Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • Druckansicht
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Apr 03, 2026 3:46

Kosten Harvester-Einsatz

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

Antwort erstellen
12 Beiträge • Seite 1 von 1
  • Mit Zitat antworten

Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Fieten » Mi Sep 16, 2009 8:36

Hallo Gleichgesinnte,
habe eine Frage an die Experten. Gibt es im Netz irgenwo eine Tabelle mit Kostensätzen für
z. B. Einsatz eines Harvesters pro Stunde oder besser noch pro Flächeneinheit?
Hintergrund ist der, dass ich beabsichtige, eine teilweise vom Sturm zerschlagene Schonung zu kaufen und den vorhandenen Schaden natürlich im Angebot in Abzug bringen will.
Bitte keine Hinweise "Frag´doch mal den Förster!". Den möchte ich erstmal nicht fragen. Es ist zwar keine Nachbarfläche vorhanden, für die Käfergefahr bestehen würde, trotzdem könnte der ja eine sofortige Beseitigung anordnen und dann bin ich mit meinen Mitteln
raus aus als Kaufinteressent.

Besten Dank schon jetzt

Gruß Fieten
Fieten
 
Beiträge: 43
Registriert: Di Dez 13, 2005 22:23
Wohnort: Nordostniedersachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Robiwahn » Mi Sep 16, 2009 9:56

Moin

Hmmh, mit Flächen- oder Stundensatz kann ich dir nicht dienen, aber vielleicht hilft dir der fm-Satz aus unserem eigenen Bsp. weiter. Wir haben also ca. 15,-/fm bezahlt für Fällen+Rücken in einem 20j. Durchforstungsbestand, alles flach, einfache Bodenverhältnisse etc. Allgemein bewegen sich die Sätze für sowas inder Größenordnung von 15 +- 3 Euro. Bei einem Kahlschlag ist das sicher einfacher und damit billiger zu kalkulieren, als bei einer Durchforstung, wo ja noch ein paar stehende Bäume beachtet werden sollen. Allerdings könnte man auch die Erlöse gegenrechnen (z.B. Waldhackschnitzel 4-5Eu/srm bei LU-Einsatz), dann sollte man aber auch wiederum die Wiederaufforstungskosten noch mit anrechnen. Weiß jetzt nicht, was für eine Schonung das ist, aber schätze mal ganz grob, das da schon irgendwas zwischen 50 und 100fm rumstehen könnte.

Grüße, Robert
Robiwahn
 
Beiträge: 3526
Registriert: Fr Sep 07, 2007 18:07
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Kormoran2 » Mi Sep 16, 2009 10:12

Wir haben 23 €/fm gezahlt, fällen plus rücken in 90 % Hanglagen, teilweise Steilhänge wo mit einem Baggerharvester mit Seilwinde gearbeitet wurde.
Die Konkurrenten unseres Unternehmers waren meistens billiger. Haben aber alle im Laufe der Zeit den Löffel abgegeben. Sind in der Nachbarschaft an den schwierigen Bedingungen gescheitert oder haben sich in die Pleite manövriert. Gute Arbeit gibts nur für gutes Geld.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
Kormoran2
 
Beiträge: 18839
Registriert: Di Dez 04, 2007 23:32
Wohnort: NRW/HSK
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon forstbetriebwf » Mi Sep 16, 2009 10:39

Nun ja wenn bedenkt was so ein Gerät kostet in der Anschaffung und im Unterhalt,da gehn die Billigheimer gezwungener Maßen Pleite!
Kannst du es nicht selbst machen oder von Brennholz Käufern machen lassen Losweise verkaufen zb?
forstbetriebwf
 
Beiträge: 818
Registriert: Do Jan 31, 2008 19:04
Wohnort: Saarland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Robiwahn » Mi Sep 16, 2009 12:42

forstbetriebwf hat geschrieben:...
Kannst du es nicht selbst machen oder von Brennholz Käufern machen lassen Losweise verkaufen zb?


Es geht um eine Schonung, d.h. Stärken irgendwas zwischen 3 und vielleicht 7cm und Höhen bis 4 oder 5m. Zumindest stelle ich mir das unter SChonung vor, aber vielleicht meint der Threadersteller ja was anderes.

