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Landwirtschaftskammerbeitrag

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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon Kobold59 » Fr Sep 19, 2025 23:05

Hallo zusammen,

wir haben 4 Grundstücke im Außenbereich. Dort lagert unser Brennholz und stehen ein paar Obstbäume. Unsere Kinder grillen, feiern und campen dort. Jetzt kam von der Verbandsgemeinde der Bescheid für die Grundsteuer A, darin enthalten waren 1,44 Euro Landwirtschaftskammerbeitrag.

Entweder ist das neu, oder mir noch nie aufgefallen. Beim googeln fand ich heraus, dass alleine der Besitz eines Grundstückes, auf dem man Landwirtschaft betreiben könnte, eine Beitragspflicht begründet. Eine Mitgliedschaft entsteht dadurch nicht, und kann deshalb auch nicht gekündigt werden. Erst dachte ich, das muss ein Irrtum sein. Aber dann wurde mit klar: Das ist ernst gemeint, und geradezu genial! Warum fällt mir so etwas nicht ein?

Jetzt will ich wegen 1,44 Euro jährlich kein Fass aufmachen, das wäre Quatsch. Aber ich frage mich, ob der Beitrag zu irgend etwas nützlich ist. Kann man sich von der Landwirtschaftskammer z.B. beraten lassen, oder geht das nicht, weil ich ja kein Mitglied bin? Vielleicht kennt sich Jemand hier damit aus.

Gruß Reinhard
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon GeDe » Sa Sep 20, 2025 6:23

Kobold59 hat geschrieben:Jetzt will ich wegen 1,44 Euro jährlich kein Fass aufmachen...

...so fängt's meistens an. -Wehret den Anfängen!
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon Steyrer8055 » Sa Sep 20, 2025 19:51

Hallo Kobold59!
Ich weis nicht wie bei euch ob das was bringt? Sobald man landwirtschaftliche Beiträge bezahlt, ist man berechtigt Leistungen zu empfangen. Bei mir in "A" ist das Grudstück verpachtet, d. h. der Pächter bezahlt die lw. Krankenkasse. Die Grundsteuer bezahle ich. Da hab ich eine Betriebs-Nr. was mich berechtigt alle lw. Kurse zu einem moderaten Preis zu besuchen. Bei uns gibt es noch für "interessierte Personen" wie lange das noch ist steht in den Sternen? So komm ich aus der Land u. Forstwirtschaft, u. darf Leistungen in Anspruch nehmen! Sonstige Personen bezahlen meist das Doppelte!

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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon Kobold59 » Sa Sep 20, 2025 21:38

Hallo Steyrer8055,

wir bauen Kartoffeln an für den Eigenbedarf, aber nicht auf unseren Grundstücken - dort ist der Boden viel zu schwer und lehmig. Das weiß aber Niemand, unser Traktor hat ein schwarzes Kennzeichen und ich bin bisher nirgends als "Landwirt" in Erscheinung getreten. Deshalb hat mich das schon etwas gewundert und ich kann noch nicht abschätzen, wohin das noch führt.

Gruß Reinhard
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon Steyrer8055 » Mo Sep 22, 2025 6:27

Hallo Kobold59!
"Lass mich wissen, wo das bei dir hinführt" ob den Burschen mal was auffällt?

Sobald auf der Anmeldung, Antrag die Betriebs Nr. aufscheint, geht jeder von einem aktiven Landwirt aus. Ich gehe seit den 90iger Jahren auf Forstkurse u. Jagd u. landw. Vorträge, entweder zur Bildung oder Auffrischung. Finanziel gesehen zahl ich die Hälfte der Kosten davon!

Unwissende u. Kritiker rennen ja zu Hauf durch die Gegend, wo einem den Schweiss auf der Stirn noch neidig sind! Ist man in einer Runde u. kann sachlich einen Beitrag dazu geben, geht die Stimmung gleich in eine andere Richtung! Die Hetzer werden wesentlich ruhiger. Dann gibt es noch, Die es wissen aber nicht den Mund auf bringen.

Wir waren im Brauvieh-Zucht-Verband u. bekamen landw. Zeitungen, als das Vieh ging meldete ich dies u. die Zeitungen waren weg, obwohl Kleinvieh noch am Hof war. Hätte ich nichts gemeldet, wäre gar nichts aufgefallen.
So meine Erfahrung!

mfg Steyrer8055
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon ChrisB » Mo Sep 22, 2025 8:40

Hallo Reinhard,
ich komme aus Bayern.
Bei uns kann man sich bis zu 2500 qm befreien lassen, aber nur von der LBG (Berufsgenossenschaft)
Grundsteuer wird ja von der Gemeinde erhoben, die müssen alle bezahlen.
Aber 1,44 € kommt mir wenig vor, wie groß sind alle deine Grundstücke und Wohnhaus???????
ChrisB
 
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon egnaz » Mo Sep 22, 2025 9:02

Nun bringt doch nicht alles durcheinander und informiert euch erst einmal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirts ... eutschland)
Auch hier in Nds wurde der Beitrag zur Landwirtschaftskammer im Verhältnis zur Grundsteuer von jedem m² ldw Fläche eingezogen. Nach der Grundsteuerreform erhebt nun die LWK selbst die Beiträge in Höhe von 215% des Messbetrags für die Grundsteuer A.
Das ist sozusagen der Obolus, den die Flächeneigentümer für die Agrarbürokratie bezahlen müssen.
Da gibt es keine Befreiung oder besondere Vorteile.
Gruß Eckhard
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon Kobold59 » Mo Sep 22, 2025 20:10

Hallo zusammen, der Eckhard hat Recht.

