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Magnesiummangel??

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Magnesiummangel??

Beitragvon Holgi1982 » Sa Dez 27, 2008 20:11

Hallo

Auf einem meiner Roggenfelder ist der Roggen am Rand gelblich verfärbt und laut der Bodenuntersuchungen vor ein paar wochen ist der Mg Gehalt dort in der Versorgungsstufe A und zudem ist der Ph-Wert auch niedrig dort
Kali und Phosphor sind im C bereich
Was meint ihr?? Mg Mangel oder müsste etwas Kalk drauf?
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Beitragvon Holgi1982 » Sa Dez 27, 2008 20:21

Muss mal noch hinzufügen:
Es ist ein 22er Sandboden wo als Vorfrucht Sommergerste stand
Habe die landwirtschaft dieses Jahr erst übernommen da mein Vater letztes Jahr verstarb und ebend vor kurzem bodenuntersuchungen machen lassen wo so manche überraschung rauskam
auf diesem feld ebend Mg auf A und Ph auf 3,9 runter
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Beitragvon Manfred » Sa Dez 27, 2008 20:32

Bei einen so niedrigen Ph ist die Pflanzenverfügbarkeit vieler Nährstoffe schlecht.
Mit kohlensauerem Magnesiumkalk deckst du beides ab.
Für das Streuen in den stehenden Bestand dürfte sich am ehesten granulierter Kalk anbieten?
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Beitragvon CarpeDiem » Sa Dez 27, 2008 20:47

Nun mit Kieserit kannst du dem Magnesiummangel am schnellsten abhelfen. Habe dieses Zeug einmal vor Jahrzehnten gestreut, es wirkte Wunder. Ideal wenn man das mit der Pflanzenspritze ausbringen könnte. Auch was es kostet bin ich ahnungslos. Aber wie gesagt es ist nur eine Notlösung, für den Bestand. Ansonsten musst du das Übel an der Wurzel packen.

Wenn du nicht ökologisch verseucht bis, würde sich da Klärschlamm empfehlen. Es gibt da sehr kalkhaltigen, der wäre der Richtige. Zudem hast du damit keine Arbeit und bekommst noch Kohle dazu. Nur aufpassen, dass du einwandfreie Ware bekommst. Am besten über den MbR.
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Beitragvon Holgi1982 » Sa Dez 27, 2008 21:05

mhh. ist Wasserschutzgebiet hier, da ist glaube ich nix mit Klärschlamm, müsste ich aber nochmal genau nachgucken weil ich glaube in Schutzzone I und II darf man keinen ausbringen und in welcher Zone der Schlag nun genau liegt müsste ich auf ner Karte nachgucken die ich habe.
Das mit dem kohlensauerem Magnesiumkalk klingt aber auch schonmal nicht schlecht und würde sich auch anbieten da ich nen Händler ganz in der Nähe habe der einem auch nen Kalkstreuer dazugibt.
Erst war ich ja am überlegen ob ich abwarte bis nach der Ernte und dann auf die Stoppel Kalke aber is ja sehr warscheinlich besser wenn ich lieber sobald wie möglich etwas draufstreue.
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Beitragvon Lemme82 » So Dez 28, 2008 13:51

Klärschlamm bekommst du in keiner Wasserschutzzone ob 1,2 oder 2a nirgends !

Außerdem bei so einen schlechte ph-wert würdest du eh keinen bekommen glaube ab ph-wert 5 gibt es welchen ...

Ja kalken ist schon wichtig weiß aber nicht wie schnell sich das Mg sich frei setzt im Kalk (dazu müssten vielleicht die Experten was zusagen ) aber der Kieserit kostete auch nicht die Welt und hast gleich bissel Schwefel mit bei !
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Beitragvon Holgi1982 » Mo Dez 29, 2008 21:51

nene das mit dem Kalken ist schon die richtige Richtung denke ich aber könnte man statt dem Kohlensaurem magnesiumkalk nicht auch Konverterkalk oder Hüttenkalk nehmen? Weil dann könnte ich gleich mehr CaO draufkriegen und hätte gleich noch ein paar Spurennährstoffe mit drin, oder macht sich das in dem stehenden Bestand nicht gut?
Ich weis nämlich nicht wie das ist mit dem kalken im stehenden Bestand weil es ja eigentlich üblich ist auf die Stoppel zu kalken, oder ist das im Prinzip egal wann man kalkt?
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Beitragvon Manfred » Di Dez 30, 2008 9:22

Mit Kalkung auf stehendes Getreide habe ich mich nie befasst.
Kenne das nur vom Gemüse. Da sind die Ansprüche je nach Art sehr unterschiedlich. Manche können frische Kalkung gar nicht ab, andere vertragen sie gut.
Kieserit als Sofortmaßnahme hört sich gut an. Langfristig wirst du mehr Magnesium geben müssen.
Das Kalkdefizit lässt sich vermutlich mit einer Kalkung eh nicht ausgleichen, zumal man nicht zu viel Kalk auf einmal geben sollte.
Habt ihr keinen Fachberater im Landwirtschaftsamt oder so, der sich mit euren Böden wirklich auskennt?
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Beitragvon Holgi1982 » Di Dez 30, 2008 20:16

Wieviel dies und die nächsten jahre gekalkt werden muss weiss ich ja anhand der bodenprobe, dort wird zb empfohlen
im gesamten 37 dt CaO/ha
dies Jahr 15 dt/ha CaO
nächstes jahr nochma 15 dt
und im 3. jahr bleibt dann erstma nen Rest von 7 dt CaO

nur denke ich mir um den Ertrag des bereits wachsenden Bestandes nicht absolut in den Keller zu kriegen ist es villeicht besser jetzt noch etwas zu kalken um den Ph Murks etwas auszubremsen.
Muss ja nich die ganzen 15 dt auf einmal sein, kann ja auch jetz ein Teil und dann auf die Stoppeln den Rest der 15 dt

Nur will ich halt sichergehen das der Roggen auch die kalkung verträgt
und ich nich am Ende mehr schaden anrichten würde als wenn ich die kalkung verschiebe bis nach der Ernte

Mfg.
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Beitragvon Lemme82 » Di Dez 30, 2008 21:36

Sicherlich ist der ph-wert schlecht, aber ich würde meinen das es nicht viel bringt jetzt zu Kalken um den Ph-wert deutlich zu steiger außerdem ist Roggen ziemlich genügsam , du hast nur zu sätztliche kosten zwecks Überfahrt würde nach der Ernte Kalken aber nicht mehr als 2tonnen 1,5tonnen sind okay!

Würde doch über Kieserit nachdenken zwecks Mg....


Bedenke auch das es ein 22Bp Sandboden ist da wirst du nicht die Welt Ernten also auch auf die Kosten pro Jahr schauen, sollte alles im rahmen bleiben.Es werden eh noch ein paar Jahre ins Land ziehen bis du deinen Ph-wert stabilisiert hast !
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Beitragvon wengerter » Mi Dez 31, 2008 22:33

Holgi1982 hat geschrieben:mhh. ist Wasserschutzgebiet hier, da ist glaube ich nix mit Klärschlamm, müsste ich aber nochmal genau nachgucken weil ich glaube in Schutzzone I und II darf man keinen ausbringen und in welcher Zone der Schlag nun genau liegt müsste ich auf ner Karte nachgucken die ich habe.


Klärschlamm gehört nicht auf landwirtschaftliche Flächen, sondern thermisch verwertet (verbrannt). Meine Meinung. Selbst wenn man noch Geld dafür bekommt... nur ans Geld denken ist einfach etwas kurzsichtig. Sorry.

Wasserschutzzone I ist es nicht - da kannst du höchstens Bioheu machen. Zone I ist immer die eingezäunte Quellfassung. :roll:

Ansonsten frag mal den berater vom Landwirtschaftsamt. Die haben im Winter recht wenig zu tun und kennen sich mit den Böden bei euch in der Gegend aus. Lieber nen Fachmann fragen, was düngen und wieviel,... denn es reicht nit, dass die Nährstoffe in ausreichender Versorgungsstufe vorliegen müssen, sie müssen auch für die Pflanzen verfügbar sein. Und überflüssiger oder falscher Düngerkostet leider auch Geld

Ich würd Bittersalz spritzen... schnell, einfach,preiswert und gut pflanzenverfügbar. Müsste auch beim Roggen gehen... :wink:
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Beitragvon CarpeDiem » Do Jan 01, 2009 10:05

Ob Klärschlamm auf Felder gehört oder der thermischen Verwendung zugeführt wird, ist mehr eine ideologische Frage als eine fachtechnische. Dies erkenne ich einfach daran, dass du die Frage generalisierst und überhaupt nicht zwischen den verschiedenen Schlämmen unterscheidest. Darauf habe ich aber ausdrücklich hingewiesen. Im übrigen ist Bittersalz nicht anderes als Kieserit. Auch dies habe ich ihm empfohlen. Im übrigen wäre es auch bei allen mineralischen Düngern wichtig auf die Schwermetalle zu achten. Analysen leider Fehlanzeige!!!!!
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Beitragvon Lemme82 » Do Jan 01, 2009 20:00

@CarpeDiem Da hast du recht mit dem Klärschlamm er darf nur unter strengen Richtlinien gestreut werden , was meinetwegen auch so sein soll manchmal bissel übertrieben!

Und wegen den Schwermetallen glaube nicht das die mineralischen Dünger so genau(streng) Untersucht werden wie der Schlamm !
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Beitragvon wengerter » Do Jan 01, 2009 21:53

CarpeDiem hat geschrieben:Ob Klärschlamm auf Felder gehört oder der thermischen Verwendung zugeführt wird, ist mehr eine ideologische Frage als eine fachtechnische. Dies erkenne ich einfach daran, dass du die Frage generalisierst und überhaupt nicht zwischen den verschiedenen Schlämmen unterscheidest. Darauf habe ich aber ausdrücklich hingewiesen. Im übrigen ist Bittersalz nicht anderes als Kieserit. Auch dies habe ich ihm empfohlen. Im übrigen wäre es auch bei allen mineralischen Düngern wichtig auf die Schwermetalle zu achten. Analysen leider Fehlanzeige!!!!!


@CarpeDiem: Sorry - ich muss dir rechtgeben. Bittersalz ist nichts anderes wie Kieserit. Hab ich nicht gewußt... und grad nachgesehen. Du hattest vorher geschrieben: "Ideal, wenn man es mit der Pflanzenschutzspritze ausbringen könnte" ... und Bittersalz kann man ja mit PSM ausbringen. Daher ist bei mir der Funke von Kieserit zu Bittersalz nicht übergesprungen... :oops:
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Beitragvon Wini » Fr Jan 02, 2009 23:13

Holgi,

die Gelbverfärbung an Ackerrändern ist möglicherweise auf
Bodenverdichtung und Staunässe am Vorgewende zurückzuführen.
Der Sauerstoffmangel an der Wurzel ist die Ursache.

Anhand einer Spatenprobe kannst Du dir darüber Klarheit verschaffen.
Welche Bodenbearbeitung wurde durchgeführt ?
Eventuell zu stark gewalzt ?

Wenn nur Randbereiche betroffen sind würde ich da garnichts machen.

Gruß
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