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Langholz vs. Fixlängen

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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11 Beiträge • Seite 1 von 1
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Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Kreuzschiene » Di Sep 19, 2017 14:51

Servus zusammen.
Nachdem mich jetzt der Käfer seit ein paar Jahren hartnäckig nervt, überlege ich ernsthaft, zumindest einmal einen Teil der Holzernte einzufahren - auch wenn wohl keine Höchstpreise in nächster Zeit zu erwarten sind.
Ich frage mich schon länger, wo eigentlich der Vorteil bei der Langholzvermarktung ist. Das kann doch nur der Preis sein, oder?
Wie groß ist hier ungefähr der Abstand zu den Fixlängen?

In dem betroffenen Waldstück stehen auch noch einige echte "Brummer". Die haben einen BHD von ca. 120cm und sind im unteren Drittel zumindest von außen gesehen astfrei.
Gibt es für solche Extrem-Fichten spezielle Anwendungen oder machen die nur Ärger beim Vermarkten, weil die keiner mehr vernünftig Sageln kann?
Kreuzschiene
 
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Falke » Di Sep 19, 2017 15:16

Ich weiß nicht, wo du herkommst - hier bei mir gibt es praktisch keinen Markt (mehr) für Fichten-Langholz. (z. Zt. für gar kein Fichtenholz ... :cry: )

Einzig Kiefer kann als Langholz (Masten, "Telegraphen-"Masten) geliefert - mit max. bis zu 3 € Aufschlag auf Kurzholz (Bloche, also 3 bzw. überwiegend 4 m lang).

Wenn man berücksichtigt, dass die Bringung von Langholz ohne Schädigung des übrigen Bestands speziell in einem Plenterwald viel komplizierter ist, verzichte
ich gerne auf die paar Euros.

Hier gibt es für Starkholz schon ab 50 cm MDM kräftige Abschläge!
Man könnte wirklich schönes Fichtenstarkholz zu Submissionen (Ausstellung mit Versteigerung) fahren - da gibt es dafür schon mal 200 oder 300 € / Fm.
Aber für paar Stammabschnitte muss das schon sehr gut organisiert sein, dass sich das lohnt. Was wirklich schön ist, liegt nämlich im Auge des betrachtenden Käufers ...

https://ktn.lko.at/holz+2500++1298238

A.
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Westerwälder » Di Sep 19, 2017 18:12

Tja, auch für mich immer wieder eine Thema wo ich drüber nachdenke:

Bis vor 15 Jahren haben wir nur Langholz gemacht, gar nicht über Abschnitte nachgedacht. Wurde ja auch alles Motormanuel gemacht und dann ist das halt schneller als noch Abschnitte rausmessen und ablängen.

Dann kam der Harvester, mit Fixlängen 5,10m. Großes Gejammer weil es ja weniger Geld gibt (-2 oder 3€ je fm). Nachher haben wir dann festgestellt: Weniger Schäden beim Rücken und der Stamm kann oft auch besser ausgenutzt werden (über 21m länge). Also ob es am Ende des Tages (oder der Fichte :D ) ein Verlust ist weis man nicht so genau.

Unser Sägewerk hat immer noch gerne lang, dann können die völlig frei bei jedem Stamm entscheiden was draus werden soll. Aber gegen Fixlängen zu 4 oder 5 Meter wehren die sich auch nicht. Für eine Durchforstung gibt es keine andere Lösung mehr für uns, aber für den Kahlschlag den wir nächstes Jahr auf einer kleineren Fläche (o,5 ha) machen wollen um dort auf Laubwald umzusteigen überleg ich gerade ob ich noch mal Langholz machen soll.

Ärgerlich ist das mit den Dicken, über 60 cm nimmt hier keiner mehr mit, das geht bei mir ins Brennholz oder lasse ich selber aufsägen.

Aber spannendes Thema, bin mal neugierig was Andere für Erfahrungen gemacht haben. Besonders mit den Dicken, da brauche ich noch Ideen oberhalb von Brennholz und Sägekunstwerken.

Gruß vom
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Badener » Di Sep 26, 2017 11:52

Befreundete Säger und Fuhrleute sagen alle das gleiche...
alles über 60cm kannst durch den Hacker schieben.
Ab 35cm hast Starkholzabschläge.

Ich finde das fixlängen deutlich praktischer sind.

1. bessere Rückbarkeit
2. einfacher zu Poltern
3. bessere Holzausnutzung
4. Schadstellen können ausgelassen werden
5. Optik (Krümmungen sind weniger drastisch)
6. Können von mir selbst gefahren werden.
7. genauere Abrechnung*

*Wieso? Weil ein Stamm mit 20 m bei Langholz nur einmal in der Mitte Doppelt gekluppt wird und vom Rest geht man von einer korrekten Geometrie aus. Bei Fixlängen kluppt man min. 4m Doppelt.

Grüße
Zu fällen einen schönen Baum, braucht es eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen bis man ihn bewundert, braucht er - bedenke es - ein Jahrhundert.

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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon haldjo » Di Sep 26, 2017 12:07

Badener hat geschrieben:Befreundete Säger und Fuhrleute sagen alle das gleiche...
alles über 60cm kannst durch den Hacker schieben.
...


