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Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Angehender » Mi Jan 30, 2019 13:34

Hallo bin neu hier im Forum,

dementsprechend ist auch meine Frage: Ich möchte gerne einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb von einem alten Wirt kaufen, der schon seit Jahrzehnten nicht bewirtet wird (also keinen Ertrag abwirft). Es besteht aus einem Wohnhaus, und einigen kleineren Nebengebäuden. Die Ackerfläche ist hauptsächlich mit Obstbäumen bepflanzt.
Also insgesamt eher wie Privatgrund gehalten.
Er würde es gerne verkaufen, müsste aber, wie er mir mitteilte einen großen Teil des Verkaufserlöses an die Stadt abgeben. Weil eben der Hof vor vielen Jahren als landwirtschaftlicher Betrieb eingetragen wurde.

Meine Frage: Was ist dies genau für ein Betrag den der Besitzer an die Stadt zahlen müsste? - wie ich verstanden habe, sind das keine Steuern an das Finanzamt.
gibt es irgend einen Weg diesen Betrag an die Stadt zu reduzieren um den Verkauf für den jetzigen Besitzer lukrativer zu machen?
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Manfred » Mi Jan 30, 2019 14:38

Falls ihn die Kommune nicht irgendwelche Gebühren stundet, die er dann zahlen müsste, wird wohl eher "an den Staat", sprich die Einkommensteuer auf den Verkaufsgewinn gemeint sein.
Ob und wie der Verkauf evtl. steueroptimiert abzuwickeln wären (z.B. in Form einer Ratenzahlung oder Rente, oder indem er in eine andere Immobilie reinvestiert) könnte euch ein Steuerberater erklären, der seine sonstige finanzielle Situation kennt.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Angehender » Do Jan 31, 2019 12:37

Vielen Dank schon einmal für die Antwort Manfred.
d.h. unabhängig davon, ob der Betrieb in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt als solcher genutzt wurde, würde der Staat Einkommenssteuer für die gesamte Verkaufssumme beanspruchen?
Was mich noch dabei interessiert, Manfred erwähnte den Begriff "Verkaufsgewinn". Als Gewinn würde ich bezeichnen, was ich an Mehreinnahmen abzüglich meiner Investitionen habe.
Bsp-Rechnung: Alter Besitzer kaufte 1960 den Hof für (umgerechnet) 100.000 € / baut ein Haus und Nebengebäude darauf für 200.000€
hatte somit Ausgaben von 300.000. Verkaufssumme heute: 500.000. Somit wäre der zu versteuernde Gewinn: 200.000€

Hat jemand damit vielleicht schon Erfahrung? Wäre mein Ansatz da richtig?
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Manfred » Do Jan 31, 2019 17:10

Das ist, wie schon geschrieben, ein Fall für einen Steuerberater, der sich mit landwirtschaftlichen Betrieben auskennt.
Der müsste prüfen, was davon Betriebs- und was Privatvermögen ist, welche Buchwerte evtl. steuermindernd wirken etc. Dann kann er euch bezüglich der Gestaltung des Kaufvertrags beraten.
Alles andere wäre Kaffeesatzleserei.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Family Guy » Fr Feb 01, 2019 10:14

Angehender hat geschrieben:.
Er würde es gerne verkaufen, müsste aber, wie er mir mitteilte einen großen Teil des Verkaufserlöses an die Stadt abgeben. Weil eben der Hof vor vielen Jahren als landwirtschaftlicher Betrieb eingetragen wurde.

Meine Frage: Was ist dies genau für ein Betrag den der Besitzer an die Stadt zahlen müsste? - wie ich verstanden habe, sind das keine Steuern an das Finanzamt.
gibt es irgend einen Weg diesen Betrag an die Stadt zu reduzieren um den Verkauf für den jetzigen Besitzer lukrativer zu machen?


