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Landleben

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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Landleben

Beitragvon SHierling » Mo Jul 11, 2011 10:40

Manchmal gibt es ja so Sachen "auf dem Land", an die man schon so gewöhnt ist, daß sie einem gar nicht mehr auffallen.

Bei uns zB gibt es sehr wenig Einwohner, und dementsprechend auch kaum öffentliche Verkehrsmittel, das "ist eben so", weiß man, merkt man selber gar nicht mehr, man hat ja Auto. Aber wir haben immerhin ein (1) Taxi , einen alten 123-T, einen -8er hat er auch noch. Da ist man auch dran gewöhnt, fällt gar nicht mehr auf, und man weiß eigentlich auch, daß man rechtzeitig anrufen muß und vorbestellen, wenn man den mal braucht, sonst ist er vllt gerade anderswo unterwegs. Man braucht auch bloß das Taxi zu sehen, und weiß natürlich, wer es fährt.
Gestern geh ich so mit einer Freundin und den Hunden auf dem Deich lang, und da kommt ein "normales" Taxi aus dem Dorf gefahren, also irgendeine E-Klasse oder sowas, halt ein ganz normales Taxi, wie es sie vermutlich anderenorts zu hunderten gibt. Wir beide zugleich stehengeblieben und völlig verwundert geguckt: Wo kommt DER DENN HER?! Von hier kann er ja nicht sein! :shock:
Und dann mußten wir beide lachen - so ist das eben hier, da ist ein "ganz normales Taxi" schon in der Lage, einen in Erstaunen zu versetzen :lol:

Gibt es bei euch auch so "Eigenheiten", die euer "Landleben" (positiv oder negativ) zu etwas ganz Besonderem machen?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Landleben

Beitragvon voro » Mo Jul 11, 2011 10:48

Weiss nicht, fällt mir ja nicht mehr auf. :)

Was mir aber in der letzten Woche besonders aufgefallen ist: ich bin glücklicher und zufriedener, je weniger Leute um mich herum sind.
Sinds mehr als 100 oder so, ists mir unangenehm.
Z.B. Strand bei schönstem Wetter in Italien: büüähhhh, ätzend, lauter Leute!
St.-Gotthard-Pass bei 11° Nebel + Regen: HERRLICH, nix los - man kann ganz allein in kurzer Hose im Schnee spielen!
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Re: Landleben

Beitragvon schlossapfel » Mo Jul 11, 2011 11:11

Klar gibt es die, aber die schönsten werd ich hier nicht erzählen, sind zwar überhaupt nicht schlimm, aber "offiziell illegal und man will ja die Dorfscheriffs oder die Behörden nicht vergrätzen. Internet ist eben nicht anonym.
Was ich aber erzählen kann, ist, dass ein "neuzugezogener" Bengel immer durch´s Dorf geheizt ist. Naja, ist soweit allen übel aufgestoßen (ist immerhin ein kinderreiches Dorf und hat sowas wie eine interne 30km/h Regelung). Tja...irgendwem ist´s wohl zu viel geworden: Eines Tages hatte er keine Reifen mehr am Auto. So ist das halt bei uns. Manche Sachen werden einfach "dorfintern" geregelt. :mrgreen:
Mittlerweile wohnt er nicht mehr hier...
Ach und die meisten motorisierten Zweiradler (Mopeds, Roller) fahren ohne Helm durch´s / um´s Dorf. Naja, muss jeder selbst wissen...
Was besonders schön ist: Jeder lässt den anderen leben wie er will. Da gibt´s Grundstücke mit millimeter genau geschnittenen Rasen neben wilder Wiesenlandschaft aber keine Sprüche wie: "Du solltest mal wieder Deinen Rasen mähen". Es gibt auch keinen Feuerwehr-Zwang oder Feierzwang oder sonst was. Leben und leben lassen.
Was besonders interessant ist: Wir haben Wohnraummangel, es wollen mehr Leute herziehen als es Wohnraum gibt. Und das in nem angeblich abgelegenen 150 Seelen Dorf. Tja, lässt sich halt gut leben hier.
Was besonders nachteilig ist: Hier gibt´s recht viele 30 bis 50 jährige und die sind eine gute Gemeinschaft. Problem dabei ist, dass es dauern irgendeinen Geburtstag gibt und man somit fast nicht aus dem Feiern rauskommt. Da muss man schon mal einen auslassen um nicht jedes Wochenende auf ner Party zu hocken. Geschenke gibt´s übrigens nur zu "runden" Geburtstagen, wäre sonst echt zu viel. Und wenn der eigene Geburtstag erstmal bekannt ist, kommen die Leute auch einfach...Einladung braucht´s nicht.


