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Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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12 Beiträge • Seite 1 von 1
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Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon deukalion » Mo Apr 09, 2012 16:10

Hallo Gemeinde,

ich hoffe ihr koennt mir helfen. Ich habe einen 34m³ Trocknungscontainer von der Firma Lauber, mit doppeltem Boden. Der Container ist an einen Luefter angeschlossen der Warme Abluft hineinbläßt. Nun, wenn ich diesen Container randvoll mache, dann dauert es 8-12 Tage und das Holz ist unter 20% Restfeuchte. Um mir Arbeit zu sparen habe ich mir gedacht ich verpacle das Holz erst, und stelle es dann in den Container. Da passen aber nur 10 Paletten rein, ich habe sie ein wenig hoeher gemacht, damit die Menge nach dem trocknen noch passt. Nach 5 Tagen habe ich aber jetzt noch 25% Restfeuchte im Holz, obwohl ich nur ~17 SRM im Container habe. Ist das normal? Ich hatte gedacht das es ungefaehr die halbe Zeit dauert, aber das scheint wohl nicht der Fall zu sein. Kann es sein das es daran liegt das viel warme Luft an den Schlitzen vorbeiströhmt? Über dem Container ist ein Abdeckflies....Vorne und hinten im Container sind ca. 30cm vom doppelten Boden frei...kann es sein das da die Luft durchzieht und nicht mehr durch die Paletten? Luft nimmt ja den geringsten Widerstand.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine und koennt mir weiterhelfen :)

Danke vorab
deukalion
 
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon Hobbywaldbauer » Mo Apr 09, 2012 16:28

Natürlich kann der Trocknungsprozess bei einer kleineren Menge nicht kürzer sein, da die Temperatur (wird durch die warme Abluft bestimmt) und die Länge der Holzscheiter gleich sind. Und ein Holzscheit benötigt bei einer Temperatur X immer eine Zeit Y um zu trocknen. Da ist es egal ob du einen Scheit oder 1000 Scheite in der Kammer hast.
Als Bsp:
Stell dir vor du stellst ein Glas mit 100 ml Wasser in die Sonne, dann verdunstet das Wasser nach 3 tagen. Wenn du jetzt statt dem einen Glas drei Gläser mit je 100 ml in die Sonne stellt, benötigen auch diese 3 tage zu verdunsten, obwohl das Gesamtvolumen mit 300 ml größer ist.

Verstanden?
Hobbywaldbauer
 
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon Piet » Mo Apr 09, 2012 17:30

Wurde das Holz zur selben Zeit geschlagen, oder nacheinander? War also die Anfangsfeuchte gleich?
http://www.jagtnorden.de
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Piet
 
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon deukalion » Mo Apr 09, 2012 18:55

@piet: ja, es war alles das gleiche bzw. ist :)

Das wuerde ja bedeuten ich koennte an die luft auch nen 70m³ container anschliessen und er waere genausoschnell trocken? oder wie? das kann ja auch irgendwie nich sein!? was muss ich denn machen das es schneller geht? den fliess tiefer direkt auf die paletten legen? oder wird das immer 8-12 tage dauern? wenn ich nun 2 container anschliessen wuerde muesste es doch doppelt so lange dauern?

danke :)
deukalion
 
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon Robiwahn » Mo Apr 09, 2012 19:04

entgegen der Meinung vom Hobbywaldbauer würde ich schon sagen, das eine geringere Menge Holz in kürzerer Zeit trocknen sollte (bei gleicher Luftzufuhr, Scheitlänge, Feuchte% etc.). Das liegt eher in der Thermodynamik begründet. 100m³ heiße, trockene Luft können x m³ Dampf abführen, andersrum gesagt 5fm Holz trocknen schneller als 10fm, weil ingesamt einfach die doppelte Luftmenge benötigt wird (oder die doppelte Zeit bei gleichem Volumenstrom). Zum Vergleich stell mal nen Liter Wasser in deinen Küchenherd, schalte auf volle Stufe und stopp die Zeit, bis der Liter verdunstet ist. Danach das selbe nochmal mit 2 Liter oder halt nem 1/2l Wasser.
Deinen Trocknungsaufbau hab ich nicht ganz verstanden, aber es kann schon sein, das die trockene Luft an den Seiten zw. Containerwand und GiBo/Paletten durchzieht (weil es dort keinen Widerstand gibt) statt mitten durch die GiBo/Paletten. D.h. wiederum, das du diese Freiflächen abdichten müsstest (Folie, Bretter ?!?) und so die Luft durch die Paletten/GiBo durchzwingst.

Grüße, Robert
Robiwahn
 
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon sturmholz » Mo Apr 09, 2012 19:19

Hobbywaldbauer hat geschrieben:Natürlich kann der Trocknungsprozess bei einer kleineren Menge nicht kürzer sein, da die Temperatur (wird durch die warme Abluft bestimmt) und die Länge der Holzscheiter gleich sind. Und ein Holzscheit benötigt bei einer Temperatur X immer eine Zeit Y um zu trocknen. Da ist es egal ob du einen Scheit oder 1000 Scheite in der Kammer hast.
Als Bsp:
Stell dir vor du stellst ein Glas mit 100 ml Wasser in die Sonne, dann verdunstet das Wasser nach 3 tagen. Wenn du jetzt statt dem einen Glas drei Gläser mit je 100 ml in die Sonne stellt, benötigen auch diese 3 tage zu verdunsten, obwohl das Gesamtvolumen mit 300 ml größer ist.

