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Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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47 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon CarpeDiem » Di Nov 05, 2013 11:06

Bauer Harms hat geschrieben:Ferner ist die Durchsichtigkeit aufgrund der Systemimmanenten Bedingungen der agrarischen Produktion in einem Industrie - Land wohl kaum änderbar...


Das ist ein sehr schöner Satz den du da geschrieben hast. Aber die Frage ist doch, warum ist dies so? Warum gibt es denn hier so viele Klagen, gerade im Schweinetread, dass bestimmte Oligopolisten doch nur in die Fachpresse zu schauen brauchen und dann wissen was die Schweine kosten (dürfen).

Gibt es denn irgendwo Statistiken der Architektenkammer über die "Gewinne" der 25% besten und die 25% der schlechtesten der Branche, selbstverständlich schön zerteilt nach Aufgabenbereichen? Warum verteidigt deine Branche ihre Gebührenordnung mit Zähnen und Klauen, dabei sind Preisabsprachen doch eigentlich verboten? Dabei hat man den Lw Betrieben doch (fast) alle Marktordnungen unter den Füssen weggeschlagen.

Du siehst wenn man die Dinge etwas hinterfrägt, kommend doch Zweifel, ob dies alles unabänderbar ist!
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon ne bergische Jung » Di Nov 05, 2013 11:25

Bauer Harms hat geschrieben:Der Handwerker erbringt eine Werkleistung unabhängig von Boden, Kapital, Witterung und Börsennotierung....warum willst du das nicht verstehen?


Für welchen Handwerker gilt das wirklich?
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon ne bergische Jung » Di Nov 05, 2013 11:33

Gehen wir mal davon aus, dass ein Handwerker nicht nur bedeutungsvoll die Hände schwingt, sondern auch aus eingekauften Materialien etwas fertigt, ist er in diesem Augenblick davon abhängig.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon forenkobold » Di Nov 05, 2013 11:47

Zack.. und schon haben wir es. BINGO!
denn DAS, was der speeder den Bauern ankreidete,
Aber... kaum ist der Weizenpreis mal jenseits der 18 Euro mit steigender Tendenz, gibt der Bauernpräsident genau dies auf irgendeiner Grüne-Woche-sonstwas-Pressekonferenz bekannt. Die Preise steigen weiter, die Verbraucher müssen sich auf höhere Brötchenpreise gefasst machen etc... Negativer geht's kaum!

können Handwerker viel besser und medienwirksamer.
Denn kaum steckt für 0,1cent mehr Weizen im Brötchen oder für 0,1 cent mehr Braugerste im Bier, so kommt über alle Medien die Ankündigung der Verbände der Handwerker Bäcker und Brauer, dass wegen der gestiegenen Rohstoffpreise 10 cent mehr verlangt werden müssen. Und so gesehen hat ja speeder vollkommen Recht: Auf SOLCH professionelle Art hat der Bauernverband die Verbraucher noch nie verdummt und verarscht. Wollen wir DAS? Eine SOLCHE Professionalität?
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon Piraterie » Di Nov 05, 2013 11:50

CarpeDiem hat geschrieben:
Bauer Harms hat geschrieben:Ferner ist die Durchsichtigkeit aufgrund der Systemimmanenten Bedingungen der agrarischen Produktion in einem Industrie - Land wohl kaum änderbar...


Das ist ein sehr schöner Satz den du da geschrieben hast. Aber die Frage ist doch, warum ist dies so? Warum gibt es denn hier so viele Klagen, gerade im Schweinetread, dass bestimmte Oligopolisten doch nur in die Fachpresse zu schauen brauchen und dann wissen was die Schweine kosten (dürfen).

Gibt es denn irgendwo Statistiken der Architektenkammer über die "Gewinne" der 25% besten und die 25% der schlechtesten der Branche, selbstverständlich schön zerteilt nach Aufgabenbereichen? Warum verteidigt deine Branche ihre Gebührenordnung mit Zähnen und Klauen, dabei sind Preisabsprachen doch eigentlich verboten? Dabei hat man den Lw Betrieben doch (fast) alle Marktordnungen unter den Füssen weggeschlagen.

Du siehst wenn man die Dinge etwas hinterfrägt, kommend doch Zweifel, ob dies alles unabänderbar ist!