Was mir dazu grad einfällt, es gibt manche LU-Firmen, die haben für so dünnen Kram spezielle Fäller-Bündler-Agregate für die Harvester, die arbeiten oft mit Kneifsystemen statt Sägen und sind für so dünnes Zeug besser geeignet. Oder gleich einen Harvester-Hacker mit Kneifzange vorn am Kran dran und Bunker hinten drauf.

Grüße, Robert
Robiwahn
 
Beiträge: 3526
Registriert: Fr Sep 07, 2007 18:07
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon josefpeter » Mi Sep 16, 2009 16:19

forstbetriebwf hat geschrieben:Nun ja wenn bedenkt was so ein Gerät kostet in der Anschaffung und im Unterhalt,da gehn die Billigheimer gezwungener Maßen Pleite!
Kannst du es nicht selbst machen oder von Brennholz Käufern machen lassen Losweise verkaufen zb?


Ich hab die Frage anders verstanden, ich glaube er sucht nach "theoretischen" Kosten die er beim Kauf dieses Gründstücks abziehen kann, und nicht darum das jetzt sofort zu vergeben.
Wär hilfreich wenn du uns mehr über den Bestand erzählst, wer weiß ob wir unter Schonung alle das gleiche verstehen.
josefpeter
 
Beiträge: 975
Registriert: Do Sep 03, 2009 16:48
Wohnort: Österreich
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon fasti » Mi Sep 16, 2009 21:25

Also als Ausgangswert bei ebener und trockener Lage mit einigermaßen guter Zufahrt sind 15-16 €/fm für den Harvester und Forwarder.
Bei ebener aber jedoch naßen flächen mit schlechter Zufahrt zahlt man zwischen 20-23€/fm.

Für extreme Hanglagen mit häufig schlechter Zufahrt werden für einen Harvester und Forwarder gerne zwischen 27-30€/fm genommen. Ein Seilbahneinsatz kostet gerne 40-50€/fm.

Zusammenfassend sind die Faktoren Lage, Bodenbeschaffenheit und Zufahrt/Rückewege maßgeblich für die Preisbildung.

Ich weiß jetzt nicht wie stark dein Bestand ist den du durchforsten willst. Aber i.d.R. wird daraus häufig Papierholz gemacht, wobei hier derzeit der Preis bei ca. 25€/fm liegt. Alternativ kann man daraus auch Hackschnitzel oder Brennholz machen. Hier ist derzeit teilweise sogar mehr zu verdienen.
fasti
 
Beiträge: 748
Registriert: Fr Mai 18, 2007 20:10
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Fieten » Do Sep 17, 2009 7:43

Entschuldigt bitte, dass meine Angaben nicht ausreichend waren. Ich leg´nochmal ein
paar Infos nach. Das Teilstück mit den Sturmschäden sieht so aus, dass es eine eben gelegene, feuchte ca. 1,2ha große Fläche ist, die vor ca. 20-25 Jahren mit Fichten im Abstand von 0,50x1,00 bepflanzt wurde. Danach wurde nie mehr irgendwas gemacht. Durch den Dichtstand sind die Bäume so ca. 8-10m hoch, aber nur 8-12cm dick(BHD). Die Schäden sind Teilflächen von 500-1000qm, wo alles liegt. Mein Plan ist eigentlich, das gesamte Stück von 4ha(Die anderen Flächen sind mooriges Land mit einigen Birken und ein wirklich gutes Stück von ca. 1,5ha mit 35j. Fichten ohne Schaden und mit Abstand 3,5X3,5m)zu kaufen, die Schadbehebungskosten quasi beim Kaufpreis in Rechnung zu stellen, den Schaden dann selbst zu beheben und dann sukzessive bei den stehen gebliebenen Dichtständen Entnahmen
durchzuführen um einen größeren Abstand zu erreichen. Sollte mir der Sturm dann doch
die Flächen umwerfen, will ich den Teil ganz abmachen und wegen der Feuchtigkeit des Bodens mit Pappeln und anderen Laubbäumen die dort hinpassen, bepflanzen.
Für ergänzende Ideen und auch Kritik bin ich dankbar. Mein oberstes Ziel ist nicht kommerzielles Interesse, sondern einen schönen Wald zu erreichen, in dem sich auch Tiere
aller Art wohlfühlen, der mich aber weder finanziell noch von meinem Arbeitspotential her überfordert. Andere Hobbies habe ich allerdings nicht. So, jetzt wißt Ihr viel mehr.