Verstanden?


Hm dann stelle mal ein Glas mit 100ml in die Sonne und ein Glas mit 300 ml daneben.

Dann schaue mal ob die gleich schnell verdunstet sind .

Jetzt verstanden ?

Der Luftstrom kann summe x Feuchtigkeit aus dem Holz treiben . Mit 10 rm Holz hast du summe y im Container , mit 20 rm eben das doppelte. Wenn du die Luft durch die Gibo´s zwingst wird zwangsläufig 10 rm Holz schneller trocken als 20 rm...
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon deukalion » Mo Apr 09, 2012 19:32

ok....alles klar, das war auch meine Denkweise, dann liegts an den Loechern ^^ Dann werde ich mir wohl was ausdenken muessen um die zu schliessen. ist es denn sinnvoll den Flies direkt auf die Paletten zu legen, oder besser Oberkante Container, dann sind zwischen Holz und Flies ca. 70cm Luft.

Danke
deukalion
 
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon saegewerker » Mo Apr 09, 2012 20:00

trocknen funtioniert im prinzip über das klima in der kammer
ich geh jetz mal vom schnittholztrocknen aus
also bei einer bestimmten temparatur in verbindung mit einer bestimmten rel. luftfeuche hat das material übr kurz oder lang eine bestimmte holzfeuchte
soviel die theorie
getrocknet wird im prinzip bei frisch-abluft trocknern so

kammer luft und holz aufheizen dann kann die luft mehr wasser aufnehmen die ventilatoren sorgen dafür das die luft beim vorbei streifen am holz feuchtigkeit aufnimmt ist die luft gesättigt öffnet der rechner die klappen hohlt frische ungesättigte luft in die kammer und das ganze von vorne :wink:

also mehr holz bedeutet länger trocknungszeiten wegen der verlängerten aufheizphasen des holzes
heißt aber nicht das doppelt soviel doppelt so lang braucht aber wirtschaftlich ist ein komplettes ausfüllen der kammer
und die luf nimmt den geringsten wiederstand soll aber durchs holz gedrückt werden
wir haben hierfür in den kammern klappen von links und rechts eine und von oben eine die wir bei nich komplett gefüllter kammer mit gurten an den packeten anhängen
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon Hobbywaldbauer » Mo Apr 09, 2012 22:01

@sturmholz
Ich habe vorhin den Vergleich mit den 3 Wassergläsern gewählt, da man sich bei der Tocknung auf einen Scheit beziehen muss. Wenn du jetzt ein Glas mit 100 ml und eines mit 300 ml vergleichst, entspräche dies auf die Trocknung des Holzes bezogen einem 33,3 cm Scheit und einem 1 m Scheit. Und da ist klar dass der 33,3 cm Scheit schneller trocknet als der 1 m Scheit, wenn du den 1m Scheit jedoch in 4 25 cm Stücke teilen würdest, würden dieser schneller trocknen obwohl die Gesamtmasse ( 4x25) größer ist als 33,3.
So viel zur Theorie.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass die längere Aufheizphase, die bei einem größeren Holzvolumen schneller erreichte Sättigung der Luft und weitere Faktoren eine Rolle spielen.
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon JohnDeere3040 » Mo Apr 09, 2012 22:15

Durch lose geschüttetes Holz strömt die Luft sicher besser als durch auf Paletten geschichtetes, da zieht die Luft eher nur an den Kanten vorbei. Dadurch dauert der Vorgang sicher länger
ǝɹǝǝp ɐ ǝʞıl sunɹ ƃuıɥʇou
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon deukalion » Di Apr 10, 2012 19:32

JohnDeere3040 hat geschrieben:Durch lose geschüttetes Holz strömt die Luft sicher besser als durch auf Paletten geschichtetes, da zieht die Luft eher nur an den Kanten vorbei. Dadurch dauert der Vorgang sicher länger


Es ist ja durch den PACKFIX nicht geschichtet sondern geschuettet :)
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Re: Künstliche Holztrocknung nicht Volumenabhängig?

Beitragvon Adrenalintrain » Di Apr 10, 2012 20:37

:klug: In der Anfangsphase grössenteils Volumenabhänig und anschliesend zu einem gewissen Teil Temraturabhänig. :mrgreen: in unter 10 tage kaum zu schaffen oder nur mit grösstem Technischem Aufwand, :( bin von weg den 8 Tagen trocken, :x Qualität lies zu wünschen übrig.
:arrow: post657168.html#p657168
habe meine Trockenkammer mittlerweile noch des :evil: öfteren Optimiert. Läuft nun aber perfekt. :D
Stromkosten pro SRM unter 0,70 Teuro´s. :lol:

8) hobbywaldbauer,Robiwahn und saegewerker haben alle zum Teil Recht :prost:
:klug: ist technisch, wissenschaftlich (Physik und Biologie) und beruht auf einen grossteil Erfahrung mit viel Lehrgeld :regen:

@ deukalion
:?: welche Temeratur Zuluft, Kammer, welche Luftmenge Zu und Ab, welche Öffnungsquerschnitte, welche Querschnitte zwischen dem Holz ?, welche STRÖMUNGSGESCHWINDIGKEITEN, welche rel. LUFTFEUCHTE und und und ... :?: , wenn Du das alles weisst, leider :( erst dann lässt es sich eine Trockenkammer optimieren :oops:
Gesten, war Heute, noch Morgen.
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