Ja, sehe ich auch so, mir sind auch die "Einkünfte" der Landwirte nicht fremd. Und auch die Arbeitsbelastung nicht. Wenn man noch weiter zurück geht und wirkliche Usachenforschung betreiben würde, käme man wieder, wie immer, zu dem Schluss das irgendwas mit unserem Wirtschaftssystem nicht stimmen kann :mrgreen: .
Naja egal.

Das die sogenannten "Fachzeitschriften" eher schädlich und für den denkenden Menschen einfach nur "Werbeheftchen" mit Zahlen sind, die die Abnehmer der Waren natürlich nutzen können, ist klar und braucht nicht weiter diskutiert werden.
Ein Wahnsinn auch das ständig irgendwelche "Betriebsgewinne", obwohl eindeutig zurechtgebogen, offiziel veröffentlicht werden. Auch diese Zahlen haben wenig bis nichts mit der Realität zutun sondern ist eine Art Beruhigungspille für die Landwirte.

Thats the way i see it.
"Wir leben in einem globalen Schweinesystem"
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon ne bergische Jung » Di Nov 05, 2013 11:50

Na gut, einer generellen Verweigerungshaltung muss ich mich geschlagen geben.
Ursprünglich sollte es mal darum gehen, gewisse Denkansätze aus anderen Bereichen auf die Landwirtschaft zu übertragen,
aber wenn man sich nur darauf versteift, die Nichtvergleichbarkeit im Detail darzustellen, bleibt wenig Raum für andere Gedanken.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon forenkobold » Di Nov 05, 2013 11:52

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 99454.html

noch ein beispiel
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon forenkobold » Di Nov 05, 2013 11:56

ne bergische Jung hat geschrieben:Na gut, einer generellen Verweigerungshaltung muss ich mich geschlagen geben.
Ursprünglich sollte es mal darum gehen, gewisse Denkansätze aus anderen Bereichen auf die Landwirtschaft zu übertragen,
aber wenn man sich nur darauf versteift, die Nichtvergleichbarkeit im Detail darzustellen, bleibt wenig Raum für andere Gedanken.

Ich habe in einem Beitrag ganz deutlich geschrieben, dass es sehr begrüßenswert wäre, wenn die Landwirtschaft die Qualität und Wertigkeit ihrer Produkte dem Verbraucher besser rüberbringen würde. Und ich habe auch ganz deutlich geschrieben, wieso das NICHT möglich ist und dass da vor Allem solche Kollegen die größten Verhinderer sind, welche dem Bauernverbanmd alles andere als nahestehen.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon forenkobold » Di Nov 05, 2013 12:00

Piraterie hat geschrieben: Das die sogenannten "Fachzeitschriften" eher schädlich und für den denkenden Menschen einfach nur "Werbeheftchen" mit Zahlen sind, die die Abnehmer der Waren natürlich nutzen können, ist klar und braucht nicht weiter diskutiert werden.
.


Ich erkenne durchaus eine Korrelation zwischen Informationsmenge und Betriebserfolg.
Eine andere und oft bessere Alternative für erfolgreiches Wirtschaften ist das Verarschen der Konsumenten und das Verunglimpfen der Wettbewerber. Das ist nicht der Stil der meisten Bauern.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon Piraterie » Di Nov 05, 2013 12:04

forenkobold hat geschrieben:
Piraterie hat geschrieben: Das die sogenannten "Fachzeitschriften" eher schädlich und für den denkenden Menschen einfach nur "Werbeheftchen" mit Zahlen sind, die die Abnehmer der Waren natürlich nutzen können, ist klar und braucht nicht weiter diskutiert werden.
.


Ich erkenne durchaus eine Korrelation zwischen Informationsmenge und Betriebserfolg.
Eine andere und oft bessere Alternative für erfolgreiches Wirtschaften ist das Verarschen der Konsumenten und das Verunglimpfen der Wettbewerber. Das ist nicht der Stil der meisten Bauern.


Jaja, schon klar. Nur wird man Informationen selten durch diese "Heftchen" erhalten.
Die "Praline" enthält auch Informationen, aber eben nur sehr wenige ;-) Der "Playboy" schon mehr, aber auch er ist nicht grad das "Infoblatt" schlechthin...
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon forenkobold » Di Nov 05, 2013 12:17

Piraterie hat geschrieben: Jaja, schon klar. Nur wird man Informationen selten durch diese "Heftchen" erhalten.

Schreibst du als (a) erfolgreicher Landwirt oder als (b) Außenstehender?
Wenn a: Worauf begründest Du Deinen Betriebserfolg?
wenn b: Woher nimmst Du die Kompetenz, den Sinn oder Unsinn von Fachzeitschriften für eine Dir fremde Branche zu beurteilen?

Für MICH sind Fachzeitschriften zwar kein essentieller.. aber doch ein Beitrag zu meinem Betriebserfolg.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon marius » Di Nov 05, 2013 12:27

speeder hat geschrieben:Überlegt mal folgende Szenarien...

Fall 1: Apple bringt das neue iPhone raus. Auf der Pressekonferenz geht es aber in keinster Weise um die Vorzüge, sondern der Apple-Chef referiert eine halbe Stunde darüber, dass das neue Handy leider viel mehr als bisher kosten wird, und wie viel Prozent vom Einkommen uns das kosten wird...
Undenkbar?
Aber... kaum ist der Weizenpreis mal jenseits der 18 Euro mit steigender Tendenz, gibt der Bauernpräsident genau dies auf irgendeiner Grüne-Woche-sonstwas-Pressekonferenz bekannt. Die Preise steigen weiter, die Verbraucher müssen sich auf höhere Brötchenpreise gefasst machen etc... Negativer geht's kaum!

Fall 2: Dönerbude 1 macht den besten Döner der Stadt, verkauft 100 Stück am Tag. Dönerbude 2 hat es nicht so drauf, verkauft nur 60 am Tag. Nun geht der Inhaber von Bude 1 täglich zu Bude 2, und erzählt dort ständig wie man einen viel besseren Döner macht. Und weil das nicht reicht, schreibt er es gleich noch in hundert Foren und zweihundert Zeitschriften. Bis auch Bude 2 nachzieht, und beide je 80 Döner pro tag verkaufen.
Dumm?
Aber... Wenn jemand in der Landwirtschaft eine vermeintlich bessere Methode (Pfluglos/Fruchtfolge/wasauchimmer) gefunden hat, krakeelt er sie so lange und aggressiv heraus, bis auch der letzte Franz sie kopiert. Warum wird ein wie auch immer gearteter Wettbewerbsvorteil nicht einfach genutzt, um besser als der Andere zu sein? Warum immer Messias-mäßige Bekehrungen???


Fall 3: EDEKA hat einen Interessenverband. Dieser soll Lobbyarbeit für die Ladeninhaber machen. Im Vorstand sitzen jedoch zu 80 % Vermieter, welche Alle an EDEKA vermieten.
Völlig hirnrissig?
Aber... Wir setzen mit dem DBV auf eine sog. "Interessenvertretung", in der ein Großteil der Mitglieder und Funktionäre der Kaste Sofamelker/Verpächter entstammen. Denen geht es darum, möglichst viel Geld zu verdienen! Was meint ihr, warum wir immer wieder Handelbare Quoten/Prämiensysteme bekommen? Weil die Verpächter es durchgereicht kriegen! Weil sie von der Landwirtschaft leben wollen, ohne sie zu betreiben! Auf Erntedankfesten oder Firmenjubiläen sind sie vorne mit dabei, Nachts um drei beim Drillen oder Sonntag Morgens um 5 beim Melken habe ich noch selten einen dieser Brüder gesehen...

Manchmal wär es besser, die Landwirtschaft wäre ne Branche wie alle Anderen auch...
So mit Vernunft statt Emotion :lol: Wär verrückt, oder?


Das ist doch ganz einfach und hat wenig mit der Darstellung zu tun. Darstellung interessiert keinen Käufer, er bezahlt für ein Produkt das was er bezahlen muß und nicht mehr. Kein Verbraucher wird im Laden für den Butter freiwillig 10 Cent mehr bezahlen, nur wegen der Darstellung.
Ich seh das so, dass Landwirte gute Arbeiter sind, aber keinerlei Geschäftsinn haben.
Wieviel kostet Weizen derzeit 18 Euro ? Ich bin mir sicher wenn sich die paar Abnehmer absprechen würden, würden sie den Weizen ab sofort zu 15 Euro bekommen und der Weizenverkäufer müßte dann eben zu 15 Euro verkaufen. Oder sie haben sich schon abgesprochen und bezahlen statt fairen 20 Euro eben nur 18 Euro.
Die Landwirte sind nunmal keine guten Geschäftsleute, sondern nur Abgeber.
Da ist es doch völlig egal welche Darstellung nach aussen geboten wird.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon Piraterie » Di Nov 05, 2013 12:53

forenkobold hat geschrieben:
Piraterie hat geschrieben: Jaja, schon klar. Nur wird man Informationen selten durch diese "Heftchen" erhalten.