Aha... Es gibt durchaus Säger die das sägen können, man muss sich nur umhören.
Einige kaufen auch gezielt diese starken Sortimente und zahlen für gerade Astfreie überstarke Erdstücke einen Aufpreis
Kommt natürlich auf die Region an.
Aber mal umhören, Mobilsäger sägen derartige Brummer öfter mal. Oder sehen ob ein Säger in der Nähe eine entsprechend große Blockbandsäge hat, die kaufen sowas normalerweise auch.
Schlimmstenfalls in ein etwas weniger wertiges Sortiment schneiden. Bei uns gibts z.B. nen Palettenhersteller der D-Qualitäten bis 90cm Stock kauft (nimmt natürlich auch B/C wenns zum D-Preis geht^^).
Starkholz durch den Hacker schieben ist Unfug. Außer natürlich es ist extrem Krumm und astig bzw. Faul.
Auf ins Holz!
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon buntspecht » Di Sep 26, 2017 18:33

hallo,

ein beispiel für ein sägewerk, das bei über 1m dicken stämmen nur lässig mit der schulter zuckt ... übrigens wird hauptsächlich buche verarbeitet :wink:

gruß vom buntspecht
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Fuchse » Di Sep 26, 2017 20:35

Badener hat geschrieben:Befreundete Säger und Fuhrleute sagen alle das gleiche...
alles über 60cm kannst durch den Hacker schieben.
Ab 35cm hast Starkholzabschläge.

Ich finde das fixlängen deutlich praktischer sind.

1. bessere Rückbarkeit
2. einfacher zu Poltern
3. bessere Holzausnutzung
4. Schadstellen können ausgelassen werden
5. Optik (Krümmungen sind weniger drastisch)
6. Können von mir selbst gefahren werden.
7. genauere Abrechnung*

*Wieso? Weil ein Stamm mit 20 m bei Langholz nur einmal in der Mitte Doppelt gekluppt wird und vom Rest geht man von einer korrekten Geometrie aus. Bei Fixlängen kluppt man min. 4m Doppelt.

Grüße



Servus Badener,
die Nachteile von Fixlängen, und die Vorteile von Langholz 21,40m hast du komplett ignoriert !

Am besten fährt man, beide Sortimente zu machen, das wiegt alle Nachteile beider Seiten auf.
Gruß Robert
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Badener » Mi Sep 27, 2017 6:48

Hallo Fuchse,

das sollte auch keine Liste mit Anspruch auf Vollständigkeit oder sonstiges sein, sondern die Gründe wieso ich mich speziell für Fixlängen entschieden hab. Ich mache auch dann und wann mal Langholz, aber nur wenn ich grad keinen Abnehmer für Fixlängen habe oder ich jemanden helfe, der das explizit so will. Du kannst gerne noch komplettieren wenn Du willst. :wink:

Grüße
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon langholzbauer » Mi Sep 27, 2017 23:59

Da hat Fuchse schon Recht.
Optimale Erlöse sind bei hiebreifen Holz durch Kombination von Langholz und Fixlängen/LAS zu erzielen.
Dazu bedarf es aber entsprechender Hiebmengen und qualifizierten Personals bei Vermarktung, Einschlag und Rückung. Denn nur wenn der Holzhauer genau weis, was der Käufer will, kann er optimal aushalten. Und ohne eine richtige Schlagordnung sind die Rückeschäden bei Langholz sehr viel höher als der Kosten -und Erlösvorteil.
Bei richtigem Einschlag ist die Rückung von Langholz ganz erheblich effizienter und bodenschonender als im Kurzholz.
Und auch im schwächeren Stammholz um MHD 25-30 cm ergeben sich einige Vorteile dadurch, daß die schwächere Hälfte des Stammes zum guten Preis des "Optimaldurchmessers"( 2b+) verkauft werden können während es für über 30cm nur selten Zuschläge gibt .
Leider werden die Langholzabnehmer immer weniger. Der Trend geht eindeutig zum LAS, welches dann wieder bei Bedarf KostruktionsSchichtHolz zusammen geklebt wird.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon Fuchse » Mo Okt 09, 2017 23:10

Kreuzschiene ?

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Gruß Robert
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Re: Langholz vs. Fixlängen

Beitragvon d4006 » Di Okt 10, 2017 22:25

Zwecks Fixlängen vs. Langholz ist es wohl in ganz Österreich gleich- Es gibt de facto nur Fixlängen.

Zwecks Starkholz: Mach dich einmal schlau in deiner Umgebung und bei den Vermarktungsgemeinschaften, da wird's wohl eine Möglichkeit geben.

@ Falke: Bei uns gibt's ein regionales (bezirksweites) Sägewerk für Starkholz, sowie einen Abnehmer eh zwischen Kärnten und der Steiermark in Obdach, welcher sich wohl laufend über Starkholz freut bzw. der alles über 45cm von den Zerspanersägewerken weitergehandelt bekommt (weswegen es bei diesen Sägewerken den Abschlag ab 45cm gibt)

Aber wie gesagt, an den TE: Unbedingt nachfragen, es muss ja wohl eine wertvollere Verwertung als Brennholz für sowas geben, welche sich unterm Strich natürlich auch rentieren muss ...
mfg
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