Hat der Vorbesitzer irgendwas eingtragen, eine Grundschuld der Stadt vom Straßenbau oder Kanalanschluß?
Alles Kaffesatzleserei, Manfred hat völlig Recht, hier kann keine Ferndiagnose gestellt werden, weil auch die Informationen sehr vage sind.
Mach eine Erstberatung beim Steuerberater und dann bekommst du hoffentlich die Antworten, die du suchst. Wobei Steuerberater auch nicht allwissend sind.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon urw » Fr Feb 01, 2019 21:46

Angehender hat geschrieben: Ich möchte gerne einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb von einem alten Wirt kaufen, der schon seit Jahrzehnten nicht bewirtet wird (also keinen Ertrag abwirft). Es besteht aus einem Wohnhaus, und einigen kleineren Nebengebäuden.
Er würde es gerne verkaufen, müsste aber, wie er mir mitteilte einen großen Teil des Verkaufserlöses an die Stadt abgeben.
"ich" würde, in so einem Fall, mir entweder a) eine Vollmacht zur Grundbuch- und Akteneinsicht von diesem Herren geben lassen, oder b) den alten Wirt zu den beiden Ämtern bringen (Öffnungszeiten beachten :mrgreen: ) und in seinem beisein Auskünfte geben lassen.
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Angehender » Mo Feb 04, 2019 15:22

Vielen Dank für alle Beitrage. Hat mir auf jeden Fall schon einmal weiter geholfen.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon urw » Mo Feb 04, 2019 20:54

Angehender hat geschrieben:... der schon seit Jahrzehnten nicht bewirtet wird ...
Die Ackerfläche ist hauptsächlich mit Obstbäumen bepflanzt.

Er würde es gerne verkaufen, müsste aber, wie er mir mitteilte einen großen Teil des Verkaufserlöses an die Stadt abgeben.

Meine Frage: Was ist dies genau für ein Betrag den der Besitzer an die Stadt zahlen müsste? - wie ich verstanden habe, sind das keine Steuern an das Finanzamt.
Könnte es sein, daß diese Stadt am Anlegen einer Streuobstwiese interessiert war/ist und so Zuschüsse (vertragsbedingt) an diesen Wirt vor X-Jahren geflossen sind ?
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon DWEWT » So Mär 03, 2019 8:30

Ich denke auch mal, dass es um die Versteuerung des Veräußerungsgewinns geht. Wenn allerdings der Verkäufer mind. 56 Jahre alt ist und es bei dem Verkauf auch um die Aufgabe des Betriebes geht, kann der wirksam werdende Steuersatz um 50% reduziert werden. Das geht allerdings nur einmal im Leben! Steuerberater fragen!
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon DWEWT » So Mär 03, 2019 12:00

landwirt 100 hat geschrieben:Guten Morgen,
woher hast du diese Information? Oder den Gesetzestext?
Mir wurde gesagt Steuerreduzierung bei Veräußerungsgewinnen bei Betriebsaufgabe kann man mehrfach nutzen, wenn man mehrere Betriebe hat. Nur den Freibetrag von 45000 EUR kann man nur einmal im Leben nutzen nach 55 Lebensjahren.


Mein Beitrag endete mit der Aufforderung, einen St-Berater zu fragen. Ich kenne den Sachverhalt nur so wie ich ihn beschrieben hatte.
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Re: Landwirtschaftlichen Betrieb kaufen

Beitragvon Zugmaul » Mo Mär 04, 2019 14:27

Das einzige Recht dass eine "Stadt" in so einem Fall ausüben könnte wäre ein Vorkaufsrecht. Das heißt die Stadt kann einen Grundstückskaufvertrag nicht genehmigen wenn das öffentliche Interesse dem entgegen steht.

Der Hof wird Betriebsvermögen sein, und der Veräußerungsgewinn wäre zu versteuern. Den Hof in Privatvermögen umzuwandeln ist ein langwiriger Prozess. Hat mein Nachbar gemacht. Geht aber. Ob hier auch die Fünfjahresfrist greift, weiß ich nicht. Ja dann kann nur der Steuerberater helfen.
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