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Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon waldulmer » Mo Aug 09, 2010 0:19

Hallo weis jemand, wie ich die Alterskasse für meine Frau umgehen kann? Landwirtschaft ist nur Nebenerwerb für mich ist die Alterskasse kein Problem. Meine Frau arbeitet aber nur stundenweise und kann auch nicht aufstocken. Bisher war sie durch die Erziehungszeit unserer Kinder befreit, was bald nicht mehr möglich ist. Ist es möglich aus der Landwirtschaft eine GmbH bei der ich Geschäftsführer bin zu machen und somit die Alterskasse zu umgehen? Oder hat jemand sonst einen guten Vorschlag?
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon meyer wie mueller » Mo Aug 09, 2010 8:08

Hallo

Es müsste eigentlich gehen, die Landwirtschaft aufzuteilen in
A) eine Personengesellschaft, die den Grundbesitz verwaltet (alleinige Eigentümer Du und Deine Frau in Form einer GbR)
B) eine Betriebsgesellschaft in Form einer GmbH (als Kapital werden Maschinen eingebracht). Du bist dann der Geschäftsführer und auch der alleinige Mitarbeiter. Wahrscheinlich wird diese Gesellschaft gewerbesteuer- und umsatzsteuerpflichtig werden, und doppelte Buchführung, Jahresabschluß u.s.w. werden nötig. Die Gründung der Gesellschaft ist teuer und man braucht immer eine professionelle Buchführung, sowie einen guten Steuerberater. Als GF bist Du vielleicht sogar von der Versicherungspflicht freigestellt. Natürlich gibt es die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs.

Vielleicht geht auch eine englische ltd.


Aber über so alternative Gesellschaftsformen können andere hier viel besser Auskunft geben.


Traditionell wird die Landwirtschaft aber als Personengesellschaft betrieben, wenn zusammen mit der Ehefrau, ist das gleich eine GbR. (Automatismus des bürgerlichen Rechts; wenn eine geschäftliche Unternehmung betrieben wird, dann entsteht eine GbR; z.B. man vereinbart eine Fahrgemeinschaft oder veranstaltet ein Nachbarschafts-Straßenfest, bei dem jeder seinen Teil beisteuert und schon ist man Gesellschafter in einer GbR. Da braucht es KEINEN Gesellschaftsvertrag!)

Gruß
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Aug 09, 2010 8:23

Der Rat ist absoluter Unfug. Lest doch mal die Bestimmungen. Auch eine Kapitalgesellschaft ist der Alterskasse tributpflichtig. Das einzige was hilft, ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deiner Frau oder aber die Scheidung, kein Witz!
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon Pasofino » Mo Aug 09, 2010 8:25

Wäre es nicht eine Alternative für deine Frau einen kleinen Arbeitsvertrag zu machen, dementsprechend in die Alterskasse einzuzahlen und dafür staatliche Riesterförderung für die Kids und die Mutter zu erlangen? Wenn sie nicht in die gesetzlichen Systeme einzahlt, ist sie mit Alter 10 des jüngsten Kindes auch nicht mehr abgesichert gegen Erwerbsminderung. Das ist ein Risiko, das viele massiv unterschätzen.

Außerdem hättet ihr damit zumindest eine gewisse Altersvorsorge für deine Frau getroffen, denn wenn sie nach der Kindererziehungszeit nur stundenweise (also wahrscheinlich in einem 400 Euro-Job) arbeitet, tut sie nichts für ihr Alter. Altersarmut ist ja nunmal leider ein Frauenthema, und die staatliche Witwenversorgung ein schlechter Witz, falls der Ehemann zu früh stirbt.
LG Heike
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon meyer wie mueller » Mo Aug 09, 2010 8:38

Hallo

@carpe diem.
Noch mal nachgehakt.
Heisst das, dass der Geschäftsführer einer großen Agrargesellschaft GmbH (oder sogar einer internationalen AG), die 1000 oder 10.000 ha bewirtschaftet und x Arbeiter beschäftigt, dann beitragspflichtig in der landwirtschaftlichen Alterskasse ist? Und wenn er so gut verdient, dass seine Frau keiner Erwerbsarbeit nachgehen muss, dann wird die auch beitragspflichtig?

Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften sind üblicherweise von der Sozialversicherungspflicht befreit.

Gruß
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Aug 09, 2010 8:46

So ist zumindest meine Rechtsauffassung. Zumindest bin ich in dieser Frage zu dem Schluss gekommen, was meine eigene Person betrifft. Es hat mich zwar erstaunt ist aber so.
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon meyer wie mueller » Mo Aug 09, 2010 9:06

Noch mal weiter gesponnen.

Häufig werden auch Beteiligungsgesellschaften gegründet, nur aus dem Zweck, um Steuern oder Haftung zu vermeiden.

