk.
Was zahlt Ihr für Preise?
Gibt es für den Bioanbau zugelassene Alternativen?
Danke!
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Ferengi » Fr Feb 07, 2020 1:34

Kalk: Gekörnter Granukal 85 kostet ca. 55€ netto pro Tonne.
Kainit müßte irgendwo so um 12-14€ je Doppelzentner liegen. Wobei ich das kritisch sehe, wegen den 20% Salzgehalt.

Wenn du P-Mangel hast hilft dir am besten RAL Kompost.
Da kenn ich die Preise aber nicht.
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon 2250 » Fr Feb 07, 2020 14:52

Gülle oder Gärsubstrat von Nachbarbetrieb ?
Düngt jedenfalls gut.
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Ferengi » Fr Feb 07, 2020 15:56

Das geht im Biolandbau nicht so einfach!
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon germane » Fr Feb 07, 2020 16:04

Ferengi hat geschrieben:Das geht im Biolandbau nicht so einfach!


Zur Not gibt's die regelmäßige Ausnahmegenehmigung. Dieser Tage hat mir erst ein Güllespezialist gesagt, dass das oft gemacht wird.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
germane
 
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Ferengi » Fr Feb 07, 2020 16:14

Also bei mir ist bisher jeder Antrag abgelehnt worden.
Trotz Nachweiß über Nährstoffmangel.
So sind meine Mähwiesen durch die Bank weg in P Gehaltsklasse A.

Das Problem ist, daß man nachweisen muss daß der abgebende Konvi kein gentechnisch verändertes Futter verfüttert hat.
Und das ist bei Schweinegülle praktisch unmöglich.
Weil nahezu alle Mäster Soja verfütttern.
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Sönke Carstens » Fr Feb 07, 2020 17:13

Hier ist es auch normal das Biobetriebe ihre Flächen mit Gärresten oder Schweinegülle düngen.
Auch das Bio-Mutterkühe auf den konventionellen Weideflächen der Nachbarn laufen ist keine Seltenheit.
Sönke Carstens
 
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Spessartbauer » Fr Feb 07, 2020 20:47

Machen kann man viel - Gülle herkarren, Tiere auf konvi-Flächen weiden lassen etc.; nur sollte man sich des Risikos bewusst sein - wenn die Kontrolle kommt, gibt's massiv Ärger und Rückzahlungsforderungen.
Deshalb würde ich das nur mit Ausnahmegenehmigung machen - habe ich bisher einmal für Gülle bekommen. Jetzt macht Naturland da gar nichts mehr - deshalb sind wir da ausgetreten.
Und nachdem es bei uns keine Tierhalter mit zuviel Güller gibt, suche ich eben legale Alternativen.
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Frankenbauer » Fr Feb 07, 2020 21:23

BEVOR ich mich zu etwas verpflichte, denke ich über die Folgen nach und nur wenn mir der Schuh auch passt ziehe ich ihn an, was zur Folge hat, dass mir gerne der ein oder andere Euro durch die Lappen geht.
Sollte ich irgendwann auf die Idee kommen eine Bio- Verpflichtung zu unterzeichnen dann rechne ich mir vorher durch, was mit meinen Flächen passiert, wenn ... . Und hier liegt im Moment das Kreuz in der Bio- Beratung, jeder erzählt, was man verdienen kann aber niemand erzählt um welchen Preis.Hier greifen gerade weit giftigere Kreuzkräuter als JKK um sich und die Bio- Verbände wehren sich gegen Zwangsdüngungen um dem Schrott Herr zu werden. Mein Anwalt prüft gerade, wer mir schadensersatzpflichtig ist, sollten die auch bei mir auftauchen.
Um aber auch was produktives beizutragen, Dolokorn 17,50+ pro dz im 1000 kg Big Pack, kann problemlos per Düngerstreuer ausgebracht werden. Bekommen meine Wiesen zusätzlich zu einer ordentlichen Mistpackung.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Kosten Dünger für Biobetriebe

Beitragvon Spessartbauer » Fr Feb 07, 2020 22:10

Ja, denken kann man im voraus viel. Die Umstellung auf Bio war folgerichtig nach Jahren mit KuLaP.
Aber zwei Trockenjahre nacheinander hatte vor fünf Jahren wohl keiner auf dem Schirm, ebenso wie fehlende Wintertemperaturen.
Dass die Bioverbände hier zu unflexibel sind, ist wohl wahr. Es geht ja nicht darum, sich Zahlungen zu erschleichen, sondern den Boden gesund und fruchtbar zu halten. Und wenn das mit den Giftkräutern so weitergeht, bleibt auf extensiven Standorten kein Bio übrig.
Danke für die Infos!
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