Vielen Dank für alle freundlichen Antworten

Fieten
Fieten
 
Beiträge: 43
Registriert: Di Dez 13, 2005 22:23
Wohnort: Nordostniedersachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon W-und-F » Do Sep 17, 2009 8:11

Und was möchtest du da jetzt mit dem Harvester? Die Fläche einmal platt fahren? ;)

Feucht gff. nass (Dauerfrost wohl unwahrscheinlich), kleine Fläche(n), absolut schwaches Holz, das sind ja dünne Stangen - kurz um, Harvester ungeeignet!

Gruß
W-und-F
 
Beiträge: 1116
Registriert: Mo Dez 26, 2005 15:47
Wohnort: Lkr. Breisgau-Hochschwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Robiwahn » Do Sep 17, 2009 9:48

Moin

Ok, wir kommen langsam in eine Waldbewertungsdiskussion rein. Und deine Fläche ist keine Schonung, das ist eher schon ein Jungbestand. Der auch schon Durchforstungswürdig ist und aus dem man schon vermarktungsfähige Sortimente entnehmen kann, nämlich Ind.holz z.B. zur stofflichen Verwertung (Faserplatten, Laminat etc.), momentaner Preis dafür um die 25,-/rm. Und da gibt es auch kleine Harvester, die sowas durchforsten, mein Preisbsp. kommt von sowas (nur halt Kiefer), hatte ich auch mal Bilder bei "Bilder Forstarbeiten" drin.
Ich würde jetzt eher so rangehen, das ich die Fläche bewerten würde minus die SChadflächen. Den geworfenen Bestand kannst du vergessen, da kommt auch kaum was vernünftig vermarktbares raus bzw. wahrscheinlich zu wenig für eine Lkw-Ladung. Also schätze ein (oder lasse einschätzen) wieviel der Bestand je qm wert ist und ziehe entsprechend die Schadflächen dann von der Gesamtfläche ab. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr abziehen, da du ja wieder anpflanzen musst.
Ob der Verkäufer dann diesen Preis und deine Argumentation dahinter akzeptiert , steht aber noch in den Sternen, das musst du dann ja noch verhandeln.

Grüße, Robert
Robiwahn
 
Beiträge: 3526
Registriert: Fr Sep 07, 2007 18:07
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon forstbetriebwf » Do Sep 17, 2009 11:08

Das größte Problem dürften die Preisverhandlungen mit dem Verkäufer sein,ich kenne das aus erfahrung von privaten Waldverkäufern,für viele ist das kurzum Wald und die berücksichtigen da nicht den Wert des bestandes aufforstung usw.Das dem Verkäufer beizubringen und einen anehmbaren Preis zu erzielen ist schwierig.Wie oft liest man in der Immobilienbranche, Wald zu verkaufen dann fährt man hin und besichtigt und was findet man vor Sturmschaden ungepflegte verwilderte mit Flächen. aber es stehn ja ein paar Bäume drauf also ist es Wald obwohl nichts anderes als eine rodungswürdige Parzelle.Wirklich gut gepflegter Waldbestand mit Mischbaumart in teilweisem Hiebsreifen zustand hat seinen Preis.Das meiste ist doch nichts als unland in der Bewertung des Preises.Nur der Verkäufer sieht das anders.
forstbetriebwf
 
Beiträge: 818
Registriert: Do Jan 31, 2008 19:04
Wohnort: Saarland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Kosten Harvester-Einsatz

Beitragvon Hartmut Würzburg » Do Sep 17, 2009 19:54

Bei einem Bekannten aus Mittelfranken war ein Valmet aus Stuttgart da 16€ pro FM und 20 FM pro Stunde Arbeitsleistung. Also 320€ war bei Ihm so der Stundenpreis.
Zuckerrübenbauer aus Leidenschaft.
Südzucker AG Ochsenfurt
Benutzeravatar
Hartmut Würzburg
 
Beiträge: 169
Registriert: Di Aug 07, 2007 0:49
Wohnort: Kitzingen
Nach oben


Antwort erstellen
12 Beiträge • Seite 1 von 1

Zurück zu Forstwirtschaft

Wer ist online?

Mitglieder: baer-thomas, Bing [Bot], Google [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki