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LiuGong Elektro-Radlader

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon M.H.T. » Fr Mär 27, 2026 9:41

Hallo,

gibt es hier im Forum Erfahrungen mit (Bau)maschinen der chinesischen Marke LiuGong?
Im Speziellen bin ich hier auf den elektrischen Radler 820TE gestoßen, der eine gute Größe für mich hätte. Den vertreibt wohl die Firma Eder, siehe hier: https://www.eder-baumaschinen.de/produk ... gong-820te

Bei Eigennutzung von PV-Strom, und angesichts der aktuellen Dieselpreise, wird eine elektrische Maschine immer interessanter. Dazu hätte er einen 70 kwH-Akku, was für einen ganzen Betriebstag reichen sollte ohne nachladen. Bei kleineren Hofladern gibt es ja bereits einen Markt, auch von bekannten Herstellen. Bei größeren Ladern siehts hier sehr mau aus, da werden wir wohl mal wieder von den Chinesen überholt.

Ich bin gespannt auf Erfahrungen und Beiträge zum Thema Elektrolader und im Speziellen der Marke LiuGong.
M.H.T.
 
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon Waldmichel » Fr Mär 27, 2026 13:18

Was für ein Preis wird denn für den Lader aufgerufen?
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon langholzbauer » Fr Mär 27, 2026 13:35

Was sagt der Energieversorger zum 80 kW Schnellader ?
Das geht natürlich auch günstiger und langsamer.
In der Beschreibung fällt mir auf, dass da trotz hoher Spannung ( 309V) noch Wasserkühlung an den Motoren nötig ist.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon M.H.T. » Fr Mär 27, 2026 17:05

Also die Schnellladefunktion wär für mich jetz kein Kriterium. Da würde mir normales Ac-Laden an einer Wallbox wie mit einem Auto reichen.
Das mit der Wasserkühlung ist ein interessanter Punkt. Ich denke aber, dass das nicht so ungewöhnlich ist, auch bei E-Motoren fällt ja eine gewisse Abwärme an. Natürlich viel weniger als beim Diesel.
Preislich liegt man zwischen 90 und 100k netto...
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon wastl90 » Sa Mär 28, 2026 8:24

langholzbauer hat geschrieben:Was sagt der Energieversorger zum 80 kW Schnellader ?
Das geht natürlich auch günstiger und langsamer.
In der Beschreibung fällt mir auf, dass da trotz hoher Spannung ( 309V) noch Wasserkühlung an den Motoren nötig ist.

Warum benötigt man einen Schnelllader? Da wo die Maschine häufig abgestellt wird, braucht es eine Wallbox. Läuft der Radlader nicht, wird er eben geladen.
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon wastl90 » Sa Mär 28, 2026 8:26

Hier gibt es auch ein Einsatzvideo vom Radlader.
https://www.youtube.com/watch?v=1mxAHC9vBgc
Vielleicht machst du einfach mal einen Ausflug ins schöne Oberbayern und schaust ihn dir an.
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon Alla gut » Sa Mär 28, 2026 12:09

Batteriespannung ist etwas ungewöhnlich .
Lithium Ionen Batterie ist da sehr bedenklich .
Man braucht für jede Lithium Ionen Batterie eine speziel auf diese Batterie geschulte Fachkraft .
Mit passender Hard und Software .

Finde mal jemand vor Ort der dir günstig und schnell sowas reparieren kann im Fehlerfall .
Das wird in ein paar Jahren vielleicht anders sein wenn es da mehr Fachkräfte gibt .

Warum bauen die Herstellen in sowas den nicht einfach noch bewährte alte Säurebatterien ein ?
Das ist keine komplizierte Raketentechnik .
Bis 48 Volt darf da auch noch jeder KFZ oder Landmaschinenmechaniker dran .
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon aleandreas » Sa Mär 28, 2026 12:25

Naja bei 48V hast du halt die 6 fachen Ströme im System im Vergleich zu 300V.
Das dürften bei Vollast bei dem LiOH Akku irgendwo 350A-400A sein. Bei Blei Säure hast du dann 2400A.
Außerdem ist das Batteriegewicht knapp das doppelte. Und da ist noch nicht einmal berücksichtigt dass die Blei-Säurebatterie nicht so große Hübe fahren kann wie die LiOH.
Das macht schon Sinn solche großen Maschinen auf Hochvoltantriebe auszulegen.
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon Herr Merkel » So Mär 29, 2026 7:20

M.H.T. hat geschrieben:Hallo,

gibt es hier im Forum Erfahrungen mit (Bau)maschinen der chinesischen Marke LiuGong?
Im Speziellen bin ich hier auf den elektrischen Radler 820TE gestoßen, der eine gute Größe für mich hätte. Den vertreibt wohl die Firma Eder, siehe hier: https://www.eder-baumaschinen.de/produk ... gong-820te

Bei Eigennutzung von PV-Strom, und angesichts der aktuellen Dieselpreise, wird eine elektrische Maschine immer interessanter. Dazu hätte er einen 70 kwH-Akku, was für einen ganzen Betriebstag reichen sollte ohne nachladen. Bei kleineren Hofladern gibt es ja bereits einen Markt, auch von bekannten Herstellen. Bei größeren Ladern siehts hier sehr mau aus, da werden wir wohl mal wieder von den Chinesen überholt.

Ich bin gespannt auf Erfahrungen und Beiträge zum Thema Elektrolader und im Speziellen der Marke LiuGong.



Wenn man Pv Strom eigennutzung betreiben möchte, sollte man 2 solcher maschinen kaufen um einen bei Tage laden zu können, ansonsten brauchst einen großen Speicher um mit PV Strom nachts über zu Laden.
Die aktuellen Dieselpreise sind eine moment erscheinung und werden wieder fallen. also keine Schnellschüsse. Langfristig muss man natürlich auf elektromobilität umschwenken, dann wird es auch genügend Fachleute geben mit Hochvoltschein und Wissen.
dauert in Deutschland / Europa alles etwas länger.
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon Alla gut » So Mär 29, 2026 7:47

Dauert bei uns länger weil wir es genauer nehmen mit der Sicherheit .
Wenn es in China mal einen schüttelt ,dann hats ihn halt mal geschüttelt .
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon langholzbauer » So Mär 29, 2026 8:02

Naja,
Die FA. EDER wird sich schon nicht blauäugig mit diesem Hersteller beschäftigen. :wink:
Und der verlinkte Betreiber der Sandgrube hat vermutlich gute Förderung bekommen und hofft auf Nachhaltigkeitszertifikate? :wink:
Große Radlader haben im Vergleich zum Dieselmotor auch den Vorteil, dass das Gewicht des Akkus nicht so stört, wie z.B. bei Pkw und Zugmaschinen.
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon M.H.T. » So Mär 29, 2026 17:47

Sehr interessant eure Antworten.
Rein vom System sehr sehe ich das auch, dass bei Radladern eine Umstellung auf E-Antrieb relativ schnell gehen kann/wird. Sie laufen fast durchgehend nur im Leerlauf (z.B. nur Heben und Senken) oder Teillastbetrieb, sodass eine Akkufüllung über den Tag meistens reicht. Und dazu ist der Akku kein totes Gewicht, sondern notwendiges und damit sinnvolles Gegengewicht. Dazu kommt der Vorteil dass kein Motor läuft (Verschleiß, Verbrauch, Abgase und kein Lärm!) wenn man absteigt, kurz was erledigt, und sich dann einfach wieder draufsetzt und wieder weitermacht. Wäre mal ein Weg, um vom Diesel bei den Land/Baumaschinen wegzukommen.
Die technischen Bedenken bezüglich Reparatur etc. teile ich auch irgendwie. Wer kann mir hier helfen und wie teuer wird das dann, wenn wirklich was am Antrieb/Akku wäre...
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon JohnDeere3040 » So Mär 29, 2026 19:43

https://www.linde-mh.de/media/Datasheet ... 2_view.pdf
Die Technik wäre doch vorhanden, warum gibt's noch keinen Hersteller der die Motoren und Akkus in nen Radlader verbaut, Leistung sollte doch leicht reichen
ǝɹǝǝp ɐ ǝʞıl sunɹ ƃuıɥʇou
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon DST » So Mär 29, 2026 22:59

M.H.T. hat geschrieben:Sehr interessant eure Antworten.
Rein vom System sehr sehe ich das auch, dass bei Radladern eine Umstellung auf E-Antrieb relativ schnell gehen kann/wird. Sie laufen fast durchgehend nur im Leerlauf (z.B. nur Heben und Senken) oder Teillastbetrieb,


Das Lastprofil passt zu kleinen Baustellenhuren und Hofhuren.
Diese haben auch seltenst einen 8 Bstd Arbeitstag.

Größere Radlader aufm Bau, Gewinnung und Industrie haben schon deutlich mehr Volllastanteil, und auch in der Saison mal 10Std Arbeitstage, oder gar Mehrschichtbetrieb.

In der kleinen Klasse unter 8To hat so ziemlich jeder Hersteller was Marktreifes entwickelt, und die Entwicklung wird die nächsten Jahre noch steil bergauf gehen.
Die Akkuleistung reicht sogar für 4-5 Std mittleren Einsatz, und in 45min Mittagspause kann mittels Schnellader auf 80% nachgeladen werden was noch für den Rest eines 8 Std Arbeitstage reicht.

Der Einfachheit halber wird so manch kleiner Radlader in relativ einfacher Weise umgestellt, also Dieselmotor raus, E-Motor rein.
Der Wirkungsgradverlust vom Hydrostat und von den Achsabtrieben bleibt bestehen.

Bei größeren Radladern, z.B. die 20-25To Maschinen zur klassischen Lkw-Beladung in Steinbrüchen und Kiesgruben, entstehen aufgrund der hohen bewegten Massen enorme Verluste.

Die bessere Technik wäre hier den klassischen Antriebsstrang rauszuschmeißen, und voll zu elektrifizieren.
D.h. nicht nur der Dieselmotor, auch Getriebe, Kardanwellen und Differentiale fallen weg.
Jedes Rad bekommt seinen eigenen E-Motor.
Hier kann man dann mit ein paar Drehzahlsensoren und Lenkwinkelsensor über die Elektronik jedes Rad einzeln optimal ansteuern, inkl ASR, ABS, der Kompensation unterschiedlicher Beladungszustände und unterschiedlichen Reifenverschleisses.

Das ganze natürlich mit Bremsrekuperation.

Dann hat man die geringsten Verluste und beste Voraussetzungen für den Akkubetrieb.

Hierfür müssten aber alle Bauteile und die gesamte Maschine neu entwickelt werden, was enorme Kosten bedeutet.

Technisch wäre es sicherlich machbar.

Die Frage hierbei ist - welche Stückzahlen weltweit abgesetzt werden könnten.

Man muss bedenken das in den meisten Ländern auf dieser Erde keine Ambitionen zum Umstieg auf Elektro bestehen, bzw. häufig weder Infrastruktur noch Fachpersonal flächendeckend verfügbar sind.
Die höheren Anschaffungskosten sind da noch gar nicht berücksichtigt.

Wenn in abgelegenen Regionen der Strom per Dieselaggregat bereitgestellt wird - welchen Sinn hat dann ein Akku-Radlader?

Öl und Kohlekraftwerke machens auch nicht viel besser.

Im Mining-Bereich sieht es mit den richtig großen Radladern und Muldenkippern ganz anders aus.
Aufgrund niedriger Stückzahlen und mangels passender mechanischer Komponenten wird hier von einigen Herstellern schon seit Jahrzehnten auf einen elektrischen Antriebsstrang gesetzt.
Der Dieselmotor treibt den Generator an, dieser liefert den Strom direkt an die Radnabenmotoren.
Gebremst wird auch elektrisch, früher wurde die Bremsenergie halt in Wärme umgewandelt, mittlerweile dürften einige Hersteller schon mit einem Akkuzwischenspeicher arbeiten.
Müssen solch Dieselelektrische Muldenkipper in einer Mine sehr lange Steigungen hochfahren, werden sie mittels Stromabnehmer an eine Oberleitung gekoppelt, und fahren rein elektrisch.
Auch diese Technik gibt es seit Jahrzehnten.

Einen reinen Akku-Radlader in beliebiger Größe zu entwickeln ist nicht das Problem, eher diesen in gewinnbringenden Stückzahlen zu vermarkten.

Ein Akku-Radlader macht keinen Sinn -
- am Arsch der Welt
- bei häufigen schweren Arbeiten
- bei hohem Fahranteil und längeren Bergfahrten
- im Mehrschichtbetrieb
- wenn im Ausland die Arbeitstage 10 oder 12 Stunden haben
- fehlender elektrischer Versorgung am Einsatzort

Weltweit gesehen wird dadurch der Kundenkreis und somit auch die möglichen Stückzahlen sehr gering.

Mal zum besseren Vergleich - Ein japanischer Großhersteller hat in der Vergangenheit den Deutschen Markt mit einem Anteil von 4% vom Weltmarkt beziffert.

Wenn jetzt in D tatsächlich jeder 10te Kunde direkt auf Akkuradlader umsteigen würde, dann wären das 0,4% ihrer Produktion.

Dafür entwickelt keiner irgendwas neues.

Woran ernsthaft entwickelt wird ist der Wasserstoffmotor, dieser könnte halbwegs einfach in einem vorhandenen fertig entwickelten Radlader, LKW, Schlepper, usw verbaut werden.
Hier sind die Marktchancen und mögliche Stückzahlen deutlich höher.

Zwecks Kauf eines E-Laders in der eingangs genannten 7to Klasse hätte ich zu einem Deutschen bzw Europäischen Hersteller mehr Vertrauen als zu einem relativ unbekannten Chinesen.
Da müsste ich den Händler gut kennen und tatsächlich min 100% Vertrauen haben.

Btw, manche Händler machen auch Mietkauf.
Man mietet so eine Maschine z.B. für 12 Monate, und kann dann zu einem vorher festgelegten Preis kaufen oder zurückgeben.

Die meisten Akku - Baumaschinen die in den letzten Jahren auf den Markt kamen haben schon in den ersten Wochen und Monaten rumgezickt.

Nach 12 Monaten Miete hätte man einen aussagekräftigigen Test, ohne Risiko, zu einem festen Preis
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: LiuGong Elektro-Radlader

Beitragvon wastl90 » Di Mär 31, 2026 8:21

Wo laufen die ganzen Radlader in Deutschland? Klar, wird es welche im Mehrschichtbetrieb geben, die ständig auf voller Leistung fahren. Die ich kenne, befüllen Brecheranlagen, Laden in der Kiesgrube die LKWs voll oder schieben Zeug am Komposthof den Haufen hoch. Dafür dürfte solch ein elektrischer Radlader locker reichen. Die laufen ja nicht ständig im Vollastbereich.
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