Unterstellen wir mal. Eine ltd. (Betriebszweck Kapital-Beteiligung) ist der alleinige Gesellschafter einer Landwirtschaftlichen Beriebsgesellschaft. Der GF dieser engischen ltd. ist die Ehefrau (GF-Gehalt so um die 100 Euro/Monat, da sehr wenig Arbeit anfällt) eines Grundbesitzers. Als GF ist sie von der Sozialversicherungspflicht befreit.
Nun pachtet die Landwirtschaftliche Betriebsgesellschaft xyz (GF ist der Ehemann der Geschäftsführerin der englischen ltd) von sich und seiner Frau die Grundstücke, die diese Gesellschaft bewirtschaftet und dann vielleicht noch weitere Grundstücke von anderen Eigentümern.

Der GF der Landwirtschaftlichen Betriebsgesellschaft GmbH wird nach der Rechtsauffassung beitragspflichtig. Als Ehefrau eines beitragspflichtigen Angestellten eines Betriebs, der auch in der Landwirtschaft tätig ist, wird sie automatisch in der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung versichert?

So könnte es kommen, dass die Ehefrauen eines saudischen Prinzen, der zufällig GF einer landwirtschaftlichen Betriebsgesellschaft (vielleicht hat er ein großes Gut in Ostdeutschland gekauft?) ist, alle beitragspflichtig werden?

Und wie ist das mit dem Herzog Dingsda von Bayern. Als Großgrundbesitzer ist der sicher auch Zwangsmitglied in der landwirtschaftlichen Alterskasse und da seine Frau sicher nicht arbeitet, wird die dann auch zwangsversichert?

Gruß


(das ganze System mit der Zwangsversicherung wird durch solche Modelle ad absurdum geführt)
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Aug 09, 2010 9:15

@meyer wie müller, lies nur mal den § 1 des Gesetzes der Alterssicherung der Landwirte (ALG). Kann keine Links setzen. Mag ja sein, dass irgendwie doch eine Konstruktion möglich ist, aber im Normalfall ist auch der Kapitalfritze beitragspflichtig.

Du darfs nicht vergessen, dass die LAK dafür da ist zusätzlich Beiträge einzutreiben sonst nix. Im übrigen hat der geschilderte Fall des Diskutanten überhaupt keine Chance der Befreiung, da argumentiert wird, folgt man dem dann hat man eine allgemeine Befreiung und die ist keinesfalls erwünscht!!!
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon flower-bauer » Mo Aug 09, 2010 14:39

...
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon waldulmer » Mo Aug 09, 2010 22:35

vielen Dank für die Antworten. Ihr nehmt mir aber auch jede Hoffnung die ich bisher hatte :regen:
ich wollte eigentlich keine Betriebsverkleinerung um unter die Freigrenze zu kommen sondern eher noch erweitern, also fällt die Möglichkeit raus. Riester und private Altersvorsorge meiner Frau haben wir auch schon so geregelt. Altersarmut sollte kein Thema sein,wenns einigermaßen normal läuft.
Genau aus dem Grund finde ich es auch totaler Quatsch dass meine Frau dort einbezahlen muss.
Fals jemand doch noch ein Schlupfloch findet bitte um Info.
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon Franzis1 » Di Aug 10, 2010 16:37

eins gibts noch,die Kindererziehungszeiten verlängern.
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon freddy56 » So Sep 26, 2010 23:36

wenn ich als hauptberuflichen landwirt noch abends ein paar euros dazuverdienen gehe muß ich auch noch in die geseztliche rente einbezahlen. warum sollen dann hobilandwirte nicht auch ihre soziale pflicht erfüllen. aber nein immer nur tricksen, tricksen und noch mal tricksen
freddy56
 
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon schlossapfel » Mo Sep 27, 2010 6:31

freddy56 hat geschrieben: aber nein immer nur tricksen, tricksen und noch mal tricksen

So wie die Politiker und Großunternehmer...
Wenn es im unteren Einkommensbereich eine gerechte Entlohnung gäbe müsste keiner tricksen.
Gruß
Schlossapfel
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon ziegenwelt » Mo Sep 27, 2010 8:12

Hallo , wir hatten dasselbe Problem. Ich hatte aber einen kleinen Laden am Hof, und der machte genug Umsatz, um dies zu verhindern, und zu wenig um selbstständig versichert sein zu müssen! Wohlgemerkt kein Hofladen mit Produkten des Hofes sondern in diesem Fall Reitsport . Geht aber auch Country-Living und Ware in Komission... Creative Landfrauen sind dankbar für eine solche Chance. Gruß Ziegenwelt
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Re: Landwirtschaftliche Alterskasse, wie umgehn?

Beitragvon frank1973 » Mo Sep 27, 2010 13:38

freddy56 hat geschrieben:wenn ich als hauptberuflichen landwirt noch abends ein paar euros dazuverdienen gehe muß ich auch noch in die geseztliche rente einbezahlen. warum sollen dann hobilandwirte nicht auch ihre soziale pflicht erfüllen. aber nein immer nur tricksen, tricksen und noch mal tricksen
Untergrenze in Rheinland Pfalz 3,5 Hektar sind dann für 217.- Euronen zu versichern 35 Hektar kosten aber auch 217.- Euronen.Wo ist da die Gerechtigkeit?
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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