Schreibst du als (a) erfolgreicher Landwirt oder als (b) Außenstehender?
Wenn a: Worauf begründest Du Deinen Betriebserfolg?
wenn b: Woher nimmst Du die Kompetenz, den Sinn oder Unsinn von Fachzeitschriften für eine Dir fremde Branche zu beurteilen?

Für MICH sind Fachzeitschriften zwar kein essentieller.. aber doch ein Beitrag zu meinem Betriebserfolg.



Ich kann es beurteilen.Erklären brauche ich mich nicht, ich kenne meine Kompetenzen.Jeder halbwegs gebildete Mensch(damit meine ich nicht die Schulbildung) kann erkennen das fast alles was in TopAgrar/dlz/ diverse Wochenblättchen steht ein großer Misthaufen ist.Bis auf ein paar Ausnahmen wie Gesetzesänderungen, aber da kann man ja auch nicht soviel verdrehen und komplett falsch darstellen :-)

Das einzigste was dieses etwas zu harte Klopapier zustande bringt ist, das sich Landwirte etwas besser fühlen wenn mal wieder ganz toll geschriebene Artikel rausgelassen werden.
Nur wirklich ein ganz ganz kleiner Teil aller Landwirte hat soviel Kapital in Form von Grundeigentum das sie wirklich sorgenfrei in die Zukunft blicken können.
Der Rest arbeitet sich kaputt und sieht auch dementsprechend aus, leider. Aber alle fühlen sich dank der Blättchen ganz toll :mrgreen:

Macht halt weiter und werdet in eurer eigenen kleinen Welt glücklich....

@MArius

Du bist gemein, hast aber durchaus recht mit deiner Einschätzung das Landwirte gute Arbeiter sind :-) Manche leben ihr Leben lang für "den Betrieb" und wenn sie Alt sind werden sie verbittert und merken das sie das Leben nicht erlebt haben.
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Re: Landwirtschaft- die unprofessionellste Branche der Welt?!

Beitragvon forenkobold » Di Nov 05, 2013 12:55

Ach Marius.....

Du bist zu sehr Laie, um diesen Markt zu durchschauen.
Weizen muß nunmal zu einem festen Zeitpunkt geerntet und abgeliefert werden. Da kann man lange rumreisen und fragen, wer was bezahlt...
der Mähdrescher und das Wetter wartet nicht, bis du deinen Wagen dann nach 2 Tagen bei dem Anbieter abkippstm der dir in 50 km Entfernung 10 cent mehr geboten hat.
Um einen Rest von Fairness und Chancengleichheit zu wahren, hat ein gewisser Herr Raiffeisen mal die Genossenschaften gegründet. Dass diese sich teilweise vom Genossenschaftsgedanken verabschiedet haben, liegt am schwindenden Einfluss der Bauern. Und das liegt mit daran, dass irgendwelche Polemiker und strunzdumme Bauern den Sinn der Präsenz des Bauernverbandes in Vorstand und Aufsichtsrat nicht kapieren und schlechtreden.
Der Spielraum der Handelspartner ist begrenzt... die Preise werden in Chicago, Paris usw gemacht. Und zwar nicht-- wie böse Zungen behaupten-- durch Spekulanten , sondern einzig und allein durch Erntemenge und Nachfrage.
Trotzdem ist es klar, dass die Ware aufgrund des Ablieferungsdrucks zur Ernte billiggeredet wird. Was schlägst Du für Lösungen vor, dies zu vermeiden? Selber in Lagerraum investieren? Wird oft praktiziert.. kennst du die Kosten? Einlagern beim Handel gegen Einlagerungsgebühr und Selbstbestimmung des Verkausfzeitpunktes? Auch diese Option wird schon angeboten.
Fakt ist:
Von fairen Abnehmern gibts Nachzahlungen. Funktionierende Genossenschaften müssen im Interesse der Bauern agieren.. da besteht Handlungsspielraum. Und ein Wettbwerb von mindestens 3 erreichbaren Abnehmern in jedem Gebiet sollte gewährleistet bleiben. Da sind einige die letzten Jahre hopps gegangen... das als Indiz dafür, dass die sich nicht an den Bauern dumm und dusselig verdienen.
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