Die Bemessungsgrundlage für diese 3 Parzellen (tatsächlich sind es 4) beträgt 0,72 Euro. Der Hebesatz für die Grundsteuer A ist 345% = 2,48 Euro. Der Hebesatz für den Landwirtschaftskammerbeitrag beträgt hier 200% = 1,44 Euro.

Ich werde es einfach zahlen, vielleicht erkenne ich irgendwann einen Sinn darin. Im Moment kommt es mir vor, wie eine Zwangsmitgliedschaft mit Beitrag, aber ohne Gegenleistung.

Gruß Reinhard
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon xyz » Mo Sep 22, 2025 20:45

ruf da mal an, lasse dich am Telefon beraten was es für dich da für einen Mehrwert geben soll, ist zwar das meiste eher für Großbetriebe aber da gibt es vielleicht auch mal einen Vortrag der für dich interessant ist oder mal eine Betriebsbesichtigung lass dich auf jeden fall in den E-Mailverteiler aufnehmen, da steht dann vielleicht auch mal was für dich drin
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon langholzbauer » Mo Sep 22, 2025 21:12

Genau.
Kammer ist ein Selbstverwaltungsorgan .
Ich wünschte, unser Bundesland hätte Landwirtschaftskammern.
Mit meinem kleinen NE- Gewerbe bin ich auch zur IHK - Mitgliedschaft verpflichten.

Man sollte sich auf der Internetseite der zuständigen Kammer informieren, was das ist und wofür die da ist.
Irgendwo auf der Rechnung sollte auch eine Mitgliedsnummer stehen, mit der man sich mindestens für EMail-Verteiler anmelden kann.
Dort gibt es sicher auch Angebote für Veranstaltungen und Weiterbildungen, die selbst einem kleinen Hobbylandwirt mal weiter helfen können.
In meinen Augen bilden die Kammern einen wichtigen Ruhepol gegenüber der ständig schwankenden Politik.
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon egnaz » Mo Sep 22, 2025 21:41

Es gibt keine Mitgliedsnummer oder ähnliches. Die Zahler haben da keine besonderen Vorteile. Informationen stehen im Grunde jedem zur Verfügung.
https://www.lwk-niedersachsen.de/
Wer Dienstleistungen in Anspruch nimmt, zahlt meist noch Gebühren.
Die Wirtschaft hat über die Kammerversammlung ein gewisses Mitspracherecht.
Wie ist das eigentlich in Bundesländern ohne Landwirtschaftskammer? Zahlen Grundbesitzer oder Landwirte dort auch eine regelmäßige Gebühr für die Agrarverwaltung?
Gruß Eckhard
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon langholzbauer » Mo Sep 22, 2025 22:34

Nein.
Wir zahlen nichts an Gebühren für Agrarverwaltung und sind der Politik komplett ausgeliefert, wenn es z.B. um die neutrale regionale und rein wissenschaftlich fundierte Produktionskostenfeststellung und die Finanzierung regionaler Sortenversuchswesen ohne Einfluss der Saatgutkonzerne geht.
In BL mit Kammern mischen diese bei den lw. Landesanstalten mit oder machen teilweise deren Arbeit inkl. Beratung selbst.
Da können eine ökofanatische Landesregierung genauso , wie rot oder schwarze Schuldenmacher nicht so schnell reinkürzen oder die Posten mit Günstlingen besetzen.
Teilweise wollte/ will der jeweilige Landes- BV diese Lücke schließen.
Das kann er aber nicht, weil nur privatrechtlicher Verband/ Verein, der nur freiwillige Mitglieder vertreten kann und gern all zu schnell als Lobbyverband abgestempelt wird.
Im Gegensatz dazu ist eine Kammer " Körperschaft des öffentlichen Rechts" ohne Machteinfluss von höhere Politik.

Siehe z.B. hier mal Wikipedia:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Landwir ... eutschland)
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon langholzbauer » Mo Sep 22, 2025 22:39

Zusammengefasst wäre mir Bauer eine LWK hier mehr wert, als z.B. das Abbo einer, der beiden Bauern- Bild oder beider . :wink:
Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu, nach 35 Jahren aktiver LW in der BRD .

Das Thema " Körperschaften des öffentlichen Rechts" finde ich mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrungen immer wichtiger, um sich gegen die Politik der Habenichtswähler und der Bereicherungspolitik verteidigen zu können. :klug:
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon egnaz » Di Sep 23, 2025 9:01

Die LWK wird ja nicht allein über die Fläche finanziert. Das Land hat ja viele Aufgaben an die Kammer übertragen und finanziert daher auch mit. Dadurch hat natürlich auch die Politik Einfluss.
Gruß Eckhard
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Re: Landwirtschaftskammerbeitrag

Beitragvon langholzbauer » Di Sep 23, 2025 9:33

Sicher doch.
Aber in einer Kammer( egal ob jetzt LW Industrie oder Handel) kann und wird sich der Wind nicht so schnell drehen, wie bei staatlichen Einrichtungen, die allein dem Minister unterstehen.
Zu dem Geld für die übertragenen staatlichen Aufgaben sollten wir auch so ehrlich und selbstbewusst sein, dass seltenst eine Behörde günstiger diese Aufgaben erledigen kann.

Ich bleibe da bei dem Wiki- Beitrag.
Diese Körperschaften d.ö. R. sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.

Und ich warne ausdrücklich davor , da Hand anlegen zu wollen.
Denn das destabilisiert und spaltet unsere Gesellschaft weiter , wie z.B. die Abschaffung der CMA und die Grundsteuerreform.
Zuletzt geändert von langholzbauer am Di Sep 23, 2025 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
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