@Voro: absolut nachvollziehbar, aber find mal ne Frau, der es lieber ist in die norwegische oder schwedische Wildnis in den Urlaub zu fahren um keinen zu treffen...da wird´s echt eng.
Gruß
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Re: Landleben

Beitragvon Cairon » Mo Jul 11, 2011 11:38

Hier an der Nordsee ist jetzt ja wieder Saison. Auf der Autobahn sieht man immer weniger Autos mit CUX- und HB-Nummern. Dafür immer mehr aus anderen Kreisen bzw. anderen Ländern. Die Invasion hat begonnen, ich freue mich schon auf das Ende der Ferien wenn es hier wieder normal wird. An den Strand oder ins Wellenbad braucht man jetzt nicht mehr, es sei denn man liebt das Sadienendosen-Feeling. Ich weiß ja dass große Teile hier vom Tourismus leben, mögen tue ich es nicht. Am schlimmsten ist es bei den Freilandsauen eines Bekannten. Der hat 160 Sauen in Hütten, direkt an der Kreisstraße. Wenn man da einen Auswärtigen vor sich hat, dann hat man den Fuß lieber gleich auf der Bremse, denn wenn sie die Schweine sehen bremsen 90% der Auswärtigen zum gaffen ab. Habe es schon erlebt, da sind Leute einfach in den Grünstreifen rüber gezogen, standen noch halb auf der Straße, rissen die Türen auf und sprangen ohne auf den Verkehr zu achten zum fotografieren aus dem Auto.
Ich bin froh, dass wir ein Grundstück an einem Baggersee haben, da ist nur der kleinste Teil öffentlich und wir können in Ruhe unsere Bahnen im Rest des See drehen. Und dann die schlauen Spaziergänger in der Feldmark, was man da so alles an Dialekten hört. Ich freue mich wirklich wieder auf den Herbst, dann sind wir einheimischen wieder unter uns und können in Ruhe die Bordsteine hoch klappen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Landleben

Beitragvon SHierling » Mo Jul 11, 2011 18:15

Cairon: das kann ich GUT verstehen! Als ich damals festgestellt hab, daß ich dringend wieder aus der Stadt weg muß, aber immerhin über 10 Jahre die Ostsee vor der Nase hatte, hab ich auch überlegt, bin auch viel rumgefahren, hier geguckt, da geguckt, da waren die Neuen Bundesländer auch noch wirklich Neu, und man hätte für Kleines Geld auch was "am Meer" finden können, auf Poel zum Beispiel gabs Hütten für einen Appel und ein Ei, und am Festland küstennah erst recht. Wäre immerhin auch ein Plan gewesen, FeWo, Zimmer, irgendsowas anzubieten. Aber mir gehts wie Voro - oder noch eher wie Reinhard Mey: mehr als 3 sind eine Gruppe :shock: und letzten Endes hab ich dann aber doch lieber geguckt, was am weitesten entfernt von jeder Stadt und jeder Autobahn ist - und spätestens als sie dann die Ostsee-Trasse gebaut haben, war ich doch ganz froh darüber ...

Und Schweine sind tatsächlich ein echter Ausbremser. Meine paar Viecher stehen ja noch nicht mal an der Straße, und die Straße ist noch nicht mal eine Bundesstraße - und trotzdem, hab ich inzwischen alle Jahre wieder die "OhWieNiedlichs" am Zaun ("Wir wollten nur mal gucken, ob die süüüüßen Ferkel noch hier sind ...") :=
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Landleben

Beitragvon Piet » Mo Jul 11, 2011 18:30

SHierling hat geschrieben: Aber wir haben immerhin ein (1) Taxi


Was ist ein Taxi :?:
Und ja, viele Leute sind mir auch ein Graus! Meine Frau meint, ich würde so langsam zum Menschenfeind :mrgreen:
Ansonsten kann hier bei uns im Dorf jeder machen was er will, wann er will. Da sind wir sieben Einwohner uns einig, ohne darüber zu reden :!:

Gruß Piet
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Alta, lass uns Baumarkt!
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Re: Landleben

Beitragvon Schrauber » Mo Jul 11, 2011 19:46

Früher viel es auf wenn ich mit Frau nicht zur Kirche ging :shock:
heute fällt das gar nicht mehr auf :wink:

Brenndorf hat ca. 12000 Einwohner

Gruß
MfG
Schrauber

Nicht verzagen Schrauber fragen, geht nicht gibt's nicht.
Mobil: 017658993943 // 015774747501
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Re: Landleben

Beitragvon schlossapfel » Mo Jul 11, 2011 22:00

Schrauber hat geschrieben: Brenndorf hat ca. 12000 Einwohner


Oh Schreck, das is kein (Brenn-) Dorf, das is ne Metropole :shock:
:prost:
Gruß
Schlossapfel
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Re: Landleben

Beitragvon pälzermädsche » Mo Jul 11, 2011 22:33

St.-Gotthard-Pass bei 11° Nebel + Regen: HERRLICH, nix los - man kann ganz allein in kurzer Hose im Schnee spielen![/quote]

Wie schön.....und ich darf das Schauspiel in kurzer Hose und schnatternd vor Kälte dann fotografieren, d. der Dorfgemeinschaft auf Nachfrage der Bildbeweis geliefert werden kann.
:gewitter: :regen:
Lieber Orangenhaut als gar kein Profil....
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Re: Landleben

Beitragvon voro » Mo Jul 11, 2011 22:38

pälzermädsche hat geschrieben:Wie schön.....und ich darf das Schauspiel in kurzer Hose und schnatternd vor Kälte dann fotografieren, d. der Dorfgemeinschaft auf Nachfrage der Bildbeweis geliefert werden kann.
:gewitter: :regen:




Bild


Bild[/img]
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Re: Landleben

Beitragvon frank1973 » Mo Jul 11, 2011 22:51

Leicht Negativ finde ich wie schnell man auf dem Land verheiratet oder geschieden sein kann.Nur leicht negativ deshalb weil ich bei so einigen Tratschereien mir einen Spaß draus mache und sehr gerne Öl ins Feuer gieße.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Landleben

Beitragvon frank1973 » Di Jul 12, 2011 10:04

schimmel hat geschrieben:Interessant ist es auch, wenn man als Hausmann morgens die Wäsche raushängt und alle vorbeifahrenden Glotzer aushalten muss, die mitleidig bis unverständlich grinsen.....oder gar nicht mehr grüßen....Toleranz ist nicht die größte Tugend auf dem Dorfe... :o
Oder wenn man als Mann der diese Woche gerade Spätschicht hat (arbeitsbeginn 14:30 uhr)mal morgens mit der kleinen Tochter einen Spaziergang macht wird auch gleich gefragt ob man(n) nix zu schaffen hat.
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Re: Landleben

Beitragvon Chattenjoki » Di Jul 12, 2011 11:29

Guter Schrauber, wenn Du nicht mehr in die Kirche gehst, wer predigt denn dann dort ?



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Re: Landleben

Beitragvon voro » Di Jul 12, 2011 11:50

Joki, in Brenndorf gibts doch ausser Schrauber & Frau noch 11998 weitere gute Katholiken :-)
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Re: Landleben

Beitragvon Clemens » Di Jul 12, 2011 12:14

Hallo,

so mancher hat in einer kreativen "Pause" mehr erreicht als mit stundenlangem "Krampfen".
Mein Vater hat eigentlich immer eine Mittagspause gemacht (als Vollerwerbslandwirt), dabei hat er sich dann aber auch ganz genau überlegt welche arbeit jetzt darann kommt. Andere haben durchgewurstelt und sind trotzdem nicht weiter gekommen.
Da wir Männer ja nicht gleichzeitig denken und arbeiten können :wink: müssen wir halt öfter mal eine Pause einlegen.

Hallo Schimmel, die Tischdecken für Samstag schon gebügelt :wink: .

Gruß Clemens
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